06110 Halle, Kantstraße 2. Der Gästeblock ist gut gefüllt und die Mannschaft macht sich auch schon warm. Der erste Eindruck: Schönes Stadion. Aber definitiv ohne Flair. Die Stimmung im Block ist bereits vor dem Spiel schon recht beachtlich. Langsam könnte es jetzt los gehen. Dass dieses Auswärtsspiel heute ein besonderes werden könnte, wird klar, als die Mannschaft vor dem Gang in die Kabine in die Kurve kommt. Wie die Orgelpfeifen stehen sie vor ihren Fans und nehmen die aufbauenden Worte des Vorsängers auf. Wir alle haben diese Geste verstanden. Es geht nur gemeinsam.

Sechzig mit klarer Taktik

Die Kugel rollte. Sechzig spielte in einer 5-3-2-Formation. Schnell wurde klar, wie Oliver Beer und seine Löwen dieses Spiel hier angehen wollen. Defensiv stand eine eng gestaffelte Fünferkette mit drei Innenverteidigern, Erdmann, Berzel, Weber in der Mitte. Steinhart und Willsch komplettierten die Defensivreihe auf den Außen. Davor hatten sich Wein, Rieder und endlich auch wieder Dressel in einer Art Dreierkette positioniert. Vorne suchten Sascha Mölders und der quirlige Stefan Lex ihr Glück in der Offensive. Bereits die ersten Minuten zeigten, mit Glück hat das heute hier aber nichts zu tun. Die Rot-Weißen hatten deutlich mehr Ballbesitz. Dennoch war kein Durchkommen. Wein, Rieder und Dressel machten es dem Gegner schwer, sich im Mittelfeld zu behaupten. Den Rest übernahm die eng gestaffelte Defensivreihe. Der HFC schaffte es trotz großem Aufwand nicht, hinter die Kette zu kommen. Erdmann, Weber und vor allem Berzel standen wie eine Wand in der Löwenabwehr. Und wenn es nach vorne ging, schoben die Außen nach vorne. Gut erkennbar war auch, wie Wein und Dressel im Mittelfeld je nach Spielsituation verschoben haben. Auf der einen Seite, um den Spielaufbau des Gegners zu stören und schnell in eine Umschaltsituation zu kommen, auf der anderen Seite, um das Mittelfeld in der Vorwärtsbewegung schnell überbrücken zu können und die heute sehr gut aufgelegten Mölders und Lex zu bedienen.

Die erste Duftmarke setzten die Sechzger. Halle verlor in der Vorwärtsbewegung den Ball. Stefan Lex schaltete in der 17. Spielminute am Schnellsten, sein Abschluss von der Strafraumgrenze landete aber krachend am Pfosten. Dennoch war das Spiel noch etwas langweilig. Die Hausherren strahlten keine große Gefahr aus und die Löwen warteten auf ihre Konterchancen, wie in der 28. Minute. Willsch kam über Rechts und brachte die Kugel an den kurzen Pfosten, wo Mölders goldrichtig stand, es aber nicht schaffte, den Ball ins Tor zu bringen. Nun war klar – hier war was möglich. Und da war es. Tooor für Sechzig! Mölders schickte Lex, der sich sofort zielstrebig Richtung Tor aufmachte, Torwart Eiserle austanzte und ins linke Eck einschob (39.) – 1:0 aus Löwensicht. Und die Münchner Fans im Block 11 rasteten aus, die Emotionen schwappten über und man puschte die Mannschaft weiterhin nach Vorne. Kurz vorm Pausenpfiff war es wieder Lex mit einer guten Chance, doch der Schuss ging am Gehäuse vorbei. Halle hätte sich an dieser Stelle nicht beschweren können, wenn der Rückstand nicht noch größer gewesen wäre.

90 Minuten Support im Block 11

Pfiff. Die Spieler verschwanden in die Kabine und der HFC zog sein Pausenprogamm auf. Als würde das Spiel weitergehen sangen die Fans im Block 11 unablässig weiter. „Komm schießt ein Tor, ihr Münchner Löwen, immer nach Vorn…“ klang es ununterbrochen, 15 Minuten lang. Eine unglaubliche Stimmung. Hier waren heute wahre Münchner Löwen am Werk. Auf der Tribüne und auf dem grünen Rasen.

