Ohne Michael Köllner, der nach der 4. gelben Karte aus dem letzten Spiel gesperrt ist, ging es für den TSV 1860 München zu Hause gegen den VFL Osnabrück. Der 34. Spieltag steht somit an und das Saisonende rückt immer näher. Der TSV hat vor der Partie 52 Punkte, ist auf Platz 4 der Tabelle, Osnabrück ist gerade mal einen Punkt dahinter. Der 3. Platz mit 58 Punkten ist von Eintracht Braunschweig belegt

Trainer Michael Köllner verzichtete auf einen Wechsel in der Startelf gegenüber dem Spiel in Freiburg. Steinhart und Dressel saßen zu Beginn auf der Bank. Der Cheftrainer durfte das Spiel im Stadion verfolgen, aber hatte bis eine halbe Stunde vor dem Spiel keinen Kontakt und keine Eingriffsmöglichkeit. Das Sagen am Spielfeldrand hatte Günter Brandl.

Aufstellung

Marco Hiller (1, TW), Quirin Moll (5), Stephan Salger (6), Stefan Lex (7, C), Erik Tallig (8), Fabian Greilinger (11), Marcel Bär (15), Merveille Biankadi (19), Yannick Deichmann (20), Semi Belkahia (27), Richard Neudecker (31)

Ersatzbank:

Tom Kretzschmar (40, TW), Niklas Lang (3), Dennis Dressel (14), Kevin Goden (16), Tim Linsbichler (22), Milos Cocic (30), Alexander Freitag (34), Phillipp Steinhart (36), Leandro Morgalla (39)

1. Halbzeit

Der Schiedsrichter der Partie war Sven Waschitzki, den Anstoß zu Spielbeginn hatten die Löwen, die zuerst auf ihre Kurve zuspielten. Die Stimmung im Grünwalderstadion war von Beginn an überragend. Osnabrück war von der ersten Minute an auf frühes Stören der Löwen aus. In der 3. Minute der erste Freistoß für den TSV, nach einem Foul an Marcel Bär, auf Höhe der 16 Meter Linie, rechts an der Seitenlinie. Der kurz ausgeführte Freistoß brachte nicht viel ein, Stefan Lex verhinderte den Konter mit einem guten Einsatz an der Mittellinie. Die erste Annäherung an das Tor von Marco Hiller hatten die Gäste in der 4. Minute, aber der Pass war zu ungenau. Kein Problem für die Nummer 1 der Löwen. Osnabrück war jetzt am Drücker, die Löwen liefen dem Ball hinterher und konnten keinen Spielaufbau durchbringen. In der 7. Minute der nächste Vorstoß der Löwen, der auch bis zum Strafraum der Gäste ging, allerdings kam das Zuspiel in die Mitte von Biankadi nicht an. Der erste Torschuss der Löwen in der 8. Spielminute, wieder ausgehend von Biankadi, Tallig versuchte es aus 20 Metern, der Torwart lies prallen, aber es kam kein Löwenspieler mehr an den Ball. Die Löwen versuchten jetzt ebenfalls früh zu stören, waren zum Teil mit 3, 4 Mann am gegnerischen Strafraum, wenn Osnabrück hinten den Ball hatte. Dadurch, und durch das gute Stellungsspiel kamen die Gäste nicht vor das Löwentor. In der 13. Minute hatte Richard Neudecker eine Möglichkeit nach einem guten Zuspiel von Tallig. Allerdings bekam Neudecker den Ball nicht unter Kontroller und der Torwart von Osnabrück konnte den Ball dann unter sich begraben.

