Im Grünwalder Stadion, vor fast 10.000 (9. 766) Zuschauern, ging es heute um 14.00 Uhr für den TSV 1860 München gegen Viktoria Berlin. Tabellarisch gesehen spielte der 13. der Tabelle gegen den Zweiten, der fünf Punkte mehr auf dem Konto hat, als die Löwen. Der Aufsteiger aus dem Berliner Stadtteil Lichterfelde hat die letzten beiden Spiele vor dieser Partie verloren, die Münchner holten zumindest einen Punkt. Der FC Viktoria 1889 Berlin Lichterfelde-Tempelhof hat in der bisherigen Saison 21 Treffer bei 13 Gegentreffern erzielt. 1860 München hängt dem erwarteten Saisonverlauf mit 9 eigenen Toren hinterher, die Anzahl der Gegentreffer liegt bei 10.

Michael Köllner hat auch bei diesem Spiel auf den Einsatz von Sascha Mölders von Beginn an verzichtet. Stefan Lex führte die Mannschaft als Kapitän auf den Platz. Zwei Veränderungen gegenüber dem letzten Spiel: auch Dennis Dressel und Daniel Wein sind erst mal nur auf der Bank. Niklas Lang ist wieder in die Startelf gerutscht, auch Erik Tallig darf beim Anpfiff durch Bundesliga-Schiedsrichter Christian Dingert auf dem Rasen stehen.

Gorenzel vor dem Spiel bei Magenta: Über die Spielzeit unser Potential auf dem Platz bringen, in den bisherigen 10 Spielen hat man das nur phasenweise geschafft. Man benötigt mehr Kontrolle über mehr Spielzeit, um die Unentschieden in Siege zu verwandeln. Die Mannschaften vor uns haben mehr Niederlagen als der TSV. Dass Köllner Mölders wieder von Beginn an auf die Bank gesetzt hat, ist keine Entscheidung gegen den Spieler, sondern eine für die Spieler die beginnen. Es sind Spieler, die andere Mannschaften gerne hätten. Mölders nimmt die Führungsverantwortung trotzdem war. Köllner hat noch immer Lösungen gefunden, es ist nicht das erste Mal dass die Mannschaft in so einer Phase ist.

Aufstellung

Marco Hiller (1), Niklas Lang (3), Quirin Moll (5), Stephan Salger (6), Stefan Lex (7, C), Erik Tallig (8), Marcel Bär (15), Merveille Biankadi (19), Yannick Deichmann (20), Richard Neudecker (31), Philipp Steinhart (36)

Ersatzspieler: Tom Kretzschmar (40), Sascha Mölders (9), Fabian Greilinger (11), Dennis Dressel (14), Daniel Wein (17), Tim Linsbichler (22), Keanue Staude (23), Nathan Wicht (24), Semi Belkahia (27)

1. Halbzeit

Der Anstoß erfolgte durch Stefan Lex, der TSV spielte in der ersten Hälfte auf die Gästekurve. Der Plan von Köllner für das Spiel war hohes Pressing und frühes Anlaufen. Marcel Bär hatte nach drei Minuten die erste große Kopfballchance, ausgelöst durch Erik Tallig, der viel Platz vor sich hatte und dann den Ball zurück auf Steinhart spielte, der Marcel Bär bediente. Der Ball ging knapp über das Tor. Der Matchplan wurde von der Mannschaft in den ersten Minuten auch gut umgesetzt. Dadurch wurde Biankadi in Szene gesetzt, der allerdings im Abseits stand (6‘). Nur eine Minute später spielte Deichmann flach auf Lex, der zum ersten Pfosten durchlief und knapp den Ball verpasste. Der erste Vorstoß von Berlin kam in der 9. Minute, wurde aber durch den heutigen Kapitän Stefan Lex entschärft. Halbhoher Freistoß in der 10. Minute durch Moll in den Strafraum, die Abwehr von Viktoria Berlin war aber zur Stelle. Nach einem Ballverlust in der eigenen Hälfte der Berliner (11‘) kam Marcel Bär erneut in Schussposition, wurde aber abgeblockt. Berlin kam in der 14. Minute noch einmal in den Strafraum der Löwen, der Kopfball ging am Tor von Hiller vorbei.

