Der TSV 1860 München setzt auf wirtschaftliches Denken und stürzt sich, trotz der Finanzspritze aus dem Weigl-Deal von Borussia Dortmund mit Benfica Lissabon, nicht in hektische Betriebsamkeit. Gegenüber der Presse äußerte sich Geschäftsführer Günther Gorenzel am heutigen Donnerstag.

Die Löwen aus Giesing können in den kommenden Wochen mit einer ordentlichen Summe rechnen. Der Grund ist eine vertragliche Einigung zwischen dem Erstligisten Borussia Dortmund und dem Klub Benfica Lissabon. Julian Weigl wechselt für eine Ablösesumme von 20 Millionen Euro nach Portugal. Dabei profitiert aufgrund einer Klausel auch sein einstiger Ausbildungsverein, der TSV 1860 München.

In der Geschäftstelle setzt man auf vernünftiges wirtschaftliches Denken und folgt damit weiterhin dem Konsolidierungskurs. Der wurde bereits im Jahr 2017 durch Interims-Geschäfsführer Markus Fauser ausgerufen und als dringend notwendig erachtet. Sowohl das Präsidium des TSV München von 1860 als auch HAM International hatten in einer Sanierungsvereinbarung dieser wichtigen Konsolidierung zugestimmt. Die Geschäftsführung setzt deshalb folgerichtig auch zweieinhalb Jahre später auf rationelles Handeln. Der Löwenanteil aus der Weigl-Ablöse fließt in den Etat der kommenden zwei Geschäftsjahre. Das sei eine kaufmännisch seriöse Vorgehensweise, erklärt Gorenzel. Hauruck-Aktionen wird es nicht geben.

In den kommenden Wochen wird man, zumindest für das kommende Geschäftsjahr, erste Planungen im Hinblick auch auf das Sportbudget vornehmen. Dabei gilt es vor allem auch, sich mit den Gesellschaftern abzustimmen. „Bis dahin ist es ein theoretisches Konstrukt“, meint Gorenzel. Er kann jedoch bereits von ersten Planungen ausgehen und Handlungsmöglichkeiten erörtern. Er betont, dass bei momentaner Aus- und Eingabenplanung der Etat für die kommende Saison dennoch noch niedriger ist als der Etat, der 2019/2020 zur Verfügung gestanden hat.

Im Winter wird es zum aktuellen Zeitpunkt keine Kaderkorrektur geben, erklärt Günther Gorenzel. Man habe vollstes Vertrauen in den bestehenden Kader.

Das Original-Video findet Ihr hier: LÖWENRUNDE zum Jahresauftakt mit Michael Köllner und Günther Gorenzel

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)

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Blue Power
Leser

Die zwoa sand guad. Super wie der Köllner die Testspielfrage vom Blogger abbügelt und ihm erklärt wie Profis tatsächlich agieren.
Dem Blogger solltens jetzt endlich mal einen Maulkorb verpassen. Der macht aus einer positiven Grundstimmung immer eine Fragerunde um irgendwas zu konstruieren das seinen verworrenen Wahnvorstellungen entspricht und dem Verein schadet.

#koanBlogger
#ohneHasan

tomandcherry
Leser

@Blue Power

#koanBlogger 🤣🤣🤣

Klasse!

An und für sich müssten wir alle diesem Herrn mit einer gewaltigen Portion Humor und Ironie entgegentreten.

Ihn einfach nicht mehr ernst nehmen und anstelle von teilweise wütenden Gegenreaktionen ihn argumentativ ins Leere laufen lassen.

Glaubst Du nicht auch, dass er dadurch entwertet und immer irrelevanter würde?

Im Endeffekt wird ihm hier oder im „Löwenforum“ („db24 Fact Checking“!) immer noch viel zuviel an Aufmerksamkeit gewidmet und somit eine unnötige Relevanz geschaffen, die er überhaupt nicht verdient hat.

„Aushungern durch ignorieren.“

Dann verbleiben irgendwann nur noch vollkommen irrelevante Artikel oder „Ungezähmt“-Meinungen, die außer seinem überschaubar kleinen Fanboy-Kreis niemanden mehr interessieren.