In der zweiten Hälfte merkte man, dass die Hallenser nun mehr wollten, doch weiterhin war einfach bei den Löwen kein Durchkommen. Heute standen sie wie eine Eins. Sie kämpften zusammen, sie kämpften füreinander und kämpften um den Sieg. Wie in der 56. Minute, als Hiller eine Flanke zu kurz wegfaustete und Guttau aus sieben Meter die Kugel auf das verwaiste Tor brachte. Doch hier war Berzel mit unbändigem Willen und einer artistischen Einlage zur Stelle und klärte den Ball noch vor der Linie. Mittlerweile verschob sich das Spiel zu Gunsten der Löwen, die immer mehr Anteile und klar bessere Chancen hatten. Erst scheiterte Lex, nach der Vorlage von Mölders, aus fünf Metern am starken Eiserle (70.), dann zischte der Schuss von Mölders am rechten Pfosten vorbei (74.). Die Zeit lief und auch Halle merkte, dass sie diese Partie verlieren könnten. Richtung Ende legte die Heimmannschaft alles in die Offensive und dennoch kam zu keinem Zeitpunkt das Gefühl auf, Sechzig würde schwimmen, wären unsicher oder könnten das Spiel noch aus der Hand geben. Ganz im Gegenteil sorgten die Schützlinge von Interimscoach Oliver Beer immer wieder für Entlastung. Fast schon abgezockt waren die Spielszenen, als die Löwen immer wieder an der gegnerischen Eckfahne sich in Zweikämpfe verwickeln ließen. Das kostete Zeit, die Halle davon zu laufen schien. Was die Verteidigungskette heute rausgehauen hatte, war großes Kino. Am Ende hieß es „Auswärtssieg, Oida“ – und das völlig zurecht.

Die Kurve feierte und die Mannschaft bedankte sich nach Schlusspfiff für den wieder einmal überragenden Support der mitgereisten Fans. „Mit Leib und Seele, aus voller Kehle“ schallte es durch das sich mittlerweile geleerte Stadion. Ein absoluter Gänsehautmoment. Für Spieler und den weiß-blauen Anhang gleichermaßen.

Chapeau Münchner Löwen, sowohl auf dem Platz als auch im Block 11! Chapeau Oliver Beer! Danke für diesen Sieg, Danke für diesen überzeugenden Auswärtssieg!

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)

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Chemieloewe
Leser

Viele, eigentlich alle, wie Lex, Berzel, Dressel, Willsch, Steinhart…haben unter Beer gezeigt, daß sie zusammen bei guter trainertechnischer Anleitung u. Vorbereitung viel mehr drauf haben u. schaffen, wie lange Zeit vorher nicht mehr. Ein sehr überzeugender u. starker Auftritt, ein klasse Spiel unserer Löwen!!! Preisfrage: Warum war das vorher oft so schwach u. zerfahren bei uns? An wem das bloß lag…..???

anteater
Leser

Vielleicht war es jetzt bloß ein Strohfeuer. Abwarten.

anteater
Leser

Sechzig gewinnt also nach überzeugender Leistung beim Aufstiegsaspiranten Halle, doch einige Hanswurschten ist das offenbar nicht recht und deshalb feuern sie sportferne und unbelegte Spitzen und sogar Gewaltandrohungen in die Welt. Auf das ja keiner merkt, dass wir gerade die Zahl der diese Saison auswärts geholten Punkte verdoppelt haben. Was für unappetitliche Körperöffnungen (frei nach Volker Pispers).

coeurdelion
Leser

ich hab mich die letzten Wochen immer gefragt, was mit Dressel los ist/war……gestern mein Mann des Tages, ohne die Defensive oder Lex zu vergessen!
ballsicher, einsatzfreudig, cool……Sechzigs Zukunft ist jung!

anteater
Leser

Der Ballgewinn vor dem entscheidenden Treffer: Dennis Dressen!

