Vor über sieben Wochen wurde der Dachverband der Fanclubs des TSV 1860 München mit der sogenannten Email-Affäre konfrontiert. Nun hat die ARGE der Fanclubs des TSV München von 1860 e.V. eine Stellungnahme veröffentlicht.

Die Stellungnahme im Wortlaut

Liebe Regionsbeauftragte, liebe ARGE-Mitglieder,

wie sich bei vielen von Euch wahrscheinlich schon herumgesprochen hat, ist der langjährige 1. Vorstand der ARGE, Gerhard Schnell, wie von ihm schon im letzten Jahr angekündigt worden ist, kürzlich von seinem Amt zurückgetreten. An dieser Stelle möchten wir Euch mitteilen, dass Gerhard zzt. gesundheitlich sehr stark angeschlagen ist und sich deshalb in stationärer Behandlung in einem Krankenhaus befindet. Wünschen wir ihm baldige Genesung.

Zur Fortführung der laufenden Vereinsgeschäfte war es deshalb zwingend erforderlich, möglichst zeitnah einen Nachfolger als 1. Vorstand zu wählen. Bereits am 15. März 2021 hat deshalb der Vorstand der ARGE im Wege einer Online-Wahl Richard Bartl als neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Seit dem 23. März ist dieses Wahlergebnis im Umlaufverfahren nach erfolgter Auszählung der im Rahmen einer Briefwahl eingegangenen Stimmzettel bestätigt worden und kann somit auch als offiziell bekannt gegeben werden.

Richard Bartl, der seit 30 Jahren Mitglied im zweitältesten ARGE-Fanclub, dem Löwenclub Dachau ist und dort neben dem 1. Vorsitzenden Herbert Gertitschke zeitweilig auch stellvertretender Vorstand des Fanclubs war, hat mithin am 23. März 2021 die Nachfolge seines Vorgängers Gerhard Schnell für dessen restliche Amtszeit angetreten.

Wir gratulieren Richard Bartl zu seiner Wahl und wünschen ihm alles Gute und das nötige Quäntchen Glück das man immer braucht, um „gemeinsam für Sechzig“ erfolgreich zu sein.

Wir wurden von verschiedenen Seiten gefragt, warum eine frühzeitigere Information der Regionsbeauftragten über die Wahl von Richard Bartl zum 1. Vorstand der ARGE bisher nicht erfolgt ist. Aufgrund des vorstehend aufgeführten Sachverhalts war dies aus Rechtssicherheitsgründen nicht möglich.

Des Weiteren wurde die Frage an den ARGE-Vorstand gestellt, nach welchen Kriterien die Ersatzmitglieder der ARGE-Vorstandschaft für den zurückgetretenen 2. Vorstand im Oktober 2020 sowie jetzt für den zurückgetretenen 1. Vorstand ausgesucht und gewählt wurden und weshalb die freiwerdenden Posten nicht von Mitgliedern des gewählten Vorstands übernommen wurden. Diese Frage ist ganz einfach zu beantworten, weil sowohl bei der Ersatzwahl für den 2. Vorstand als auch bei der jetzigen Wahl für den 1. Vorstand von den übrigen ARGE-Vorständen niemand bereit war, den freiwerdenden Posten zu besetzen. Kandidaten für ehrenamtliche Posten sind in Zeiten wie diesen nicht so leicht zu finden.

In der letzten Zeit sind von einigen ARGE-Mitgliedern eine Vielzahl von weiteren Fragen an den ARGE-Vorstand gerichtet worden, die innerhalb von wenigen Tagen beantwortet werden sollten. Wir möchten in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass die Beantwortung all dieser Fragen aus dem Stand heraus nicht so ohne Weiteres möglich ist, da sie zum Teil umfassende Recherchen bzw. Rücksprachen mit beteiligten Personen erfordern. Wir werden trotzdem – soweit dies möglich ist – versuchen, zumindest einen Teil dieser Fragen nachstehend zu beantworten.

