Strafe für Nichtumwandlung von Darlehen wird voraussichtlich nach Erteilung der Lizenz durch DFB bekannt gegeben

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Laut Medienberichten erwartet die TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA noch eine Strafe für die Nichtumwandlung von Darlehen in Genusscheine. Die Süddeutsche Zeitung sprach im Januar von 4,3 Millionen Euro, die Gesellschafter HAM International hätte umwandeln müssen. Gemäß den Regularien entspricht das einer Summe von weit über 100.000 Euro, die als Strafe auf den TSV 1860 zukommt. Zu rechnen ist damit vermutlich erst nach Erteilung der Lizenz für die 3. Liga. Die sechsstellige Strafe wird demzufolge den Löwen bei der Kaderplanung für die kommende Saison fehlen.

Es ist nicht das erste Mal, dass HAM International eine Umwandlung nicht vollzieht. 750.000 Euro Strafe zahlte der TSV 1860 deshalb im Jahr 2016 laut der Bild. Zum Ende des Jahres 2015 war die Umwandlung fällig gewesen. Peter Cassalette war zu diesem Zeitpunkt Präsident und die Löwen in der 2. Bundesliga.

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tomandcherry
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Endlich mal wieder ein betriebswirtschaftlich relevantes Thema…

Jetzt dürfen sich „Pro’s“ und „Contra’s“ wieder gegenseitig ihre Erkenntnisse über Altschulden, Verbindlichkeiten, Zinssätze, Umwandlungen von Darlehen in Genußscheine usw. um die Ohren hauen.

Leider wird sich m.M. nach nie wieder eine „gemeinsame Zukunft“ zwischen diesen beiden so verfestigten Lagern bewerkstelligen lassen.

Dazu sind die Gräben schon zu tief, die Meinungen zu verfestigt und die persönlichen Ansichten zur Zukunft von Verein und KGaA wohl auch zu gegensätzlich, um irgendwann einen Schlußstrich unter dieses selbstzerstörerische Gehabe zu ziehen.

Immer wieder kommen „echte Fans“ (beider Lager!) mit vollkommen realitätsfremden Vorstellungen um die Ecke, bei denen ich mir allen Ernstes die Frage stelle, auf welchem Planeten die betreffenden Personen eigentlich leben?

Die Realität sieht aktuell so aus, dass man nach wie vor um die Punkte für den Klassenerhalt kämpfen muss und es keineswegs so sicher ist, wie manche es nach Außen darstellen, dass wir mit dem Abstiegskampf nichts zu tun haben. Im Gegenteil. Die nächsten vier Partien werden richtungsweisend, ob man halbwegs entspannt in den Saisonendspurt gehen kann, oder ob die Nerven wieder bis zum (vor-)letzten Spieltag auf die Zerreissprobe gestellt werden.

Und andere „Durchblicker“ sind nach wie vor felsenfest davon überzeugt, wenn die „50+1“-Regel irgendwann fallen sollte, dass bei 60 die goldenen sportlichen Zeiten anbrechen und man in wenigen Jahren in der Bundesliga mitmischen bzw. sich dort im Kampf um die CL-Plätze befinden wird.

Wir werden uns erstmal auf einige Jahre Drittliga-Fußball einstellen müssen, wenn wir mit dem Großteil des aktuellen Kaders weitermachen wollen/müssen.

Es wird keine großen Sprünge auf dem Transfermarkt geben, weil dazu schlicht und ergreifend die Mittel fehlen und wohl auch nicht mehr bereitgestellt werden.

Sich die Wirklichkeit weiterhin weiß-blau und sonnig zu träumen, wird am Ende nur zu großen Enttäuschungen führen, egal für welches Lager man seine Sympathien aufbringt.

Löwe
Leser

Übrigens hat die KGaA auch Schulden beim e.V.
Diese hätte man auch umwandeln können, aber das will hier keiner hören.

Reinhard Friedl
Leser

Meines Erachtens könnte der e.V. aus vereinsrechtlichen Gründen (könnte Gemeinnützigkeit gefährden) die Forderungen nicht in Genußscheine umwandeln.