Stefan Lex bekam von Schiedsrichter Waschitzki in der 15. Minute die gelbe Karte gezeigt. Nach einem Pass von Salger landete der Ball beim Gegner, Lex war zu spät dran. Der folgende Freistoß der Gäste ging über die Torauslinie. Direkt im Gegenzug brachte Neudecker den Ball gefährlich in den Strafraum der Gäste, die Abwehr war allerdings zur Stelle. Biankadi traf in der 18. Minute, aber der Schiedsrichter an der Seitenlinie hatte die Fahne oben, Abseits. Nach wie vor gingen die Löwen früh auf den Gegner, so dass dieser sich schwertat, über die Mittelinie zu kommen. Allerdings kamen die Löwen auch nicht vor das gegnerische Tor. In der 22. Spielminute hatte Marcel Bär die erste große Chance für den TSV. Nach einem Zuspiel von Biankadi lupfte der Stürmer den Ball auf die Querlatte. In der 24. Minute dann ein abseitsverdächtiges Tor der Gäste, die somit mit 1:0 in Führung gingen. Marc Heider war der Torschütze. In der 26. Minute der nächste gefährlich Vorstoß der Gäste, Belkahia konnte gerade noch zur Ecke klären, die ebenfalls nur durch beherztes Eingreifen von Hiller entschärft werden konnte. Wieder war es Marco Hiller, der das zweite Tor der Gäste in der 29. Spielminute verhindern konnte. Das abseitsverdächtige Tor gab den Gästen auftrieb, das Spiel kontrollierte jetzt die Mannschaft aus Osnabrück.

In der 33. Minute ein Handspiel, die Löwen führen schnell aus, zu schnell. Die Löwen versuchten es vermehrt mit hohen und weiten Bällen, die keine Wirkung zeigten, weil sie meist beim Gegner ankamen. Das Spiel der Hausherren wirkte jetzt hektisch und waren sehr ungenau. In der 35. Minute war es dann der Osnabrücker Spieler Opoku, nach einem schweren Fehler im Aufbauspiel der Löwen. Die Löwen versuchten den Anschlusstreffer zu erzielen, aber spielten zu kompliziert und zu ungenau, so dass es zu keiner gefährlichen Situation vor dem Tor der Gäste kam. In der 41. Minute war es Erik Tallig, der den Anschlusstreffer erzielte. Wieder mit dabei: Biankadi, der den Ball Tallig auflegte, der völlig frei aus etwa 18 Meter unten rechts traf. Das gab den Löwen neuen Mut, aber sie kamen nicht konsequent genug vor das gegnerische Tor. Mit dem Spielstand von 1:2 aus Löwensicht ging es in die Pause.

2. Halbzeit

Der heutigen Löwentrainer Günter Brandl wechselte Leandro Morgalla ein, der für Stefan Salger auf den Platz geschickt wurde. Auch Osnabrück wechselte zur Halbzeit, für Heider kam Bapoh. Nach zwei Minuten versuchte Marcel Bär seinen Kollegen Biankadi ins Spiel zu bringen, aber der Ball kam nicht durch die Osnabrücker Abwehrreihe. Der TSV drückte von Beginn an auf den Ausgleich, in der 48. Minute ein Freistoß nach einem Foul an Deichmann. Tallig brachte den Ball zu hoch, der Torwart hat den Ball und warf ihn direkt in die Füße von Biankadi. Osnabrück konnte gerade noch zur Ecke klären, die aber für den TSV nichts einbrachte. In der 52. Minute unterbracht der Schiedsrichter das Spiel, nachdem Greilinger bei einer Flanke Traore zu Boden streckte und dieser im Strafraum liegen blieb. Allerdings kontrollierte Osnabrück nach wie vor das Spiel. In der 55. Minute war es Lex, der den Ball knapp am rechten Pfosten vorbei, nach einem Zuspiel von Biankadi, über die Torauslinie schoss. Nachdem Morgalla den Ball erobern konnte, waren die Löwen wieder am Drücker und im Strafraum von Osnabrück angekommen. Aber auch dieses Mal war immer wieder ein Abwehrspieler der Gäste daran schuld, dass es keine gefährlichen Torszenen für die Löwen gab.