Zur angesprochenen „Vermögenslage“ der ARGE ist zu bemerken, dass in den ARGE-Mitgliederversammlungen die jeweils zum Zeitpunkt des Abhaltens der Versammlungen gewählten Kassenprüfer ihre Kassenprüfungsberichte vorgetragen haben und es dabei zu keinen Beanstandungen kam. Die jeweiligen ARGE-Vorstandsmitglieder wurden dabei seit dem Jahr 1999 bei jeder Versammlung entlastet, in den Versammlungen der letzten Jahre seit 2015 sogar jeweils ohne Gegenstimmen. Das ARGE-Konto weist zum 24.03.2021 lt. Auskunft des Kassiers der ARGE einen Guthabenstand von € 8.732,69 aus. Aus den Mitteln der Beiträge der ARGE-Fanclubs in Höhe von jeweils € 45,– im Jahr werden u.a. Versicherungsverträge, Steuerberaterkosten, Geschenke (z.B. Porzellanlöwen) und Urkunden zu Fanclubjubiläen sowie Fanartikel bei Besuchen von Regions- und Fanclubveranstaltungen bestritten. Zudem wurden im letzten Jahr von der ARGE Herz-Dauerkarten für das Grünwalder-Stadion zur Unterstützung der 3.-Liga-Mannschaft der Löwen erworben. Auch in diesem Jahr wurden 60 Eintrittskarten für das Heimspiel gegen Unterhaching unter dem Motto „Macht das Sechzger voll“ gekauft. In der 4. Liga-Zeit wurden im Übrigen jedem Fanclub zu jedem Heimspiel 1 Exemplar des Stadionheftes übersandt. Die Kosten für den Versand an die Fanclubs und zum Teil auch für die Hefte selbst trug die ARGE. Es wird hier ausdrücklich darauf hingewiesen, dass alle Vorstandsmitglieder der ARGE ehrenamtlich arbeiteten bzw. arbeiten. Alle Vorstandsmitglieder haben im Übrigen versichert, dass sie weder finanzielle noch materielle Zuwendungen sowohl aus dem ARGE-Budget als auch von 3. Seite erhalten haben. Es wurden auch keine Zusatzerträge von Vorstandsmitgliedern aus der Kartenbesorgung bzw. einem evtl. Weiterverkauf von Eintrittskarten für Heim- und/oder Auswärtsspiele erzielt. Klargestellt wird auch, dass es nicht den Tatsachen entspricht, dass das anlässlich des Trainingslagers im Spätsommer 2020 gecharterte Flugzeug mit Banner aus Mitteln der ARGE finanziert wurde. Seit der letzten Mitgliederversammlung der ARGE, die aus Pandemie-Gründen leider schon vor über 2 Jahren im Herbst 2018 stattfand, wurden die Kasse sowie die Einnahmen- und Ausgabenbelege der ARGE planmäßig laufend ohne Beanstandungen von den gewählten Kassenprüfern geprüft, letztmals im Oktober 2020.

Wir möchten nun zu der in letzter Zeit in verschiedenen Medien vorgetragenen Kritik in Richtung eines ehemaligen ARGE-Vorstands Stellung nehmen. Wir haben die Kritik zur Kenntnis genommen, können aber zum jetzigen Zeitpunkt noch keine abschließenden Aussagen hierzu treffen, da uns trotz mehrmaliger Nachfrage unsererseits bisher weder die entsprechenden Nachweise zu den Vorwürfen vorliegen noch wir deren konkreten Inhalt kennen. Hier wissen anscheinend die Fragesteller mehr als wir. Der Vorstand der ARGE ist aber trotzdem in seinen Gesprächen zu dem Ergebnis gekommen, dass eine lückenlose Aufklärung aller gegen die ARGE vorgetragenen Vorwürfe nicht zuletzt auch zum Eigenschutz dringend erforderlich ist. Aus diesem Grund wurde einstimmig beschlossen, sich allen Vorwürfen zu stellen und einer unabhängigen Kommission, deren Mitglieder im Einzelnen noch zu bestimmen sind, die Möglichkeit zu geben, alle Informationen zu sammeln und die Vorwürfe anhand der einzuholenden Unterlagen einer eingehenden Überprüfung zu unterziehen. Hier würden wir begrüßen, dass gerade die Vorstände der Fanclubs, die mit ihren auch in der Öffentlichkeit diskutierten Schreiben Fragen zu verschiedenen Punkten gestellt haben, sich als Mitglieder dieser Kommission zur Verfügung stellen würden, um gemeinsam mit den Verantwortlichen der ARGE-Führung die Angelegenheit zu besprechen bzw. zu klären. Die Auswahl der weiteren Kommissionsmitglieder würden sodann in enger Abstimmung mit den Fragestellern erfolgen. Soweit weitere Vorstandsmitglieder der ARGE zu Rate gezogen werden sollen, stehen diese selbstverständlich für eine Aufklärung ebenfalls zur Verfügung.