Das bedeutet rückläufige Clickzahlen, zurückgehende Werbeerlöse und weniger Einkommen für den Herrn „Exklusiv-Blogger“.

Somit wäre das Primärziel erreicht.

3und6zger
Leser

Man „derbaggt“ aber auch seine Art bei den Pressekonferenzen nicht. Immer ganz vorne sitzen, den Kollegen ins Wort fallen, Fragen stellen für die ich mich schämen würde. Und dann diese herablassende Art garniert mit den „Herr- Lehrer-ich-weiss-was“- Fragen, bei denen Herr Köllner immer den Blick gen Himmel richtet und „Herr, lass Hirn regnen“ zu beten scheint.
Was gut sichtbar ist, dass eine gewisse Distanz herrscht und dass Köllner mit seiner selbstkritischen Art über „das trotz dreier Punkte nicht besonders gute Spiel in Münster“ dem/den Miesmacher/n den Wind aus den Segeln nimmt.

Blue Power
Leser

lol
Hast schon Recht. Jedoch kann man viele Lügen und Halbwahrheiten des Bloggers nicht einfach so stehen lassen wink

#koanBlogger
#ohneHasan

_Flin_
Leser

Sowohl das rationale Vorgehen der KGaA und Vereinsführung, als auch das Stärken der Moral bei den Spielern finde ich ausgezeichnet.

Was ich nicht so ausgezeichnet finde, ist, dass einige schon wieder mit der 2.Liga das Rumspinnen anfangen. Wir sind im Mittelfeld der 3.Liga, und brauchen noch paar-und-20 Punkte für den Klassenerhalt. Erstmal Klasse sicher halten oder auf nen Aufstiegsplatz kommen, dann das Spinnen anfangen.

Tami Tes
Redakteur

Sorry… das musste jetzt sein 🙈

jürgen (@jr1860)
Leser

🤣🤪

Genial

Snoopy.
Leser

Man habe vollstes Vertrauen in den Kader … das hat sich in dieser Saison (und davor) schon ein wenig anders angehört, wenn mich meine grauen Zellen nicht täuschen … Ich hab mich gefragt, ob der damit nicht nur den Kader sondern (eher) auch den Trainer meint.

Es wird natürlich Stimmen geben, die dieses Geld aus dem Weigl-Transfer eher sofort und auf der Stelle für neue Spieler (oder nur einen Heilsbringer) ausgeben würden, damit man in diesem Jahr noch aufsteigt. Wenn man mit dem Geld den Etat für 2 Jahre etwas höher schrauben kann, ist das genauso gut. Nicht nur, dass ich mich frage, wieso man es bis heute nicht geschafft hat, wenigstens vom Verband eine Zusage (oder Absage) im Falle eines Aufstiegs für das GWS im jetzigen Ist-Zustand zu bekommen, auch durch die vielen auslaufenden Verträge wäre ein Aufstieg vermutlich eher schwer zu finanzieren (Konsolidierung, Fortführungsprognose) und bei einer Stange neuer Spieler auch eher eine Saison gegen den Abstieg.

Ich bin nach wie vor dafür, dass man das Ganze in Ruhe angehen sollte, etwas mit jungen Spielern aufbauen (Stichwort: Fundament), Stück für Stück und nicht mit der Brechstange. Der Nachwuchs wird auch eine Rolle in den Finanzen der Zukunft spielen (nicht nur im Transfer) und diesen Nachwuchs werden wir vermehrt sehen. Den entsprechenden Trainer hat der TSV dazu. Jetzt das Weigl-Geld mehr oder weniger sinnlos rauszuwerfen, bringt nicht viel, auch wenn man auf die auslaufenden – und eventuell auch verlängerbaren – Verträge schaut.

Dieser Weg ist (auf Grund der desaströsen Finanzlage als Ergebnis von Managementfehlern von Ismaik in der Abstiegssaison) der einzige richtige und wohl auch alternativlos, wenn man nicht noch mehr kaputt machen möchte. Ein Aufstieg würde die finanzielle Lage gerade zum Ende dieser Saison nur noch mehr verkomplizieren und ich denke nicht, dass es unter diesen Umständen (Finanzlage+Spieler) finanziell überhaupt machbar wäre, ohne die KGaA noch mehr zu gefährden.

tomandcherry
Leser

Snoopy. .

