Nach dem spektakulären 3:2 Heimsieg gegen Duisburg zu Hause ging es heute am 32. Geburtstag von Stefan Lex für die Münchner Löwen zum Liganeuling TSV Havelse aus dem Raum Hannover. Verzichten muss Trainer Michael Köllner auf Daniel Wein, der sich eine Fußverletzung zugezogen hat und in den kommenden Wochen wohl ausfallen wird. Ebenfalls nicht im Kader sind Niklas Lang und Erik Tallig. Für Daniel Wein rückt Richard Neudecker in die Startelf. Tabellarisch spielt der letzte der Liga mit 11 Punkten gegen den 12. der Liga mit 20 Punkten. Havelse hat in der bisherigen Saison 35 Tore kassiert, 12 geschossen , der TSV hat – auch dank des Erfolges gegen Freiburg II bis jetzt 21 Tore geschossen bei 17 Gegentreffern. Die Löwen hoffen auf den ersten Auswärtssieg seit 7 Monaten.  

Aufstellung

Marco Hiller (1), Stephan Salger (6), Stefan Lex (7), Sascha Mölders (9, C), Dennis Dressel (14), Marcel Bär (15), Merveille Biankadi (19), Yannick Deichmann (20), Semi Balkahia (27), Richard Neudecker (31), Phillipp Steinhart (36)

Ersatzbank: Tom Kretzschmar (40), Qurin Moll (50), Fabian Greilinger (11), Kevin Goden (16), Tim Linsbichler (22), Keanu Staude (23), Marius Willsch (25), Milos Cocic (30), Alexander Freitag (34)

1. Halbzeit

Mit ein wenig Verspätung pfiff Schiedsrichter Patrick Schwengers die Partie in der HDI-Arena in Hannover an. Der Anstoß zu den ersten 45 Minuten erfolgte durch Sascha Mölders. Die erste Torannäherung der Löwen in der 3. Minute nach einer Flanke von Neudecker, die aber für den Torwart von Havelse Quindt kein Problem war. Havelse kam in den ersten 5 Minuten gar nicht in die Nähe des Strafraums der Münchner, die in der 5. Minute ihren ersten Eckball bekamen. Dressel versuchte den Abschluss, der wurde aber zum Einwurf geklärt. In der 8. Minute dann die Führung für den TSV München von 1860, durch ein Eigentor. Der Schuss von Richard Neudecker wurde von Tobis Fölster an seinem Torwart vorbei ins Netz befördert. Die Löwen waren in den ersten 10 Minuten überlegen, von dem Gegner kam so gut wie gar nichts in der Offensive. Die nächste Ecke für die Löwen in der 10. Spielminute ging über das Tor. Der erste Schuss des Gastgebers auf das Tor von Marco Hiller erfolgte in der 11. Minute und wurde zur Ecke abgefälscht. Die kurz gespielte Ecke endete in einem Konter der Löwen, der aber im Sande verlief. Wieder war es ein schnelles Spiel nach vorn, das den Münchner die nächste Gelegenheit in der 15. Minute einbrachte, aber auch gut verteidigt wurde. Nur ein paar Sekunden später war Biankadi allein vor dem Tor nach einem Zuspiel von Dressel und verzog den Ball aus aussichtsreicher Position um einige Meter.

Marco Hiller musste im Gegenzug zum ersten Mal eingreifen, die Nummer 1 der Löwen war aber zur Stelle. Havelse versuchte immer wieder mit Kontern gefährlich zu werden, aber die Gäste aus München standen bis zu diesem Zeitpunkt defensiv sehr gut, gingen auch früh ins Gegenpressing, aus dem sich Havelse nur schwer befreien konnte. Neudecker blieb in der 20. Minute auf dem Feld liegen, nachdem der Gegenspieler Ball und Gegner getroffen hatte. Neudecker humpelte erst mal zur Seitenlinie um sich dort weiter behandeln zu lassen, konnte aber weiterspielen. Die offensiven Aktionen des TSV waren in den folgenden Minuten überschaubar, zu oft wurde der Ball verloren und auch nicht genau genug gespielt. Torgefährlich waren die Münchner Löwen zu dieser Zeit nicht mehr. Dafür wurde Hiller in der 28. Minute geprüft, konnte den Ball zuerst wegfausten, dann den versuchten Nachschuss halten. Der Gastgeber kam in dieser Phase des Spiels immer besser mit den Löwen zurecht, die sich selbst das Leben schwer machten.