Die Frage nach der exakten Anzahl der Fanclubs kann derzeit noch nicht abschließend beantwortet werden. Der Grund liegt darin, dass gem. der ARGE-Satzung der Beitrag der ARGE-Fanclubs eine Bringschuld ist, d.h. die Fanclubs sich mit ihrem Beitritt zur ARGE verpflichten, ihre Beiträge auch ohne ausdrückliche Aufforderung bzw. Mahnung seitens der ARGE-Führung zu entrichten. Ein Großteil der Fanclubs kommt dieser Verpflichtung nach und hat der ARGE-Vorstandschaft Abbuchungs- oder Lastschrifteinzugsermächtigungen erteilt. Die Beiträge wurden und werden demnach bei den betreffenden Fanclubs, die solche Ermächtigungen erteilt haben, zum Ende Juni des jeweiligen Jahres eingezogen. Dabei handelt es sich überschlägig um ca. 310 Fanclubs, bei denen die Beiträge eingezogen wurden. Die restlichen Fanclubs zahlen ihren Beitrag zum Teil seit Jahren oder sogar Jahrzehnten zu den unterschiedlichsten Terminen, viele im Laufe des Jahres, manche auch erst zum Jahresende. Zutreffend ist, dass es auch Fanclubs gibt, die Ihre Beiträge trotz Mahnungen überhaupt nicht mehr gezahlt haben, ohne dass hierbei in letzter Konsequenz die Beiträge auf dem Klageweg geltend gemacht worden sind. Nachdem es sich bei vielen der säumigen Zahler um Fanclubs handelt, bei denen wir der Ansicht sind und waren, dass sie gegen den eingeschlagenen Kurs der ARGE Bedenken haben, wurde versucht, über die Regionsbeauftragten bzw. zum Teil auch über direkte Mahnungen bei den Fanclubs doch noch eine Zahlung der Beiträge zu erreichen. Bei einigen der Fanclubs ist das auch gelungen. Die anderen Fanclubs sind jedoch trotz unserer Zahlungsaufforderungen ihrer Beitragspflicht nicht nachgekommen. Die gem. Satzung eigentlich vorgesehenen Vereinsausschlussverfahren bei Beitragsrückständen von 2 Jahresbeiträgen wurden bisher nicht durchgeführt, nicht zuletzt auch um sich nicht dem Vorwurf auszusetzen, dass die ARGE-Führung ihre Kritiker aus der ARGE entfernen möchte. Wie uns ein ehemaliges Vorstandsmitglied der ARGE bestätigte, wurden aber auch in früheren Zeiten Vereinsausschlussverfahren von ARGE-Vereinen, die mit ihren Beiträgen rückständig waren, nur sehr selten durchgeführt. Die diesbezüglich nicht ganz unbegründete Kritik an dieser Vorgehensweise werden wir aber zum Anlass nehmen, nach Prüfung der Sach- und Rechtslage für den Fall der weiteren Nichtentrichtung der Beiträge gegen die jeweiligen säumigen Fanclubs ein Vereinsausschlussverfahren einzuleiten.

Abschließend möchten wir noch bemerken, dass der aktuelle Vorstand der ARGE mit Ausnahme des 1. Vorstands und des Behindertenbeauftragten zur nächsten Wahl nicht mehr antreten und den Weg für frische Kräfte zur Reorganisation der ARGE freimachen wird. Wir werden deshalb auch alles versuchen, die aufgrund der pandemischen Lage bisher nicht mögliche ARGE-Mitgliederversammlung mit Neuwahlen so bald als möglich auszurichten. Sollte eine Präsenzveranstaltung auch in absehbarer Zeit nicht möglich sein, werden wir ersatzweise einer virtuelle Versammlung mit Online-Wahlen alt. Umlaufverfahren mit Briefwahl in Erwägung ziehen.

Einmal Löwe, immer Löwe

Die ARGE Vorstandschaft

Richard Bartl, Franz Hell, Tscharlie Beck, Michael Beck, Oliver Lilienthal, Johannes Schencking, Robert Schuller, Peter Vogl

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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Andi_G

Was ich nicht verstehe ist, wenn nicht unerhebliche Geldmittel geflossen sind, die ARGE aber grad mal 8.000 auf dem Konto hat, wo ist das ganze Geld denn hin???