Alexander Schlegel
Leser

Kleine Dinge, große Wirkung. Kaum kommt ein Trainer mal auf die Idee einen dritten Innenverteidiger aufzustellen, schon ist die Mitte, über die wir die ganze Saison über Tore im Akkord geschluckt haben, plötzlich dicht. Und diese Maßnahme hatte eine so beruhigende Wirkung auf die gesamte Mannschaft, dass wir endlich mal vernünftigen und gut vorgetragenen Fußball erleben durften. Auch ein ausdrückliches Lob an beide Außenverteidiger, Willsch und – ja, man höre und staune – Steinhart, die beide auch defensiv ein hervorragendes Spiel ablieferten. Das sind für mich die wichtigsten Erkenntnisse des Nachmittags: Lex ist wieder da, Steinhart kann Außenverteidiger, wenn der Raum nicht zu groß wird, und der dritte Innenverteidiger sollte bei kommenden Auswärtsspielen immer eine Option sein.

Ich hatte wirklich zu keiner Zeit Angst, dass das schief gehen könnte. Großes Kompliment darum auch an Oliver Beer für die überzeugende Auf- und Einstellung der Mannschaft. Lag in der Frage nach einer mehr defensiven Ausrichtung bei Auswärtsspielen vielleicht auch der Grund für den kolportierten Zwist zwischen ihm und Bierofka, auch wenn er ein distanziertes Verhältnis zwischen beiden verneint hat?

3und6zger
Leser

Das hatten wir auch letzte Saison schon gesehen. Olli Beer hat das gemacht, was jeder „neue“ Trainer macht, wenns (zum Glück nur auswärts) zu viele Niederlagen gab: 3/5er Kette um in der Defensive kompakt zu stehen und erst mal die Null zu verteidigen. Und wenn man dann schnell umschalten kann oder beim Gegenpressing erfolgreich ist, dann sind 3 Punkte keine Seltenheit. Aber das hätte der Biero auch wieder mit seiner funktionierenden Mannschaft hingekriegt und ich erachte seinen Rücktritt nach wie vor als unnötig. Aber vielleicht wars auch besser so.

anteater
Leser

Biero hat das aber nicht gemacht und das nach 3 von 30 bzw. 10 von 45 Auswärtspunkten. Ist das Sturheit allein?

Und das Umschaltspiel war deutlich verbessert, mit den gleichen Spielern. Es wirkte auf mich so, als wäre plötzlich die Handbremse gelöst worden.

Alexander Schlegel
Leser

Natürlich hätte das Biero auch hinkriegen können, aber er hatte eine andere Auffassung vom Spiel. Ihm ging es immer mehr darum Dominanz auszustrahlen, dem Spiel den eigenen Stempel aufzudrücken. Nur, so befürchte ich, fehlten ihm zum Teil die Spieler dafür. Denn für so Dominanzspiel brauchst zu extrem ballsichere Spieler. Und die haben wir nur bedingt. Biero hat ja mehr als einmal in Interviews gesagt, dass der Gegner nicht so wichtig sei, sondern selber Dominanz auszustrahlen.

Aber ich will hier weder ein Heldendenkmal errichten, noch einen von einem solchen herunterstoßen. Ich habe nur beschrieben, was mir aufgefallen ist. Ohne Schuldzuweisung.

anteater
Leser

Er hat aber auch oft genug gesagt, dass man nach einem Trainerwechsel nicht wisse, wie der Gegner spielen wird. Wenn man Dominanz als Credo ausgibt, dann ist das ja erstmal egal. Dominanz ging in der RL Bayern, in der 3. Liga eher nicht.

The Kit
Leser

Danke!
„Kein Trainer, kein Investor und kein Präsident steht über dem Verein. Wir Fans sind der Verein“
Der Spruch sollte in Zukunft fix hoch über der Westkurve flattern!

Blue Power
Leser

Die Mannschaft hatte mich gestern absolut überrascht. Diese war taktisch perfekt eingestellt, die Abwehr bockstark, das Umschaltspiel schnell und brandgefährlich. Mit ein wenig Futrune hätte Lex Halle im Alleingang abschießen können. Es wirkte alles nicht so blockiert und man merkte was für ein Potential unser Team hat und dies ohne einige verletzte Leistungsträger.
Ich bin gespannt was Köllner hoffentlich in Zusammenarbeit mit Beer (er ist für mich ein absoluter Taktikfuchs) aus der Mannschaft heraus kitzeln kann.
Trotz des schmerzlichen Abgangs von Biero bin ich guter Dinge für diese Saison!

