Am heutigen Samstag haben die B-Junioren des TSV 1860 München den SV Darmstadt 98 empfangen, der sich nach vier Spielen und 3 Punkten auf dem 16. Tabellenplatz vorgefunden hat. Es versprach ein spannendes Duell zu werden, denn die Gäste mussten einfach punkten, um aus der roten Zone rauszukommen.

Schwere erste Hälfte

Die Partie hatte im ersten Durchgang ein etwas anderes Gesicht als in den vergangenen Spielen. In den ersten Minuten wirkte Darmstadt etwas unsicher und stand zuerst tief und kompakt in der eigenen Hälfte. Danach haben sie ihre „Berührungsängste“ abgelegt und versucht, aus den Kontern heraus zu Torchancen zu kommen. Es war ein etwas zähes Spiel, bei dem sich die Löwen gegen diesen Gegner etwas schwer taten. Nach 15 Minuten hatten beide Mannschaften jeweils eine gute Torgelegenheit aus einer Ecke heraus, mehr war zu Beginn nicht drin. In der 18. Minute bekam Sechzig eine Chance aus einer guten Freistoßposition. Wicht führte aus und brachte den gegnerischen Torhüter zum Fliegen, der jedoch den guten Schuss parieren konnte. Des Gegners Angriff, bei dem der Torjäger alleine aufs Tor zulief, wurde in der 25. Minute von Friedrich vereitelt und zur Ecke geklärt. Die Gäste waren nun etwas mutiger und frecher und schafften mit drei aneinander folgenden Offensiv-Aktionen, sich in der Löwen-Hälfte zu halten – scheiterten jedoch eher an mangelnder Durchsetzungskraft und Kaltschnäuzigkeit. Auf der Gegenseite gab es erneut einen Freistoß für Sechzig, doch auch hier konnte der Torhüter abwehren. Auch die darauffolgende Ecke brachte kein Ergebnis. Die Löwen hatten einfach kein Rezept gefunden, um gegen Darmstadt einen Treffer zu erzielen. Die Hessen wussten sich schnell zurückzuziehen und die Räume zuzumachen, so dass sich die meisten Chancen eher aus den Standardsituationen ergaben. Ein Zustand, der dem Trainer Jonas Schittenhelm sicherlich nicht gefallen hatte.

Löwen geraten in Rückstand und drehen das Spiel

Aus der Kabine kamen die U17-Löwen in veränderter Formation raus. Für Abou-El-Ela und Cindric kamen Wörl und Häckl ins Spiel. Bereits wenige Minuten nach dem Wiederanpfiff bekam Sür die beste Torchance des Spiels. Er hatte sich bis in den Strafraum durchgesetzt, doch anstatt den Abschluss zu suchen, ging er ein bis zwei Schritte zu viel und scheiterte letztendlich am Torhüter Schmidt.

Das Spiel wurde im zweiten Durchgang schneller und offener, was automatisch auch offensive Möglichkeiten mit sich brachte, doch es mangelte weiterhin an der Präzision vorm Tor. Letztendlich waren es die Gäste, die den ersten Treffer erzielten und die Löwen in Rückstand brachten: Ein Darmstädter legte einen Sololauf Richtung Tor ein, die Löwen-Abwehr schaffte es nicht, ihn einzuholen, so passte er zum mitlaufenden Luca Kaiser, der problemlos zur Führung einnetzte (57.). Die richtige Antwort der Weiß-Blauen und der Ausgleich kam zwei Minuten später. Moritz Rem befand sich auf der linken Seite und schickte einen langen und hohen Ball in den Strafraum, die Kugel senkte sich perfekt hinter dem gegnerischen Torhüter und traf den rechten Lattenpfosten, von wo der Ball in die Maschen sprang (59.). Ob das so beabsichtigt war? Überhaupt nicht wichtig – denn dieser Sonntagsschuss war einfach enorm wichtig.

Nach einigen ergebnislosen Versuchen klappte es endlich mit dem Führungstreffer. Der eingewechselte Marinovic konnte von der rechten Seite in den Strafraum flanken, wo sich Teo Marosevic befand und den Ball ins Tor buchsierte. In der Schlussphase hatte kein Team es geschafft, an dem Ergebnis Veränderungen vorzunehmen, so dass der Schlusspfiff die Löwen als Sieger der Begegnung kürte.

Ein wichtiger Sieg, der heute etwas glanzloser war, als man es von den letzten Spielen gewohnt war. Nichts desto trotz – die Löwen haben wieder mal eine gute Arbeit abgeliefert, haben die Geduld nicht verloren und sich am Ende dafür belohnen können.

Nachdem der FC Augsburg sein Spiel gegen die Nachbarn aus Unterhaching gewinnen konnte, steht Sechzig weiterhin auf dem zweiten Tabellenplatz der Bundesliga S/SW. Nächste Woche wartet auf die U17-Löwen mit der TSG 1899 Hoffenheim ein schwerer Gegner. Gespielt wird am Samstag (31.10.) mit Anpfiff um 11 Uhr.

Aufstellung TSV 1860 München: Avdija, Marosevic (Bierling, 75.), Rem, Morgalla, Friedrich, Bangerter, Cindric (Häckl, 41.), Abou-El-Ela (Wörl, 41.), Ouro-Tagha, Wicht, Sür (Marinovic, 59.)

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