Charly Schmidinger

Als ein Vertreter eines dieser Fragen stellenden Fanclubs (Rems-Murr Löwen) bin ich jederzeit bereit zu einem Arbeitskreis mit den ARGE Vorständen. Auch zur Einsicht in die Kassenbücher haben wir bereits Spezialisten an der Hand. Besonders nach dem “Geständnis” von GS sollten den Worten schnell taten folgen. Doch was macht ein Franz H.? Statt jetzt die aktuellen Verfehlungen aufzuarbeiten sucht er nach dem dunklen Fleck in meiner Vergangenheit. Und er hat etwas gefunden! Hurra! Bis 1999 war ich der (Kommissarische) Kassier der ARGE fur knapp ein Jahr. In diese zeit fiel der 1. Sonderzug nach gladbach der ein wirtschaftliches desaster war. (vermutlich hat mein Vorgänger das kommen sehen und ist deshalb zurück getreten) Daher bin ich der kassier der 1999 (also vor über 20 jahren) nicht entlastet wurde. Das nur als kurze Erklärung. Schlimm wenn FH jetzt soweit in der Vergangenheit “zeitzeugen” (seine Worte) suchen muss um mit Dreck werfen tu können um von den eigenen Verfehlungen abzulenken.

DaBianga

Wundert sie das?
Mit der Schlammschlacht haben sie begonnen indem sie ihre vereinsinternen Anliegen an die Öffentlichkeit getragen haben. Weitaus eleganter und zielführender wäre es gewesen durch ein Minderheitsbegehren eine Außerordentliche MV anzustoßen, mit dem Ziel diese berechtigten Fragen aufzuarbeiten und die längst überfälligen Vorstandswahlen abzuhalten. Mit ihrer medialen Präsenz wäre das mit Sicherheit machbar gewesen.
Der von ihnen eingeschlagene Weg erscheint mir in erster Linie ein Nachtreten gegenüber bereits zurückgetretenen Vorständen zu sein. Damit rauben sie den jetzt neuen Vorständen Zeit, die sie besser in eine Neuausrichtung der ARGE stecken sollten.

nofan

Häufig werden die Nichtentlastungen von Funktionären überbewertet bzw. snd vollstängig irrelevant. solange man Sie nicht hat in Regress nehmen können, dürfte das tatsächlich nur eine dumme Aktion von FrAnz Hell sein

tirollion

Glaube nicht, dass es bei Franz Hell Verfehlungen gibt.
Noch mehr hätte ich damals ned saufen können, um das Minus zu reduzieren.

thrueblue

Zugespitzt könnte man sagen, hat Ismaik ziemlich viel Geld für ein „Danke Hasan“ Pappschild ausgegeben. Besser in 1-2 Spieler gesetzt und wir stünden heute ggf 1 Platz weiter vorne.

tirollion

Glaube nicht, dass Hasan den Flieger selber finanziert hat. Die ARGE aber auch nicht.

tirollion

Soll das jetzt bedeuten, dass jeder Fanclub Mitglied bei der ARGE bleibt, egal ob er zahlt oder nicht ?

Hast du  arik oder sonst wer Infos, wann diese Kommission eingerichtet wird und wann die Aufarbeitung der restlichen offenen Fragen begonnen wird ?

da-bianga

Wenn vor unserer MV das Geschrei der Hasanis in den Onlinemedien nach Transparenz und Briefwahl losgeht, dann kommt von uns EV ler immer die Antwort, du bist kein Mitglied, geht dich nix an! Wennsd mitreden willst werd Mitglied, geh auf die MV und ändere es.
Dafür dass die Vorzeichen jetzt anders rum sind, ist das bis jetzt Gebotene so schlecht nicht.
Vom Grundsatz her ist diese Aufarbeitung ARGEsache, und wenn diese das intern aufarbeiten würden, dann hätten wir vom e.V. mit dem genau so zu leben wie die Hasanis mit unserem dargebotenen Verhalten.
Viel wichtiger wäre dass die ARGE diese Affäre jetzt nutzen würde, um sich unpolitisch neu aufzustellen.
Mit der Wahl von Richard Bartel schwindet meine Hoffnung darauf, denn mein Gefühl sagt mir dass die Stimmviehzucht für den Onkel aus dem Morgenland weitergeht.
Schade eigentlich, denn Löwenfans sind wir hüben wie drüben.

nofan

Grundsätzlich mag es sinnvoll sein, wenn die ARGE intern die Affäre klärte. Nur hat der ARGE-Vorstand wider der Satzung gegen den Verein gearbeitet. Insoweit ist Verein und KGaA von den undurchsichtigen Machenschaften betroffen. Vor allem kann es nicht im Sinne des TSV sein, wenn die ARGE-Vertreter Fake News verbreiten. Deshalb sollte 1860 schon Einfluss auf die weitere Entwicklung nehmen.