The Kit
Leser

Es geht auch ohne Trainerhalbgott. Das ist mal die wichtigste Erkenntnis. Hoffe dass wir alle bald auf den Boden hoffentlich positiver Tatsachen kommen können und Köllner die Mannschaft nach oben bringt um den Demagogen das Maul zu stopfen.

PS
Wie hieß der Spruch auf dem Transparent in der Kurve zu Beginn im genauen Wortlaut
Ich fand ihn sowas von Gut…

anteater
Leser

Konnte nur das oberste Spruchband lesen:

Kein Trainer, kein Investor, kein Präsident.

Der Rest war dann „Wir sind der Verein“, sinngemäß.

Banana Joe
Leser

Klares Statement der Ultras, dass sie eben NICHT Reisingers Homeboys sind! Nur wird das anderenorts wohl ignoriert werden.

Chemieloewe
Leser

Doch!!! Banana Joe. Ich empfinde die Aussagen von Ismaik so, daß er versucht RR mit seinem „Mitleid“ für ihn, er wäre gegen Pro1860 u. die Ultras machtlos u. deren Marionette, für sich zu instrumentalisieren, um RR zum Kampf gegen die Ultras u. Pro1860 zu gewinnen…..einfach um einen Keil zwischen dem Präsidium u. den Ultras u. Pro 1860 reinzutreiben…wie perfide, lächerlich u. hinterhältig das alles! Abgrundtief schlecht!
#Ohne Hasan

anteater
Leser

Herr Ismaik hat demokratische Grundprinzipien nicht verstanden.

Wenn Herr Reisinger anfängt, einen nicht mehrheitsfähigen Kurs zu fahren, gemeinsam mit den Herren Sitzberger und Schmidt natürlich, dann wird er bzw. werden sie nicht mehr gewählt.

Was die Ultras damit zu tun haben? Ein paar hundert Stimmen, schwer abzuschätzen, vielleicht 200? Und ich kann nicht erkennen, dass die sonderlich personenbezogen drauf sind. Auch hier gilt das mit dem nicht mehr wählen. Das ost das Prinzip der repräsentativen Demokratie.

Jetzt hat nach vielen Jahren Herr Ismaik keinen direkten Zugriff mehr auf die Geschehnisse und die seinen drehen vollständig frei, drohen mit Gewalt und präsentieren sich als Antidemokraten. Pfui!

Snoopy.
Leser
Siggi
Leser

Wer sich das Spiel nochmal ansehen möchte, findet hier beide Halbzeiten beim BR:
https://www.br.de/nachrichten/sport/1860-muenchen-bedankt-sich-mit-sieg-beim-ex-coach,RhKhAJG

anteater
Leser

Das werde ich ausnahmsweise sogar nach dem Dreier machen. Muss eh noch Hemden bügeln.

ICFPFALZ
Leser

Halle war ne Reise wert.
Ich hatte zum ersten Mal das Gefühl die Jungs haben nicht nur einen Plan die können das umsetzten. Echt gut funktioniert hat das 5n3 auf 3n5 der Rieder hat das gut gemanagt . Lex kann tatsächlich Fußball aber er ist noch ein Chancentot. Die Mannschaft spielte wie erlöst sorry DB aber das spürte man zu offensichtlich. Top auch, das Präsidium war im Block dafür wir auf der Tribüne ( wie immer).
Zur Stimmung muss nicht man viel sagen, ein Genuss.
Saalefront ohne nw Vorkommnisse.
Unserem neuen Coach alles Gute, System und Taktik wie gestern, darauf kann er aufbauen.
HI im BR, naja da konnte man ganz klar feststellen warum er der unfähigste Sportinvestor aller Zeiten ist, umgeben von einem Inkompetenz Team an Mitarbeitern und Boulevard. Egal mittlerweile soll er machen was er will, denn es geht weiter immer weiter😎.