In der 31. Minute die nächste Ecke für das Team aus Havelse, die allerdings in einem Konterversuch der Löwen endete. Nur eine Minute später hatten die Löwen das 2:0 gemacht, Bär war der Torschütze. Stefan Lex brachte den Ball punktgenau auf den Kopf von Macel Bär. Eine weited große Chance gab es in der 34. Minute, nach einer Kombination von Biankadi auf Deichman, der wieder auf Mölders. Der Schuss konnte von Quindt abgewehrt werden, der zweite Versuch von Mölders ging an die Latte. Die Löwen standen jetzt auch wieder etwas höher, so dass Havelse mehr oder weniger nur mit langen Bällen nach vorn kam. Yannick Deichmann sorgte in der 39. Minute für die nächste Gelegenheit der Löwen, aber der Norman Quindt konnte den Ball abfangen. In der 40. Minute, e nach einer Ecke dann etwas Durcheinander im Strafraum der Löwen, Dressel konnte zur nächsten Ecke klären, die aber ungefährlich blieb. In den letzten Minuten vor der Pause passierte nicht mehr viel, die Angriffe der Löwen endeten im Abseits, Havelse versuchte von hinten heraus zu spielen, aber die Münchner standen gut und auch die Bemühungen der Gastgeber endeten mit einer Abseitsentscheidung. Marco Hiller musste in der 46. Minute – in ded Nachspielzeit der ersten Halbzeit – noch einmal eingreifen. Mit dem Spielstand von 0:2 aus Sicht von Havelse ging es in die Pause. Die Führung der Löwen war verdient.

2. Halbzeit

Havelse wechselte zu Beginn der zweiten 45 Minuten. Yannik Jaeschke kam für Niklas Tasky in die Mannschaft, Michael Köllner verzichtete vorerst auf einen personellen Wechsel. Nach 30 Sekunden schon die erste große Chance für Stefan Lex, nach einem tollen Zuspiel von Mölders. Er kam allerdings ein wenig aus dem Tritt und so hatte Quindt die Hand schon auf dem Ball. Lex stocherte nach, der Schiedsrichter pfiff ab. In der 48. Minute die nächste Ecke für Havelse, die aber geklärt werden konnte. Die Gastgeber versuchte mitzuspielen und den Anschlusstreffer zu erzielen. In der 50. Minute ein Freistoß für Havelse, den Hiller zur nächsten Ecke klären konnte. Nachdem der Ball zuerst an den Pfosten ging, konnte der eingewechselte Jaeschke abstauben und den Anschlusstreffer erzielen. In der 52. Minute konnte Quindt den Versuch von Richard Neudecker zum 3:1 abwehren. Die zweite sehr gute Gelegenheit für den TSV in dieser Halbzeit. Bei der folgenden Ecke stießen zwei Spieler von Havelse mit den Köpfen aneinander, der Schiedsrichter unterbrach. In der 55 Minute vergab Mölders, der ebenfalls an am Torhüter scheiterte, nur ein paar Sekunden später war es dann Bär, den Schuss konnte Quindt noch abwehren, der Ball landete jedoch bei Mölders der auf Biankadi ablegte. Den gefühlvollen Schuss von Biankadi konnte der Torwarte nicht mehr halten, es stand jetzt 3:1 für die Löwen. In der 57. Minute ging der Ball von Lakenmacher Millimeter am Tor von Hiller vorbei, die Abwehr der Löwen hat das aus der 1. Reihe gut beobachten können. Trotz des Rückstands gab Havelse aber nicht auf und versuchte immer wieder die Abwehr der Löwen vor Probleme zu stellen.

