Der 13. Spieltag führte den TSV 1860 von München ins Saarland, zum 1. FC Saarbrücken in das Ludwigsparkstadion, vor rund 12.000 Zuschauern. Nachdem das letzte Spiel auf Grund von Corona-Infektionen beim Gegner Waldhof Mannheim auf den 30.11.2021 verlegt wurde, war das der erste Auftritt in der Liga seit 3 Wochen. Tabellarisch gesehen traf der 4. der Liga mit 20 Punkten (20 Tore, 15 Gegentreffer) auf den mit einem Spiel weniger auf Platz 15 stehenden TSV 1860 mit 13 Punkten (10 Tore, 11 Gegentreffer). Der erste Abstiegsplatz wird vom MSV Duisburg mit 12 Punkten belegt.

Marius Willsch stand zum ersten Mal in dieser Saison nach seiner Verletzung wieder im Kader, Keanu Staude und Richard Neudecker (bis zum 27.10. in Quarantäne) waren nicht mit in Saarbrücken. Im Gegensatz zu den letzten Liga-Spielen war Sascha Mölders von Beginn an auf dem Platz in seiner Rolle als Kapitän. Insgesamt stehen für den TSV in dieser Saison 2 Niederlagen, 7 Remis und 2 Siege auf dem Konto. Der letzte Sieg der Löwen datiert vom 24. August, dem 3:0 Sieg am 5. Spieltag zu Hause gegen Viktoria Köln.

Günther Gorenzel vor dem Spiel im Magenta-Interview: Es ist nicht alles schlecht, was letzte Saison gut war, man muss im Detail bewerten. Bester Ballbesitz, auch im letzten Drittel, viele Pässe und bei den expected Goals ist man nicht wesentlich schlechter als in der letzten Saison. Vieles liegt am Selbstverständnis, das fehlt, genauso wie das Erfolgserlebnis. Das erfordert psychische Aufbauarbeit und wenn man den Bock umstößt, kommt man in anderes Fahrwasser. Auch sollte man nicht alles an Sascha Mölders festmachen.

Aufstellung

Marco Hiller (1), Niklas Lang (3), Stephan Salger (6), Sascha Mölders (9, C), Fabian Greilinger (11), Dennis Dressel (14), Marcel Bär (15), Daniel Wein (17), Merveille Biankadi (19), Yannick Deichmann (20), Philipp Steinhart (36)

Ersatzspieler: Tom Kretzschmar (40), Quirin Moll (5), Stefan Lex (7), Erik Tallig (8), Tim Linsbichler (22), Nathan Wicht (24), Marius Willsch (25), Semi Belkahia (27), Maxim Gresler (32)

1. Halbzeit

Schiedsrichter Patrick Kessel pfiff das Spiel mit Anstoß für den TSV 1860 München in den grauen Auswärts-Trikots. Saarbrücken begann wie für sie gewohnt sehr druckvoll und hatte in der 3. Minute bereits die erste Ecke, die eine Parade von Hiller nach Kopfball von Zeitz erforderte. Nach einem Standard in der 5. Minute kam der TSV zum ersten Mal vor das Tor der Gastgeber. Quasi im Gegenzug kam es zur zweiten Ecke für Saarbrücken. Der TSV kam in den ersten Minuten zu keinem vernünftigen Spielaufbau, wurde früh gestört und verlor sehr schnell den Ball. In der 8. Minute gab es einen weiteren Standard nach einem Foul an Dressel aus halbrechter Position aus etwa 30 Metern, aber der Freistoß durch Steinhart war zu kurz. Mölders hatte die erste Chance kurz darauf, Batz, der Torwart der Gastgeber, konnte den Ball zur Ecke lenken. Dressel hatte in der Folge der Ecke mit einem Fernschuss die nächste Möglichkeit, scheiterte aber am Torwart. In der 11. Minute die nächste Ecke für den 1. FC Saarbrücken, die aber für Hiller kein Problem darstellte. Die zweite Ecke für den TSV 1860 gab es in der 13. Minute, getreten von Daniel Wein, allerdings auf den Kopf eines Gegenspielers. Nach einem sehr guten Zuspiel auf Deichmann, der in die Mitte spielte, verpasste Mölders nur knapp, aber es gab immerhin die 3. Ecke für den TSV, wieder getreten von Wein und wieder auf den Kopf von einem Saarbrücker Spieler. Der TSV kam in den letzten 5 Minuten besser ins Spiel.