Chemieloewe
Leser

Ismaik braucht keiner, ausgenommen Griss u. seine Jünger, wir brauchen Ismaik schon garnicht!!!
#Ohne Hasan

hirmsn
Leser

1x reicht smile

hirmsn
Leser

Ich würde den Bericht größtenteils so unterschreiben. Klar, sämtliche Chancen resultierten aus Umschaltsituationen. Das sollte man nicht vergessen. An der Spielkontrolle müssen wir noch arbeiten. wink Ich finde deshalb wie blau91, dass die Jungs im Zentrum (Vino, Dressel, Rieder) ein gutes Spiel gemacht haben.

Einen Punkt sehe ich etwas anders. Aus gegebenem Anlass würde ich mit Heroisierungen, auch wenn das Blau91 nicht macht, zurückhaltend sein. Berzel war nicht nur gestern in der Luft
sehr stark. Meiner Meinung nach sind seine technischen Schwächen (unvergessen der Stockfehler mit der Sohle gegen Lautern vor dem Gegentor) im Spielaufbau und Passspiel unübersehbar. Sein fehlendes Tempo ist auch ein Problem. Bei einer Fünferkette und keiner Spielkontrolle fallen diese Schwächen eben nicht so auf. wink

Mir gehts auch weniger um seine Leistung. Ich persönlich bin etwas zurückhaltender bei Spielern, die schon vor dem Anpfiff vor der Löwenkurve mit der geballten Faust auf das Wappen auf ihrer Brust trommeln und sich dementsprechend inszenieren. Berzel hat ja doch schon in der ganzen Republik bei zahllosen Vereinen unterhalb der 2. Liga gespielt und dort keinen Fuß auf den Boden gebracht. Nachdem er nicht der talentierteste Fußballer ist und das auch ganz genau weiß, schärft er eben auf die skizzierte Weise an seinem Image. Mir ist schon bewusst, dass er sich in die Zweikämpfe reinhaut. Das machen andere, die hingegen eine Löwenbiographie haben, auch. Nur mit etwas weniger Effekthascherei.

In diesem Zusammenhang bitte nicht vergessen, warum HI gerade Berzel und Timo (mit)finanziert hat.

Dennoch: Super Auswärtstrip gestern. Grandiose Stimmung und das beste Auswärtsspiel seit vielen Monaten.

Siggi
Leser

Dass Berzel von HI mitfinanziert wurde, ist seitens HI & Co. mehrfach behauptet worden, wurde aber nie bestätigt. Nun hat man zwar gesagt, dass die Geldgeber nicht genannt werden möchten, es war mir aber aufgefallen, dass HI von Nicht-HI-Seite niemals als Mitfinanzierer erwähnt wurde. Das war deswegen so auffällig, weil im jeweiligen Kontext alle anderen als HI (co-)finanziert genannt wurden.
Und dass Berzel langsam sein soll, ist mir nicht aufgefallen, da gab es eine Szene (ich glaube, das war gegen Rostock) da hat er einen Gegner im Strafraum abgelaufen, da habe ich nur noch gestaunt!

anteater
Leser

Mit unserem Spielermaterial, gerade in der Innenverteidigung, ist die Fünferkette das Mittel der Wahl. Spielende Innenverteidiger haben wir halt nicht. Erdmann ist auch eher ein Klopper und, ja, technische Defizite hat Berzel im Übermaß. Trotzdem kaufe ich ihm seine Identifikation ab und eine kämpferische Einstellung ist nicht verkehrt.

United Sixties
Leser

Sehr richtig, deine Beurteilung zu Brezel sehe ich ganz genauso.
Aber der Auftritt insgesamt hat mir gefallen was Einsatzbereitschaft, Laufstärke und auch teils gute Offensivpässe betrifft.
Diese Aufstellung kann ich mir auch gut in den kommenden beiden Fights gegen die Schäbigen und Hachingen vorstellen, denn mit Sascha u. verbesserten Lex und diesem Defensivbollwerk dahinter sind wir stets gefährlich. Dann wieder mit Bekiroglu oder Gebhart als Alternative zu Dressel.
Bitte weiter so Löwen..für unseren T S V

Loewen1860
Leser

Es war heute eines der besten Spiele der Saison. Wenn das Spiel 4 oder 5-0 ausgeht, dann kann auch keiner was sagen. Was mich besonders freut, Lex hat jetzt 2 Spiele endlich wieder mal ein super Spiel gemacht. So kanns weitergehen. Leider hat „uns Biero“ ja nicht den gewünschten Abgang gemacht. Aber vielleicht wars einfach zum RICHTIGEN Zeitpunkt.