Der TSV stand in den ersten 15 Minuten hoch und störte das Aufbauspiel von Viktoria Berlin sehr früh, so dass der Gegner mehr in seiner Hälfte gebunden war und eher mit hohen Bällen agieren musste. Marcel Bär bekam die erste gelbe Karte des Spiels wegen Haltens in der 17. Spielminute gezeigt. Biankadi versuchte es aus 18 Metern (20‘), bekam aber zu viel Rückenlage und der Ball ging über das Tor. Die erste Ecke der Gäste in der 21. Spielminute führte zu einem Konter durch Biankadi, der von einem Gegenspieler gehalten wurde. In der Folge gab es die gelbe Karte für den Spieler der Viktoria und eine gute Freistoßposition für den TSV. Neudecker brachte den Ball aus gut 25 Metern in den Strafraum, wurde aber von den Berlinern per Kopf entschärft. Die Flanke von Lex vom rechten Spielfeldrand aus auf Bär wurde von dem Stürmer erneut knapp verpasst (24‘). Der TSV war zu diesem Zeitpunkt drückend und der Gegner kam nur selten bis an den Strafraum von den Löwen. Lang blockte in der 27. Minute einen Schuss der Berliner auf das Tor von Hiller. Wieder war es Marcel Bär, der nach einem Zuspiel von Steinhart wieder die Gelegenheit auf die Führung hatte, allerdings war eine Berliner Zehenspitze noch dazwischen, so dass es eine Ecke für den TSV ab. Moll brachte den Ball bis zur anderen Seite des Strafraums, damit war es für die Abwehr der Viktoria kein Problem zu klären. Lang hatte in der 30. Minute per Kopf die nächste Chance, aber der Torwart der Gäste war zur Stelle.

Biankadi hatte wieder viel Platz vor sich in der 32. Minute, aber auch das führte nicht zu einer weiteren Torchance. Die Aktionen von ihm waren gut, aber in der Folge agierte er doch unglücklich mit seinen Entscheidungen. Die nächste Ecke für die Gäste (33‘) kam gefährlich durch den Strafraum, führte aber zu keiner Chance. Der nächste Konter für die Löwen endete mit einem Pfiff durch den Schiedsrichter (37‘), da Marcel Bär beim Abspiel von Steinhart im Abseits stand. Beide Mannschaften fanden den Weg zum gegnerischen Tor ohne wirklich gefährlich zu werden. Biankadi holte eine Ecke heraus (38‘), im Nachgang blieb der Ball im Besitz der Löwen. Neudecker spielte scharf auf den zweiten Pfosten, nur war Salger zu spät. Niklas Lang bekam zu Recht in der 41. Minute die nächste gelbe Karte gezeigt nachdem er vor der Strafraumgrenze einen Berliner Spieler von den Füßen holte. Der Freistoß erfolgte etwa 6 Meter von der Torauslinie flach zurück in die Mitte, aber die Abwehr der Löwen war zur Stelle. Der Konter der Löwen aus dieser Situation heraus wurde aber nicht sauber zu Ende gespielt. Deichmann klärte in der 45. Minute den nächsten Angriff der Gäste. Nach 45 Minuten ohne Nachspielzeit ging es dann torlos in die Pause.

2. Halbzeit

Die Löwen kamen unverändert aus der Kabine zurück, spielten jetzt auf die eigene Kurve. Auch die Berliner verzichteten auf einen Spielerwechsel nach der Pause. Nach 30 Sekunden kam der erste Abschluss der Gäste, was aber für Marco Hiller kein Problem war. Auch der TSV kam in der 47. Minute zum Abschluss, Lex spielte auf Neudecker, der aber den Ball einige Meter über das Tor beförderte. Wie auch in der ersten Halbzeit ging die Löwen sehr früh auf den Gegner und stellten Berlin somit doch vor das eine oder andere Problem in ihrem Aufbauspiel. In der 50. Minute dann wieder ein Freistoß, ausgeführt von Neudecker. Der Ball landete im 5 Meter Raum, wurde aber geklärt. Die Versuche von Lex den Ball auf das Tor zu bringen wurden abgeblockt und das zwei Mal hintereinander innerhalb von nur ein paar Sekunden (51‘). Die Löwen drückten auf die Führung, aber die letzte Konsequenz fehlte vor dem Tor. Nach einem von Moll begangenen Foul gab es für Berlin in der 56. Minute einen Freistoß, etwa 30 Meter vom Tor entfernt. Hiller faustete den Ball aus dem Strafraum, der in dieser Aktion unterlaufen wurde.