60. Spielminute: Tallig auf Bär, Bär auf das Tor, Ball im Tor. Ausgleich, 2:2. Aber den Angriff selbst löste wieder Biankadi aus, der an allen gefährlichen Situationen der Löwen beteiligt war. In der 62. Minute kam Dennis Dressel für Richard Neudecker. Auch der VFL wechselte kurz darauf, Wooten kam für Higl. In der 66. Spielminute eine Ecke für den TSV, Lex steckt quer durch, aber Deichmann verpasst denkbar knapp. Die Löwen versuchten das Spiel zu drehen, hatten auch immer wieder gute Aktionen im Strafraum, aber gefährlich wurden diese Aktionen nicht wirklich. In der 69. Spielminute ein Vorstoß von Osnabrück, Morgalla konnte zur Ecke klären. Die Ecke endete mit einem Abstoß für Marco Hiller. Aber auch Osnabrück wurde nach dem Ausgleich wieder stärker und versuchte logischerweise ihrerseits, das Spiel für sich zu entscheiden. In der 73. Minute ein Foul an Marcel Bär, an der Seitenauslinie, etwa 20 Meter von der Torauslinie entfernt. Tallig brachte den Ball in den Strafraum, aber direkt auf den Kopf eines Abwehrspielers. Der Konter der Gäste konnte gerade noch so abgewehrt werden. In der 74. Minute lag Marcel Bär erneut auf dem Boden, er hatte einen Arm ins Gesicht bekommen. Aber der Spieler mit der Nummer 15 konnte weitermachen.

Der TSV wechselte in der 75. Minute Steinhart für Greilinger ein. In der 80. Minute der erneute Rückstand für die Löwen. Ob der Ball wirklich im Tor war oder nicht, bleibt ein Fragezeichen. Deichmann versuchte noch auf der Linie zu retten, der Linienrichter zeigte sofort an, dass der Ball im Tor war. Neuer Spielstand jetzt 2:3. Die Löwen wollten noch Linsbichler bringen, aber das Spiel gab keine Unterbrechung her. Erst in der 84. Minute wurde gewechselt, Lex ging runter, Linsbichler kam für die restlichen Minuten ins Spiel. In der 85. Minute noch eine gelbe Karte für einen Spieler der Gäste für das Wegtreten des Balls. Auch Osnabrück wechselte noch einmal, Haas kam für Klaas. Die Löwen versuchten nach vorn zu spielen, aber die Gäste agierten in der Defensive sehr gut, so dass ein offensives Spiel der Löwen nicht zu Stande kam, auch, weil der Ball immer wieder an den Gegner verloren ging. In der 89 Minute holte der eingewechselte Linsbichler noch einen Freistoß etwa 28 Meter vom Tor entfernt heraus. Erik Tallig versuchte es, aber der Ball ging über das Tor. Das war die letzte Aktion der regulären Spielzeit, die Nachspielzeit wurde mit 4 Minuten angezeigt. In der 92. Minute noch ein Freistoß für die Gäste, der mit Abstoß für die Löwen endete. Steinhart bekam in der 94. Minute noch die gelbe Karte wegen einer Notbremse gezeigt. Osnabrück suchte die Abwehr im Angriff, von den Löwen kam in der Nachspielzeit offensiv nicht viel. Nur ein paar Sekunden später bekam Biankadi ebenfalls den gelben Karton gezeigt. Der Schiedsrichter pfiff nach dieser Aktion ab, die Löwen verlieren das Spiel mit 2:3.

Titelbild: (c) Imago-Images / Ulrich Wagner

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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chemieloewe

Und tschüss Tabellenspitzengruppe!!! Ich habe doch schon vor Saarbrücken gesagt, Micha soll nicht von Aufstieg(schancen) labern, bis wir nicht Saarbrücken, Freiburg u. Osnabrück besiegt haben o. wenigstens aus den 3 Spielen 2 Siege eingefahren haben! Nicht zuerst labern, sondern erstmal machen, siegen u. dann labern! Das Thema Aufstieg/Relegationsplatz dürfte sich nun dann ja auch endgültig erledigt haben. Irgendwie habe ich schon vor Saarbrücken damit gerechnet u. das so befürchtet u. erwartet. Für mich nicht weiter tragisch o. schlimm, ärgern tue ich mich deswegen nicht. Für ganz weit oben in der 3. Liga reicht es eben bei uns noch nicht, das hat die ganze Saison ja auch schon gezeigt. Trotzdem sind wir nicht schlecht, schon Niveau oberes Tabellendrittel. Naja, sollte halt nicht sein mit ganz weit vorn. Dazu kam auch noch manches Pech u. so manch nachteilige Schierientscheidung. Egal, für ganz oben reichts halt noch nicht, das haben auch die letzten 3 Spiele wieder deutlich gezeigt! Eine sorgenfreie Saison ohne Abstiegssorgen haben wir zumindestens auf jeden Fall erreicht! Diese Saison noch ordentlich zuendespielen u. dann schauen wir mal, was in der nächsten Saison so geht, wie dann unser Kader ausschaut…usw.! Nicht traurig sein, schauts wo jetzt Würzburg, Ingolstadt, Unterhaching…u. Türkgücü sind!!!😉Da sind wir garnicht so schlecht dran, meine ich!😜😁

