Der TSV 1860 München steht momentan nach einer eher mageren Punkteausbeute auf dem 15. Platz. Die verlorenen Punkte sind weg, aber man kann neue Punkte holen, so 1860-Trainer Köllner. Der Cheftrainer möchte in der Tabelle einen Satz nach vorne machen und noch einmal vorne mitspielen.

“Eine aufregende Woche liegt hinter uns”, so Michael Köllner bei der Jahreshauptversammlung der Unternehmer für Sechzig. Zwei gewonnene Spiele die “riesig gefeiert” wurden. Zuerst der Sieg gegen Schalke im DFB-Pokal und dann 6:0 gegen Freiburg. Da dachte man, es läuft alles in die richtige Richtung, aber “da merkt man auch, wie fehlbar der Mensch ist. Man merkt vor allen Dingen, wie fehlbar man selber ist”, sagt Köllner selbstkritisch über das verlorene Spiel gegen den VfL Osnabrück. “Wenn man nach Hause fährt von so einem Spiel, dann fragt man sich am Ende, was hat man selbst aus dem Spiel gemacht. Köllner gibt zu, dass er sich auf der Heimfahrt durchaus fragte: “Was hast du eigentlich ausgewechselt? Was hast du heute da draußen veranstaltet?”

Michael Köllner hofft, dass man sich nächste Woche im Stadion wieder sieht und man 3 Punkte gegen den MSV Duisburg holt. “Ich hoffe, dass wir die 3 verlorenen Punkte aus Osnabrück so schnell wie möglich wieder …”, Köllner bricht seinen Satz ab und schiebt ein: “…. reinholen geht nicht, weil die Punkte sind weg, aber zumindest neue Punkte holen. Damit wir am Ende in der Tabelle auch wieder einen Satz nach vorne machen”. Köllner will 2022 “noch einmal ein gehöriges Wort in der Liga mitreden.” In den vergangenen zwei Jahren konnte man “zweimal versuchen, um den Aufstieg mitzuspielen.” Köllner hofft, dass man dieses Jahr auch wieder diese Chance hat, “vielleicht sogar mit einem besseren Ende”.

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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Snoopy.
Snoopy.(@snoopy)
2 Monate her

„Was hast du eigentlich ausgewechselt? Was hast du heute da draußen veranstaltet?“

Das hat sich die 1860-Fan-Gemeinde auch gefragt und nicht das erste Mal. Aber es ist nun mal passiert, daraus kann man auch lernen. Nicht nur der Trainer auch jeder einzelne in der Mannschaft, denn so etwas wie in der 2. Halbzeit gegen den VfL sollte bzw. darf man sich nicht mehr leisten. Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung. Und das mit den Punkten ist wohl unstrittig, dass da was passieren muss.

1860Löwe
1860Löwe (@guest_61938)
Gast
Reply to  Snoopy.
2 Monate her

Einsicht ist der erste Schritt oder wie sagt man? Das macht ihn sympathischer und authentischer. Ich finde das öffentliche eingestehen mutig

andi
andi(@andi)
Leser
2 Monate her

Respekt von Herrn köllner für solche selbstkritischen Aussagen.

siggi
siggi(@gscheiderl)
Leser
2 Monate her

Soviel Blues wegen einer Niederlage!? Im Oktober kein Spiel verloren, Schalke aus dem Pokal geschmissen, Freiburg II aus dem Stadion geschossen und jetzt geht wegen einer Niederlage die Welt unter und es wird gemunkelt, die Mannschaft könnte nicht mehr hinter dem Trainer stehen, dass ihm “die Kabine nicht mehr gehört” und was weiß ich alles. Das erinnert mich an eine LP aus den 70er Jahren von Peter Jakobi und Willi Michl: “I could cry vor lauta Bluus”.