Sascha Mölders und Fabian Greilinger kamen in der 58. Minute ins Spiel, für Biankadi und Bär war der Einsatz beendet. Nach einer Ecke für die Gäste geriet der TSV in Rückstand, direkt nach dem Wechsel in der 60. Minute. Der gerade eingewechselte Mölders hatte den Gegenspieler nicht gedeckt. Der Gegentreffer hatte bei beiden Mannschaften Spuren hinterlassen. Berlin hatte eine breite Brust, der TSV wirkte eher verunsichert. Richard Neudecker schoss nach einem Freistoß den Ball direkt in die Arme des Torwarts aus Berlin (64‘). Quirin Moll versuchte es eine Minute später mit einem Fernschuss, der um ein paar Zentimeter am Tor vorbei ging. Eine weitere Chance der Gäste ging nach einem Kopfball ins Toraus (67‘). In der 69 Minute dann der erste Wechsel bei der Viktoria Berlin. Lex hatte eine Möglichkeit im Strafraum, aber auch hier war ein Berliner Fuß dazwischen. Dennis Dressel und Tim Linsbichler kamen in der 72. Minute. Tallig und Moll mussten den Platz verlassen.

In der 76. Minute wechselte Berlin ein zweites Mal. Kurz danach kamen die Löwen noch einmal vor das Tor mit Tim Linsbichler, aber nach seinem Querspiel ging der Ball irgendwo hin. In der 78. Minute dann der Ausgleich. Der erste Versuch von Lex ging an den Pfosten, Sascha Mölders konnte den Ball dann ins Tor einschieben. Die Löwen fanden jetzt zurück in die Spur und drückten auf den nächsten Treffer. Linsbichler hatte die nächste große Chance nur eine Minuten später, allerdings hatte der Torwart was dagegen und konnte den Ball gerade noch von der Linie kratzen. Auch das Publikum war jetzt wieder da, nachdem zuvor doch etwas mehr Ruhe auf den Rängen und in der Kurve eingekehrt war. Der TSV versuchte jetzt noch alles, um das Spiel zu drehen, kam aber in den folgenden Minuten nicht wirklich gefährlich vor das gegnerische Tor. Berlin stärkte in der 84. Minute noch einmal die Defensive und wechselte noch einmal aus. Der TSV war jetzt nach den Einwechslungen präsenter und aggressiver in seinem Tun. Mit hohen Bällen auf Mölders wurde versucht, das Spiel zu drehen, aber die Zuspiele waren oft zu ungenau. Der nächste Angriff der Löwen in der 89. Minute endete damit, dass Dressel verzog. Stefan Lex gab die Binde im Anschluss an diese Aktion an Sascha Mölders weiter, für ihn kam Keanu Staude für die restlichen Minuten ins Spiel. Schiedsrichter Dingert gab 4 Minuten Nachspielzeit. In der zweiten Minute der Nachspielzeit hatte Staude noch eine Möglichkeit nach einem Zuspiel von Linsbichler, aber der Ball ging einige Meter am Tor vorbei. Linsbichler selbst kam zu sehr in Rücklage in der 93. Minute, so dass der Ball über die Latte ging. Eine weitere Chance für Mölders, die allerdings vom Torwart entschärft werden konnte, da Mölders den Ball auch nicht richtig traf. Das Ergebnis nach 94 Minuten war ein Unentschieden mit jeweils einem Tor.

Titelbild: (c) Michaela Merk via www.imago-images.de

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
5 1 vote
Article Rating
Subscribe
Benachrichtige mich zu:
guest
35 Comments
neuste
älteste beste Bewertung
Inline Feedbacks
View all comments

bruckbergerloewe
bruckbergerloewe(@bruckbergerloewe)
Leser
3 Monate her

Sehr erfrischendes Spiel,Linsbichler ein Highlight, Moll wieder einmal der totatle Fremdkörper in der Mannschaft.Keine Ahnung warum er Dressel vorgezogen wird.
Auch wenn die Stimmung gut war sollten sich die Ultras überlegen “offiziell” wieder in die Westkurve zurückzukommen, so wie es andere (Mainz,Werder,FCK) auch tun.Vielleicht kitzelt der koordinierte Support noch einmal 10% mehr aus der Mannschaft.ML,die Westkurve und die Mannschaft brauchen Euch ! Gebts Euch einen Ruck !

chemieloewe
chemieloewe(@chemieloewe)
Bekannter Leser
Reply to  BruckbergerLoewe
3 Monate her

…ML???was meinst Du damit???