Geld bzw. die wirtschaftliche Situation wird bei 60 immer eine wesentliche Rolle spielen.

Deshalb muss m. E. eine vernünftige und nachhaltige betriebswirtschaftliche Basis geschaffen werden, die es in den kommenden Jahren möglich macht, sich als konkurrenzfähig und aufstiegsreif zu beweisen.

Ein paar Weigl-Transfer-Millionen werden dazu nicht ausreichen, im Gegenteil. Es müssen innovative Wege gefunden und beschritten werden, um sprichwörtlich „aus Wenig Viel zu erschaffen“.

Die Nachwuchsarbeit muss weiter professionalisiert werden und der Chef-Trainer der ersten Mannschaft sollte zukünftig in ständigem Austausch mit den Junioren-Trainern stehen, um frühzeitig „Rohdiamanten“ zu erkennen und diese zu Edelsteinen zu entwickeln.

60 muss sich auf seine früheren Stärken der erfolgreichen Ausbildung von Talenten besinnen, denn das war das Know How, das u.a. Spieler wie Lauth, Volland, die Benders, Johnson, Neuhaus, Baier… hervorbrachte.

So traurig es sich auch anhören mag, aber bei 60 muss die Devise lauten „Preisgünstig ausbilden – teuer verkaufen“. Eine andere Möglichkeit, sich längerfristig im Profi-Fußball zu etablieren, sehr ich derzeit jedenfalls nicht.

Nash
Gast
Nash

Wie sieht es mit dem zweistelligen Millionenbetrag aus dem TV-Topf aus? Wie analysierst du die?

anteater
Leser

Das Durchschnittsgehalt in der 2. BL ist etwa das Dreifache des durchschnittlichen Drittligagehalt. Da fängt es doch schon an. Und in der 2. BL zahlt man eher Ablösesummen (gezwungenermaßen), in der 3. Liga ist ja der ablösefreie Wechsel die absolute Regel. Da geht das Geld dann hin, also, da bleibt jedenfalls nichts übrig, um Schulden abzubauen.

Snoopy.
Leser

Tropfen auf dem heißen Stein, die 2. Millionen wären sofort wieder weg, wenn wir in dieser Saison aufsteigen würden.

Der jetzige Kader ist in seiner Gesamtheit noch nicht bereit für die 2. Liga. Dazu kommt noch, dass wir im Grunde zwar auf einem guten Weg sind bis „to the top“, aber auch nicht mehr. Man wird von den auslaufenden Verträgen nicht alle bis Ende der Saison verlängern können. Diese Spieler müsstest du im Falle eines Aufstiegs teuer ersetzen, denn in der 2. Liga hast du neben mehr Einkünften (Sponsoring) auch mehr Ausgaben, gerade beim Personal und erst recht, wenn du diesen Personal noch einkaufen musst, wenn von 30 Spielern 15 vielleicht bleiben und 10 davon eher die Ergänzung sind als Leistungsträger in der 2. Liga.

In meinen Augen ist richtige Weg der, dass man jetzt mit jungen Spielern aus den eigenen Reihen aber auch aus anderen Vereinen einen Kader aufbaut, den man im Falle eines Aufstiegs punktuell (und nicht fast völlig) ergänzen muss. Gepaart mit ein wenig Erfahrung, nicht nur im Stuhl auf der Trainerbank, sondern auch auf dem Rasen. Das es mit einem notwendigen Konsolidierungskurs nicht einfach ist, ist klar. Aber das wäre es in der 2. Liga erst mal auch nicht, schon gar nicht, wenn dir die Spieler dafür fehlen.

Loewengraetscher
Gast
Loewengraetscher

Ich bin ganz anderer Meinung (ein Aufstieg kommt immer zum richtigen Zeitpunkt), aber des soll jetzt gar nicht Thema sein.

Aber folgendes verstehe ich nicht: Wieso müssten wir Personal einkaufen für den theoretischen Fall eines Aufstiegs? Alle Verträge werden wohl auch für Liga 2 gelten oder?

Müssen müsste man gar nichts.

