Eigentlich hätten die Löwen an diesem Wochenende ein Auswärtsspiel in Pullach gehabt. Da jedoch getauscht wurde, empfing die zweite Garde vom TSV 1860 München nun den SV Pullach zu Hause am Freitagnachmittag. Vor 140 Zuschauern erzitterten sie sich den dritten Sieg der Saison. Für die Löwen traf Tomislav Kraljevic.

Kraljevic traf erneut

Die erste Viertelstunde gehörte den Löwen, die den Gegner in ihrer Hälfte „einsperrten“. Etwas zählbares kam jedoch nicht heraus. Nach 15 Minuten hatten die Pullacher die erste Möglichkeit, durch einen Distanzschuss aufs Tor – in die Arme des Keepers. Danach wurde das Spiel etwas offener und die Gäste versuchten ihre Konter zu nutzen. Die Löwen brachten vorne den Ball nicht ins Tor und riskierten gar einen Gegentreffer, wie in der 32. Minute, als der nächste Weitschuss gen Löwentor auf die Reise geschickt wurde. Auch diesmal hielt Székely.

Und endlich klappte es. Kevin Nsimba schnappte sich die Kugel, lief los und passte auf den rechts freistehenden, mitlaufenden Tomislav Kraljevic, der problemlos zur Führung einnetzte (32.). Ausgenommen der ersten 15 Minuten spielten die Gäste gut mit und erspielten sich auch ihre Chancen. Ganz souverän sahen hinten die Löwen nicht aus, was ggf. reine Kopfsache war, resultierend aus den letzten Spielen. Nach vorne waren sie sehr bemüht, doch Pullach stand gut, so dass nur ein Treffer rauskam. Dennoch schienen sie alles im Griff zu haben, was Hoffnung auf die zweite Hälfte machte.

Nervenzerreißend bis zum Sieg

Der zweite Durchgang startete ohne Dominik Schön, für ihn kam Timo Spennesberger ins Spiel. Diese Hälfte stand im Zeichen des Kampfes. Beide Seiten bemühten sich um jeden Ball, so dass sich dem Gegner immer wieder Möglichkeiten vorm Tor eröffneten, die sie zum Glück nicht nutzen konnten. Die Löwen aber auch nicht. Das Spiel ging munter hin und her und bot gewisse Spannung. Alles stand offen, jeder konnte jederzeit treffen.

Niklas Lang im Kampf um den Ball

Zehn Minuten vor Schluss ging Nsimba aus dem Spiel und Hingerl kam. Es wurde richtig hitzig, die Fehler auf Seiten der Heimmannschaft häuften sich und es raubte einen den letzten Nerv. Der Sieg war noch nicht in der Tasche. Man merkte irgendwie die Unsicherheit bei den kleinen Löwen. Ja keinen Fehler machen, ja nicht ein spätes Tor kassieren. Ab der 87. Minute spielten die Gäste dann in Unterzahl, als Alexander Jobst für eine Notbremse Rot sah. Schmöller nahm danach Kraljevic raus und brachte Durrans. Und kurz darauf gab es die beste Chance für Sechzig in dem Durchgang. Noel Niemann flankte von links in den Strafraum zum freistehenden Spennesberger. Doch statt direkt abzuziehen, musste er sich erst den Ball zurechtlegen, was dem Torhüter Krasnic genügend Reaktionszeit gab und er den Schuss halten konnte. Spennesberger hätte den Sack zumachen können, stattdessen zitterte man noch bis zum Abpfiff um die drei Punkte.

Am Ende ist es egal. Der Sieg war mental wie sportlich wichtig. Die drei Punkte Gold wert. Das nächste Spiel ist erneut ein Heimspiel (So., 22. September 2019). Dann ist der SV Kirchanschöring zu Gast.

Aufstellung TSV 1860 München II: Szekely, Lang, Satilmis, Metzger, Siebdrat, Schön (Spennesberger 46.), Nsimba (Hingerl 80.), Seferings, Kraljevic (Durrans 89.), Böhnlein, Niemann

Tor: 1:0 Tomislav Kraljevic (32.)

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)

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Schön!

blau91
Redakteur

Jawohl, drei Punkte. Die kleinen Löwen haben es vorgemacht. Morgen gilt es für die „Großen“ ebenfalls drei Punkte zu holen.
Und eines gehört jetzt endlich mal gesagt. Die Bilder, die unsere rasende Reporterin vor Ort immer wieder macht, sind echt sensationell. Respekt.