da-bianga

Wenn dem so sein sollte dass die ARGE gegen den Verein oder die KGaA gearbeitet hat, so sollen diese das untereinander aufarbeiten. In der Öffentlichkeit hat das nichts verloren. Ggf. kann der Verein ja die Mitglieder darüber informieren, wenn er dies für richtig hält.
Foderst du jetzt allen Ernstes dass der Verein genau das machen soll, wofür du die ARGE verteufelst?
Du schreibst die ARGE-Vertreter verbreiten Fake News? Könnte möglich sein.
Anonyme Korruptionsbezichtigungen im Netz stehen dem nicht nach.

nofan

Arik hat ausweislich vorliegender Protokolle ausgeführt, dass HAM die ARGE mit nicht geringen Geldmitteln versorgt hat. Wenn in dem Laden Transparenz herrschte, hätte das jedem Stammtischbruder bzw. -schwester eines bei der ARGE organisierten Fanclubs bekannt gemacht worden sein. Das ist aber nicht erfolgt. Aus welchen undurchsichtigen Gründen ist das unterblieben?

da-bianga

Wenn die Ham die ARGE mit Geldmitteln versorgt dann ist das legitim. Sojemanden hat jeder Dorfsportverein. Beim TSV1860 macht das die Bayerische.
Deiner obigen Ausführung nach wäre unser TSV1860München sowas von Korrupt.

alexander-schlegel

Sorry, aber das ist ja hanebüchener Schwachsinn, was Du da schreibst. Die Bayerische ist ein Sponsor, der Geldmittel der KGaA bereitstellt und dafür als Gegenleistung Werbung mit und über den Verein betreiben kann.

Das hat 0,0 mit irgendeiner “Versorgung mit Geldmitteln” (was soll das überhaupt sein?) zu tun. Wenn der Hauptgesellschafter der KGaA eine Fanclubvereinigung unterstützt, also ein Gruppierung, die existiert, weil sie Fans des Vereins sind, dessen Profibereich der andere mehrheitlich besitzt, dann ist das äußerst dubios und hat wirklich überhaupt nichts mit offiziellen Sponsoring des Profifußballs zu tun. Warum wurde denn das nicht publik gemacht? Das muss dringend aufgeklärt werden, was hier für Mittel und zu welchem Zweck geflossen sind. Wurden hier Mittel der KGaA bereit gestellt oder hat hier Herr Ismaik privat was gezahlt? Und wurde der andere Gesellschafter auch davon informiert bzw. war das abgesprochen?

Bine1860

Dazu ist auch interessant, ob das auf den MVs der ARGE den Mitgliedern mitgeteilt wurde, dass “man” Geld erhalten hat. Auch sollten die Mitglieder informiert worden sein, dass viele Fanclubs ihren Beitrag nicht bezahlt haben. Und zwar vor der Entlastung der entsprechenden Funktionäre.

tirollion

Für mich gehört das zu einer Kassaprüfung dazu, abzuklären, wie die Zahlungsmoral der Mitglieder, Fanclubs ist.
Auch wenn diese Zahlen nicht im Kassabuch stehen.

Bine1860

schieb jetzt nicht den schwarzen Peter den Kassenprüfern zu, man weiss ja nicht was denen vorgelegt wurde. Da trägt der gesamte Vorstand die Verantwortung und da müssen in jeder Mitgliederversammlung die Mitglieder informiert werden, Punkt.

da-bianga

Natürlich ist es anrüchig, aber solange die Geldmittel an die ARGE gingen ist das ebenso legitim wie Wahlkampfspenden für Politische Parteien. Ich denke dies ist in diesem Fall der absolut passende Vergleich. Im Prinzip läuft beides auf das Selbe hinaus.
Mir geht es hier nur darum dass hier schon in der Anonymität unbelegte Vorwürfe gegen Einzelpersonen zu lesen waren.
Das geht so nicht! Bis das Gegenteil bewiesen ist , gilt man als unschuldig.

Last edited 1 Jahr her by da-bianga
nofan

Schöner Versuch etwas Dubioses unter den Teppich zu kehren

da-bianga

Lies mal pm
Ich habe garnichts zu vertuschen, mit der ARGE habe ich nicht wirklich viel zu tun.