Loewengraetscher
Gast
Loewengraetscher

Nürnberg hatte keinen erstligatauglichen Kader und, mei, stieg galt wieder ab. Hat sich aber aufgrund der ziemlich konstanten Ausgaben und der höheren TV Gelder wirtschaftlich etwas Luft verschafft mittelfristig. Wieso nicht auch bei uns?
Angenommen, man wäre eine Liga höher und zB Berzel will das 3fache. Dann viel Glück und gute Reise! Es wird sich schon wer bzw 11 finden, der/die gerne 2. Liga spielt/spielen.

Wen halte ich für 2.ligatauglich? Ist mir ehrlich gesagt egal. Am liebsten sehe ich jeden einzelnen im Praxistest in Liga 2 und urteile dann anstatt theoretisch zu philosophieren wer könnte denn 2.ligatauglich sein.

Du/ihr müsst nicht meiner Meinung sein, das ist meine. Mir ist durchaus bewusst, dass das von mir beschriebene Szenario schwierig durchzusetzen ist (enormer Druck von vielen Parteien auf die Verantwortlich). Da bräuchten unsere Verantwortlichen richtig Eier.
Mir ist auch bewusst, dass es andere Saisons (hoffentlich) geben wird, wo man besser vorbereitet wäre (kaum auslaufende Verträge, fertig ausgebautes GWS)…

Andere Frage: Angenommen, man stünde am Ende der Saison auf Platz 2. Was würdest du, Snoopy, tun? Den Aufstieg ablehnen?

Ich lese das nicht zum ersten mal. Man gewinnt fast den Eindruck, ein Aufstieg sei schlimmer als ein Abstieg :-).

PS:
1. Ich gehe nicht davon aus, dass wir im Normalfall ein Wort im Aufstiegskampf mitreden werden.
2. Namen wie Berzel sind von mir mal ohne bösen Willen gewählt.

PPS: Ich hör den Köllner einfach gern reden. Wie er sich selbst vermutlich auch. A Mausdotschmatzer, aber a sympathischer.

anteater
Leser

Okay. Das war jetzt von mir erstmal darauf bezogen, dass ich persönlich bei einigen unserer Spieler schon die 3. Liga als eine Liga zu hoch wahrnehme.

Klar nehme ich einen Aufstieg mit.

tomandcherry
Leser

@Loewengraetscher

Klar wollen alle Löwen-Fans möglichst schnell die Rückkehr in die 2. Liga miterleben. So wie dreizehn elend lange Jahre die baldige Bundesliga-Rückkehr erhofft wurde. Das Ergebnis ist bekannt.

M.M. nach liegt genau in diesem „60 muss so schnell wie möglich wieder zurück in die 2. Liga/Bundesliga“-Anspruchsdenken ein sehr großes Problem begründet.

Man muss die Realität endlich mal anerkennen und akzeptieren, dass außer einem großen Namen TSV 1860 München kaum noch etwas Relevantes für einen Zweitligisten oder gar Bundesliga-Mitglied 60 München spricht.

Da fehlt’s momentan an so ziemlich allem, was zur Grundausstattung gehört.

Stadion, Mannschaft, finanzielle Mittel.

Ja, ich weiß, dass es Mannschaften wie u.a. Paderborn, Union, Braunschweig, Fürth… geschafft haben, sich zumindest mal für eine Saison in die Bundesliga reinzumogeln.

Es gibt aber mindestens genauso viele Vereine, die komplett abgestürzt sind und die nicht mehr aus der Viertklassigkeit nach Oben gekommen sind, z.B. Aachen, Ulm, Homburg, Wattenscheid, Essen…

Jede Situation ist anders zu bewerten und ob 60 in dieser Saison den bislang bemerkenswerten Leistungsaufschwung unter Michael Köllner in der Rückrunde bestätigen kann, muss man erst mal abwarten.

Wie wir alle wissen, hat bei 60 eigentlich nur eins Bestand: Das Nichts lange Bestand hat. 😉

Loewengraetscher
Gast
Loewengraetscher

Ich denke, da liegen wir 1 zu 1 auf der selben Wellenlänge.
Solide planen, solide wirtschaften, immer einen ordentlichen Plan B (wo beides auch Bestandteil ist) für das Nichterreichen sportlicher Ziele im Petto haben.
Aber wenn der „Lucky Punch“ mal gelingt, dann mitnehmen! Und ohne das Grundeinmaleins zu verlassen und sich nicht in Abenteuer stürzen.