Last edited 2 Monate her by Chemieloewe
anteater

dann labern

Er wird halt vor und nach jedem Spiel darauf angesprochen, so wie auch die interviewten Spieler.

chemieloewe

Klar, die Medien sind da halt wie die Geier u. heizen die ganze Diskussion um den Aufstieg an, weil sie davon profitieren. Da ist MK u. das ganze Team immer im Schussfeld u. in der Zwickmühle.

_Flin_

Was sich wie ein roter Faden durch die Saison zieht ist, dass die Ergebnisse oft schlechter sind, als die Leistungen. Heute war das mal wieder so, eben so wie schon gg Saarbrücken.

Dazu kommt der Platz 1 der Fehlentscheidungstabelle, auf den heute mit dem 1:0 auch wieder eingezahlt wurde.

Nicht, dass die Löwen heute hätten gewinnen müssen. Dazu gab es zu wenige Chancen. Zu wenig vom nur teilweise gefällig en Spielaufbau. Zu viele schlechte Situationen, in denen Zuordnung und Raumaufteilung in der Defensive nicht gestimmt haben.

Die Tore waren sehr gut, schön herausgespielt, toll abgeschlossen. Die Gegentore leider nicht. Bei allen dreien haben wir im Vorfeld schwere Fehler begangen, bzw beim ersten war wirklich Pech im Spiel.

Aber was soll man sagen. Alle rackern und machen und tun, inklusive Trainerteam, das das Überzahlspiel gg Moll mMn richtig identifiziert hat und durch eine Doppelsechs kurierte. Toll gefightet, toll aufgeholt. Am Ende mal wieder nix zählbares. Wegen 2-3 Szenen, in denen der Spielaufbau verbockt wurde bzw hinten gepennt.

In der Retrospektive hat Osnabrück die 3 Punkte mehr verdient als wir, da sie doch die gefährlicheren Situationen hatten. Leostungsgerecht wäre aus meiner Sicht trotzdem ein Unentschieden gewesen. Osnabrück war nicht wirklich besser als wir, aber in wenigen Situationen cleverer bzw glücklicher.

Abschließend muss ich sagen, dass wir genau da stehen, wo wir hingehören. Gut, aber für einen Aufstieg nicht gut genug. 4.Platz ist noch möglich, gscheit arbeiten, Gas geben, Punkte holen. Elil

anteater

“Muss” Deinen Beitrag etwas relativieren…

dass die Ergebnisse oft schlechter sind, als die Leistungen

Na ja. Wir haben nicht selten einen Punkt geholt, obwohl wir wirklich grottig aufgetreten sind. Für die Rückrunde, finde ich, hast Du eher recht, in der Hinrunde nahm ich es genau umgekehrt wahr.

Platz 1 der Fehlentscheidungstabelle

Stimmt, aber das ist nur die halbe Wahrheit. Wir haben auch Platz 4 bei den Fehlentscheidungen zu unseren Gunsten. Man müsste das jetzt wirklich nochmal einzeln analysieren, um dann ernsthaft sagen zu können, dass wir durch Fehlentscheidungen massiv benachteiligt wurden, weil z.B. ein nicht gegebener Elfer für uns beim Stand von 1:1 in der 90. Minute anders wiegt, als wenn beim Gegner einer unberechtigt vom Platz fliegt, wir aber eh schon 3-0 führen.

tomandcherry

Servus Ihr Beiden!

Da bin ich schon Kollege anteater’s Ansicht.

Mir ist auch diese “Da und dort wurden wir mal wieder benachteiligt”-Diskussion zu billig.

