Im fünften Bayernliga-Spiel ging es für die zweite Mannschaft des TSV 1860 München in die Fuggerstadt zu Schwaben Augsburg. Obwohl sich die Gastgeber auf dem letzten Tabellenplatz befanden und aus vier Spielen nur einen Punkt holen konnten, versprach es ein spannendes Spiel zu werden. Auch der Trainer Schmöller warnte die kleinen Löwen vor dem Gegner… und wie er recht hatte.

Vergebener Elfer, Rückstand aufgeholt, Führung aus der Hand gegeben

Den mitgereisten Löwenfans und dem in Mering lebenden Sascha Mölders boten die Mannschaften eine spannende erste Hälfte. Löwen legten gleich stürmisch los, so dass bereits nach zwei Minuten ein Elfmeter, nach der Notbremse am Nsimba, gepfiffen würde. Torhüter Zeche erahnte aber wohin der Ball geschossen wird und hielt den etwas schwachen Linksschuss ohne Probleme. Danach wurde das Tempo etwas rausgenommen, dennoch mit starkem Einsatz. Beide kämpften um den Ball, so dass sich das Geschehen eher aufs Mittelfeld verlagerte, mit wenigen Torchancen. Es hatte sich zwar nicht so angedeutet, aber die Hausherren waren es, die den ersten Treffer landeten. In der 17. Minute wurde per Weitschuss der Kapitän Maximilian Löw auf die Reise geschickt, der das 1:0 verwandelte. Kurzzeitig bekamen die Gastgeber Oberwasser. Der Freistoß in der 22. ließ sich sehen. Schwabenritter leitete die Kugel links an der Mauer vorbei, wo ein Mitspieler stand und zum Schuss kam, die Löwen-Hintermänner konnten jedoch retten.

Der Gegenschlag der Löwen kam unmittelbar. Nsimba kämpfte sich rechts durch und flankte zum Timo Spennesberger, der direkt abnahm und zum Ausgleich einnetzte. Die Löwen wollten mehr, doch die Ritter hielten dagegen. Der Fleiß zahlte sich jedoch aus. Nsimba war es wieder von Rechts mit guter Flanke. Diesmal sauste der Kapitän Oliver Stefanovic an und traf mit strammen Schuss das Netz (34.). Das Spiel war ausgeglichen und kämpferisch, so glichen vor der Pause die Hausherren per Standard aus. Nsimba foulte vier Meter vorm Sechzehner seinen Gegenspieler, bekam dafür die Gelbe und die Schwaben den Freistoß, der zum Treffer führte. Die Mauer war wohl nicht perfekt gestellt, denn Maximilian Löw schoss links an der Mauer vorbei und direkt ins linke Toreck rein. Ein perfekter Schuss und Treffer.

Nichts gelang in Runde zwei, Löwen in Unterzahl

Die zweite Halbzeit begann, wie die erste aufhörte. Leider nur bis zur 54. Minute, als sich die kleinen Löwen durch einen Abwehrfehler selbst schwächten. Schwabenritter griffen an, Siebdrat klärte nicht sauber genug, Rasmus Fackler-Stamm kam aus kürzester Distanz an die Kugel und schob sie ins Tor. Dies beflügelte wohl die Hausherren und verunsicherte die junge Mannschaft der Löwen, die nun keine richtige Ordnung hinbekam. Etwas Glück war anfänglich noch dabei, wie in der 59. Minute, als der Ball den rechten Innenpfosten traf, an der Torlinie entlang rollte und Keeper Székely ihn halten konnte. Die Ritter hatten jetzt den Bogen raus und schickten immer wieder weite Bälle an ihre Spitze. Es hatte ja davor gut funktioniert. Die Löwen taten sich schwer und bekamen nicht mehr viel zustande. Unsicherheit hinten, Ballverluste, verlorene Zweikämpfe, Fehlpässe. Es ging nichts mehr zusammen und das blieb bis zum Schluss so.

So fair die erste Halbzeit war, so rubust würde es in der zweiten Hälfte und der Unparteiische hatte mehr zu tun. Nach einem taktischen Foul in der 73. Minute bekam der gelbvorbelastete Dominik Schön die Ampelkarte und die Junglöwen spielten zu zehnt. In der 84. Minute fiel dann die Entscheidung. Davor versuchten die Löwen zwar noch was zu reißen, ohne nennenswerte Erfolge und der Gegner machte dann einfach aus einem schnellen Konter das Tor. Per Weitschiss wurde Stefan Simonovic bedient, der alleine aufs Tor lief und die Führung auf 4:2 erhöhen konnte.

Die nächste Partie der kleinen Löwen ist zu Hause am Sonntag, den 11. August gegen Schwabmünchen.

Aufstellung TSV 1860 II: Székely, Guinari, Stefanovic (Satilmis 77.), Siebdrat, Lang, Schön, Nsimba, Spennesberger, Durrans, Kovacevic (Date 46.), Trograncic (Kraljevic 58.)

Tore: Löw 1:0 (17.), 1:1 Spennesberger (23.), 1:2 Stefanovic (34.), 2:2 Löw (43.), 3:2 Fackler-Stamm (54.), 4:2 Simonovic (85.)

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