Einige haben den Feierabend sicherlich genutzt, um sich in der Isar abzukühlen, doch viele Fans fanden den Weg an die Grünwalder Straße 114, um sich die Begegnung der Löwenreserve gegen den Regionalliga-Absteiger FC Pipinsried anzusehen, der als Favorit kam. Und obwohl es eine torlose Partie war, war sie alles andere als langweilig.

Spiel auf ein Tor – Löwen hielten stand

Ganz zur Beginn starteten die Löwen ambitioniert und es entwickelte sich ein temporeiches Spiel. Früh hatte Niklas Lang eine Torchanche, die er jedoch verpasste. Vieles spielte sich im Mittelfeld ab, jeder kämpfte um jeden Ball und das Spiel war ziemlich ausgeglichen. In der 19. Minute dann Angriff der Gäste, Lang lief dem Angreifer hinterher, der dann an der linken Strafraumgrenze fiel. Die Gäste erhofften sich einen Elfmeter, der Schiedsrichter sah es anders und wir auch.

Die Gäste machten nun richtig Druck und die Löwen kämpften dagegen. So passte Hürzeler von Rechts zu Cekic, der nur zwei Meter vorm Tor stand und trotzdem links daneben schoss (25.). Drei Minuten später die nächste gute Chance. Cekic stand links im Strafraum frei, sein Mitspieler auf der Rechten sieht ihn und leitete den Ball über fünf Löwenköpfe an ihn weiter. Cekic setzte zum Kopfball an, doch Guinari konnte sich dazwischen hauen und retten. In der 40. Minute traute sich dann Trograncic und zog von links aus 25 Metern ab. Leider verfehlte er das Tor nur knapp. Auch Pipinsrieds Pigl versuchte es eine Minute später, doch Székely hielt souverän. Kurz vor Abpfiff lief sich Krautschneider entlang der Außenlinie frei, doch Hingerl war zur Stelle und konnte retten. In der letzten Aktion des ersten Durchgangs war es erneut Krautschneider, der von links den Ball perfekt weiterleitete. Langen’s Kopfball ging jedoch übers Tor.

Guinari rettet die Löwen und befördert den Ball übers Tor.

Im zweiter Durchgang bauten die Gäste noch mehr Druck auf und zwangen die Löwen in die Defensive. Nach wenigen Minuten traf Pipinsried dann endlich das Löwen-Tor, doch zum Glück stand der Schütze im Abseits. Danach jagte eine Torchance die Nächste. Die Löwen schafften es einfach nicht, den Ball länger zu behalten und das Spiel aufzubauen. Die Torschüsse der Gäste gingen nach links und nach rechts und die Löwen verteidigten hinten mit großem Fleiß. Die Verteidigung hielt stand und was sie durchließ, hielt der Torhüter oder die Gäste schossen einfach daneben. Pipinsried rannte ständig an und bekam nichts rein. Der Frust war ihnen anzumerken und dann bekamen sie auch noch den nächsten Elfmeter nicht gepfiffen. Fünf Minuten vor Schluss schafften es die Löwen zumindest in den Sechzehner, doch Hipper hatte den Ball sicher.

Am Ende stand für beide Mannschaften die Null und die Punkte wurden geteilt. Die jungen Löwen haben sich zwar kaum Torchancen erspielen können, aber sie kämpften hinten mit Bravour und hielten den Angriffen stand – gegen einen starken Gegner.

Aufstellung TSV 1860 München: Székely, Guinari, Stefanovic, Siebdrat, Lang, Hingerl (Schön 59.), Spennesberger, Trograncic, Durrans (Satilmis 90.), Date (Sulejmani 73.), Nsimba

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)

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BruckbergerLoewe
Leser

Danke Tami

Steven60
Gast
Steven60

Ich war am Sonntag auch am Trainingsgelaende und finde es dort auch immer interessant und schoen, aber was die fehlende Verpflegung, den Saustall rund ums Loewenstueberl und den Toiletten betrifft, das ist einfach nur zum schaemen. Jeder, absolut jeder Dorfverein ist da bei Spielbetrieb besser aufgestellt. Kann man nicht das Loewenstueberl provisorisch aufmachen und paar Wurstsemmeln, Kaffee, was zum trinken und evtl. a Stueck Kuchen verkaufen? Wahrscheinlich haengt das wieder an irgendwelchen politischen Regularien. Zur Not stellt man halt nen Verkaufswagen irgendwo seitlich hin oder nagelt schnelll ne kleine Holzbude zusammen. In der VIP Huette waere sicher auch ein Eckchen frei.

blau91
Redakteur

Ja die zweite Mannschaft, auch das ist Sechzig.
Ausnahmsweise war ich auch mal auf dem TG, um der Reserve zuzusachauen. Das Spiel selber war, na ja, ich sag mal von beiden Mannschaften leidenschaftlich und aufopferungsvoll geführt. Die Jungs sind schon nicht schlecht.
Was so richtig schön war, ist das Drumherum. Du triffst Leute, die du auch im GW siehst. Hier ein Ratsch, dort ein kurzes Hallo. Mit dem ehemaligen Sponsor von Pipinsried hatte ich mich zufällig etwas länger unterhalten. Und zwischendrin laufen immer wieder Spieler aus dem Profikader herum.
Insoweit ist es durchaus in jeglicher Hinsicht lohnenswert auch mal bei den Jungs von der Reserve vorbei zuschauen. Auch dass ist Sechzig.
Was nicht schön ist. Das Stüberl ist ja immer noch zu. Die Leute sind da. Der kleine Biergarten ist voll. Aber das Bier ist von der Tanke um die Ecke. Flaschensammler hätten hier ihre Freude. Ein Sonnenschirm liegt quer über zwei Tischen. So richtig einladend ist es hier nicht. Und so richtig asslig wird es, wenn man auf die Toilette muss. Leute das ist beschämend.
Natürlich muss der Rasen gut gepflegt sein. Wir spielen hier Profifußball. Aber wer zahlt den Profiußball? Es sind die Fans, die ins Stadion gehen, hier aufs TG kommen, und Mitgliedsbeiträge zahlen.
Ein kühles Getränk, ein saberes WC dürfte nicht zuviel verlangt sein.
Aber auch das ist Sechzig.

anteater
Leser

Puh, liest sich, als wäre das ein sehr glücklicher Punkt gewesen.

Christian Resch
Leser

GN8 Tami,

Wollte trotzdem noch a paar Zeilen schreiben, bin von deinem Bericht natürlich wieder voll und weg begeistert😉 Du hast das echte Löwinherz voll in Dir, sehe aber das alles nicht so positiv! Kann aber den Jungs voll verzeihen, da i wieder Kampfgeist gesehen habe und natürlich das i weiß das endlich wieder a Jugendmannschaft ist. Danke an Frank Schmöller🤗
Hoffentlich reden wir wieder kurz nach dem nächsten Auswärtsspiel in Dachau, wenn wieder weniger los ist😎