Last edited 1 Jahr her by da-bianga
nofan

Es gibt aber zwischen dem Verhalten der ARGE und der KGaA einen riesengroßen Unterschied. Der Verein oder besser die KGaA veröffentlicht, dass er/sie Zuwendungen von der Bayerischen bekommt. Die ARGE hat aber die Beträge klammheimlich eingestrichen. Und wenn man die Statements der ArGe analysiert, wäre es schön, wenn die ArGe belegte, nicht einseitig sich Verhalten zu haben.

Insoweit vergleichen Sie Äpfel mit Birnen

da-bianga

Wenn du nachweisen kannst dass sich ein Vorstandsmitglied (oder mehrere) dadurch privat bereichert hat (haben) und dafür seine Amtspflicht verletzt hat, dann kann man darüber nachdenken das Wort Korruption zu verwenden.

nofan

Ob hier im strafrechtlichen Sinne Korruption vorliegt, müssten Gerichte klären. Was allerdings ein Indiz für Fehlverhalten sein kann, wenn Geldbeträge an Vereinsvertreter ohne zwingende Notwendigkeit fließ, ohne dass diese öffentlich gemacht werden.

nofan

Werter Herr Ismaik,

Sie sollen die ARGE für die Abwahl des Verwaltungsrates bezahlt haben. Sind Sie sicher, dass diese Fans Ihre Interessen nachhaltig fördern?

Aus der Historie der TSV 1860 ist bekannt, dass verursacht durch einen geringen Teil von Fans ein Fehler in der Vereinskultur bzw. der -DNA verlustreich verfolgt wird. Das sollten Sie aus dem Zeitraum 2011 bis 2017 mit einem Vermögensverlust von ca. 80 Millionen € erfahren haben, weil die von Ihnen geförderten Fans immer wieder Gelder gefordert haben für den jedes Jahr angeblich leicht zu erreichenden Aufstieg, für die man einige Ausnahmespieler und eine überdimensionierte Arena forderte, die nur zu Ihren Lasten keinen Ertrag gebracht haben. Soll das so weitergehen?

Bitte berücksichtigen Sie bei Ihren weiteren Überlegungen, dass die ARGE-Fans Sie nicht als Investor haben will, der eine Rendite mit der TSV 1860 KGaA verdient hat. Vielmehr wollen die ARGE-Sympathisanten lediglich einen Mäzen im Verein sehen, der ohne große Diskussionen jedes Jahr viele Millionen Euro zum Verlustausgleich für alte Ausnahmespieler und ein überdimensioniertes Stadion bereitwillig zahlt. Da Sie bisher den ARGE-Fans gefolgt sind, müssen Sie leider 80 Millionen € abschreiben, denn diese Geld hat nur den Abstieg in die Regionalliga bewirkt.

tirollion

Wie viel Geld ist bzw. soll denn geflossen sein ?
Wäre es nicht geflossen, wäre dann die ARGE schon pleite ?

BlueBerry

Sehr guter Punkt. Nicht das “Was” ist in dem Fall das Entscheidende sondern das “wie”. Schäbig wirkt es dann erst Recht, wenn man sich die Frage des “warum & wozu” stellt.

tirollion

So wie früher Mal, wo wir 2 x in Gladbach waren und mir bei einer Fahrt immer noch ca. 3 Stunden fehlen … Partywagon sei Dank 😉

thrueblue

Auf Deutsch:
Wir gestehen gar nichts ein, kein Reformationswille, keine Aufklärung, es wird weiter geklüngelt, vertuscht, geleugnet und herumgeeiert. Die Kritiker versucht man in Sacharbeit zu ersticken – ein Move aus den 90er Jahren. Die Arge beweist einmal mehr, dass sie mit dieser Führung aus der Zeit gefallen ist.
Beim Thema Mitglieder belt der getroffene Hund laut auf – ein ziemlicher Saustall in der Buchführung. Immerhin haben sie die Anzahl der Fanclubs nach Wochen mal „überschlagen“ können, Hut ab. Selbst wer hier komplett ohne Software arbeitet, hat die Mitglieder in 30 Minuten per Hand gezählt. Ein Verweis auf den Kassenwart ist in dieser Konstellation eher ein Hohn. Man hat 8!! Vorstände, aber keinen der der Vorsitz „freiwillig“ übernehmen will? Sagt einiges. Der Saustall wird von Tag zu Tag schlimmer.

serkan

Daran haben die 7 Wochen gearbeitet? Die Stellungnahme wirkt auf mich total unbeholfen. Schneid haben sie allerdings. Statt sich einfach reumütig zu geben und zu entschuldigen, putzen sie sich an der KGaA noch die Hände ab und behaupten “nix gwiß woas ma ned”. Ist das unverschämt, dummdreist, rotzfrech, kackfrech, impertinent? Schwer zu sagen.

