Am 26. September ist der Saisonauftakt für die Frauenmannschaft des TSV 1860 München in der A-Klasse. Ob die Löwinnen bereit für ihre erste Saison sind, darüber sollte ein letztes Testspiel beim SC Vierkirchen II Aufschluß bringen.

Der SC Vierkirchen spielt mit seiner zweiten Mannschaft, die gegen die Löwen antrat, in der Kreisklasse. Damit also eine Klasse höher als die Damen des TSV 1860 München.

Schiedsrichter der Partie war der erst 18jährige Benjamin Findl, der eine bewegte Geschichte hinter sich hat. Mit vier Jahren benötigte er eine Organtransplantation, bereits mit 12 Jahren absolvierte er seine Schiedsrichterprüfung. Einen interessanten Bericht hierzu, gab es vor drei Jahren im Merkur: Zwölf Jahre nach Organtransplantation – Merkur Cup führt diese Schiris wieder zusammen. Das Spiel gegen die teils forschen Damen leitete er trotz seines jungen Alters recht souverän.

Torreiche erste Halbzeit in Vierkirchen

Die Löwinnen begannen das Spiel mit hohem Tempo und machten sofort Druck. Die Vierkirchener wirkten durchaus überrascht über diesen schnellen Antritt. Bereits in der 2. Minute war der Ball auch schon im Tor. Die 21jährige Laura Kreuzer schoß die Löwinnen in Führung und brachte die Kreissklassen-Kickerinnen etwas aus dem Konzept. Den Druck behielten die Löwinnen bei, sie zeigten eine gute Raumaufteilung und ein engagiertes Auftreten. Allzu überraschend war es also nicht, das Kreuzer noch einmal zuschlug. In der 8. Minute brachte sie den Ball erneut in den Kasten der Vierkirchner. Aufgrund von leichten Leistenproblemen wechselte sie Löwen-Trainer Stefan Weishaupt dann allerdings nach 15 Minuten aus. Tanja Schmid kam für die zweifache Torschützin. “Ich wollte vor dem Ligastart nichts riskieren”, meint Weishaupt nach dem Spiel. Nach der Auswechslung wurde es etwas ruhiger. Die Partie auch deutlich ausgeglichener. In der 28. Minute wechselten die Löwen erneut. Vera Ziegler kam für Tanja Schmid, in der 34 . Minute ging Carmen Znika, für sie kam Emma Novi. Völlig überrascht wurden die Sechzgerinnen dann von Kristina Stichlmair. Die Außenverteidigerin der Vierkirchner trägt den Spitznamen “Speedy Gonzales” und läuft “seit 2011 im schwarz-gelben Trikot alles in Grund und Boden”. Sie verwandelte eine Ecke zum Anschlußtreffer. Ein wenig von der Rolle ließen die Löwinnen gerade mal eine Minute danach den nächsten Treffer zu. Torschützin war Vierkirchners Stürmerin Katharina Süß. Fun-Fact am Rande: bereits als sie den Schuß abgegeben hatte, sprang die Anzeigetafel auf das 2:2. Der Bediener war schneller als der Ball. Danach ging es in die Halbzeitpause.

Der Ausgleich war natürlich ein herber Schlag für die Löwinnen und auch für die Zuschauer wurde der Doppelschlag nicht wirklich so erwartet. Wie Trainer Weishaupt nach dem Spiel erzählt, hat er versucht den Spielerinnen des TSV in der Pause Mut zuzusprechen. Mit Stolz sollten sie aus der Halbzeitpause kommen und im Wissen, dass man bereits viel erreicht habe. Sieben Spielerinnen des Löwen-Kader hatten vorher nie Fußball gespielt, dafür sei die Entwicklung toll, erklät Weishaupt dem Löwenmagazin.

Cheyenne Krieger mit starkem Ballgewinn

Die zweite Halbzeit begann deutlich ruhiger. Noch vor der 60. Minute drehte Cheyenne Krieger das Spiel zu Gunsten der Löwinnen. Eine der sehenswertesten Szenen des Spiels. Die Torfrau der Vierkirchner spielte beim Abstoß eine Abwehrspielerin an. Zwar war Cheyenne gut acht Meter von der Spielerin entfernt, sie witterte jedoch ihre Chance, rannte los und luchste der Vierkirchnerin den Ball ab. Kaum hatte sie den Ball, umspielte sie geschickt die Torfrau, rannte weiter in Richtung Tor und konnte auch einer weiteren Spielerin des SC Vierkirchen Paroli bieten. Dann völlig frei vor dem Tor konnte sie mühelos einnetzen. Die erneute Führung für die Löwinnen in der 58. Minute.

Die Gäste sahen eine intensive weitere Partie bei denen sich beide Mannschaften immer wieder in Richtung des Strafraum des Gegners vorarbeiteten. Lena Gruber konnte für den TSV 1860 München in der 88 Minute dann noch einmal auf das 2:4 erhöhen. Der anschließende Anschlußtreffer der Vierkirchnerinnen war lediglich eine Ergebniskorrektur. Mit 3:4 ging die Partie an die Löwinnen.

Impressionen

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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