blaublut
blaublut(@blaublut)
Leser
2 Monate her

Sich als Spitzenteam fühlen und Tabellenplatz 15 belegen, das ist der beste Weg endgültig zu scheitern. Erst wenn die Situation als das was sie ist in den Köpfen verinnerlicht ist, nämlich Abstiegskampf, kann die Wende gelingen. Wir sind damals aus der 1. Bundesliga auch mit einer Mannschaft und einem Trainer abgestiegen, die sich als UEFA-Cup-Anwärter gefühlt haben und zu spät die Realität angenommen haben.

blaublut
blaublut(@blaublut)
Leser
Reply to  arik
2 Monate her

Ja, ja, es ist schon richtig, nach unten schauen und “zittern” wäre ganz falsch. Das führt zu “Angsthasenfußball” wie zuletzt in der 2. Halbzeit gesehen. Aber umgekehrt sehe ich zur Zeit eher die Gefahr von Selbstüberschätzung und das ist mindestens genauso gefährlich.

chemieloewe
chemieloewe(@chemieloewe)
Bekannter Leser
2 Monate her

Ich möchte passend zum Thema um Michael Köllner hier nochmal einige Gedanken vom Artikel zu seinem 2-jährigen Trainerjubiläum reinstellen:

Nobody is perfekt! Es gibt im Fußball eigentlich bei allen Trainern in allen Ligen, ob es nun ein Michael Köllner, Bernhard Trares, ein Jürgen Klopp…o. Pep Guardiola ist, immer mal Höhen u. Tiefen, sehr erfolgreiche u. auch weniger erfolgreiche Zeiten, es sind halt alle auch nur Menschen, wie Du u. ich, keine perfekten Superwesen ohne Fehl u. Tadel, so auch die Spieler u. Mannschaften, mit denen sie arbeiten. Dazu kommen im Fußball sehr, sehr viele unbekannte Einflussfaktoren, die sich ständig verändern u. entwickeln, gut o. schlecht, so o. so.

Garantien auf stetigen Erfolg gibt es nunmal nicht, da kann ein Trainer noch so gut sein u. sich anstrengen wie er will, da muss vieles mehr auch gut bis optimal zusammenpassen, um Erfolg zu haben.

So ist auch unter Michael Köllner bei uns in dieser Saison leider eine längere sportliche Durststrecke mit ausbleibendem Erfolg eingetreten, eine sehr schwierige Zeit für Michael Köllner, der jetzt mit all seinem Können, Fähigkeiten u. Fertigkeiten, mit voller Kraft voraus versuchen muss, das Ruder wieder herumzureißen u. unser Löwenschiff wieder in den richtigen Wind zu lenken u. auf Erfolgskurs zu bringen.

Egal welche genauen Schwierigkeiten u. Probleme dabei eine mehr o. weniger große Rolle spielen, hoffe u. wünsche ich von ganzem Herzen, dass Michael Köllner diese erfolgreich löst, meistert u. überwindet u. uns aus der sportlichen Krise heraus in die Erfolgsspur führt!!! Dazu wünsche ich Michael Köllner maximalen Erfolg, bestes Gelingen u. viiiel Glück als Trainer, JAHWE-Gottes Segen, viiiel u. beste Gesundheit…alles Gute u. nur das Beste!!!

Bei aller Kritik, auch von mir in der zurückliegenden Zeit, will u. möchte ich mich, nach einigem Überlegen u. Nachdenken, voll u. ganz hinter u. zu unserem Trainer Michael Köllner stellen, vertraue ihm u. bin überzeugt, das er unsere sportliche Durststrecke/Krise it unserem Löwenrudel überwindet!!!

Dazu erwarte ich von unsere Spielern u. fordere unser gesamtes Löwenrudel auf, Michael Köllner nicht hängen zu lassen, sondern alles, ihr maximales Leistungsvermögen für unseren Erfolg einzusetzen u. in den Spielen endlich über die gesamte Spielzeit ihr Bestes zu geben, für den Erfolg alles aus sich herauszuholen, wie die Löwen für Sechzig zu brüllen, zu kratzen, zu beißen, zu kämpfen u. zu siegen!!!

