Die U19 des TSV 1860 München ist am heutigen Samstag in die Bundesliga aufgestiegen. Das ist nicht nur ein Verdienst der guten Arbeit im Nachwuchsleistungszentrum der Löwen, sondern vor allem auch des TSV München von 1860 e.V. und der Unternehmer für Sechzig. Ein “halber” Kommentar.

“Alle Unternehmer zu uns”, schreit ein Spieler der U19 beim Gruppenfoto. Eine interessante Geste, die beweist: Die jungen Löwen wissen sehr wohl, wem sie den Erfolg mit zu verdanken haben. Viele Spieler der heutigen Aufstiegsmannschaft profitierten seit der U14 vom Engagement der Unternehmer für Sechzig. Was der TSV München von 1860 e.V., nach dem Doppelabstieg der Profis aus der 2. Bundesliga in die Regionalliga, mit der Nachwuchsförderung erreicht hat, ist ein großes Pfund für die Löwen. Und mindestens genauso wertvoll wie die kontinuierliche Arbeit der 1. Mannschaft, inklusive deren Aufstieg in die 3. Liga. Die Löwen haben ihren Nachwuchs wieder auf Vordermann gebracht. Das ist vor allem deshalb möglich, weil man, unabhängig von der finanziell schwer gebeutelten KGaA, das Nachwuchssystem auf sichere Beine stellen konnte.

Ist es überhaupt fair, dass ich beim Aufstieg der U19 in die Bundesliga diese Leistung in Vordergrund stelle? Nun ja, ich halte es für nötig. Den sportlichen Erfolg der U19 möchte ich damit keineswegs schmälern. Die 200 zugelassenen Zuschauer sahen ein absolut engagiertes Spiel der Löwen auf hohem sportlichen Niveau. Selbst der Trainer des FC Memmingen erkannte den engagierten 4:0 Sieg auch respektvoll an und gratulierte zum Aufstieg. Einen wesentlichen Anteil hat durchaus auch Michael Köllner, Cheftrainer der Profis. Er stellte Maxim Gresler und Nathan Wicht zur Verfügung, die heute durchaus auch eine Option für die Bank bei den Profis gewesen wären. Und Jonas Schittenhelm, Trainer der U19, leistete mit dieser Mannschaft die gesamte Saison über absolut überzeugende Arbeit.

Am Ende ist es jedoch ein Kraftakt, nicht nur auf sportlicher Seite. Und wer den Löwen eine Zukunft schenken möchte, vor allem auch den Profis, der sollte diesen Kraftakt im Gesamten anerkennen und würdigen. Ohne die ehrenamtliche Arbeit des TSV München von 1860 e.V. und die großzügige Unterstützung der Unternehmer für Sechzig würde das Nachwuchsleistungszentrum nicht derartige Erfolge feiern können. Und die BayWa, die wohl demnächst als Namensgeber fürs NLZ fungieren soll, würde sie nicht großzügig diese Arbeit entlohnen. Der Lohn übrigens kommt überwiegend dem Profikader zugute. Genauso wie die zukünftigen Talente, auf die ein Trainer wie Michael Köllner heute, morgen oder in naher Zukunft zugreifen kann.

Der TSV 1860 München zeigte ein engagiertes Spiel mit anfänglich durchaus gefährlichen Chancen. Allerdings blieb die erste Halbzeit torlos. Erst in der 58 Minute schoss Löwe Michael Glück das erste Tor. 7 Minuten später erhöhte Devin Sür dann. Die Fans sahen ein engagiertes Spiel bei dem schließlich Marius Wörl auf 3:0 erhöhte und in der 89. Minute Marko Zivanovic zum 4:0 Endstand traf.

Mit einem 4:0 können die Löwen nicht nur sich über den Sieg freuen, sondern auch den Aufstieg feiern.

Michael Köllner gratulierte Jonas Schittenhelm warmherzig und spielte anschließend noch den Dirigenten bei den Sechzger Musikanten. Die begleiteten die Feierlichkeiten der U19 musikalisch.

Respekt an Jonas Schittenhelm und seine Jungs. Aber auch Respekt an alle, die das ermöglicht haben. Die KGaA und ihre Gesellschafter sollten sich durchaus überlegen, wie sie in Zukunft mit diesem tollen Pfund umgehen. Denn die KGaA profitiert maßgeblich vom Engagement zahlreicher Ehrenämtler und löwenaffinen Unterstützer. Wer über den einen oder anderen Macher schimpft, sollte sich durchaus bewusst machen, in welch hohen Umfang der Profifußball profitiert.

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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1860Löwe

Wahnsinnig wichtiger Aufstieg. Gratulation an die Mannschaft, den Trainer und das Team. Aber auch an die Eltern, die teilweise wirklich herzblutlöwen sind und im Hintergrund unterstützen.