Das Spiel selbst ging jetzt etwas mehr in Richtung der Gastgeber, die in der 64. Minute den nächsten Wechsel vollzogen. Piwernetz kam für Teichgräber ins Spiel. Havelse hatte zu diesem Zeitpunkt auch etwas mehr vom Spiel. Nach einem Foul von Belkahia gab es in der 65. Minute einen weiteren Freistoß für die Heimmannschaft, was aber kein Problem für Hiller war, obwohl er mit Marcel Bär zusammenprallte. Beide konnte aber weiterspielen. In der 66 Minute versuchte Mölders mit einem Drehschuss das 4:1 zu erzielen, blieb allerdings an seinen Gegenspielern hängen. Eine Minute später scheiterte Bär erneut an dem doch guten Torhüter von Havelse. In der 68. Minute die nächste Ecke für die Gastgeber, die allerdings ungefährlich war. Michael Köllner nahm nach dieser Aktion Neudecker und Lex aus dem Spiel, für die beiden kamen Marius Willsch und Keanu Staude ins Spiel. Mittels eines Kopfballs, der über das Tor von Hiller ging, gab es in der 71. Minute die nächste Möglichkeit für Havelse. Nur ein paar Sekunden später musste Hiller dann eingreifen und einen leicht abgefälschten Ball fangen. Die Gastgeber hatten zu diesem Zeitpunkt mehr vom Spiel, die Löwen kamen nicht mehr in den Strafraum und wenn, vergaben sie ihre Möglichkeiten kläglich. Havelse wechselte in der 74. Minute noch mal, Cicek kam für Meyer. Nur weniger Augenblicke später leitete Willsch den nächsten Angriff der Löwen ein, Sascha Mölders traf allerdings nicht richtig, so dass der Ball am Tor vorbei ging.

Die letzten 15 Minuten des Spiels fingen mit etwas mehr Druck der Löwen a, ohne gefährlich zu werden. Dafür gab es für Belkahia die gelbe Karte in der 79. Minute, nachdem er die Haltbarkeit des gegnerischen Trikots geprüft hatte. Der Freistoß aus etwa 35 Meter war für die Abwehr der Löwen kein Problem. Michael Köllner wechselte noch einmal, Bär und Biankadi durften in den Feierabend, Quirin Moll und Fabian Greilinger durften für die letzten 10 Minuten noch auf das Spielfeld der HDI-Arena in Hannover. Greilinger fing einen versuchten Seitenwechsel ab und konnte so allein auf das Tor zugehen, der Abschluss ging knapp vorbei, nachdem der Ball noch abgefälscht wurde. Die Folge war die nächste Ecke für die Löwen, die aber von Havelse gut verteidigt werden konnte. In der 84. Minute dann der nächste Vorstoß der Löwen, aber der Ball war zu steil gespielt und konnte nicht vor dem herausgelaufenen Torwart Quindt erreicht werden. Im Gegenzug bekam Phillipp Steinhart nach einem Foul an Jaeschke die gelbe Karte gezeigt. Der Freistoß führte zum Anschlusstreffer für Havelse, es stand 3:2. Diese Freistoßvariante war zuvor schon mal für Havelse knapp gescheitert, dieses Mal hat es funktioniert. In der 87. Minute dann die gelbe Karte für Quindt, es gab noch eine Ecke für die Löwen, die aber keinerlei Folgen hatte. Für Havelse zählte jetzt nur noch: alles nach vorn. Wieder gab es einen Freistoß aus ähnlicher Position wie zuvor beim Anschlusstreffer, dieses Mal aber konnte Hiller den Ball ohne Probleme abfangen. Tim Linsbichler kam noch in der 89. Minute für den Kapitän Sascha Mölders ins Spiel. Wieder war es Steinhart, der einen Freistoß in der 90. Minute verursachte, aber dieses Mal ohne Folgen. Die Nachspielzeit legte Schiedsrichter Schwengers auf 3 Minuten fest. Linsbichler hatte noch in der 92. Minute eine Möglichkeit, der Ball ging aber dann doch weit am Tor vorbei. Havelse probierte alles um noch einmal gefährlich vor das Tor der Löwen zu kommen, die Löwen versuchten dagegen den Gastgeber vom Tor fernzuhalten. Pünktlich zum Ende der Nachspielzeit pfiff der Schiedsrichter das Spiel ab. Endstand aus Sicht der Löwen 3:2, der erste Auswärtssieg seit 7 Monaten war unter Dach und Fach.