Löwen, reißts Euch zusammen!!!

Wenn ihr als Spieler das nicht so gut im Spiel umsetzt, wie das Michael Köllner+Staff ganz sicher mit Euch bestmöglich im Training vorbereitet u. übt u. nicht mit absoluter Kampf-u. Einsatzbereitschaft u. kompromisslosem u. konsequentem Kampf-u. Siegeswillen spielt, kann auch der beste Trainer nichts machen! Siegen müssen die Löwen als Löwenteam auf dem Spielfeld im Spiel u. nicht der Trainer auf der Bank, alle zusammen vom Training über das Spiel bis zum Sieg!!! Hier u. jetzt u. überhaupt ist nicht nur der Trainer gefragt, sondern jeder einzelne Spieler u. die gesamte Mannschaft als Gemeinschaft!!! Also, Löwen, werdet Eurer Verantwortung als Löwenfußballer voll u. ganz gerecht u. fightet bis zum Umfallen u. holt uns jetzt Sieg auf Sieg!!!

Gerade gegen Duisburg haben wir uns jetzt für 2 große Niederlagenpleiten der letzten Saison zu revanchieren! Ich erwarte von Euch, dass gegen Duisburg nur ein Sieg infrage kommt, sonst nichts!!! Da zählt nur ein Sieg, auch die nächsten Spiele danach!!! Wer nicht alles gibt, gibt nichts!!!

Von mir aus sollte Michael Köllner weiterhin unbedingt Trainer bleiben, auch wenn es bis zur Winterpause nicht so optimal laufen sollte, wie wir uns das alle wünschen, das ist meine feste Meinung, ausgenommen es läuft katastrophal u. es gibt ein großes Zerwürfnis!!! Wenn es nach der Winterpause nicht gut weiterläuft, was wir alle nicht hoffen, muss man sich natürlich überlegen u. entscheiden, wie es in der Trainerfrage u. mit dem Team weitergeht.

So, genug jetzt, jetzt kommt unsere Siegesserie, Schluss, aus, fertig!!! Micha, Du packst das mit unserem Löwenrudel, alles Andere kommt nicht in Frage, das wäre doch gelacht!!! Maximum Löwenpower von Allen jetzt, nicht nur vom Trainer, sondern vor allem auch von unseren Spielern!!!🙏🍀🍄🍀🐖🍀🍀🍀👟⚽️🎯💙🦁💙

tante-tornante
tante-tornante(@tante-tornante)
Leser
2 Monate her

Uiih, das geht aber schnell von „Hosianna!“ zu „Kreuzigt Ihn!“ und wieder hin zu „Hosianna!“. Da kommt der gemeine Durchschnittsfan ja kaum noch mit… 😉 
 
Ob wir einen anderen Trainer brauchen oder kriegen oder nicht, wird die Zeit zeigen, nur Spekulationen darüber – ob ja oder nein – haben normalerweise ein Verfallsdatum von ein oder zwei Spieltagen. Imho geht es darum, inwiefern das Trainerteam und die Mannschaft noch kongruent handeln oder nicht.
 
In den ersten 20 – 25 Minuten beim Spiel in Osnabrück hatte ich das Gefühl durchaus, dass nun der Bock umgestoßen wurde, durch die Spiele gegen Schlacke und Freiburg II, danach nicht mehr. Und dass nun der Trainer trotzdem großen Optimismus und Kampfeswillen verbreitet…nun ja…was soll er denn sonst machen? Sagen, dass er kaum noch Entwicklungschancen im Team sieht, dass er eigentlich die Mannschaft nicht mehr erreicht, er sowieso beratungsresistent und stur ist?
 