Anhand der Fakten, dass es nur zu einem Sieg gegen ein tabellarisches Spitzenteam gereicht hat (Lautern-Heimspiel) und wir u.a. gegen TG mit viel Dusel lediglich ein mageres Pünktchen geholt haben, noch dazu von deren finanziellem Desaster und den Konsequenzen profitieren durften, brauchen wir uns nichts vormachen: 60 ist definitiv kein Drittliga-Spitzenteam.

Da können die wenigen Highlights nicht darüber hinwegtäuschen (u.a. Pokal-Spiele gegen S04 und D98), dass bei uns derzeit mehr Schatten als Licht herrscht.

Und ich bin weit davon entfernt alles und jeden in Frage zu stellen. Von ständig auf’s Neue aufkommenden Personaldiskussionen halte ich sowieso nix.

Nur sind wir mit dem Anerkennen der Realität wesentlich besser bedient, als uns auf “Fehlentscheidungstabellen” oder sonstigen Firlefanz (sorry, ist so) zu beziehen.

Auch die Verpflichtung von Tim Rieder setzt bei mir keinen Euphorieschub aus.

Das ist allerdings nochmal ein anderes Thema in einem anderen Thread.

anteater

Tja, aus der Traum.

chemieloewe

Besser, als Ingolstadt nächstes Jahr zu kopieren u. die Schießbude der 2. BL zu sein!

_Flin_

Das ist Deine Meinung.

Man weiss nie, was passieren wird. Und 2.Liga gg den Abstieg wär mir lieber als zum 17.Mal in 18 Saisons nicht aufzusteigen.

dennis312

Sehe das wie du… Selbst wenn wir mal wieder in der 1. Liga sein werden und da dann absteigen werden ists halt so. Aber es jedes Jahr nicht zu schaffen und nur in einer unterklassigen Liga zu versauern ödet mich an.

chemieloewe

Wenn wir zeigen, dass wir wirklich fit sind aufzusteigen, wie Magdeburg o. Kaiserslsutern, dann bin ich gern dabei!!! Natürlich würde ich mich auch freuen, wenn wir den Aufstieg mit hängen u. würgen schaffen! Aber dann habe ich für die 2. BL im Vorfeld bestimmt schon einige Bauchschmerzen. Aber wenn trotzdem das Team geschlossen gut funktioniert u. zusammenhält, der Trainer passt, wie MK u. gute Verstärkungen generiert werden können, dann kann der Klassenerhalt schon realistisch klappen. Das ist dann wieder eine neue Saison, wo viel passieren kann, gut o. weniger gut, ist halt Fußball, wo es durch viele unbeknnte Faktoren so o. so ausgehen kann, was ja den enormen Reiz des Sports auch mit ausmacht.

Last edited 2 Monate her by Chemieloewe
dennis312

Man weiß letztlich nie, wie es wird nach einem Aufstieg. Kann gut gehen, muss nicht… Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Last edited 2 Monate her by Dennis312
anteater

Würde lieber erst aufsteigen, wenn man eine gewachsene Truppe hat, der man auch realistisch den Klassenerhalt zutraut.

Wir sehen doch bei Würzburg (und bei unzähligen anderen), was passiert (bzw. passieren kann, aber ist halt sehr oft so), wenn es nach dem Aufstieg nicht läuft. Zuerst mal der Trainer weg, auch wenn der zuvor über Jahre gute Leistungen gebracht hat. Dann geht es wieder runter, die Mannschaft fällt auseinander und man fängt fast wieder bei Null an. Neuer Trainer, neue Mannschaft. Und manchmal geht es dann noch weiter runter, so wie es jetzt bei Würzburg der Fall zu sein scheint.

Habe nicht so im Blick, was Fürth da als Personalkarussel macht, aber die wären ja gut beraten, die eine Bundesligasaison als Geldquelle zu sehen, aber die Gesamtstruktur zu behalten, um insgesamt den Klub besser aufzustellen. Ist so etwas bei uns denkbar, bei dem Anspruchsdenken nicht weniger Anhänger*innen?

Steig mal mit der jetzigen Truppe auf, verliere dann die ersten fünf Spiele, ist ja durchaus denkbar. Dann kommt die ganz große Unruhe rein.

tomandcherry

Da schreibst was, anteater.