Am Dienstagabend geht es um 18.60 Uhr im Grünwalderstadion weiter, das Nachholspiel gegen Waldhof Mannheim steht auf dem Terminplan.

Titelbild: (c) IMAGO / Fotostand

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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dennis312
dennis312(@dennis312)
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1 Monat her

Sieg ja, Mund abwischen und weitermachen, zufrieden kann man mit dem Kick trotzdem nicht sein, da wartet noch sehr viel Arbeit

chemieloewe
chemieloewe(@chemieloewe)
Bekannter Leser
1 Monat her

Sieg noch gerade so eingefahren, megawichtige 3 Punkte. Ein ungehinderter, sicherer u. souveräner Sieg wäre nach dem 1..2:0 u. dem 3:1 möglich gewesen, wenn wir nicht immer wieder in Spielen so nachlassen u. uns immer wieder Auszeiten u. Fehler erlauben würden, gerade wenn wir in Führung liegen u. auf das nächste Tor drängen müssten, um den Sack zuzumachen, was wir leider schon öfters diese Saison versäumt haben. Dann kommt der Gegner auf, macht den/die Anschlusstreffer u. die Partie ist ganz plötzlich wieder offen u. steht auf der Kippe. Wenn wir dadurch das Spiel phasenweise o. gänzlich immer mal wieder an den Gegner abgeben, den Gegner damit zurück ins Spiel holen u. stark machen, brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn es dann öfters eng wird für einen Sieg o. damit nichts wird. Dann beginnt natürlich zum Ende hin das große Zittern. Glück, dass bei dem einen etwas misslungenen Abwehrversuch von Belkahia im Strafraum Havelse keinen Elfer bekommen hat. Wir hatten aber eben auch mehrfach Pech im Abschluss bzw. es wurden einige Superchancen verdaddelt.

Das war heute der TSV Havelse, der Tabellenletzte, da ging es am Ende gerade nochmal gut mit dem Sieg. Wenn wir aber stärkere Gegner vor der Brust haben, wie am Di. den SV Waldhof Mannheim u. nächsten Sa. den Tabellenführer 1. FC Magdeburg, werden wir mit so einer Leistung sicher kein Glück haben, einen Sieg einzufahren, obwohl wir viele richtig gute Spielaktionen hatten. Da muss einfach über das gesamte Spiel mehr Konzentration kommen u. wir dürfen nicht so viele Fehler machen. Chancen, ja, auch Riesenchancen waren einige da, um zu erhöhen u. das Spiel zu entscheiden, die wir aber leider reihenweise versemmelt haben, Lex, Biankadi, Mölders, Neudecker, Bär…. , dass war schon zum Haareraufen.