Wenn er auch nur das geringste Anzeichen dafür zeigt, gibt es für die sportliche Leitung gar keine andere Alternative, als ihn zu entlassen. Also keiner wird sich die Blöße geben wollen, keiner…
 
In Ruhe und kritisch die eigene Leistung hinterfragen ist natürlich das Gebot der Stunde, dann den Turnaround tatsächlich schaffen und ganz schnell da hinten rauskommen.
 
Ich glaube, kaum einer erwartet oder verlangt gar einen Aufstieg in der Saison, aber dass wir zumindest in der oberen Tabellenhälfte mitspielen, das kann man erwarten. Hinten herum zu dümpeln, ist jetzt kein gutes Argument dafür, dass die Stadt nun mal endlich in die Pötte kommen soll, was den Aus-/Umbau des altehrwürdigen 60gers betrifft, das sollte allen Beteiligten auch klar sein…

alexk
alexk(@klingone1860)
Leser
2 Monate her

Echt jetzt, er redet von einem besseren Ende als letzte Saison.
Das ist entweder mutig oder irre…wir werden sehen und ich hoffe er behält recht, auch wenn ich es nicht glauben kann.

chemieloewe
chemieloewe(@chemieloewe)
Bekannter Leser
2 Monate her

👍👏Nix mit kritik-/beratungs-u. lernresistent, Selbstkritik+Optimismus u. Kampfeswillen, sehr gut Micha, machs gut u. besser u. führ uns in die Erfolgsspur, du kannst es, ich vertraue Dir, viiiel Glück, Erfolg u. bestes Gelingen!!! 🙏🍀🐖🍀🍄🍀🍀🍀

Jetzt muss nur noch die Mannschaft voll mitziehen u. Alles geben, wie die Löwen brüllen, kratzen, beißen, kämpfen u. siegen und zwar durch das gesamte Spiel hindurch u. nicht bloß 20…30…min. o. bis zum Führungstor, denn das geht bekanntlich ja meistens schief u. nach hinten los!!!

Micha, viiiel u. beste Gesundheit u. nochmal viiiel Glück u. Erfolg, alles Gute u. nur das Beste, Du schaffst das schon!!! Wenn Du nicht, wer sonst??? Wir brauchen keinen anderen Trainer, wir brauchen Michael Köllner mit seiner ganzen Kraft, seinem ganzen Wissen u. Können, mit seinen ganzen Fähigkeiten u. Fertigkeiten, Erfahrungen, mit seinem ganzen Herz u. Verstand u. vollem Einsatz für 60!!! 🙏👟⚽️🎯💙🦁💙✌

alexander-schlegel
alexander-schlegel(@a-schlegel)
Leser
2 Monate her

Na, dann legt mal los. Devise ab jetzt: Kämpfen und siegen. Ohne wenn und aber …
Und bei einem Rückstand darf man ruhig mal offensiv auswechseln … Aber ich glaube, das weiß er inzwischen auch … 😉

uraltloewe
uraltloewe(@uraltloewe)
Leser
Reply to  arik
2 Monate her

Selbstreflexion (“was hast du heute da draussen veranstaltet”) nach so einem Spiel kann schon mal nicht verkehrt sein. Von einer Mannschaft, die wirklich eine solche ist, werden derartige Eingeständnisse meist positiv bewertet. Wenn der Trainer aber “die Kabine nicht mehr hinter sich hat” wie es auf neudeutsch heißt, werden solche Aussagen schnell zum Sargnagel.
Wie der innere Zustand der Mannschaft ist, können wir als Aussenstehende nicht beurteilen. Wenn man allein das letzte Spiel zugrundelegt, kann es damit eigentlich nicht zum Besten stehen. Aber dieser Eindruck kann täuschen. Die beiden nächsten Spiele werden das wohl zeigen, auch, wohin der weitere Weg geht.
Ich jedenfalls wünsche Michael Köllner wie auch der Mannschaft, dass sie nun die Kurve kriegen.