Der Support heute war hammer. Ich habs auf BR angesehen. Es kam super rüber. Man hat nur EUCH gehört. Gefühlt war es ein Heimspiel.

Der Reporter vom BR war Anfangs glaub ich ein bisschen Anti 1860 eingestellt. Aber spätestens, als Lexi seinen ersten Torschuß knapp vorbei setzte, hatte auch er erkannt, dass Ballbesitz alleine nicht das Spiel macht und UNSERE 11 einfach die war, die richtige eingestellt war.

Zu OLIVER Beer: Respekt, du hast Dich in unsere Geschichte eingeschrieben. 100 % Erfolg mit der Mannschaft!!!

Mit der Leistung im Rücken gehe ich davon aus, dass wir zumindest unsere drei Heimspiele (B. II, Unterhaching u. Großasbach) gewinnen werden. Und wenn gegen die Schanzer is allemal a Punkt drin!

So, und jetz geh ich feiern…

Snoopy.
Leser

Der Uwe ist eigentlich der Oliver, aber egal. wink

Loewen1860
Leser

Stimmt. Sorry….

anteater
Leser

Geiler Spielbericht, der die unbeschreibliche Stimmung heute so gut wie möglich beschreibt. Die Stimmung war echt außergewöhnlich. Ja, dieses Wellblechstadion hat null Charme, aber gute Akustik, wie auch die Blechhütte in Magdeburg oder Rostock.

LoeweELIL
Leser

Außer das Scheich-Lied zu singen, war aber nicht viel los.
Alle, die dabei waren und gesungen haben, wissen wohl nicht dass Herrn Ismaik über 50% von 1860 gehört, oder??

United Sixties
Leser

Falsch, ihm gehören 60 % der stimmberechtigten Aktien der gemeinsamen kgaA. Aber Sechzig, der TSV 1860 von München das sind seine 24 000 treuen Mitglieder und die gehören ihm NICHT.
WIR sind Sechzig und das wird auch immer so bleiben.
Wenn er ein Teil von uns sein und bleiben will, dann blamiert er uns nicht immer wieder öffentlich , hält sich aus der operativen Arbeit der von ihm abgesegneten GF raus und stundet alle seine Darlehen langfristig für eine verbesserte Planungssicherheit (ohne Strafen vom DFB).

Snoopy.
Leser

@United Sixties

ist eigentlich auch nicht ganz richtig, ihm gehören 60% der Anteilsscheine, wovon aber nur 49% stimmberechtigt sind, die anderen 11% sind ohne Stimme.

United Sixties
Leser

was aber 50+1 nicht verändert. Er könnte also auch 90% besitzen

Bine1860
Leser

Und nein Ismaik gehören nicht über 50% von 1860! Noch mal googeln!

Boeser Zauberer Wurst
Leser

Ich fange nun auch an das Scheich Lied zu lernen…Scheiss auf sein Geld…

Tami Tes
Redakteur

Du warst keiner der 1.000 Löwenfans, die heute um 5 Uhr aufgestanden sind, Stunden auf der Autobahn verbracht haben, 90 Minuten im Stadion durchgesungen und die Mannschaft zum Sieg gepuscht haben, sich wieder ins Auto, Bus oder Zug gesetzt haben, um viele Stunden später und am späten Abend wieder heimzukehren?
Denn wenn du es wärst, würdest Du nicht sagen, „war aber nicht viel los“…

anteater
Leser

Er stand im Heimblock.

Löwin
Leser

💙🎉 Gewonnen 🎉💙
Super Spiel, Super Aufstellung, hat mir sehr gut gefallen! 👍
Und Lex ist ja wie ausgewechselt, weiter so. 👍
Einfach nur Klasse!

heart lion heart

jürgen (jr1860)
Leser

Super Spiel, auch wenn wir es nur im Giasinger angesehen haben

Darauf können wir aufbauen, da hab ich sportlich keine Angst um unsere Löwen…

#OHNE HASAN

Snoopy.
Leser

Zuerst muss man der Mannschaft und Olive Beer gratulieren, 3 Punkte in Halle mit nach München zu nehmen ist auch nicht alltäglich. Schon gar nicht, wenn man bedenkt, wie die Woche der Vorbereitung auf das Spiel verlaufen ist, mit allen Konsequenzen.

