Mit knapp 10.000 Zuschauern war das Stadion am Dallenberg beim Spiel des TSV 1860 München gegen den FC Würzburger Kickers ausverkauft. Aus München reisten in etwa 2.600 Fans an. Zwei Vorfälle vermeldete die Polizei in ihrem Pressebericht. Wir veröffentlichen den Sachverhalt wie von der Polizei offiziell abgedruckt. Eine weitere eigene Recherche darüber hinaus erfolgte nicht. Solche Presseberichte sind immer ausschließlich aus dem Blickwinkel der Polizei.

Die gemeldeten Vorfälle

Zu einem ersten Polizeieinsatz kam es bereits gegen 11:00 Uhr in der Sanderstraße. Dort hatten Anhänger des TSV 1860 München aus einer Gruppe von rund 80 Personen heraus die Scheibe einer Gaststätte eingeschlagen, konnten aber kurze Zeit später in der Peterstraße von Einsatzkräften der Polizei vorläufig festgenommen werden. Aufgrund von Zeugenhinweisen besteht der Tatverdacht des Landfriedensbruchs und der Sachbeschädigung.

Zur Aufklärung der Tat vor dem „Café MuCK“ in der Sanderstraße setzt die Polizei Würzburg auch auf Hinweise aus der Bevölkerung und nimmt Hinweise unter Tel. 0931/457-2230 entgegen.

Im Rahmen der Einsatzbewältigung kam es zu der nicht alltäglichen Situation, dass die Einsatzkräfte der Polizei einer Hochzeitsgesellschaft auf dem Weg in die Kirche St. Peter und Paul „Spalier“ standen. Denn die Abarbeitung des Vorfalls erfolgte direkt vor der Kirche, in der die Hochzeit stattfinden sollte und schließlich auch stattfand.

Screenshot Google MAps

Kurz vor Spielbeginn kam es in einer Straßenbahn auf Höhe der Domstraße zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen einer größeren Personengruppe. Im Rahmen der Fahndung nach den flüchtigen Tätern nahm die Polizei vier Tatverdächtige fest. Diese verbrachten den Nachmittag schließlich nicht im Stadion, sondern bei der Polizei.

Darüber hinaus kam es zu mehreren Beleidigungsdelikten.

Das anschließende Fußballspiel und die Abreise der Fans verliefen aus polizeilicher Sicht ohne besondere Vorkommnisse oder Sicherheitsstörungen.

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anteaterjürgen (jr1860)tomandcherry Recent comment authors

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anteater
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Wir waren gestern vor und nach dem Spiel auch in der Stadt. Absolut ruhig und friedlich alles. An- und Abreise gemeinsam mit den Würzburgern in der Tram war auch überhaupt kein Problem, nicht mal einen dummen Spruch gab es. So soll es auch sein.

tomandcherry
Leser

Seit über 40 Jahren gehe ich mehr oder weniger regelmäßig zum Fußball schauen, aber dass ich mich mit „anders denkenden“ Fans gekloppt, Sachbeschädigung – egal an welchen Gegenständen/Einrichtungen – begangen, Polizisten provoziert geschweige körperlich attackiert, Pyros angezündet, etc. hätte, wäre mir nie in den Sinn gekommen.

Bei unseren – zugegeben, zahlenmäßig nicht sehr beeindruckenden – Auswärtsfahrten kam es niemals zu irgendwelchen Übergriffen oder „schlechtem Benehmen in der Öffentlichkeit“.

Die Stimmung war trotzdem immer gut und wir konnten uns von Beginn bis zum Ende der Reisen prächtig amüsieren. Übrigens unabhängig vom Ausgang des Spiels.

Wieso kann man nicht einfach seine Mannschaft anfeuern und alles andere, verbotene bleiben lassen?

Was bringt es den Verursachern, wenn sie wegen Sachbeschädigung, Landfriedensbruch, Beleidigung, Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte… angeklagt und ggfs. zu einer wie auch immer gearteten Strafe verurteilt werden? War es das wert?

anteater
Leser

Neunkirchen auswärts, Aufstiegsspiel. Da konnte ich erstmals vor dem Stadion Auseinandersetzungen live miterleben. Die Polizei wusste genau, wer die Übeltäter waren, denn mein Spezl und ich, wir standen direkt daneben, als ein Polizist derart mit seinem Holzschlagstock auf einen Typen einschlug, dass er abbrach.

Und einmal hat in den späten 80ern einer aus G oder H, war ja damals nicht abgezäunt, eine Leuchtkugel abgeschossen, war wohl gegen Haching oder Schweinfurt, war sehr voll, und die Kugel landete dann in F1. Das war dem Typen sichtbar unangenehm und wir sahen nur noch, dass dann Sanitäter in F1 gegangen sind.

Sonst ist mir von den Eigenen nie was aufgefallen obwohl wir Dauerkarten hatten und in der Bayernliga damals fast überall hingefahren sind.

Gut, einmal hat einer die Polizei provoziert, indem er seine Leberkässemmel dem Polizeihund hingehalten hat… wink

Ich glaube ja, dass Leute, die zum Stunk machen ins Stadion gehen, sonst nix ham im Leben.

jürgen (jr1860)
Leser

Ich verstehe es auch nicht und hab’s auch nie verstanden.

Haben aber NACH dem Spiel beim Würstelstand die aufgeheizte Stimmung zwischen Ultras und Polizei mitbekommen und wären fast zwischen die „Fronten“ geraten

Unschön So was…