PS: Ich glaube nicht, dass wir ganz oben was mitzureden habe. Wenn (Betonung auf wenn) es weiter so eng zugeht und sich keiner absetzt, dann reichen am Ende ggf 56-60 Punkte um Platz 2,3 zu erreichen. Das hast „auf blöd“ a kleine Serie und schon ist es passiert.

tomandcherry
Leser

@Loewengraetscher

Also einen sportlichen Aufstieg (und wenn’s über die Relegation wäre) nehm‘ ich selbstverständlich ebenfalls mit. Nur damit wir uns da nicht falsch verstehen. wink

Ich hab‘ halt fast permanent das dumpfe Gefühl, dass etliche (nicht alle!) Fans sich eine Rückkehr in Liga 2 bzw. sogar in die Bundesliga so sehr herbeisehnen, dass sie möglicherweise wieder dazu bereit wären, „finanzielle Harakiri-Methoden“ zu unterstützen, egal wie das am Ende ausgeht.

Ich bin jedoch der festen Überzeugung, dass man lieber mal einen „teuren“ Spieler nicht verpflichten sollte, bevor man sich das Gehaltsgefüge versaut und es evtl. doch nicht für den Aufstieg reicht, als die gleichen Fehler zum x-ten mal zu wiederholen, die uns bereits mehrfach in die Bredouille gebracht haben.

Wobei das bei 60 fast wie in „Täglich grüßt das Murmeltier“ in einer Endlos-Dauerschleife passiert(e).

Hoffentlich sind wir aus dieser Nummer jetzt endlich mal raus und bleiben bei einem auf Vernunft aufgebauten Fundament des nachhaltigen Wirtschaftens.

Bine1860
Leser

Ich sehe das genauso wie Löwengrätscher #40861+40869, zumal ich glaube je länger der Aufstieg dauert umso schwerer wirds. Wir werden auch nie in der 3. Liga am Ende eine fertige 2.Liga Mannschaft haben und dann sagen jetzt ist es soweit, jetzt steigen wir auf. Also wenn man jetzt schon aufsteigen kann / könnte – ja bitte! unbedingt! Dann ist halt gute Arbeit und Geschick von den Verantwortlichen gefragt aber es ist doch dann die! Chance. Und auch wenn man dann gleich wieder absteigen sollte kann man doch a bisserl Geld mitnehmen, wenn man vernünftig bleibt.

anteater
Leser

Das mit dem vernünftig bleiben, das wäre da meine große Sorge. Ob wir als mehrfach gebranntes Kind da jetzt endlich mal gelernt haben und das Feuer meiden (würden).

jürgen (@jr1860)
Leser

da ist bei uns normalerweise immer das Gegenteil der Fall…

… leider

jürgen (@jr1860)
Leser

das ist ja alles schön und gut. Auch ich persönlich würde einen Aufstieg auf jeden Fall „mitnehmen“. Der Fokus sollte auch dann weiter auf solide wirtschaften und Grundlagen schaffen liegen. Dann sollte ein direkter Abstieg auch einkalkuliert sein.

Halte das ganze Szenario aber für unrealistisch. Sind zwar „nur“ 4 Punkte zum Relegationsplatz, aber da sind noch 6 (!) Mannschaften dazwischen. Glaube nicht, dass die sich „wehrlos ergeben“, nur weil wir auf einmal daherkommen.

Richtig ist auf jeden Fall, wie Gorenzel in der PK gesagt hat, dass die Lizenzen für alle 3 Ligen (2.Liga, 3. Liga und Regianallige) beantragt wurden. Man muss für ALLE Eventualitäten gewappnet sein. smile

Aber va bei uns kommt immer 1. alles anders und 2. als man denkt. Das macht aber auch irgendwie den Reiz von 60 aus.