Last edited 1 Jahr her by Serkan
United_Sixties

Viele Zeilen und doch etwas dürftig. Klingt irgendwie nach UEFA oder FIFA Statement . Aufklärung geht schnell(er) !

nofan

Aus meiner Warte nach sieben Wochen eine Stellungnahme mit vielen schönen Worten aber wenig substanziellen Antworten. So können sie immer noch nichts konkretes zur Email-Affäre beitragen. Auf den schwerwiegensten Vorwurf der Käuflichkeit des Vorstandes mit dem Ziel der Abwahl des Verwaltungsrates wurde gar nicht eingegangen. Auch wurde nicht aufgezeigt, welche Funktionen die einzelnen Vorstandsmitglieder ausfüllen oder besser nicht ausfüllen.

Erschreckend sind die Eingeständnisse des Vorstandes:

Nach dem Ausscheiden des 1. Vorstandes Schnell hat sich aus dem Kreis der sieben verbliebenen Vorstandsmitgliedern keiner gefunden, der diese Aufgabe übernehmen wollte!!! Sind das alles Jasager und Abnicker?

Regelmäßig hat ein Vorstand die Funktion des Schatzmeisters. Seine vornehmste Aufgabe ist es die Mitgliederbeiträge einzutreiben. In welchem Umfang hier dem Verein Gelder entgangen sind, scheint nicht wirklich jemanden interessiert zu haben. Ich bewerte das als ein Hinweis für ein kollektives Versagen. Müssten die zahlenden Mitglieder hier nicht den Vorstand in Regress nehmen für die ausgefallenen Einnahmen? Schlimmer noch, stolz beruft sich der Vorstand auf Kassenprüfungen ohne Beanstandungen. Was sind das für Kassenprüfer gewesen, die über Jahre nicht moniert haben, dass Teile der Mitgliedsbeiträge nicht nachhaltig eingefordert wurden. Das sich Richard Bartl auf solche Unzulänglichkeiten beruft ist für mich ein starkes Indiz für seine Inkompetenz.

_Flin_

Bist Du in einem Verein tätig? Im Ehrenamt? In einem Ausschuss, als Vorstand, etc.?

Ich kenne das aus dem Verein, wo ich tätig bin. Viel Arbeit, wenig Anerkennung, viel machen und tun, und irgendwer hat immer was zu meckern. Und der Vorstand sind die letzte Deppen, bei jeder Veranstaltung dabei, emotionale Mülleimer, die Feuerwehr wenn mal wieder jemand was verbockt, und grundsätzlich immer schuld, egal was schief läuft.

Insofern scheint es mir, als die Herren jetzt die Schnauze voll haben. Sie sagen allen: Macht es halt besser. Ich muss mir das nicht antun.

Insofern ist jetzt dann die Zeit für alle, die der Ansicht sind, dass das nicht passt, nach vorne zu treten, Ämter zu übernehmen, und es besser zu machen.

BlueBerry

zu diesem launigen Beitrag möchte ich anmerken, dass man ein aktives Team ja Monate lang davon abgehalten hat hier nach vorne zu treten. Bzw die haben das sogar gemacht aber man hat sie erfolgreich weggebissen.

Und jetzt kommens in hudln …

Die Muster, die man hier beobachten kann sind so typisch und dermaßen billig … mich schauderts da.

nofan

Ja so ist das in vielen Vereinen. Nur was beweist das? Das ist ein unwiderlegbarer Beweis, dass die Daseinsberechtigung des Vereins ausläuft! Die aktiven Mitglieder wollen die günstigen Leistungen noch mitnehmen, die fehlenden Einnahmen aber nicht durch Ehrenamt ausgleichen. Letztendlich wird die Existenz des Vereins durch Selbstausbeutung des Vorstandes unnötig am Leben gehalten. Ist es gesund, wenn eine Person sich Anerkennung durch Beschimpfungen verschafft? Auf keinen Fall ist das wie bei der ARGE eine Rechtfertigung, die notwendigen Aufgaben unsachgemäß auszuführen. In solchen Situation beginnt der Vorstand nicht selten ein Vereinsleben abseits der Satzung aufzubauen. Da bleibt nur eins, den Verein auflösen, da die Kultur irreparabel verschmutzt ist.