Ansonsten wäre es vielleicht gut, wenn Michael Köllner nicht zuviele Leistungsträger vom Platz nimmt, sofern sie nicht angeschlagen o. ausgepumpt sind u. dafür von der Bank keinen besseren o. gleichwertigen Ersatz einwechselt. Wenn Lex, Neudecker, Bär u. Biankadi raus sind, fehlen uns da schon einige “Schwergewichte” auf dem Platz. Besonders Stefan Lex u. Richy Neudecker waren heute einfach Spitze. Die Einwechslunge von Willsch u. Greilinger waren schon ok, aber Moll u. Staude haben uns nicht wirklich geholfen, verstärkt o. verbessert. Da muss MK aufpassen, dass mit den Auswechslungen nicht ein Qualitäts-bzw. Leistungseinbruch provoziert wird u. stattfindet, anstatt damit einen Leistungsschub u. einer Verstärkung zu erreichen, zumindestens, um eine gute Leistung aufrechtzuerhalten. Neudecker u./o. Lex u./o. Biankadi hätte ich nicht alle ausgewechselt. Klar, MK muss natürlich schauen, wen er auf der Bank überhaupt zur Verfügung hat, welche Alternativen zur Verfügung stehen. Sicher wird er bei den Auswechslungen auch an die anstehenden schweren Spiele gegen Mannheim u. Magdeburg in einer englischen Woche gedacht haben.

Bin jedenfalls erstmal seeehr froh, dass wir, immerhin schon seit April, endlich wiedermal in der 3. Liga einen Auswärtssieg geholt haben, eigentlich schon längst überfällig.

Last edited 1 Monat her by Chemieloewe
uraltloewe
uraltloewe(@uraltloewe)
Leser
1 Monat her

Mit der gleichen Leistung wirds im Nachholspiel nichts zu erben geben. Einerseits die Fehler im Offensivspiel, wo bei der letzte Aktion vor dem Tor häufig die falsche Entscheidung getroffen wurde – beispielhaft Richy Neudecker nach seinem tollen Solo, wo er den Abschluss suchte anstatt den Rückpass zu spielen, genauso wie Mölders oder Biankadi. Letzerer hat nach toller Vorarbeit von Mölders wenigstens ein Tor gemacht, nachdem er vorher genau wie Lex eine 100%ige hat liegenlassen.
Und dass man sich zwei mal von der identischen Freistoßvariante hat düpieren lassen ist mir absolut unverständlich und zeigt einfach, wie instabil doch noch alles ist.
Bei der Szene mit Belkahia könnte man auch sagen, Belkahia wurde an der Hüfte getroffen 😁, jedenfalls stand der SR sehr gut und hat m.E. zu recht weiterspielen lassen.
Trotz alldem: starke Leistungen von Dressel , Neudecker (bis auf die o.a. Szene), Lex, Deichmann, Mölders.
Nach den wegen des kommenden Spiels verständlichen Wechseln ging auch der Spielfluss verloren. In solchen Situationen hoffe ich immer noch, dass bei Keanu Staude enddlich mal der Knoten platzt.
Hoffen wir auf eine Leistungssteigerung und einen Dreier am Dienstag.

alexander-schlegel
alexander-schlegel(@a-schlegel)
Leser
1 Monat her

Komisches Spiel: das konnte 6:1 für uns ausgehen, aber, wenns ganz blöd läuft, auch 3:3. Und da sind wir einfach bei dem ganz großen Manko in dieser Saison. Man lässt den Gegner immer wieder herankommen, selbst so eine biedere Truppe wie Havelse, die vielleicht gutes Regionalliga-Niveau hatten. Ich kann es kaum mehr mit ansehen, wie schlampig und schludrig teilweise vorne gespielt wird. Gerade Biancadi, aber auch Bär verdaddeln mit einfach viel zu viel. Und das schreibe ich bewusst trotzdem beide getroffen haben. Mit in diese Runde passte heute auch Mölders, der auch kein Zielwasser getrunken hatte.