Löwe
Leser

Daran hab ich auch gedacht, aber eine uneinbringliche Forderung (im e.V. Jahresabschluss wurden sie immer auf 0 EUR wertberichtigt) in Genussscheine umzuwandeln dürfte keine Problem sein.
Problematisch dürfte sein, dass wohl weiterhin Leistungen für die KGaA erbracht werden, die von der KGaA nicht bezahlt werden (können). Das könnte die Gemeinnützigkeit gefährden. Ich weiß aber nicht, ob der Servicevertrag mittlerweile aufgehoben wurde.

Okalmon
Gast
Okalmon

Uneinbringliche Forderungen koennen von Vereinen nicht nach beliebiger Zeit aufgeloest/ umgewandelt werden.
Solange der Schuldner nicht Konkurs anmeldet, muessen Fristen eingehalten werden um die Schuld komplett Null zu stellen.
Sonst koennten Vereine, wie im Falle 1860, Geld „ohne Gewinnabsicht“ verleihen – und im naechsten Jahr einfach verzichten.
Verdeckte Bezuschussung eines gewinnorientierten Unternehmens.

bluwe
Leser

Wenn du schon so provokant ums Eck kommst, dann hätte ich von dir gerne gewusst, inwieweit diese Schulden auch so verzinst sind wie die von HI und damit den Etat signifikant belasten.

Löwe
Leser

Weiß ich nicht, aber vermutlich sind die Schulden mit den gesetzlichen Zinssatz von Verzugszinsen verzinst (9% über Basiszinssatz, also 8,12%).

Ob die berechnet werden kann ich nicht sagen. An HAM wurden bisher auch noch nie Zinsen bezahlt, sondern nur den Darlehen aufsaldiert.

Löwe
Leser

Die Strafe gibt es nicht weil Darlehen nicht umgewandelt werden, sondern weil die Verbindlichkeiten aufgrund der defizitären Regionalligasaison höher wurden.
Mit Umwandlung von Darlehen in Genussscheine hätte man die Strafe lediglich abwenden können.

Serkan
Leser

Wer hat dir denn den Quatsch erzählt? Schon mal einen Blick auf die Bilanz 2016/2017 im Bundesanzeiger geworfen? Für dich in aller Kürze: https://www.tz.de/sport/1860-muenchen/unfassbare-zahlen-und-rekord-gehaelter-so-viel-geld-verbrannte-tsv-1860-muenchen-in-abstiegssaison-2016-17-10046609.html

Dann weißt, warum Darlehen gewandelt werden mussten.

Löwe
Leser

„Für die Sanktionierung gilt der III. Teil des Statut 3. Liga (Grundsätze für die Beurteilung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit). Verschlechtert sich das negative Eigenkapital, dann wird eine Geldstrafe in Höhe von 5 % der sanktionswürdigen Eigenkapitalverschlechterung ausgesprochen. Verschlechtert sich das negative Eigenkapital auch im Folgejahr, wird eine Geldstrafe in Höhe von 10 % der Eigenkapitalverschlechterung verhängt und ein Gewinnpunkt in der laufenden Saison aberkannt, bei jeder weiteren Verschlechterung im jeweiligen Folgejahr weitere 3 Gewinnpunkte.“ (Quelle: Löwenmagazin)

Die Strafe gibt es wegen Verschlechterung des negativem Eigenkapitals. Und warum hat es sich verschlechtert? Weil die KGaA Verluste gemacht hat!! Das ist der einzige Grund.

Umwandlung von Darlehen wäre nur eine Lösung gewesen das EK wieder zu verbessern und die Strafe damit abzuwenden.

Die (Horror-)Bilanz 16/17 hat mit der zu erwartenden Strafe überhaupt nichts zu tun. Es geht nämlich einzig um die Verschlechterung des EK im Zeitraum 2018.

Wenn man jemanden Quatsch vorwirft, sollte man sich vorher vielleicht mal Gedanken machen ob man es selbst überhaupt kapiert;-)

Serkan
Leser

Aber sag mal, was glaubst du denn, warum die KGaA Verluste gemacht hat? Welche Belastungen haben zu diesem Ergebnis geführt? Selbstverständlich sind das die Nachwehen aus der Abstiegssaison! Du fällst aus der 2. Liga in die 4. und hast den Kostenapparat dafür zunächst noch volle Kanne am Hals. Denk allein an die verloren Arbeitsgerichtsprozesse mit Eichin, Runjaic & Co., um das mal für dich an einem Beispiel farbig zu machen. Es gibt noch viel mehr! Wie kann man bitte den Zusammenhang nicht erkennen? Das ist eine Logik, die mich echt sprachlos macht. Tut mir leid, wenn du dich von „Quatsch“ beleidigt fühlst. Das war nicht meine Absicht.