Der TSV kam immer besser in die Hälfte und vor das Tor des Gegners, allerdings waren die Zuspiele in die Spitze noch nicht für gefährliche Situationen tauglich, aber man konnte den Gegner vom eigenen Tor fernhalten. Auch stand man wesentlich höher als noch zu Beginn des Spieles. In der 22. Minute dann wieder mal ein Schuss auf das Tor durch Sascha Mölders, aber der Abschluss war kein Problem für den Saarbrücker Torhüter Batz. Die Saarbrücker taten sich im offensiven Spiel nach vorn in dieser Phase schwer. Nach einem Einwurf von Deichmann (24‘) auf Mölders hatte die Nummer 9 des TSV die große Chance für die Führung, der Ball ging nach seinem Drehschuss nur um ein paar Zentimeter am Tor vorbei. Nach den ersten guten Minuten von Saarbrücken gehörten die zweiten 15 Minuten der ersten Halbzeit dem TSV.

Das Spiel fand mehr zwischen den Strafräumen statt. Saarbrücken kam nicht nach vorn und der TSV hatte nach wie vor Probleme, seine Spitzen effektiv einzusetzen. Stefan Salger verhinderte den Durchmarsch von Gouras in dem er den Fuß noch an den Ball brachte (32‘) und Hiller die Ecke verhindern konnte. Gouras war es auch, der für die nächste Ecke von Saarbrücken sorgte, die zu einem versuchten Konter des TSV führte. Dieser Konter konnte nur durch ein Foul verhindert werden, was allerdings keine Karte nach sich zog. Grimaldi wollte unbedingt einen Elfmeter haben, als er im Strafraum der Löwen zu Fall kam, aber Schiedsrichter Kessel sah das anders. Andere Schiedsrichter hätten hier auf den Punkt gezeigt. Im Gegenzug gab es die nächste Ecke für die Löwen, die aber auch nicht zum Torerfolg führte, sondern nur zur nächsten Ecke, die auch nicht für viel mehr Gefahr sorgte. Hiller rettete in der 39. Minute, Saarbrücken kam jetzt wieder besser und gefährlicher vor das Tor der Löwen, die sich wieder nur mit langen Bällen nach vorn zu helfen wussten und keinen direkten Spielaufbau mehr zustande brachten. Die erste gelbe Karte der Partie sah der Saarbrücker Spieler Jänicke nach einem Foul an Wein in der 44. Minute. Der folgende Freistoß führte zur 6. Ecke für die Münchner Löwen, wieder von Daniel Wein getreten. Wein spielte den Ball in die Mitte, wie in den Ecken zuvor auch, obwohl dort keiner vom eigenen Team stand, die warteten am 1. und am 2. Pfosten. Schiedsrichter Kessel pfiff pünktlich nach 45 Minuten zur Pause. Spielstand: torlos, 0:0.

2. Halbzeit

Ohne personellen Wechseln beim TSV ging es in die zweiten 45 Minuten des Spiels. Die erste Chance gab es für Saarbrücken, die nach einer Flanke einen Handelfmeter wollten, den aber der Schiedsrichter zurecht nicht geben wollte. Wie auch in den ersten 45 Minuten begann der Gastgeber druckvoll, aber war nicht zwingend vor dem Tor der Löwen. Biankadi mit viel Tempo auf der Außenbahn setzte Bär in der 50. Minute sehr gut ein, aber Batz zeigte, warum er in Saarbrücken im Tor stand und vereitelte den Führungstreffer für die Löwen. Hiller war es in der 54. Minute, der wieder mal den Rückstand verhindern konnte, nachdem Grimaldi seinen Mitspieler zum Einsatz bringen konnte. Gouras traf zum Glück für den TSV nur den Pfosten, aus etwa 20 Meter in der 57. Minute, nachdem die Abwehr der Löwen dem Spieler mehr Platz machte als ihn abzuwehren. Biankadi traf quasi im Gegenzug zur Führung, nachdem Mölders ihm die Vorlage per Brust auf die Füße legte. Sascha Mölders hatte den zweiten Treffer auf dem Fuß, traf aber nur die Halterung vom Tornetz.

Nach einer Ecke für Saarbrücken (60‘) war es Greilinger, der nach dem Konter den Ball in die Arme von Batz geschossen hatte. Marcel Bär lies in der 62. Minute völlig freistehend den Treffer zum 2:0 für den TSV liegen, verzog und der Ball ging einiges am Tor vorbei. Saarbrücken wechselte doppelt und brachte in der 63. Minute frische offensive Kräfte ins Spiel. Damit zeigte der Gastgeber, dass er dieses Spiel trotz des Rückstandes unbedingt gewinnen wollte. Nach einem guten Vorstoß der Löwen waren es Hiller und Salger in Teamarbeit, die den Ausgleich verhindern konnten. Allerdings blieb Hiller nach der Abwehraktion in der 66. Minute verletzt liegen und musste kurz behandelt werden, konnte aber weiterspielen. Deichmann verhinderte einen Vorstoß der Gastgeber eine Minute später, mit einer sehr schönen Aktion und grätsche den Ball am 16er vom Fuß des Gegenspielers. Saarbrücken drückte auf den Ausgleich, kam aber bisher nicht gefährlich vor das Tor der Löwen, die Abwehr des TSV war bis zu diesem Zeitpunkt sehr stabil. Mölders bekam den Ball nicht auf das Tor, der Ball ging darüber, nachdem der TSV einen Konter zu Ende spielen konnte (71‘). Steinhart probierte es in der 72. Minute mit einem Schuss aus 20 Meter, der Ball wurde von einem Gegenspieler abgefälscht, aber es gab keine Ecke. Saarbrücken bereitete den nächsten Doppelwechsel vor und brachte noch weitere offensive Kräfte auf das Spielfeld. Eine weitere Chance hatte der TSV nach einem Freistoß in Person von Deichmann, aber der Ball ging knapp am Tor vorbei (75‘).