Zweite große Baustelle ist sicher die Innenverteidigung. Bei Salger ist irgendwie die Sicherheit nicht mehr da und Belkahia spielt seit seiner Verletzung einfach auf keinem guten Niveau mehr. Er antizipiert keinerlei Spielsituationen und wirkt alles in allem schläfrig und ungelenk. Wenn da nicht ganz schnell Besserung eintritt, hat er keine Chance mehr gegen Lang.

Fazit: Es muss eine andere Konzentration her, sonst wird die Aufholjagd schnell wieder beendet sein. Hoffen wir einfach mal, dass die Mannschaft aus den Siegen jetzt auch das notwendige Selbstvertrauen zieht, das man für die nächsten beiden Heimspiele gegen die Top-Teams aus Mannheim und Magdeburg dringend braucht.

siggi
siggi(@gscheiderl)
Leser
Reply to  Alexander Schlegel
1 Monat her

Das mit Belkahia sehe ich auch so. Keine Ahnung,was mit dem los ist. Moll wäre aber auch keine Alternative und Vino kann momentan nicht. Wicht ist krank und Morgalla für die erste evtl. nicht spielberechtigt. Allerdings spielt der wohl eher auch im Mittelfeld, hatte mir aber gut in der Vorbereitung gefallen.

anteater
anteater(@anteater)
1 Monat her

Bin ja kein großer Fan von Richard Neudecker, aber der hatte heute ein paar wirklich tolle Aktionen dabei. Gerne mehr davon.

Unsere Abwehr kenne ich praktisch nur als Desaster, das darauf wartet zu passieren, aber insgesamt fand ich das Spiel nicht so schlecht. Vorne haben wir uns recht viele Chancen herausgespielt, aber halt wieder etliche liegen lassen. Teilweise waren da aber echt gute Kombinationen dabei. Das hat man während unserer längeren Schwächephase zuletzt so nicht gesehen.

Finde, dass die Richtung stimmt, aber klar, Verbesserungspotential haben wir noch reichlich. Diese Liga ist eng, siehe Meppen, letztes Jahr sportlich abgestiegen und praktisch mit dem gleichen Kader stehen die jetzt auf einem Aufstiegsplatz.

Havelse kann schon auch Fußball spielen, hat aber eine recht naive Abwehr, löchriger als die unsere. Man sollte in dieser Liga echt keinen Gegner unterschätzen. Dafür ist diese Spielklasse zu eng und der heutige Gegner zum Beispiel hat ja einige bei H96 ausgebildete Spieler in seinen Reihen. Das sind keine Dorfkicker, die man gerade in der Kneipe eingesammelt hat.

Tolle Namen standen heute übrigens auf dem Platz. Teichgräber, Lakenmacher, Deichmann und ein Pornobalken mit dem gegnerischen Mittelstürmer Meyer. Ja, in Zeiten wie diesen erfreue ich mich auch an solchem Quatsch.

chemieloewe
chemieloewe(@chemieloewe)
Bekannter Leser
Reply to  anteater
1 Monat her

Ja, also unsere Abwehr macht mir auch so richtig Sorgen u. Kopfzerbrechen, besonders die Innenverteidigung mit Belkahia u. Salger. Steinhart u. Deichmann sind noch ganz gut dabei, Deichmann, auch heute wieder, einer der Besten bei uns. Lang ist, wenn er spielt auch keine schlechte Wahl u. macht seine Sache recht ordentlich, finde ich. Auch Greilinger war als Verteidiger schon ganz gut dabei. Aber Belkahia u. Salger haben wirklich keine gute Phase. Möchte mal wissen, warum die Beiden so eingeknickt sind??? Sehr schade, das ist mir schon ein Rätsel.

