Das erste Spiel der Rückrunde führt den TSV 1860 von München an den Main, in die Flyeralarm-Arena zu den Würzburger Kickers. Der Gastgeber ist in der Liga auf Tabellenplatz 19, die Löwen haben 9 Punkte mehr auf dem Konto und sind mit 26 Punkten auf Platz 11.

Nachdem die Personalie Mölders noch vor dem ersten Spiel der Rückrunde geklärt wurde, setzte Trainer Michael Köllner auf Tim Linsbichler, der von Beginn an seine Künste auf dem Platz zeigen darf. Richard Neudecker und Merveille Biankadi waren nicht im Kader. Es war das letzte Spiel des Kalenderjahres und der Abschluss des 20. Spieltags der 3. Liga. Stefan Lex führte die Mannschaft als Kapitän auf den Platz.

Aufstellung

Marco Hiller (1, TW), Stephan Salger (6), Stefan Lex (7, C), Fabian Greilinger (11), Dennis Dressel (14), Marcel Bär (15), Yannick Deichmann (20), Tim Linsbichler (22), Marius Willsch (25), Semi Balkahia (27), Phillip Steinhart (36)

Ersatzbank: Tom Kretzschmar (40), Quirin Moll (5), Erik Tallig (8), Kevin Goden (16), Keanu Staude (23), Marco Mannhardt (28), Milos Cocic (30), Maxim Gressler (32, Alexander Freitag (34)

1. Halbzeit

Die Gastgeber hatten den Anstoß für das letzte Spiel des Jahres und versuchten in den ersten Minuten gleich zum Abschluss zu kommen. Allerdings stand die Abwehr der Löwen gut, so dass Würzburg erst mal gar nicht in den Strafraum kam. Der erste Vorstoß der Würzburger in der 4. Minute konnte ohne Probleme abgewehrt werden, der TSV hatte zwei Versuche in der Offensive, die allerdings verpufften. Fabian Greilinger verursachte mit einem falschen Einwurf (6‘) einen erneuten Ballgewinn der Gastgeber nur ein paar Meter von der eigenen Grundlinie entfernt, der aber ohne Folgen blieb. Die Münchner waren in den ersten Minuten mehr in die Defensivarbeit gezwungen, als dass sie sich offensiv entfalten konnten. In der 8. Minute dann die erste gefährliche Annährung der Kickers, der Ball ging etwa einen Meter am Tor von Hiller vorbei. Die Kickers waren in den ersten 10 Minuten die spielbestimmende Mannschaft und erhielten noch einen Freistoß in der 10. Minute. Hiller zeigte eine klasse Parade mit dem Fuß und konnte so den Gegentreffer verhindern. In der 13. Minute dann das Tor für Würzburg, allerdings hatte der Linienrichter die Fahne sofort gehoben: das Tor zählte nicht, abseits. Die Kickers waren wesentlich besser im Spiel und die Löwen konnten nur reagieren. In der 14. Minute die nächste Standardsituation für Würzburg, etwa 25 Meter vom Strafraum entfernt. Der darauf folgende Konter über Willsch endete mit einer Flanke zum Gegner.

Auch in den nächsten Minuten waren die Löwen in der Defensive gebunden, offensiv fanden sie nicht ins Spiel. Die wenigen Möglichkeiten endeten meist weit vor dem Strafraum der Würzburger. In der 20. Minute dann die erste Ecke für den TSV, die Stefan Lex nicht gut hereinbrachte. Insgesamt waren die Zuspiele der Löwen nicht genau genug und aus der Abwehr heraus kam kein Spielaufbau zu Stande. In der 24. Minute die nächste Möglichkeit für die Kickers, aber der Ball ging quer durch den Strafraum. Oft war der Ball schon an der Mittellinie wieder beim Gegner, da die Löwen zu schnell und zu schlampig spielten, was auch dem Anlaufen der Gastgeber geschuldet war. In der 27. Spielminute dann ein Vorstoß von Marcel Bär, der allerdings im Toraus endete. Ansonsten kam in den letzten 15 Minuten nicht viel von den Spielern des TSV.