#ELiL

Snoopy.
Leser

Knallhart: Ja. In der Konstellation, dass am Ende die unten lt. Transfermarkt aufgeführten Spieler übrig bleiben und der Rest geht. Da steht für mich das finanzielle Risiko konträr zu dem erwartenden Ergebnis. Und um die Spieler einen Kader aufbauen, der sich in der zweiten Liga halten könnte, wird nicht nur teuer sondern auch sehr schwer. Wenn man da jetzt 6 Mio. (oder mehr) rein pumpt, rechnet sich das nicht, auch nicht mit den Fernsehgeldern. Den Spaß kann ich mir in der ersten Liga erlauben, aber nicht in der 2. Liga. Da sind die Fernsehgelder einfach zu niedrig. Die verschaffen dir keine Luft, die Mindern nur das Defizit.

Loewengraetscher
Gast
Loewengraetscher

Joa. Wenn meine theoretische Lösung schon „Eier zeigen“ bedeutet, dann ist deine theoretische Lösung das ganze hoch 10.
Und würde wohl keinen Verantwortlichen seinen Job behalten lassen :-). Aber, klare Kante,konsequent. Find ich gut.

Aber nochmal die Frage: Du gehst davon aus, dass zum letzten Spieltag nach wie vor nur unten stehende Spieler einen Vertrag für die nächste Saison haben werden? Dass die lt Gorenzel bereits stattfindenden Gespräche mit dem Kader bis kurz vor Schluss nicht dazuführen werden, dass – ich nenne mal ein fiktives Datum – zum 10. April (da sind noch 6 Spieltage zu spielen) nicht mehr Spieler einen Vertrag haben?

Und auch die Frage, um auf meine Idee à la Nürnberg einzugehen (eben nicht 6mio mehr auszugeben), wieso sollte es ein Muss sein die höhere Liga zu halten (zumal sportliche Ergebnisse nie zu 100% planbar sind)? Wenn ich als Spieler vor der Alternative stehe in der 3. (oder 4.) Ligafür Betrag X zu spielen, oder in der 2. Liga für Betrag X? Was nehme ich dann?

Snoopy.
Leser

Ein Spieler, der fix bei einem Verein unterschreiben kann, der höher spielt (oder wo am 1. jeden Monats mehr Geld auf dem Konto erscheint), wird nicht ins Blaue hinein einen Vertrag bei den Löwen unterschreiben, um dann eventuell noch mal 3. Liga zu spielen oder für das gleiche Geld zu spielen. Und sollte der Aufstieg feststehen, musst du vermutlich nach 2. Liga Durchschnitt in die Verhandlungen gehen. Das wird finanziell im Moment nicht möglich sein, vor allem, weil du ja schon allein mal zwei Stürmer brauchst, wenn der eine in Altersrente geht und beim anderen der Leasing-Vertrag ausläuft.

Gesetz dem Fall, dass du von den 20 auslaufenden 10 verlängern kannst, ist die Frage, mit wem. Mit einem Gebhart in der Form der letzten 2 Jahre brauchst du nicht in die 2. Liga gehen, mal nur so als Beispiel vom Istzustand ausgehend. Wenn du das dann mal so überdenkst, dann hast du vielleicht einen 20er Kader wovon nicht jeder für die 2. Liga tauglich ist. Wie willst du z.B. dann 6,8 neue Spieler finanzieren? Leihen? Oder wie so oft bis auf den letzten Tag warten und schauen, was übrig bleibt? Mal ganz abgesehen davon, wie lange es braucht, wenn man die Hälfte eines Kaders ersetzen muss, bis da ein Rädchen ins andere greift. vgl. Poschner ff. Beim letzten Versuch kam der sportliche Abstieg.

Wenn du jetzt dir einen „neuen billigen“ Kader aufbaust, dann bin ich mir sicher, wird in den (>2 Jahren) Verträgen auch ein Paragraph drin sein mit dem Titel „im Falle eines Aufstiegs in die 2. Liga“. Mit einem Preisschild, das über dem Schnitt der 3. Liga liegt, aber doch zwei, drei Etagen unterhalb dem Schnitt der 2. Liga und beide Seiten sind erst mal glücklich. Steig ich auf, hab ich einen funktionierenden Kader zusammen, den man vielleicht punktuell mit 1,2 neuen Gesichtern verstärken muss, so das die Basis erhalten bleibt. Heißt nicht, dass man in diesem nicht auch gegen den Wiederabstieg aus der 2. Liga spielen muss, aber mit einem intakten Kader ist es halt doch einfacher, als wenn ich erst mal ein halbes Jahr brauch, bis das Konstrukt einigermaßen stabil funktioniert und ich wieder mit Kurzschlusshandlungen die Jahre ab 2014 wiederhole.