Bine1860
Bine1860(@bine1860)
Reply to  Chemieloewe
3 Monate her

ML Münchner Löwen – unsere Ultras

chemieloewe
chemieloewe(@chemieloewe)
Bekannter Leser
Reply to  Bine1860
3 Monate her

Danke für Deine Aufklärung,  Bine1860 , früher war das in der DDR die allgemeine Abkürzung für Marxismus/Leninismus – ML.🤣😂🤣
Passt ja ganz gut!😜
Die Ultras Münchner Löwen – ML – Marxismus/Leninismus, na das kann ja was werden, ein hoher Anspruch…Ironie, welch Zufall.😉

anteater
anteater(@anteater)
Reply to  Chemieloewe
3 Monate her

Im Westen auch. Die MLPD ist 1982 in Bochum gegründet worden.

Einen Zusammenhang zwischen den Münchner Löwen und Marxismus-Leninismus herstellen zu wollen, das ist ausgemachter Unsinn.

chemieloewe
chemieloewe(@chemieloewe)
Bekannter Leser
Reply to  anteater
3 Monate her

War ja ausdrücklicher Nonsens…Ironie, wie ich es geschrieben habe bzw. Unsinn Made by Ironie…einfach nicht ernst nehmen!!!😉

chemieloewe
chemieloewe(@chemieloewe)
Bekannter Leser
Reply to  Chemieloewe
3 Monate her

Bitte nicht falsch verstehen, war reine Ironie, sorry, will damit keineswegs die Münchner Löwen in irgendeiner Weise ernsthaft beleidigen o. kompromittieren. Bloß gut u. bin froh, dass es die Ultras gibt!👍

anteater
anteater(@anteater)
Reply to  BruckbergerLoewe
3 Monate her

Etliche Klubs machen jetzt mit 2G ihre Stadien voll (zumindest theoretisch). Befürchte, dass in so einem Falle wieder ein große Gezeter losginge.

dabrain1860
dabrain1860(@dabrain1860)
Leser
3 Monate her

War schon ein richtig geiles Spiel gestern! Mit solch einem Einsatz dürfen wir gerne weitermachen!
Was mir besonders gefallen hat war mölders, er hat gebrannt als er eingewechselt wurde und ließ sich nicht hängen und linsbichler, der junge hat zumindest meiner Meinung nach einen Platz in der Startaufstellung verdient! Wenn er kommt steigert sich das Spiel gleich nochmals um einige Prozent! Hoffentlich hat der junge noch ein paar Jahre Vertrag bei uns.
Und teilweise war die Stimmung wieder wie in einem Hexenkessel.

chemieloewe
chemieloewe(@chemieloewe)
Bekannter Leser
Reply to  DaBrain1860
3 Monate her

Geile Stimmung, geiles Sechzger, geile Löwen, geiles Giesing – Sechzig ist der geilste Club der Welt – Remis, Platz 13, scheiß egal – Sechzig ist geil!!!💙🦁💙👏👍😜

Last edited 3 Monate her by Chemieloewe
dabrain1860
dabrain1860(@dabrain1860)
Leser
Reply to  Chemieloewe
3 Monate her

Abgekürzt ganz einfach
Elil 😁😉

chemieloewe
chemieloewe(@chemieloewe)
Bekannter Leser
Reply to  DaBrain1860
3 Monate her

🤣😂🤣ja, so kurz gehts natürlich auch👍👏
#ELIL💙🦁💙

_flin_
_flin_(@flin)
Leser
3 Monate her

Same shit, different day.

Klar, dieses Unentschieden fühlt sich nicht so kacke an wie das gegen Türk Gücü oder andere, bei denen man schlechter gespielt als heute.

Am Ende des Tages ist es aber auch nur ein Unentschieden. Drei von denen sind so viel wert wie ein Sieg.

Last edited 3 Monate her by _Flin_
_flin_
_flin_(@flin)
Leser
Reply to  _Flin_
3 Monate her

OK, ganz so schmarz malen braucht man nicht. Gab paar gute Punkte. Hilft halt alles nix, wenn man nur ein Tor macht, vorne die Präzision nicht hinbekommt und hinten es nicht möglich ist, mit 11 bis 15 Mann konzentriert die Bälle 90 Minuten lang wegzuverteidigen.