Kann Dir aber wieder nur beipflichten.

Wer möchte allen Ernstes eine Zweitliga-Schießbude sehen, die an fast jedem Spieltag Lehrgeld bezahlt?

Ich kann hier nur für mich sprechen, aber da bin ich lieber ein halbwegs erfolgreicher Drittligist mit Perspektive, als für eine Saison in der 2. Liga und dann geht’s sofort wieder runter.

Möchte dem Kommentator Flin jedoch nicht absprechen, dass es halt auch klappen könnte und die ein oder andere vermeintlich chancenlose Aufstiegstruppe sich überraschend gut in Liga 2 etabliert hatte.

Bei 60 hätte ich jedoch starke Bedenken. Die Vergangenheit hat mir halt mehrfach gezeigt, dass es nicht wirklich hilfreich ist, sich ständig größer/besser zu machen, als man in Wahrheit ist.

anteater

Die aktuelle Zweitligatabelle könnte da Warnung genug sein. Ingolstadt kommt sicher zurück und Dresden, letzte Saison noch Meister der 3. Liga, geht so gut wie sicher in die Relegation. Und das mit einem Lauf aus, wenn ich mich nicht irre, noch kein Spiel gewonnen dieses Jahr.

Neulich hatte ich das ja mal für die letzten Jahre betrachtet. Die meisten Aufsteiger kommen schnell zurück. Und ich behaupte mal, dass die meisten ein stabileres Umfeld haben als wir.

tomandcherry

Regensburg ist sicher das Paradebeispiel für einen “Underdog”, der es länger in der 2. Liga aushält, als die meisten es gedacht hätten.

Sonst so?

Die “Traditionsclubs” HoPPenheim und “Rasenball” Leipzig, die – durch hervorragende Rahmenbedingungen und Fachkompetenz an den richtigen Stellen – sich bis in die BuLi katapultieren konnten.

Habe ich irgendeinen Verein vergessen?

anteater

Holstein Kiel überrascht mich auch als Zweitligadauerbrenner. Aue ebenso, aber das geht gerade vorbei. Karlsruhe scheint sich nach deren Aufstieg zu etablieren.

dennis312

Kann auch Heidenheim, Sandhausen und Bochum nennen… Machen es in Liga 1 und 2 sehr stark… Selbst Fürth spielt in Liga 1 eine starke Rückrunde. Beispiele gibt es genug 🙂

dennis312

Kiel hat 2 mal sogar an der 1. Liga geschnuppert und die hätten es auch gepackt, wenn sie nicht so viele nachholspiele gehabt hätten. Union etabliert sich nicht nur in Liga 1,sondern mischt die Liga richtig auf. Regensburg macht es 1a,Karlsruhe macht es top, Rostock spielt als Aufsteiger eine sehr stabile Saison etc.
Man sollte sich auch mal an den positiven Dingen orientieren und nicht nur an den negativen :). Mit guter Arbeit ist im Fußball alles drin.

anteater

Kiel war sogar mal deutscher Meister!

Die negativen Beispiele überwiegen massiv! Wie gesagt, neulich hatte ich das ja mal aufgelistet.

dennis312

Wann war Kiel Deutscher Meister :)? Deshalb besser machen und gut und professionell arbeiten 😉 dann sticht 1860 auch mal bei den positiven Erscheinungen auf in Zukunft, da bin ich ganz sicher. Strahlkraft hat der Verein ungemein.

anteater

1912

dennis312

An sich auch ein sympathischer Verein, die Störche. Machen auch gute Arbeit dort oben finde ich.

Löwenfan

Mit Köllner und Gorenzel wird der Aufstieg nie gelingen.

tomandcherry

Wir bräuchten halt einen “To the top”-Spitzentrainer aus dem nicht-deutsch-sprechenden Ausland.

Damit wäre dann der Aufstieg und Durchmarsch bis in die CL so gut wie gesichert.

anteater

Wir bräuchten halt einen “To the top”-Spitzentrainer aus dem nicht-deutsch-sprechenden Ausland.