muckl

Wenn man seine Arbeit korrekt gemacht hätte, würde ich deine Argumente gelten lassen.
Aber wenn man sich über Jahre anmaßt DAS Sprachrohr der Löwenfans zu sein und auch noch lange mit 50.000 Mitglieder hausieren geht, dabei aber seinen eigenen Laden so gar nicht unter Kontrolle hat und sich auch noch in krumme Machenschaften und Lügen verstrickt, dann kann man sich am Ende doch nicht hinstellen und sagen “Ja mei so ein Ehrenamt als Vorstand ist so undankbar, dann kann schon mal was schief laufen”.
Na sorry akzeptiere ich nicht!

nofan

Die in der ARGE organisierten Fanclubs mögen einige Tausend Interessierte haben. Das sind aber in den seltensten Fällen Mitglieder des TSV 1860. Es wurde mal die Zahl von 5.000 TSV-Mitgliedern genannt, die in ARGE-Fanclubs organisiert sind. Und dennoch haben sich nur wenige Mitglieder gegen das aktuelle Präsidium ausgesprochen. Man sollte die Bedeutung der ARGE nicht überbewerten.

nofan

Ergänzend zu den Vereinsmitgliedern der ARGE: In der oben aufgeführte Stellungnahme wird auf ca. 310 Fanklubs hingewiesen, deren Beiträge regelmäßig eingehen aufgrund der Abbuchungen. Laut der Homepage will die ARGE aber 485 Mitgliederorganisationen betreuen. Wie hoch mag denn wirklich der Anteil der inaktiven Mitglieder sein, die mit der Politik der ARGE unzufrieden sind? Auf jeden Fall kann der Vorstand selbst auf so banale Fragen wie die Mitgliederstruktur keine verlässlichen Auskünfte erteilen und das bei acht Vorstandsmitgliedern. Aber man maßt sich die Kompetenz an, Geschäftsführern und Präsidenten vorhalten zu dürfen, was diese anders machen müssten. Musste man vielleicht Tarnnamen bei den Beschwerde-Emails nehmen, weil die Funktionäre des TSV die Schnells schon lange als substanzlose Querulanten eingestuft hatten?

lustiger_hans

Es heisst: “Dabei handelt es sich überschlägig um ca. 310 Fanclubs”, die die Erlaubnis zur Lastschrift gegeben haben. Das ist ja noch viel schlimmer, denn so eine Zahl sollte ein Schatzmeister mit einem Klick genau ermitteln können. Ebenso müssen ausstehende Beiträge jederzeit bekannt sein. Das sind elementarste Grundlagen der Buchführung. Die dir jedes Programm auf einfachste Art ausspucken sollte.

_Flin_

Vorausgesetzt, es gibt ein Programm, und nicht einfach 10 Aktenordner. Es gibt zwar viele, aber wenige günstige und wenige gute. Und wenn ich mir den Kassenbestand von 8.000.- € anschaue, dann ist die ARGE nicht gerade mit Mitteln gesegnet.

lustiger_hans

Sorry, bei 310 Fanclubs, die alleine per Lastschrift zahlen, sind das 13.950 € (Beitrag lt. Brief 45 € jährlich). Weder diese Menge, noch diese Summe sind sinnvoll ohne Softwarelösung zu verwalten. Von steuerlichen Nachweispflichten und Kassenprüfung mal ganz zu schweigen. Ein Programm, dass sowas problemlos verwalten kann, kostet jährlich 100 € (plus Ust). Und sowas nutzen sogar Vereine, die wirklich wenige Mittel haben.

siggi

Auch ein Excel-Sheet vollbringt manchmal kleine Wunder…

Sepp Wagner

Blöde Frage, müsste es nicht kommissarischer erster Vorstand heißen?

Der reguläre erste Vorstand kann doch, meines Wissens, nur von der Mitgliederversammlung gewählt werden und so eine fand, wenn ich es richtig verstanden habe, doch nicht statt!?

_Flin_

Satzung §9 Abs. 2: Scheidet ein Vorstandsmitglied vorzeitig aus, so ist der Vorstand berechtigt, ein Ersatzmitglied für die restliche Amtsdauer des Ausgeschiedenen zu wählen.

Des passt alles.

tsvmarc

Das passt.💪

drew60

Was soll da passen ? Bis jetzt wurde nicht mal auf einen einzigen schwerwiegenden Vorwurf wirklich eingegangen . Es scheint so als würde man auf Zeit spielen bei der ARGE .

thrueblue

Soll heissen, hier steht die Blase mit Scheuklappen im Kreis und klopft sich gegenseitig auf die Schulter. Einfach ignorieren….