Würzburg bekam in der 31. Minute den ersten Eckball, der abgewehrt werden konnte und in einem Stürmerfoul endete. Dann etwas überraschend die Führung für den TSV München von 1860. Belkahia spielte einen langen, flachen Pass auf Lex, der legte für Marcel Bär auf und es stand 1:0 für den TSV. In der 34 Minute dann eine gelbe Karte für Perdedaj, wegen hohem Fuß. Semi Belkahia blieb darauf erst mal auf dem Boden liegen, konnte aber nach kurzer Behandlung weiterspielen. In der 37. Spielminute war es der gelbverwarnte Perdedaj, der wieder den Ball quer legte, aber von niemandem erreichte. Im Gegenzug das 2:0 für die Löwen. Stefan Lex bekam den Ball von Marcel Bär super zugespielt und konnte an Bonmann vorbei den Ball einschieben. In der 40. Minute eine Ecke für die Kickers, Hiller war zur Stelle und konnte den Ball über das Tor lenken. Den Konter nach der folgenden Ecke konnten die Würzburger verhindern. Die beiden Tore hatten den Löwen gutgetan, sie waren jetzt besser im Spiel, das Umschaltspiel ging jetzt besser. Der nächste Angriff der Kickers wurde in der 42. Minute zur Ecke geklärt. Die Ecke kam auf den ersten Pfosten, wurde dann aber doch zum Einwurf verteidigt. Wieder war es Marco Hiller, der in der 43. Minute der Retter vom Dienst war. In der Situation wollte Würzburg noch einen Elfmeter für sich haben, der ihnen aber vom Schiedsrichter Badstübner verwehrt wurde. Die Würzburger drängten noch auf den Anschlusstreffer vor der Pause, brachten den Ball aber nicht ins Tor. Eine Minute gab es in der ersten Halbzeit oben drauf, die mit einem Freistoß von Steinhart begann aber im Abseits von Linsbichler endete. Mit dem Stand von 0:2 aus Sicht der Würzburger ging es in die Pause.

2. Halbzeit

Wechsel gab es weder bei den Löwen noch bei den Kickers zu Beginn der zweiten Halbzeit. Nach ein paar Sekunden schon der erste Standard für die Gastgeber, der aber im Toraus von Hiller endete. In der 49. Minute ein Freistoß für die Löwen, der von den Kickers verteidigt werden konnte. Würzburg versuchte weiterhin, den Anschlusstreffer zu erzielen, taten sich aber gegen jetzt doch gut stehende Löwen schwer. In der 52. Minute die nächste Ecke für die Gastgeber, die zu kurz war und somit für keine Gefahr sorgte. Eine Minute später gab es die gelbe Karte für Moritz Heinrich, nach einem taktischen Foul. Stefan Lex brachte in der 54. Spielminute die nächste Ecke für die Löwen herein, die aber von den Würzburgern verteidigt werden konnte. Den nächsten Angriff in der 57. Minute pfiff der Schiedsrichter nach einem Offensivfoul von Lex ab. Würzburg versuchte in der 60. Minute den Torabschluss, aber der konnte zu einer Ecke abgewehrt werden, die am Ende gefahrlos blieb.

In der 61. Minute war es von den Löwen wieder zu ungenau gespielt, so dass der nächste Angriff im Sand verlief. In der 65. Minute lag Stefan Lex am Boden und musste behandelt werden, konnte dann aber weitermachen. Quirin Moll stand zur Einwechslung bereit, auch ein Doppelwechsel bei den Kickers stand an. Dennis Weitner von den Kickers ging, für ihn kam Adigo, Lungwitz für wurde Hägele getauscht, Moll kam bei den Löwen für Linsbichler und durfte für 20 Minuten noch mitspielen. In der 71. Spielminute sorgte Marcel Bär für die Vorentscheidung und traf zum 3:0 für die Münchner Löwen. Das Spiel blieb in den nächsten Minuten ohne besondere Möglichkeiten auf beiden Seiten.

Die letzten 15 Minuten starteten mit einem Eckball für die Löwen. In der 77. Minute ging der Abschluss von Deichmann über das Tor, nur eine Minute später gab es die nächste Chance für die Löwen. Der Ball wurde abgefälscht und somit gab es die nächste Ecke. Steinhart bracht den Ball in den Strafraum, der Nachschuss von Dressel endete in den Armen von Bonmann. Von den Kickers kam offensiv nicht mehr viel und das was kam, konnte von den Löwen verteidigt werden. Eine weitere gelbe Karte gab es für Schneider, nach einem Foul an Greilinger in der 80. Minute. In der 82. Minute war es wieder Hiller, der den Anschlusstreffer verhindern konnte. In der 83. Minute wechselte Würzburg noch einmal doppelt. Nach einem Freistoß, der zur Ecke verteidigt wurde, ging der Nachschuss knapp am Tor von Hiller vorbei. Köllner wechselte noch einmal, Tallig und Goden kamen auf das Spielfeld, Lex und Willsch durften auf der Bank Platz nehmen. Salger war nun der Kapitän. Die Kickers hatten sich noch nicht aufgegeben und versuchten weiterhin auf das Tor der Münchner Löwen zu spielen, aber ein Erfolg blieb aus. Die Löwen hatten in der 88. Minute noch eine Gelegenheit, spielten es aber zu kompliziert und so war der Ball beim Gegner. In der 89. Minute war Hiller überwunden, aber der Ball konnte noch vor der Linie von Belkahia abgewehrt werden. Eine Minute später rettete Hiller erneut das „zu Null“ Spiel der Löwen. Eine Minute gab es an Nachspielzeit oben drauf, die mit einer Ecke für Würzburg begann. Mit dem 3:0 Sieg der Löwen ging das Spiel zu Ende.

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Titelbild: (c) Imago-Image/Beautiful Sports

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