anteater
Leser

Stand jetzt wäre der Zier unser einziger Mittelstürmer. In der 2. BL? Bei allem Respekt, aber lol lol lol lol lol

Snoopy.
Leser

Nein. Ziereis: 30.6.2020 lt. Transfermarkt.

Verträge über 2020 haben: Kretzschmar, Erdmann, Moll, Wein, Belkahia, Steinhart, Greillinger …
lt. Transfermarkt

anteater
Leser

Stimmt auch wieder. Irgendwie hänge ich noch in der alten Zeit, in der er einen neuen Vertrag bekommen hätte (vermutlich).

anteater
Leser

Wen aus dem aktuellen Kader würdest Du denn als zweitligatauglich einstufen?

Baum
Leser

Man darf aber auch nicht außer acht lassen, dass wir jetzt einen Trainer haben, der Spieler tatsächlich „besser“ machen kann. Daran hat es ja bei Bierofka offensichtlich gefehlt. Ich denke das man durchaus bei Köllner damit rechnen kann, dass er „günstige“ 3. oder 4. Liga Spieler oder auch junge Spieler aus der U19 zu Spielern formen kann, die auch in der 2. Liga bestehen würden.

jürgen (@jr1860)
Leser

Köllner ist wirklich ein schlagkräftiges Argument 😁🦁😁

Wie lange hat er eigentlich nen Vertrag bei uns?

tomandcherry
Leser

anteater

Vor einigen Wochen hätte ich mir mit der Antwort auf die Frage „Wen aus dem aktuellen Kader würdest du als Drittliga-tauglich einstufen?“ noch schwer getan.

Und da wären nach meiner persönlichen Einschätzung nicht mal ansatzweise elf Spieler übriggeblieben.

jürgen (@jr1860)
Leser

Gute Frage 😎

jürgen (@jr1860)
Leser

Sehr richtige Analyse 👍👍

#ELiL

Kein1860Fan
Gast
Kein1860Fan

Das dürfte den Kreditgeber aber richtig verärgern. Das Präsidium und die Geschäftsführer handeln mit Sinn und Verstand. Weiterhin ist kein Betteln um Audienzen in Dubai erforderlich, um huldvoll gewährte Darlehen in Empfang zu nehmen. Trotz seiner ganzen Attacken: Präsidium, Geschäftsführer und Verwaltungsrat sind weiterhin unangefochten in Amt und Würden.

anteater
Leser

Jetzt hat Herr Ismaik aber schon einige Wochen nichts mehr veröffentlicht. Das finde ich gut, denn wenn er was veröffentlicht, dann ist es üblicherweise großer Mist.

kein1860fan
Gast
kein1860fan

Könnte sein Schweigen etwas mit dem Ausrüsterwechsel zu tun haben? Was man so hörte, war der Deal mit Nike eher ein Verlustgeschäft und umstritten. Könnte es sein, dass der Verein intern die Vereinbarung mit Nike aushebeln könnte und so Ismaik einen herben Gesichtsverlust erleiden würde und er deshalb zur Zurückhaltung neigt?

Uraltloewe
Leser

Gibt’s denn zu dem Nike-Deal irgend etwas Neues bzw. Endgültiges? Man hat ja schon seit Wochen nichts mehr davon gehört.

anteater
Leser

Möglich, aber es gibt natürlich noch andere Möglichkeiten.

Snoopy.
Leser

Was soll er denn erzählen? Alles gesagt.
Umwandlung in Genussscheine ist lautlos erfolgt, die Mannschaft spielt nicht gegen den Abstieg und im Moment wegen der Winterpause gar nicht … der Trainer hat bisher vieles richtig gemacht, somit auch die sportliche Führung. Vereinspolitisch ist auch nichts passiert und wenn man im Abseits steht, sollte man eh besser die Füße still halten.
smile