Last edited 3 Monate her by _Flin_
chemieloewe
chemieloewe(@chemieloewe)
Bekannter Leser
3 Monate her

Finde auch, ein gutes bis sehr gutes Spiel von uns heute, gut gepowert u. gekämpft. Leider wiedermal im Abschluss viel Pech gehabt, bis auf das 1:1. Ja, damit haben wir wenigstens nicht verloren, denn Viktoria Berlin war schon ein starker Gegner u. blieb bei Kontern stets gefährlich. Eine Niederlage hätte aber das Spiel schon auf den Kopf gestellt, denn wir haben besonders in der 2. HZ ein richtig gutes Powerplay aufgezogen. Leider haben wir uns dafür wieder nicht belohnt u. den Siegtreffer nicht erzielt. Was solls, ist eben so. Kann unseren Löwen heute keinen Vorwurf machen, dass sie nicht alles gegeben u. versucht hätten, ganz im Gegenteil, war richtig gut heute. Die Zielgenauigkeit u. die Durchschlagskraft im letzten Drittel, am u. im Strafraum ist noch nicht sehr gut u. ausbaufähig, da müssen wir noch zulegen. Ansonsten war ich mit unserem Löwenrudel ganz zufrieden, außer Moll, der war für mich wieder zu schwach, auch Tallig, ab wieder auf die Bank, sage ich mal. Ansonsten haben alle ein begeisterndes Spiel abgeliefert, wo “nur noch” die Tore, das Glück gefehlt haben. Auch die Einsatzbereitschaft, Schnelligkeit, das Pressing u. Gegenpressing sowie die Zweikampfstärke u. das Umschaltspiel haben mir heute ganz gut gefallen, ist natürlich insgesamt auch noch ausbaufähig, besonders was die Präzision u. Passgenauigkeit anbetrifft.

Das heutige Spiel macht mir wieder Mut u. Hoffnung u. gibt mir Zuversicht, dass wir bald wieder erfolgreicher, also siegreicher werden, als remis zu spielen o. zu verlieren. Somit hat das Spiel heute meinen Optimismus auf eine gute Vorwärtsentwicklung unseres Löwenrudel im Gegensatz zu den Spielen davor wieder etwas bestärkt. Löwen, das wird schon wieder mit mehr Toren u. Siegen klappen!!!😉

Last edited 3 Monate her by Chemieloewe
dennis312
dennis312(@dennis312)
Leser
Reply to  Chemieloewe
3 Monate her

Es war ein sehr gutes Spiel in Sachen Einstellung und ein durchwachsenes Spiel in Sachen Durchsetzungskraft und Kreativität.. Unterm Strich nutzt uns dieser Punkt halt kaum was, aber die Art und Weise macht Mut.. Hoffe jetzt auf den turnaround gegen Mannheim

alexander-schlegel
alexander-schlegel(@a-schlegel)
Leser
3 Monate her

Für mich hat das Fußballspiel erst in der 72. Minute so richtig begonnen als Köllner endlich seinen katastrophalen Aufstellungsfehler korrigiert hat und die komplett überforderten bzw. außer Form spielenden Tallig und Moll aus dem Spiel nahm.

Wenn man das Spiel nur von seinem Ende her betrachtet, kann man es sicherlich positiv sehen. Für mich aber hat Köllner keinen Plan mehr. Es war, mit Ausnahme der ersten 10 Minuten eine Stunde lang Fußball zum Abgewöhnen. Dass jetzt der Kampf so hoch gehalten wird, der für einen Fußballprofi eigentlich selbstverständlich sein sollte, zeigt nur, dass indirekt einige schon befürchten, dass man für den Trainer nicht mehr alles gibt. Zumindest spielen einige komplett außer Form und die beiden stabilsten Spieler der letzten Wochen, Wein und Dressel, fanden sich auf der Bank wieder. Verstehe das, wer will.

Ich persönlich habe kein gutes Gefühl für die nächsten Spiele. Aber ich täusche mich gerne. Die nächsten Wochen werden es zeigen.

anteater
anteater(@anteater)
Reply to  Alexander Schlegel
3 Monate her

Ob der Kritik, die Tallig stets bekommt, habe ich ihn mal genauer beobachtet. Kaum einer hat sich so konsequent frei gelaufen und angeboten.

Moll, nun gut, inzwischen leider ein Spezialist für Fehlpässe und vermeidbare Ballverluste.