Torsten Ziegner wäre gerade frei…

chemieloewe

😁👍🤣😂🤣Vitor Pereira hats ja gezeigt u. voll gebracht.😖

Last edited 2 Monate her by Chemieloewe
uraltloewe

Um mit diesem Kader eine Rolle im Aufstiegsrennen spielen zu können, müsste jeder auf dem Platz immer sein Top-Niveau abliefern. Am Beispiel zweier Spieler lässt sich das sehr gut dokumentieren: Neudecker letzte Woche mit einem starken Spiel, heute nicht mal Durchschnitt. Biankadi letztens grottig, heute mit sehr starker Leistung. Das könnte man beliebig fortsetzen.
Weil man diese Mängel nicht mit einer guten „Bank“ ausgleichen kann, ist es eben so wie es ist. Und ich fürchte, in Sachen „Bank“ kann man auch in der nächsten Saison nicht auf Besserung hoffen.

_Flin_

Ach ja, eine Sache noch: Heute kamen Morgalla, Dressel und Steinhart von der Bank. Weiss Ja nicht, was Du Dir unter einer starken Bank vorstellst, aber für mich ist das eine starke Bank.

uraltloewe

Nur Morgalla war stärker als der für ihn ausgewechselte Spieler (Salger).

_Flin_

Der Kader ist, wie er ist. Aus meiner Sicht ist vor allem ein Mangel an konstanten Leistungsträgern vorhanden, die Woche für Woche eine Leistung auf dem Niveau einer 3.Liga Aufstiegs Mannschaft abliefern. Ein Neudecker und Dressel scheinen mental schon weg zu sein. Lex ist monatelang nicht sichtbar, wenn auch bemüht. Die Verteidigung ist immer für einen Bock gut. Hillers Ballverteilung ist – muss ich leider sagen – unter aller Sau. Biankadi und Tallig, die heute stark waren, waren auch monatelang mässig.

Ddr einzige, der konstant wirklich gut war, ist Bär. Und – mit leichten Abstrichen – Deichmann. Alle anderen haben Form Löcher, in denen man physikalische Grundlagenforschung zur maximal möglichen Ausdehnung des Raum Zeit Kontinuums durchführen kann.

Dennis

Würde zu deiner angeführten Reihe rund um Bär und deichmann auch maximal noch morgalla hinzufügen, wenn er öfters gespielt hätte. Dir Einsätze die er hatte waren aber in Ordnung. Ob jetzt 2 oder 3 konstant gut spielen über eine Saison macht den Kohl aber auch nicht mehr fett. Mit einer guten Bank kommt dann aber kein lustloser dressel rein und kein torloser linsbichler, sondern du kannst anders nachlegen und auch den ersten 11 (die ja fast allesamt zu unkonstant agieren) Druck machen.

Dennis

Sehe unser Kernproblem auch an der Bank. Da kannst einfach nicht gut nachlegen. Inwieweit man dieses Problem zur neuen Saison beheben kann vermag ich noch nicht zu beurteilen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Bei 60 sowieso…

anteater

Selbst der vierte Platz dürfte schwierig werden. Rächt sich wohl, dass man im Toto-Pokal so lustlos auftrat und als das schlechtere Team ausgeschieden ist.

chemieloewe

Wenn 60 unbedingt den o. den Platz erreichen “muss”, wie jetzt den 4. Tabelenplatz zum DFB-Pokalstartplatz, haben wir meistens leider sehr schlechte Erfahrungen aus der Vergangenheit. Immer wenn wir unbedingt das u. das erreichen “mussten”, gings am Ende leider fast immer schief, halt typisch 60, kurz vor dem Ziel einzuknicken. Vielleicht klappt es ja doch noch mit Platz 4, aber ich glaube angesichts von Osnabrück, Braunschweig, Kaiserslautern u. Saarbrücken ehrlich gesagt auch nicht mehr daran!

tomandcherry

43 (!) Gegentore sind halt einfach zu viel.

Vergleiche mal mit K’lautern. Dort sind es gerade mal 19!

Wenn wir in so gut wie jedem Spiel mindestens einen Gegentreffer bekommen, wird’s schwer bzw. unmöglich, ganz nach Oben zu kommen.

Daran muss hart gearbeitet werden. Vielleicht reicht’s dann nächste Saison für einen Platz unter den ersten Drei.