Obwohl es in Strömen regnete, haben einige Zuschauer den Weg zum Trainingsgelände gefunden, um sich die Bayernliga-Partie des TSV 1860 München II gegen den TSV Kottern anzusehen. Auch diesmal kassierten die Junglöwen in der Schlussminute ein Tor, nachdem sie sich den Ausgleich hart erarbeitet haben.

Kottern kontert die Löwen immer wieder aus

Die Löwen gaben zu Beginn den Ton an und gestalten das Spiel, doch aus einem kleinen Fehler heraus kassierten sie das Gegentor: Ballverlust im Mittelfeld, Sezer Yazir schnappte sich die Kugel und rannte los. Er gewann das Laufduell gegen Satilmis, zog ab und traf ins linke Eck zur 1:0-Führung. Gäste wurden nun agiler und bekamen weitere Chancen. So auch in der 20. Minute. Zum Glück parierte Kretzschmar den ersten Schuss und boxte den Ball weg, Yazir bekam ihn vor die Füsse und schoss in der Hektik übers Tor.

Was Kottern gut beherrschte, war hinten dicht zu machen und schnell zu kontern. Dies bereitete den Junglöwen große Schwierigkeiten. Man versuchte geordnet das Spiel aufzubauen und eine Lücke zu finden, was sich nicht einfach gestaltete, so ergaben sich auch wenige bis kaum Torchancen. Kurz vorm Pausenpfiff wurde es noch spannend. Erst kam Yazir zum Schuss, doch Kretzschmar leitete die Kugel übers Tor. Zwei Ecken gab es hinterher für die Gäste, als dann endlich Nsimba an den Ball kam und sich gen Tor aufmachte. Obwohl er vor dem Strafraum gehindert und zur Fall gebracht wurde, gab es keinen Freistoß sondern einen Konter von Kottern. Der Schuss ging ebenfalls übers Tor. Kretzschmar streckte sich und obwohl er den Ball nicht berührte, gab es die nächste Ecke. Zum Glück wurde auch diese abgewehrt und man ging mit 0:1-Rückstand in die Pause.

Kevin Nsimba im Zweikampf gegen Jocham

Ausgleich, Rückstand, Ausgleich, Niederlage

Frank Schmöller musste sich für Teil zwei etwas ausdenken. Die Taktik ging gegen die konterfreudigen Gäste so nicht auf. Er ließ Stefanovic in der Kabine und brachte Kraljevic rein und endlich hatte es geklappt. Nach einer perfekten Flanke von Rechts von Kevin Nsimba in den Strafraum, kam Tomislav Kraljevic an den Ball und netzte ein (62.). Der Ausgleich lag bereits in der Luft, denn die Löwen drückten im zweiten Durchgang und waren in zahlreichen Angriffen brandgefährlich vor dem Tor der Gäste, aber Heiland pflückte alles runter, was er vor seine Torwart-Handschuhe bekam. Der Ausgleich war mehr als verdient, da der Gegner bis dahin kaum aus seiner Hälfte rauskam.

Das Spiel wurde nach dem Ausgleich offener, denn ein Punkt reichte niemandem. Date kam für Trograncic ins Spiel (74.) und hatte gleich eine gute Chance. Leider ging sein Schuss knapp daneben. Kretzschmar wurde in der 80. Minute zum Helden und rettete den Punkt – vorerst: Nach einem Freistoß fiel nämlich im Gestochere im Strafraum ein Spieler von Kottern um und Schiri pfiff auf Elfer. Kretzschmar hielt. Sein linker Fuß erwischte noch den Ball. Die Freude dauerte jedoch nicht lange. Vier Minuten später jubelten die Gäste dann doch. Es gab erneut einen Freistoß für Kottern. Armin Rausch kam aus dem Nichts angerauscht, traf in das Netz und die Löwen gerieten erneut in den Rückstand (84.).

Dann wurde es hektisch und es knallte wieder. Spennesberger war es, der sich links gegen zwei Gegner durchkämpfte, in den Strafraum passte und Tomislav Kraljevic bediente, der seinen Fuß hinhielt und auf 2:2 ausglich (89.). Kurz darauf griff Kottern an und holte erneut einen Freistoß heraus. Pechvogel war in der Szene Dominik Schön, der per Kopfball den Schuss von Matthias Jocham ins Tor lenkte und damit für einen Eigentor sorgte (91.). Die letzte Aktion der Löwen änderte nichts mehr an dem Ergebnis und sie gaben erneut Punkte in der letzten Minute ab.

Timo Spennesberger

Aufstellung TSV 1860 München II: Kretzschmar, Guinari, Stefanovic (Kraljevic 46.), Satilmis, Siebdrat, Schön, Nsimba, Spennesberger, Durrans, Trograncic (Date 74.), Kovacevic (Sulejmani 85.)

Tore: 0:1 Sezer Yazir (12.), 1:1 Tomislav Kraljevic (62.), 1:2 Armin Rausch (84.), 2:2 Tomislav Kraljevic (89.), 2:3 Dominik Schön (91.) ET

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)

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Guter Bericht, bitteres Ergebnis.

Man sollte auch das Durschnittsalter der Spieler nicht vergessen. 21 vs. 25,73. Bei den Unseren war von den erfahreneren Spielern ja nur Schön dabei, kein Reimondo, kein Böhnlein. Glaube schon, dass die „alten Hasen“ generell nochmal eine gewisse Ordnung und Ruhe mit in so ein Spiel bringen.