Deinen Pessimismus kann und will ich so nicht teilen

chemieloewe
chemieloewe(@chemieloewe)
Bekannter Leser
Reply to  anteater
3 Monate her

Schließe mich dem an, auch was Du über Tallig sagst u. würde meine als schwach bezeichnete Leistung von Tallig, den ich in meinem Kommentar neben Moll als schwach bezeichnet habe, bei Tallig eher in „unglücklich“ umformulieren. Stimmt, er war sehr quirlig u. beweglich u. ist viel gelaufen, auch ohne Ball, wurde aber entweder von anderen zuwenig in Aktionen mit eingebunden u. zuwenig Zuspiele erhalten o. er hat sich trotz seiner Schnelligkeit u. Wendigkeit öfters wieder mit dem Ball zu ungeschickt o. unglücklich angestellt, sich festgerannt, den Ball verloren o. zu wenig Übersicht gehabt u. zu ungenau o. zum falschen Zeitpunkt abgespielt bzw. nicht den richtigen Pass zum richtigen Zeitpunkt gespielt, neben einigen Fehlpäessen. Bemüht, quirlig, engagiert u. läuferisch aktiv ist er schon sehr, finde ich, aber leider ohne große Effektivität u. größeren Nutzen, was vielleicht auch an seiner Nervosität u. an technischen Defiziten liegt!? Er tut mir leid, denn eigentlich finde ich ihn nicht schlecht u. denke, dass in ihm noch größeres Potential schlummert, dass noch entwickelt werden müsste. Ähnlich sehe ich das bei Merv. Biankadi. Es kommt mir vor, dass das Zusammenspiel oft nicht genau genug funktioniert u. das von mir vermutete viel größere Potential einiger Spieler dadurch einfach nicht o. zu wenig zur Geltung u. Entfaltung kommt u. uns dadurch schwächt. Dazu zähle ich neben Tallig u. Biankadi auch Lex, Bär, Staude, Deichmann, Linsbichler, Greilinger…u. Andere, die sich irgendwie zuwenig mit ihrem vorhandenen Potential u. ihren Stärken entfalten, wie ich finde.

Ich habe so die Vermutung u. Befürchtung, dass da im Training, in der Förderung Einzelner, damit sie sich verbessern u. Defizite abbauen u. im Zusammenspiel des Teams, Einiges irgendwie zu wenig o. nicht so gut u. richtig funktioniert. Ich sehe es so, dass wir viele hervorragenden, individuellen Stärken, Potenzen u. Qualitäten unserer Spieler im Zusammenwirken als Team im Spiel zu ungenügend ausschöpfen u. zur Geltung bringen, indem diese Stärken im Spiel oft durch fehlerhaftes Zusammenspiel zu häufig irgendwie verpuffen u. uns eben dadurch schwächt. Das sehe ich auch als wesentlichen Grund dafür, warum z.B. Tallig, Biankadi, Lex, Bär…o. Staude nicht so richtig zünden u. oft ins „Leere“ laufen. Vielleicht stimmen da irgendwelche Zuordnungen, Laufwege u. Aufgabenverteilungen nicht so richtig…o. weiß der Geier was…???
Ich bin nicht der Trainer. Vielleicht sehe ich das auch falsch???

Uns fehlt halt endlich mal ein richtige toller Erfolg, mehr Tore…ein Knall eben. Dann würde, glaube ich, vieles leichter, lockerer u. entspannter u. würde zusätzlich große Kräfte freisetzen. Uns fehlt halt zurzeit diese Lockerheit u. Leichtigkeit durch eingeschränktes Selbstvertrauen u. Selbstbewusstsein u. eingeschränkte Selbstsicherheit, weil der Erfolg fehlt. Erfolg würde vielleicht u. hoffentlich diese Hemmungen u. Bremsen lösen…siehe Kaiserslautern, die jetzt eine Siegesserie gestartet haben.

Hoffe, wir kriegen in Zukunft immer besser den Sand aus dem Getriebe!

alexander-schlegel
alexander-schlegel(@a-schlegel)
Leser
Reply to  anteater
3 Monate her

Klar anteater, Du musst selbstverständlich nicht meinen Pessimismus teilen. Ich würde mich sogar freuen, wenn ich unrecht behalte, aber irgendwas sagt mir, dass da mehr im Argen liegt. Aber gut, wir sind schlauer nach den beiden folgenden, sehr schweren Spielen gegen Mannheim und Saarbrücken.

