Stadt München erlaubt nicht einmal 25 Prozent Auslastung im Stadion. Die Miete für die Löwen ist nun verhältnismäßig hoch im Hinblick auf die Einnahmen.

Nur 3.200 Zuschauer genehmigt das Gesundheitsreferat der Stadt München, das von Beatrix Zurek geleitet wird, beim Heimspiel am kommenden Dienstag gegen den SV Waldhof Mannheim. Und damit gerade mal 21 statt die durch den Freistaat bereits stark limitierten 25 Prozent der maximalen Zuschauerkapazität.

Tatsächlich ist die Corona-Lage in München desaströs und vor allem intransparent. Ganz unschuldig ist die SPD-Politikerin Zurek daran allerdings nicht. Die Stadt war in den vergangenen Wochen bei der Kontaktnachverfolgung nicht mehr hinterhergekommen. Vor zwei Wochen hatte das RKI eine Inzidenz von 93,3 gemeldet. Tatsächlich lag die Inzidenz da schon bei 300, wie Zurek einräumte. Danach sprang die Inzidenz sogar auf 756,3. Der erwartete Sprung über 1.000 kam allerdings nicht. Am gestrigen Donnerstag ist sie wieder deutlich gesunken und lag bei unter 500. Kritik gab es vor allem auch im Hinblick auf die Verfügbarkeit von Impfstoffen in der bayerischen Landeshauptstadt.

Teure Mieterhöhung während Corona

Warum die Stadt München nicht einmal die vom Freistaat festgesetzte 25 Prozent an Auslastung zulässt, ist nicht bekannt. Für den TSV 1860 München ist die limitierte Zulassung so oder so ein teurer Spaß. Vor allem deshalb, weil die Stadt München im Sommer die Mindestmiete deutlich erhöht hat. Vor einem Jahr zahlte man eine Mindestmiete von 2.500 Euro pro Spieltag. Geht man von einem Ticketpreis von durchschnittlich 20 Euro aus, dann hätte man bei 8,5 Prozent Miete und einer Auslastung von 21 Prozent um die 5.500 Euro gezahlt. Während Corona hat die Stadt München allerdings kräftig erhöht. Fällig wird nun eine Mindestmiete von 10.000 Euro plus eine Pauschale für Neben- und Betriebskosten in Höhe von 5.000 Euro. Statt den unsererseits geschätzten 5.500 Euro zahlt man also nun 15.000 Euro. Und zwar übrigens ohne, dass die Stadt irgendetwas in das Stadion investiert hat. Zwar hat man das Flutlicht erneuert, dafür gab es allerdings ebenfalls eine deutliche Erhöhung. Die Flutlicht-Gebühr wurde um 1.500 Euro pro Spiel erhöht.

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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