Löwe
Leser

Eichen und Runjaic haben das Ergebnis 17/18 nicht mehr belastet.
Sonderfaktoren sind sicherlich der relativ große Kostenapparat für einen Regionalligisten und vermutlich auch der Arena-Auszug, der evtl. was gekostet hat.

Aber nochmal: Grund der Strafe ist der Verlust. Die Umwandlung hätte es lediglich heilen können.

Die Strafe müsste eigentlich von Fauser bereits einkalkuliert sein, da man ja in der Fortführungsprognose mit den Verlusten gerechnet hat, in der Sanierungsvereinbarung aber die Umwandlung von Darlehen nicht festgelegt hat.

ArikSteen
Redakteur

Genau das ist der Punkt, dass Herr Fauser die Umwandlung von Darlehen in Genussscheine eingeplant hat und das auch so von HAM International akzeptiert wurde. Demzufolge sehe ich es schon so, dass die Nichtumwandlung am Ende zur Strafe führt.

tomandcherry
Leser

@Arik

Was dem Herrn Investor vielleicht mittlerweile schon komplett am Allerwertesten vorbeigeht?

Nach dem Motto: „Ein paar Hunderttausend Schulden mehr oder weniger – jetzt ist es auch schon egal…“

Löwe
Leser

Ich glaub, da sind sie falsch informiert. Dieses eine Darlehen war nicht eingeplant zur Umwandlung. Es handelt sich um ein „altes“ Darlehen, wo bereits Rangrücktritt vereinbart wurde.

ArikSteen
Redakteur

Dann klär uns doch bitte komplett auf.

Serkan
Leser

Du weichst aus, aber zumindest negierst du den Zusammenhang mit den Altlasten nicht mehr. Das ist immerhin schon ein Fortschritt. Dein „aber nochmal“-Satz bekräftigt, was ohnehin niemand bestritten. Das ist ein rhetorischer Trick.

…in der Sanierungsvereinbarung aber die Umwandlung von Darlehen nicht festgelegt hat.

Woher weißt du was in der Sanierungsvereinbarung steht? Ich hab keine Ahnung davon. Erzähl uns was vereinbart wurde.

Löwe
Leser

Naja, in deiner ersten Antwort hast du es noch als „Quatsch“ bezeichnet und jetzt schreibst du, dass es ohnehin keiner bestritten hat wink

Was genau in der Sanierungsvereinbarung steht weiß ich nicht. Hab aber 2x unabhängig voneinander gehört, dass HAM die Sanierungsvereinbarung bisher voll eingehalten hat. Somit kann die Umwandlung darin nicht geregelt gewesen sein.

ArikSteen
Redakteur

Unabhängig voneinander heißt bei 1860 gar nichts. Ich habe schon aus sehr vielen Ecken „irgendetwas“ gehört und am Ende war es immer die gleiche Quelle. Es verbreitet sich heute alles sehr schnell.

Reinhard Friedl
Leser

Der Ehrenmann wird die Strafe doch sicher übernehmen. Ansonsten müsste es Saki mit seinen Kontakten in die Wirtschaft wohl eine Ehrensache sein , dies abzudecken.

Wolli1860
Gast
Wolli1860

Na da war aber die Pyro noch billiger…

Loewen1860
Leser

Stimmt… aber des Pyrozeig is genau so unberechenbar wia unser Herr Investor

Bluemuckl
Gast
Bluemuckl

Des „Pyrozeig“ is aber wesentlich schöner anzuschauen, zumindest für meinen Geschmack.

Loewen1860
Leser

Eiso am Sonntag fand ichs eher bedrohlich

Bluemuckl
Leser

Ich bin unmittelbar daneben gestanden, muss aber gestehen, dass ich zum Thema Pyrotechnik offensichtlich eine absolute Minderheitsmeinung vertrete und mich daher gar nicht groß äußern will.