Die Bund-Länder-Konferenz hat zum Ziel die Bekämpfung der COVID-19-Pandemie in Deutschland bundesweit zu koordinieren und abzustimmen. Bayern hielt sich in der Vergangenheit wenig dran sondern ging meist einen härteren Sonderweg. Auch Berlin geht nun einen eigenen Weg. Während bundesweit Geisterspiele im Profisport geplant sind, will Berlin Zuschauer zulassen.

In Deutschland gibt es den Förderalismus. Die Umsetzung der Eindämmung der Corona-Pandemie ist Ländersache. Denn der Vollzug des Infektionsschutzgesetz fällt in den Bereich der Landesverwaltungen. Mit der Bund-Länder-Konferenz will man allerdings die Bekämpfung bundesweit koordinieren. Eine rechtlich bindende Regelung erlassen kann diese Konferenz nicht. Deshalb konnte Bayern auch stets einen Sonderweg gehen – meist deutlich strenger als andere Bundesländer. In Bayern gab es wieder Geisterspiele bereits bevor die Bund-Länder-Konferenz es bundesweit entschied.

Berlin macht nun genau das Gegenteil. Der Berliner Senat hat sich am Donnerstag gegen einen Komplettausschluss von Zuschauern entschieden und erlaubt Veranstaltungen im Freien mit bis zu 3.000 Personen. Damit stellt man sich gegen die gemeinsame Entscheidung von Bund und Länder. Nachziehen könnten Hamburg und Schleswig-Holstein. In Hamburg soll laut dpa am heutigen Donnerstag eine neue Corona-Verordnung unterschrieben worden sein. Bei 2G-Bedingungen sollen Sportveranstaltungen mit weniger als 5.000 Teilnehmern stattfinden können. In Schleswig Holstein ist geplant bei Outdoor-Veranstaltungen zumindest 1.000 Zuschauer zu erlauben.

Eine bundesweit einheitliche Geisterspiel-Regelung wird es im Januar also nicht geben.

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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