In der 76. Minute die 7. Ecke für Saarbrücken, konnte aber vom TSV erfolgreich verteidigt werden. Den zweiten Pfostentreffer für Saarbrücken gab es nach einem Lupfer von Robin Scheu in der 78 Minute nach einem fehlgeschlagenen Abwehrversuch von Steinhart. Tim Linsbichler durfte nach dieser Aktion für Marcel Bär auf das Spielfeld. Hiller vereitelte wiederholt den Ausgleichstreffer für Saarbrücken in der 79. Spielminuten, durch eine sehr gute Reaktion. In der 80. Minute dann die gelbe Karte für Stefan Salger und Elfmeter für Saarbrücken wegen Klammerns. Hiller war chancenlos gegen den Elfmeter, somit zählte der Treffer zum 1:1. Saarbrücken hatte die letzten Minuten alles, was sie hatten, nach vorn geworfen und zeigten offen, dass sie dieses Spiel unbedingt gewinnen wollten und zeigten das auch nach dem Ausgleichstreffer. Der TSV kam in dieser Zeit offensiv überhaupt nicht mehr zur Geltung, war rein mit der Abwehr beschäftigt. Die nächste Ecke war die Konsequenz daraus, die gleich zur nächsten Ecke für Saarbrücken führte (86‘). Aufregung gab es erneut nur eine Minute später, als ein Spieler von Saarbrücken im Strafraum der Löwen zu Boden ging, aber die Pfeife des Schiedsrichters blieb stumm. Köllner wechselte für Fabian Greilinger in der 88. Minute Stefan Lex ein, aber die offensiven Bemühungen der Münchner blieben Mangelware.

Köllner wechselte in der 90. Minute noch einmal, Biankadi musste das Spielfeld verlassen, genauso wie Salger, dafür durften Tallig und Belkahia noch ein paar Minuten mitspielen. Die Nachspielzeit betrug 4 Minuten. Mölders schoss den Ball in der 91. Minute über das Tor von Batz. Nach einem Foul von Scheu wurde abseits des Spielfeld zwischen den Trainern noch etwas heftig diskutiert, da dieses Vergehen vom Schiedsrichter und von seinem Assistenten ungeahnt blieb und es mit einem Einwurf weiter ging. In der 94. Minute versuchte Steinhart noch einmal mit einem Fernschuss, die 3 Punkte für den TSV nach München zu holen, aber der Schuss ging weit über das Tor. Das war die letzte Aktion des Spieles, Endergebnis 1:1.

Die Pressekonferenz: Die Pressekonferenz nach dem Spiel des 1. FC Saarbrücken gegen den TSV 1860 München

Titelbild: (c) Imago-Images

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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tomandcherry
tomandcherry(@tomandcherry)
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Reply to  Snoopy.
1 Monat her

So ist es, Snoopy.

Ich hab’s gerade in einem anderen “Fred” geschrieben:

Normalerweise kann man in unserer Situation mit einem Unentschieden beim Tabellenzweiten zufrieden sein. Normalerweise…

Mit unseren permanenten “Eigentlich wie verloren, nur mit Bonuspunkt”-Ergebnissen stehen wir nicht so positiv da, wie das die Statistik vorgaukelt.

Im Gegenteil. Man rutscht langsam, aber unaufhaltsam in die Region der Tabelle, die wir an und für sich als unrealistisch für unsere Mannschaft angesehen haben.

Der Aufstieg ist für diese Saison passe und wir müssen das Wort “Klassenerhalt” auf die Prioritätenliste setzen. Und zwar ganz weit oben!

