Von Note 5 auf Note 3 verbessert: Abendzeitung bewertet Robert Reisinger und Hasan Ismaik

Die Abendzeitung hat in einem Artikel Noten für die “Führungs-Löwen” vergeben. Sowohl Präsident Robert Reisinger als auch Hasan Ismaik bekommen die Note 3. Vor drei Jahren hatten beide noch eine 5 bekommen.

Zugegeben, eine Benotung nach Schulnoten für die Arbeit von Präsident Robert Reisinger und auch für Gesellschafter und Kreditgeber Hasan Ismaik ist objektiv wohl eher schwierig. Durchaus diskussionswürdig und auch kritisch zu bewerten ist jedoch, wie die Abendzeitung 2019 und 2022 sowohl Reisinger als auch Ismaik beurteilen.

Präsident Robert Reisinger

Die Note 5 bekam Präsident Robert Reisinger im Jahr 2019 von der Abendzeitung. Der Präsident und seine Unterstützer würden die nachvollziehbare These vertreten, man dürfe keine weiteren Darlehen von Ismaik aufnehmen. Es gäbe jedoch keine funktionierende Alternative, meint die AZ. Kritisiert wird vor allem auch der Umgang mit dem Jordanier Hasan Ismaik. “Eine Loslösung ist (bisher) fehlgeschlagen, so das Boulevardblatt. “Eine weitere Zusammenarbeit erschwert Reisinger durch die Tatsache, teils durchaus sinnhaftige Angebote an Ismaik (vorübergehende Rückführung der U19 und U21 in den e.V.) mit Kritik und Nadelstichen zu garnieren. Kaum Interviews und mehrere abgesagte TV-Auftritte zeugen von mangelhaftem öffentlichen Auftreten.”

Drei Jahre später gibt es die Note 3. Während die AZ im Jahr 2019 noch von einem mangelhaften öffentlichen Auftreten sprach, ist eine Begründung für die deutlich bessere Note, dass sich Präsident Reisinger “öffentlich weitgehend zurück” hält, aber dennoch im Verein Flagge zeigt. Er selbst oder seine Berater scheinen ihm manch “sarkastischen Angriff auf Investor Hasan Ismaik” ausgetrieben zu haben. Ein starkes Signal sei zudem, dass er sich mehrfach hinter Köllner stellte.

Gesellschafter Hasan Ismaik

Eine Note 5 bekam Hasan Ismaik im Jahr 2019. Ismaik habe seit seinem Einstieg geschätzt bis zu 70 Millionen verbrannt und “seine Pläne sind weiter nebulös”, so das Boulevardblatt in seiner Begründung: “Die erforderliche Planbarkeit seiner Handlungen ist nach wie vor nicht gegeben.” Sechzig bliebe eine tickende Zeitbome, wenn die Vereinsbosse und Ismaik weiter so miteinander umgehen würden. Positiv sah die Abendzeitung 2019, dass Ismaik eine “Zwei-Millionen-Spritze” zur Verfügung gestellt hatte und sich aus allen Gremien zurückgezogen und Saki Stimoniaris zum Aufsichtsratsvorsitzenden ernannt habe.

Drei Jahre später die Frage: “Was ist eigentlich mit dem Jordanier los? Keiner hat ihn seit Monaten gesehen, schon gar nicht in München.” Ismaik bekommt dafür die Note 3. Denn positiv sei, dass er in den Medien “stets konstruktive Botschaften verlauten lässt”. Erst kürzlich hätte er seine “Nichtaufstiegsenttäuschung von seiner Agentur hübsch verpacken” lassen. Das sei ein deutlich besserer Weg, meint die Abendzeitung.

Deine Meinung ist gefragt

Unabhängig von der Sinnhaftigkeit von Noten – wie beurteilt ihr die Begründungen durch die Abendzeitung? Hat sich das Verhältnis der beiden Gesellschafter miteinander verändert? Wir freuen uns über konstruktive Diskussionen.


Quellen

vgl. Abendzeitung vom 03. Juni 2019, “Die Noten für die Bosse des TSV 1860”

vgl. Abendzeitung vom 23. Mai 2022, “Echte Führungs-Löwen: AZ-Zeugnis für die Bosse des TSV 1860”

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