Und dabei hatte Halle noch Glück, das hätte auch mit 3 Toren von Lex allein enden können. Die dürfen sich bei zwei Pfosten und einem Torwart bedanken, dass die Löwen sie nicht „aus dem Stadion“ geschossen haben. Und im Gegensatz zu einigen, die der Meinung waren, dass die Mannschaft ohne Bierofka nicht funktioniert: sie funktioniert. Besser als gedacht. Natürlich wollten die Jungs heute noch für ihren Ex-Trainer spielen, haben sie auch gezeigt, aber gerade die defensive Leistung war stellenweise richtig gut. Berzel hat heute für mich ein überragendes Spiel gemacht, aber auch Wein, der immer zur Stelle war.

Wir haben Halle heute dazu gezwungen, eher hoch und weit zu spielen, da wir die Mitte richtig gut zugemacht haben, die Räume eng machten. Der einzige Wermutstropfen, der aber bei 3 Punkten jetzt nicht so ins Gewicht fällt: Lex mit seinen vergebenen Torchancen. Aber er scheint langsam in Form zu kommen, das Zusammenspiel mit Mölders funktioniert auch ganz gut. Man hat zwar heute gesehen, dass man eher „die Berliner Mauer“ vor dem Tor aufgebaut hat, aber das Kontern aus einer stabilen und geordneten Defensive heraus hat funktioniert. Wenn jetzt noch einer auf dem Platz steht, der dem ganzen noch eine Struktur geben kann, wie ein Bekiroglu oder im Moment noch mit Abstrichen ein Gebhart …

Die Mannschaft, aber auch das Team im Hintergrund haben sich für dieses Auftreten heute ein großes Lob verdient. Darauf kann man – sollte man – stolz sein, gerade nachdem die Ikone überhaupt nicht mehr mit an Bord ist und damit für einige so was wie das Ende gekommen ist. Die Mannschaft hat heute Charakter, Mentalität gezeigt und sich mit eher unerwarteten 3 Punkte bei einer der besten Abwehrreihen der Liga belohnt. Unter den Vorzeichen kann man nur sagen: Chapeau.

anteater
Leser

Und: stellenweise haben wir sogar spielerisch hinten raus kombiniert, mit ankommenden Pässen. Hab ich das nur geträumt oder wirklich unsere Löwen wie Löwen gesehen?

Snoopy.
Leser

Was mich an dem Auftritt heute am meisten freut: die Mannschaft funktioniert. Sie ist in Takt. Das ist wichtig. Gut, man weiß nicht, was passiert wäre, wenn man relativ schnell einen Gegentreffer kassiert hätte, aber wichtig war, dass die Mannschaft nicht auseinander fällt. Und spielte vielleicht auch etwas befreit, kein einziger „dummer Fehler“ in, an und um den 16er herum. Weder von Erdmann (den mein SMS zu „Erdmännchen“ abgeändert hat), noch von Weber oder von Berzel, der für mich heute ein überragendes Spiel gemacht hat. Einer war für den anderen heute da, die drei zentralen IV haben gut miteinander funktioniert.

Aber wo ein Ende ist, ist auch ein Anfang. Ein neuer Trainer steht vor der Tür und das bedeutet für die Spieler auch eine neue Chance, sich in den Vordergrund zu drängen, sich zu zeigen. Das haben heute einige von ihnen, im Grunde gibt es keinen, den man heute an den Pranger stellen könnte. Lex hat alles versucht, viel Pech gehabt und Owusu stand auch noch im Weg.

Wenn wir von hinten raus spielerisch unterwegs waren, gab es meist einen zentralen Steuermann und das war Rieder. Da lief recht viel über ihn, wenn es spielerisch sein sollte. Ich hab mir gerade überlegt, wie die zentrale Achse 6-8-10 mit Rieder-Gebhart-Bekiroglu funktionieren könnte, wenn sie fit sind. Ich denke, im offensiven Spiel könnte das interessante Impulse geben.