Die Polizei München hat dem Löwenmagazin eine Stellungnahme im Hinblick auf die Änderung der Stadionordnung zugesendet. Laut eigener Aussage hatte die Polizei gebeten, den Risikospiel-Paragraphen ersatzlos zu streichen und stattdessen diverse Ziffern ohne Beschränkung auf Risikospiele aufzunehmen.

Stellungnahme des Polizeipräsidium München

In einem fortlaufenden Abstimmungsprozess zwischen dem Kreisverwaltungsreferats München und dem Polizeipräsidium München wurde die Notwendigkeit einer Anpassung der Arena Verordnung (Arena-VO) und der Grünwalder Stadion Verordnung (Grünwalder StadionV) thematisiert.

Seitens der Polizei erging u.a. der Vorschlag, den § 6 Grünwalder StadionV (Risikospiele) ersatzlos zu streichen und die folgenden Ziffern, ohne Beschränkung auf Risikospiele, in § 5 Grünwalder-StadionV aufzunehmen:

  1. gewaltverherrlichende, rassistische, fremdenfeindliche, rechts- oder linksextremistische Parolen zu äußern oder zu verbreiten sowie Bevölkerungsgruppen durch Äußerungen oder Gesten zu diskriminieren
  2. Gegenstände oder Kleidung in einer Art und Weise zu nutzen, die geeignet und den Umständen nach darauf gerichtet ist, die Feststellung der Identität zu verhindern
  3. sich mit anderem zu einem gemeinschaftlich friedensstörenden Handeln zusammenzuschließen
  4. das Mitführen von Glasflaschen beim gemeinsamen Marsch einer größeren Anzahl von Menschen zum Stadion (Fanmarsch)
  5. das Durchreichen oder das Werfen von Gegenständen über die Außenumzäunung des Stadions

Nach Rücksprache mit dem KVR wurde der vorliegende Entwurf durch das KVR verfasst und durch das PP München mitgezeichnet.

Nach den Inhalten der Verordnung gelten die o.g. Verbote bei allen Spielbegegnungen von Herrenmannschaften im Städtischen Stadion an der Grünwalder Straße, unabhängig von einer durch Polizei und KVR vorab getroffenen Risikobewertung bezüglich der Sportveranstaltung im örtlich definierten Bereich der Verordnung.

Darüber hinaus darf ergänzend angemerkt werden, dass die Beschlussfassung im Stadtrat zu der o.a. Thematik in den Herbst vertagt wurde.

Präsidialbüro des Polizeipräsidium München

Die Stellungnahme bezieht sich auf folgende Thematik im Löwenmagazin: Polizei München fordert: Jedes Spiel des TSV 1860 München soll Risikospiel werden

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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Deleted User

Ist “scheiß auf sein Geld” eine linksextremistische Parole? Ernsthaft. Kann ja als Antikapitalismus verstanden werden und dieser könnte als linksextremistisch interpretiert werden.
 

BruckbergerLoewe

#2# wird interessant , wenn Maskenpflicht wegen Corona besteht.

juergen

Finde auch, das hört und fühlt sich vollkommen anders an, als das ursprüngliche Statement.
Hätte mich auch sehr gewundert, da in der Vergangenheit ja das Verhalten der Löwenfans von Seiten der Polizei eher gelobt wurde…

#Sechzig München gibt’s nur in Giasing