Und was Tallig angeht: ja, der Tallig ohne Ball mag richtig stark sein, aber im Fußball ist leider viel entscheidender, was man mit dem Ball anstellt. Und da kommt bei ihm einfach nahezu nichts. Ich habe mir gerade mal ein paar Werte von ihm angeschaut, weil ich mir dachte, man soll ihm jetzt auch nicht unrecht tun, bloß, weil man selber nicht von ihm überzeugt ist. Aber er hat in dieser Saison hinter Keanu Staude die zweitschlechteste Notenbilanz beim Kicker, sogar knapp vor Mölders, der nun wirklich momentan außer Form ist. Er hat letzte Saison in 37 Spielen zwei Tore und 3 Torvorlagen erzielt. Und wir reden hier von einem offensiven Mittelfeldspieler! In dieser Saison halten wir in 10 Spielen bei einer einzigen Torvorlage. Tut mir leid, aber das deckt sich haarklein mit dem Eindruck, den er auf mich auf dem Spielfeld macht. Der Junge ist kaum an guten Aktionen beteiligt und was er bringt als offensiver Mittelfeldspieler kann man einfach nur noch als dürftig bezeichnen. Da bringt es mir auch herzlich recht wenig, dass er oft frei steht. Vielleicht steht er ja aber auch deswegen so oft frei, weil ihm die Mitspieler schon gar nicht mehr groß in das Spiel einbinden?

anteater
anteater(@anteater)
Reply to  Alexander Schlegel
3 Monate her

So gesehen dürften einige Spieler nicht mehr angespielt werden.

Ja, irgendwas liegt im Argen, das kann ich selbst nach dieser deutlichen Leistungssteigerung im Vergleich zu den letzten Partien nicht übersehen.

Das betrifft aber fast unser gesamtes Mittelfeld, angefangen bei Moll bis Neudecker. Staude beispielsweise ist auch ein recht guter Techniker, aber irgendwie klemmt es da bei allen. Oft fehlt die Anspielstation, manchmal bleibt der Ball am eigenen Fuß, obwohl es eine einfache Anspielstation gäbe.

Als reine Spekulation würde ich hier in den Rum werfen, dass wir vielleicht zu viele Spieler für die zentralen Mittelfeldpositionen haben und deshalb jeder durch in der Regel erfolglose Alleingänge beweisen will, dass eben er die erste Wahl ist.

Bedenklicher als das Leistungstief von Tallig ist für mich allerdings unsere nicht vorhandene Ausbeute bei ruhenden Bällen, die fast immer direkt zum Gegner gehen. Wenn man schon ronaldomäßig bei jedem Freistoß eine große Show abzieht, dann wirkt es beinahe peinlich, wenn der Ball “stets” fünf Meter zu weit beispielsweise direkt zu Gegners Torwart geht.

alexander-schlegel
alexander-schlegel(@a-schlegel)
Leser
Reply to  anteater
3 Monate her

Das sehe ich genauso, was Mittelfeld und Standards angeht. Das Mittelfeld bekommt keinen richtigen Zugriff, es spielt auch keiner in richtiger Top-Form. Darum habe ich auch überhaupt nicht verstanden, weswegen er ausgerechnet die beiden Mittelfeldspieler auf die Bank setzte, die noch am Ehesten in Normalform waren: Wein und Dressel. Gerade auch bei Moll frägt man sich wirklich, was mit dem los ist. Der ist fußballerisch so was von schlecht derzeit, dass man gar nicht glauben kann, dass der vor seiner letzten Verletzung absoluter Führungsspieler war. Aber gut, man sagt natürlich auch, dass man genau so lange braucht bis man wieder in Top-Form ist, wie die Dauer der Verletzung war. Deswegen würde ich ihn natürlich auch noch nicht aufgeben. Bei Tallig habe ich mich aber inzwischen festgelegt. Da reicht es einfach nicht für gehobene Drittliga-Verhältnisse. Da fehlts einfach an Technik und Übersicht. So leid es mir für den Jungen auch tut.

Und Standards: ja, ein leidiges Thema. Nicht nur in Hinsicht der eigenen Ausführung, sondern dass wir inzwischen auch nahezu identische Gegentore bei Standards des Gegners bekommen. Warum ist Mölders gestern nicht mitgegangen und bleibt stehen? Warum gibt es bei der erwiesenen Schwäche im Kopfballspiel bei Ecken des Gegners keine weitere Absicherung auf der Torlinie? Damit hätte man den gestrigen Gegentreffer eventuell auch verhindern können.

Ne, ich kann die Euphorie leider überhaupt nicht teilen. Ich bleib dabei: das war über weite Strecken ein dürftiger Auftritt, der wieder mal so viele Grundtugenden der bisherigen Köllner-Ära vermissen ließ, dass ich mir da viel eher Sorgen mache. Das nächste Heimspiel gegen Waldhof wird extrem wichtig werden. Dann sehen wir ja auch, ob ich das jetzt gerade zu negativ sehe.

anteater
anteater(@anteater)
Reply to  Alexander Schlegel
3 Monate her

In den allermeisten Punkten stimme ich Dir zu!

