Die Abendzeitung hat am heutigen Mittwoch ein Interview mit Günther Gorenzel, dem Geschäftsführer Sport, veröffentlicht. Die Tageszeitung legt nach. Der Geschäftsführer Sport steht Journalist Ulli Kellner Rede und Antwort.

Der Spieleretat

600.000 Euro wurden vom zurückliegenden Etat von 4,5 Millionen Euro laut Tageszeitung nicht ausgeschöpft. Weil Adriano Grimaldi verkauft wurde und Quirin Moll seit Februar verletzt ist. Dennoch ist der Spieleretat für die Profimannschaft bei nur 3 Millionen Euro. „All diese Dinge wurden bereits eingerechnet“, sagt Günther Gorenzel. Es bleibt also bei 3 Millionen. Er betont anschließend, dass er erst seit Februar in der Geschäftsführung sitzt. „Das heißt: Alle Entscheidungen bis dahin habe ich rein sportlich getroffen. Seit Februar muss ich nun auch wirtschaftliche Abwägungen einfließen lassen.“ Bereits in der Abendzeitung schob Gorenzel die Schuld an der Fehlplanung von sich. Es gäbe aktuell weiterhin keinen Handlungsspielraum für Neuverpflichtungen und für Vertragsverlängerungen.

Treffen mit Saki Stimoniaris

Laut der Tageszeitung hat sich die Sportliche Leitung mit Saki Stimoniaris getroffen. Journalist Ulli Kellner fragt nach dem Ergebnis. Gorenzel betont, dass er täglich Treffen habe. Er werde deshalb keines der Treffen in irgendeiner Weise kommentieren. Stimoniaris hatte vor einiger Zeit versichert, dass alle Jobs sicher seien. Sein Appell an die Fans war eindeutig. Sie sollen an den Verein glauben. „Keiner muss sich Sorgen um seinen Arbeitsplatz machen. Jeder Spieler, mit dem Daniel Bierofka plant und der sich mit unserem Verein identifiziert und loyal verhält, wird auch in Zukunft eine wichtige Rolle beim TSV 1860 spielen.“ Danach hatte er sich in der Öffentlichkeit nicht mehr geäußert.

Trainer Daniel Bierofka

Daniel Bierofka ist die unbestrittene Identifikationsfigur beim TSV 1860 München. Er wäre ein Verlust für die Löwen. Dennoch führt Gorenzel an, dass es seine Aufgabe sei, auch für den Fall vorbereitet zu sein, wenn Bierofka geht.

Perspektiven von 1860

„Wenn ich meinen Horizont jetzt schon so weit in die Zukunft richten würde, dann würde ich den Fokus auf die wichtigen Entscheidungen der Gegenwart verlieren“, meint der Geschäftsführer Sport. Er stellt fest: Das Ziel müsse sein, das Optimum rauszuholen. Und das würde nichts anderes als Klassenerhalt heißen.

Das Interview: Löwen-Sportdirektor Gorenzel im Interview über Kader, Krise und Trainer-Frust

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)

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CHRISTIAN RESCH
Gast
CHRISTIAN RESCH

Ich mach mir um unseren Verein als Lebenmitglied niemals Sorgen😎, außer mit unserer Tochterfirma!😢
Naja ihr könnt alle noch so fleißig um Sie diskutieren, aber so lang Sie nicht selber drauf kommt, wird dass leider nie was! Sie ist schon längst Erwachsen und konnte noch nie mit Geld umgehen! Der Verein überlebt euch alle, da bei alles gute nachträglich zum 159 Geburtstag 🥂🎂💙🦁

Bluemuckl
Leser

Da in Schland (zum Glück) immer noch 50+1 gilt, wünsche ich mir für meinen Lieblingsfußballverein einen Geschäftsführer/Sportdirektor, der diese Regelung akzeptiert und sich vor allem auch dem VEREIN, aus dem sein Arbeitgeber die KGaA, hervorgegangen ist, verbunden fühlt. Bei Herrn Gorenzel zweifle ich das aufgrund seiner Aussagen aktuell doch ein wenig an.

Thrueblue
Leser

Leider haben die Herren DB, GG und MS einen Anteil am Personal/Spieleretat der in dieser Relation einmalig sein dürfte in Liga 3. Dann kann man schon auf den Trichter kommen, dass hinten nicht mehr viel übrig bleiben kann.

Das Sparen scheint keinem der 3 in die Wiege gelegt zu sein.

anteater
Leser

„Stimoniaris hatte vor einiger Zeit versichert, dass alle Jobs sicher seien.“

Das war vor drei Wochen!

DaBrain1860
Leser

Des ist ja schon fast gar nicht mehr wahr so laaaaaang ist des schon her lol
Wahnsinn der Typ

anteater
Leser

Seitdem hat er, glaube ich, auch nichts mehr öffentlich geäußert.

DaBrain1860
Leser

Die Klappe halt mal wieder zu weit aufgerissen

EinsZweiDrei
Gast
EinsZweiDrei

Unabhängig was stimmt und was nicht. Aber wie kann man da nur noch produktiv zusammenarbeiten? Alles öffentlich zu machen schürt nur Misstrauen…unfassbar…und was ich so von den Linzern höre, scheint es einige parallelen zu geben (ich unschuldig, ihr alle schuld)…

DaBrain1860
Leser

Was mir an der ganzen Posse nicht ganz verständlich ist, wenn wirklich der Scharold drann schuld sein soll, warum wurde ihm dann nicht rechtzeitig gekündigt, sodass sich sein Vertrag automatisch verlängert hat. Denke der EV oder die KGaA wissen bestimmt wer der wahre Schuldige ist.

blue planet
Gast
blue planet

Offensichtlich ist Hr. Gorenzel der Ansicht, dass er als verantwortlicher Geschäftsführer für den sportlichen Bereich, die KgaA mit seinen laufenden Interviews nach Außen hin gut vertritt.
Leider bin ich vom Gegenteil überzeugt, meiner Meinung nach schadet er der KgaA durch seine Art der Außendarstellung erheblich.

unvoreingenommen
Leser

We need a new GF Sport

Buergermeister
Leser

Wieviel haben denn die zwei verdient??

Alexander Schlegel
Leser

Kommt der eigentlich überhaupt noch zum Arbeiten bei den vielen Interviews, die er den ganzen Tag gibt? wink

Bine1860
Leser

Und dann hat er auch noch jeden Tag Treffen…

Landshuter Löwe
Leser

Gute Frage, glaube nicht …