loewenmut
loewenmut(@loewenmut)
Leser
1 Monat her

Die Löwen spielten heute gegen einen sehr limitierten Gegner. In der 2. Halbzeit wurde Havelse mutiger und schon bekamen die Löwen mit ihrer instabilen und löcherigen Abwehr enorme Probleme. Man hat an allen Ecken und Enden gesehen, dass Sechzig München kein Spitzenteam ist. Bei einem noch zielstrebigeren Spiel nach vorne und mit einer besseren Chancenverwertung hättest Du denen heute 5 bis 6 Eier einschenken können.
Sind wir aber froh, dass es ein Sieg geworden ist. Jetzt kommen natürlich mit Mannheim und Magdeburg zwei dicke Brocken. Der Charakter und die Einstellung wird entscheidend sein. Mit 4 bis 6 Punkten in den beiden Spielen wären wir wieder dicke im Geschäft mit dabei. Vom Aufstieg will ich nicht reden, die Klasse hat der Kader leider nicht.

arik
arik(@ariksteen)
1 Monat her

Gegen Mannheim muss in jedem Fall mehr kommen.

arik
arik(@ariksteen)
1 Monat her

Mir war der Auftritt der Löwen einfach zu wenig ambitioniert. Aber die 3 Punkte sind unglaublich wichtig. Ich hoffe das Köllner und die Mannschaft das nüchtern betrachten und sich klar sind, dass da sehr viele individuelle Fehler passiert sind, die man in Griff bekommen muss.

Bine1860
Bine1860(@bine1860)
Reply to  Snoopy.
1 Monat her

Ich denke dem ist einfach ein Fels vom Herzen gefallen, dass man gewonnen hat…

chemieloewe
chemieloewe(@chemieloewe)
Bekannter Leser
Reply to  Bine1860
1 Monat her

Ja, denke auch, das war nicht nur ein Stein, der MK da vom Herzen gefallen ist, sondern ein ganzer Steinhaufen o. wie Du es sagst, ein Fels.👍
Unser letzter Auswärtssieg liegt immerhin schon etwas länger zurück, das war das 2:0 am 24.04., ausgerechnet in Mannheim, die wir ja am Di. im Grünwalder zum Nachholspiel fordern. Hoffen wir, das wir am Di. gegen den SV Waldhof Mannheim gewinnen, egal wie, Hauptsache siegen. Wird aber sicher megaschwer, die sind gerade richtig stark u. erfolgreich unterwegs. Aber das sollte uns jetzt keine Angst machen. Wenn wir über 90+min mit ganzer Leidenschaft u. Mentalität, volle Konzentration u. Leistung bringen, können wir jeden in der 3. Liga schlagen. Hat ja sogar auch gegen Teams aus der 2. BL, Darmstadt u. Schalke im DFB-Pokal geklappt. Mit dem nötigen Kampf-u. Siegeswillen sowie Spielglück sollten wir es gegen Waldhof schon schaffen. Schauen wir mal.

Last edited 1 Monat her by Chemieloewe
uraltloewe
uraltloewe(@uraltloewe)
Leser
Reply to  Snoopy.
1 Monat her

Das ist sehr gut beschrieben. Zu den vielen Abspielfehlern/Ballverlusten fällt mir halt immer wieder Biankadi ein.
Einmal geht er einem Ball nicht entgegen – da wirkt er, als hätte er gerade geträumt – und sein Gegenspieler leitet einen gefährlichen Gegenangriff ein. Bei einer vielversprechenden Kontermöglichkeit in der 1.Hz im 3 gegen 3 tötet er diese mit einem Querpass in den Rücken des Mitspielers oder er verliert den Ball, weil er den Gegner nicht überlaufen kann, aber es trotzdem immer wieder versucht.
Anderseits kann er mit seiner Ballbeherrschung und seinen Dribblings eine Abwehr aufreißen. Man müsste das halt mal in Balance bringen.
Auch wenn ich mich ein bisschen auf Biankadi eingeschossen habe – er ist von den Anlagen her auf alle Fälle ein guter Drittligaspieler und noch jung genug, um sich zu verbessern. Und vor allem gilt Ähnliches auch für andere Spieler im Team.