Das Team Profifußball wird die Mitglieder des TSV München von 1860 e.V. weiterhin beschäftigen. Das kündigte Unternehmer Thomas Hirschberger an.

„In dem Fall schießt Geld schon Tore.“

„Am Ende der Saison kommt so ziemlich fast genau die Tabellenführung raus, wie die Budgetrangliste ist“, sagt Thomas Hirschberger und fügt hinzu: „In dem Fall schießt Geld schon Tore.“ Mit einem 40 Prozent höheren Etat würde eine Mannschaft entsprechend auch besser spielen, so die Aussage des Geschäftsmanns. „Auch in der Vergangenheit war es so, dass gute Spieler mehr verdient haben und deswegen auch besser gespielt haben. Am Ende des Tages würden die beiden Mannschaften aufsteigen, die den höchsten Etat haben. Das sei in 99 Prozent der Fälle so.“

Fans erinnern sich bei solchen Worten schmerzlich an den Abstieg aus der 2. Bundesliga. Hasan Ismaik hatte Millionen an Darlehen in den Spielerkader gepumpt. Wunderspieler wie Victor Andrade und Ribamar wurden verpflichtet. Ivica Olic und Stefan Aigner wurden geholt und gut bezahlt. Am Ende blieb mit einem hohen Budget doch der Abstieg. Und auch in dieser Saison gibt die Statistik der 3. Liga Hirschberger nicht recht. Mit dem zweitgrößten Gesamtmarktwert steht zum Beispiel Absteiger Eintracht Braunschweig aktuell auf dem letzten Platz in der 3. Liga. Am Anfang der Saison war man mit einem Etat von immerhin 7,5 Millionen Euro gestartet. Und auch der Blick auf die anderen Mannschaften spricht eine andere Sprache. Die SpVgg Unterhaching steht deutlich höher als das investierte Budget. Auch der KFC Uerdingen bleibt aktuell unter seinen Ansprüchen, rutschte nun auf Platz 4 und hat nur noch 2 Punkte Abstand zu den Hachingern.

„Sechzig zurück in den Profifußball“

Es war eine schallende Ohrfeige, die das Team Profifußball bekommen habe. Eine Niederlage habe man nicht erlitten. „Wir haben versucht Themen anzustoßen, in der Diskussion vorher und Stand heute sind genau die Themen, die wir angestoßen haben, immer noch akut!“

Hirschberger möchte mit dem Team Profifußball die Probleme des Vereins ansprechen. Sei es das Stadion, die sportliche Leistung oder das Nachwuchsleistungszentrum. Lösungsansätze bringt er nicht. Bewusst wird vermieden, Finanzierungspläne vorzuschlagen. So bleibt der erneute Ruf nach einem Stadionausbau. Weiterhin möchte das Team die Mannschaft von Sechzig zurück in den Profifußball bringen. Hirschberger verspricht: Das Team Profifußball wird wieder antreten. In welcher Form sagt er nicht.

Unter Fans wird spekuliert, dass Thomas Hirschberger sich als Vize-Präsident bewerben könnte. Denn es ist unwahrscheinlich, dass Saki Stimoniaris sich als Präsident bewirbt ohne ein Team. Klaus Ruhdorfer erklärte gestern gegenüber dem Löwenmagazin, dass er kein Amt anstrebe. Er brauche „kein Amt, um mitzuhelfen, die Blockade zu lösen“.

Bitte Anmelden um zu kommentieren
- Werbung unseres Partners -
avatar
  
smilewinklolsadballlionpretzelbeerstadiumlinkrollingheartzzzpolice
 
 
 
9 Kommentar Themen
3 Themen Antworten
0 Follower
 
Kommentar, auf das am meisten reagiert wurde
Beliebtestes Kommentar Thema
10 Kommentatoren
XanderlLöwetomandcherry3und6zgerBanana Joe Letzte Kommentartoren

  Abonnieren  
neueste älteste meiste Bewertungen
Benachrichtige mich bei
Xanderl
Gast
Xanderl

Es ist in unserem Fall doch auch völlig unwichtig, ob Geld nun Tore schießt oder nicht, da wir kein Geld haben. Wenn Herr Hirschberger oder wer auch immer, Geld besorgen kann, ohne die Verschuldung und damit auch die Abhängigkeit von solchen Geldgebern zu erhöhen, dann soll das gerne tun. Aber deren Konzept besteht ja nur daraus sich immer noch weiter bei Ismaik zu verschulden.

Löwe
Gast
Löwe

Erfolg im Profisport hängt nicht nur am Geld. Sehr gute sportliche Führung gepaart mit einem hohen Etat sind die besten Voraussetzungen.

Meiner Meinung nach haben wir mit Gorenzel und Bierofka eine sehr gute Führung. Wenn diese beiden Leute mit einem für 3.Liga-Verhältnisse hohen Etat ausgestattet werden, wird sich mittelfristig Erfolg einstellen. Das muss aber auch wachsen und geht nicht von heute auf morgen.