Tallig ist 21, den würde ich noch lange nicht abschreiben.

Und Euphorie empfinde ich keine. Da aber tendenziell gerade eher eine Weltuntergangsstimmung herrscht (1 Punkt vor dem 1. Abstiegsplatz, Ergebnisse passen nicht, ist also schon verständlich), versuche ich die positiven Aspekte hervorzuheben.
Warte mal ab. Wenn es wieder besser läuft, dann bin ich die Spaßbremse, die die Haare in der Suppe findet 😉

chemieloewe
chemieloewe(@chemieloewe)
Bekannter Leser
Reply to  anteater
3 Monate her

👍Beim BlauenBock, äh Blog ist wohl schon wieder die Hölle los u. wird die Sau durch das Dorf/Web getrieben u. wiedermal der Sechzger Weltuntergang prophezeit…??? Wer befreit uns endlich von diesen verrückten, kaputten Chaoten u. gründet für die einen passenden eigenen Fußballclub, z.B. “Psycho-FC db24″…o. so??? Bitte am Besten gleich!😉😜

Last edited 3 Monate her by Chemieloewe
anteater
anteater(@anteater)
Reply to  Chemieloewe
3 Monate her

Wutbürger halt.

chemieloewe
chemieloewe(@chemieloewe)
Bekannter Leser
Reply to  anteater
3 Monate her

👍👏so kann man es auch sehr treffend ausdrücken, die Leute scheinen mir auf gleichem Niveau zu agieren…🤣😂🤣😉

arik
arik(@ariksteen)
3 Monate her

Ein sehr schönes, spannendes und kämpferisches Spiel. Mit leider 2 Punkten zu wenig. Aber das macht Mut auf mehr. Linsbichler hätte ich vor Mölders gebracht.

anteater
anteater(@anteater)
Reply to  arik
3 Monate her

Linsbichler hat richtig gut Werbung für sich gemacht! Ganz starker Auftritt!

Last edited 3 Monate her by anteater
chemieloewe
chemieloewe(@chemieloewe)
Bekannter Leser
Reply to  anteater
3 Monate her

Linsbichler gefällt mir sehr gut, ich finde ihn auch richtig toll, kann was der Junge, hat richtig was drauf, da kommt hoffentlich weiterhin noch richtig viel von ihm. Würde mich sehr, sehr freuen!!!👏👍

dennis312
dennis312(@dennis312)
Leser
Reply to  arik
3 Monate her

Ich fand linsbichler auch echt stark! Schade, dass sein Kopfball nicht reinging

siggi
siggi(@gscheiderl)
Leser
3 Monate her

Wenn’s blöd läuft, verlieren wir das Spiel. Den Sieg hätten aber eher wir verdient. Was die Manschaft gerackert und gearbeitet hat, fand ich wirklich erste Sahne. Köllner hat diesmal auch rechtzeitig gewechselt, so dass man auch ihm keinen Vorwurf machen kann. Dumm nur, dass es wieder nur ein Punkt war, wenn auch einer von der besseren Sorte, wie ich finde. Auf diese Leistung lässt sich aufbauen. Wie Köllner und Gorenzel schon sagten, mit gutem Training weitermachen und dann kommen auch wieder Siege. Die Scheisse kann einem ja nicht die ganze Saison lang am Schuh klebenbleiben.

uraltloewe
uraltloewe(@uraltloewe)
Leser
Reply to  Snoopy.
3 Monate her

Auf den Punkt gebracht. Starke Leistung der gesamten Mannschaft. Nur die Belohnung hat noch gefehlt.

anteater
anteater(@anteater)
Reply to  Uraltloewe
3 Monate her

Und der Support war auch von der ersten Minute an da, weil die Mannschaft sich reingehängt hat. Nur nach dem 0-1 ging erstmal nix mehr, schade.

chemieloewe
chemieloewe(@chemieloewe)
Bekannter Leser
Reply to  anteater
3 Monate her

Ja, das 0:1 war ja auch für Alle ein ziemlicher Schock. Da musste erstmal durch u. das verkraften, soviel investiert u. dann doch wieder hinten, da fühlen sich erstmal die Beine wie Blei an u. die Angst geht um…