Kürzt man aber den Etat (wie es wohl geplant ist) wird sich schnell Stagnation breit machen.

Geld (sinnlos) zum Fenster raus werfen (wie in der letzten Zweitligasaison) will keiner. Ich bin mir sicher auch das sog. Team Profifußball will das nicht. Aber nachhaltig in eine Mannschaft investieren wäre meiner Meinung nach sehr sinnvoll. Dazu braucht es nicht 10 neue Spieler, sondern 3-4 absolute Top-Leute, die natürlich auch Geld kosten.

tomandcherry
Leser

Ja, klar kann (!) Geld Tore schießen, aber eine selbsterfüllende Prophezeiung ist es halt doch nicht.

Letzten Endes muss eine gute Mischung aus (älteren) Führungsspielern und jungen, hungrigen Nachwuchsleuten auf dem Platz stehen.

„Einer für alle, alle für einen“ heißt die erfolgversprechende Devise, ohne irgendwelche Wichtigtuer oder Schönwetter-Fußballer.

Deshalb bin ich nicht unglücklich, dass „Stunkstürmer“ Adriano G. sein Glück mittlerweile in Uerdingen sucht, denn solche „besonderen Typen“ können im Falle ausbleibenden Erfolgs die Stimmung innerhalb eines Teams ziemlich versauen.

Biero und seine Jungs sollen versuchen den Klassenerhalt so schnell wie möglich zu sichern und dann die hoffentlich noch verbleibende Zeit bereits zur Planung und Vorbereitung auf die nächste Saison nutzen.

3und6zger
Leser

Jeder, der vom Fußball Ahnung hat, weiss, das 11 gute (teure) Spieler noch lange keine Mannschaft sind. Bzw. haben gute Teams oftmals den Aufstieg geschafft, in denen jeder für jeden gekämpft hat und keine überragenden Einzelspieler hatten. Selbst in der größten aller Geldsackligen hat Leicester City schon mal die „gängige Lehrmeinung“ auf den Kopf gestellt. Da sollte der Herr Hirschberger mal vorsichtig sein, ob seine Meinung einer genaueren Untersuchung stand hält.

Landshuter Löwe
Leser

„Auch in der Vergangenheit war es so, dass gute Spieler mehr verdient haben und deswegen auch besser gespielt haben. Am Ende des Tages würden die beiden Mannschaften aufsteigen, die den höchsten Etat haben. Das sei in 99 Prozent der Fälle so.“

Also wenn ich mir ansehe, welche Mannschaften mit welchem Budget uns in der letzten Zweitligasaison hinter sich gelassen haben – dann kann man bei solchen Aussagen ja nur einen Schreikrampf bekommen.

Banana Joe
Leser

Ja wieso bezahlt er dann eigentlich seine Leute so mies, wenn das so ist? Würde er seinen Angestellten mehr Gehalt zahlen, wäre er bald an Mc D und Burger King dran!

Was ein D*pp! (Darf ich das so sagen?)

Landshuter Löwe
Leser

Wegen mir JA!

Landshuter Löwe
Leser

Mensch Elsavalöwe, Mini-Olli?

LionsPack
Leser

Die nächste schallende Ohrfeige? Kein Problem.

Weiss-Blau
Leser

Unfassbar wie weit weg die von Sechzig und dem e.V. sind. Das ist meine Meinung. Sie leben es nicht. Das ist mein Eindruck. Sie wollen Geschäfte machen. Sowas brauchen wir auch, aber nicht in irgendwelchen Gremien und erst Recht nicht im VR oder im Präsidium.

Baum
Leser

Team Profifussball scheint ja extrem beratungs- und lernresistent zu sein. Anscheinend glauben die Herren (und Dame?) von diesem unglückseligen Team wohl tatsächlich immer noch, dass sich die Mitglieder von populistischen Parolen und viel heißer Luft um den Finger wickeln lassen. Aber ich denke da werden sich die feinen Herren (und Dame) aber erneut ziemlich wundern. Die Mitglieder haben mittlerweile mehrfach bewiesen das sie mündig genug sind um diesen Schwindel der ihnen da von diesem „Team“ vorgegaukelt wird zu durchschauen und dementsprechend sie mit Nichtbeachtung zu strafen.

Dr. Klothilde Rumpelschtilz
Leser

Der gute Herr Hirschberger und seine Burger-Kette sind nur oberflächlich betrachtet eine Erfolgsgeschichte.
Kratzt man ein wenig treten deutliche Probleme zu Tage.
Es erinnert mich in gewisser Weise an einen jordanischen Investor, der auch immer das Bild des vermögenden Milliardärs pflegte, inklusive Limousinen-Polonaise.
Die Wahrheit glänzt nicht ganz so goldig……………

https://www.handelsblatt.com/unternehmen/dienstleister/wachstumsprobleme-bei-burgerkette-hans-im-glueck-kann-auch-mal-pech-haben/22923664.html?ticket=ST-161452-jHIqRmbPshx0kwIRn33s-ap5

- Werbung unseres Partners -