Anderenfalls wird’s bald sehr, sehr ungemütlich an der 114.

siggi
siggi(@gscheiderl)
Leser
Reply to  Snoopy.
1 Monat her

Was die Ecken betrifft, meinte Manni Bender im BR-Fernsehen, dass diese gut hereingebracht würden, er aber nicht verstehe, warum keiner einläuft. Er sah das Problem nicht bei Wein, sondern bei seinen Mitspielern (siehe auch Uraltlöwe weiter unten).
Die hervorragenden statistischen Daten sind durchaus etwas wert. Das wird deutlich, wenn man sich folgene Frage stellt: angenommen Sechzig hätte die gleichen Ergebnisse erzielt, wie geschehen, hätte aber schlechte ststistische Werte vorzuweisen, bestünde dann die gleiche berechtigte Hoffnung auf bessere Ergebnisse? Ich glaube, eher nein.
Die Werte zeigen ganz klar, dass Sechzig auch in dieser Saison zu den absoluten Spitzenmannschaften in der 3. Liga gehört, was du oben ja selbst schreibst. Man sollte jetzt natürlich nicht naiv sein, aber Pessimismus ist überhaupt nicht angebracht. Die Gefahr ist vielmehr, dass das nun von außen hineingebracht wird und das wäre anufgrund der guten Leistung sehr, sehr schade.

alexander-schlegel
alexander-schlegel(@a-schlegel)
Leser
Reply to  Snoopy.
1 Monat her

Schon mal sehr gut analysiert. Ergänzende dazu noch ein paar Beobachtungen von mir, was mir in dieser Saison auffällt:

  • Das habe ich schon öfters geschrieben, aber es stimmt einfach: man attackiert den Gegner nicht mehr so aggressiv schon in dessen eigener Hälfte. Das hat zur Folge, dass man nach Balleroberungen viel mehr Wiese vor sich hat als letztes Jahr und der Gegner mehr Zeit sich wieder zu sortieren. Das halte ich übrigens für den Hauptgrund, warum wir so wenig Tore schießen.
  • Mölders Fitness: Ich hatte gestern das erste Mal in dieser Saison das Gefühl, dass wir wieder den Mölders der letzten Saison auf dem Platz hatten (sehen wir mal vom Buchbach-Spiiel ab, wo er auch schon gut gespielt hat). Ich glaube, gerade er hat sich zu sehr im Ruhm der letzten Saison gesonnt und wohl auch weniger gemacht. Hoffen wir mal, dass er das jetzt wieder aufgeholt hat. Ansätze sind für mich auf jeden Fall jetzt wieder da.
  • Wurde auch schon von Siggi angemerkt und kann ich nur noch bestätigen: die Standards sind keine Waffe mehr in unserem Spiel.
  • Was mir auch auffällt: es gibt für meinen Geschmack zu wenig Vorstöße der Außenverteidiger. Bei Deichmann sah man es gestern sporadisch wieder, aber gerade auch bei Steinhart fällt auf, dass er meist nur noch aus dem Halbfeld völlig harmlose und leicht zu verteidigende Flanken schlägt. Er müsste sich dafür um einiges weiter nach vorne orientieren, dann hätten seine Flanken auch wieder mehr Gefährlichkeit. Aber wahrscheinlich hat er zu viel Angst vor Kontern, weil er nicht der Schnellste ist. Aber dann bräuchte er bei seinen Vorstößen konsequent jemanden, der ihn hinten vertritt. Er hat dieses Jahr kaum einen Assist auf seinem Konto und er hatte diesbezüglich mal Liga-Bestwerte.
  • Und das Letzte was auffällt: mir fehlen während dem Spiel die zündenden Ideen von der Bank. Von einer Systemumstellung bekomme ich ganz selten was mit. Und genau so selten greift mal eine Einwechslung bei uns oder sorgt für eine Wende im Spiel. Von meinem Gefühl her kommen die Einwechslungen oft auch so 10-15 Minuten zu spät.
anteater
anteater(@anteater)
Leser
Reply to  Snoopy.
1 Monat her

“Warum ein Wein den Ball da hin bringt, wo keiner steht, weiß ich nicht.”

Na ja, die Spieler sollen ja auch nicht stehen, sondern reinlaufen. Warum da keiner reinläuft, das frage ich mich dann schon auch. Immerhin bringt Wein die Ecken weiter als bis zum ersten verteidigenden Spieler.

chemieloewe
chemieloewe(@chemieloewe)
Bekannter Leser
1 Monat her

1:1, wiedermal ein Unentschieden, dass uns natürlich nicht weiterbringt, vor allem nicht weg von der Abstiegszone, eher näher ran, wir stehen ja bereits unmittelbar vor dem 1. Abstiegsplatz, haben bloß 1 Spiel weniger. Freiburg hat ja heute gegen Verl gewonnen, Würzburg gegen Türkgücü u. sogar Meppen in Wiesbaden(!)…also unsere Situation verschärft sich nach unten schon von Woche zu Woche, wenn wir nicht bald öfters Siege einfahren. Wenn z.B. Duisburg am Mo. gegen Kaiserslautern gewinnt, rutschen wir sogar vom 16. auf den 17. Tabellenplatz, d.h. auf den ersten Abstiegsplatz.
Wir müssen es nun schaffen, in der englischen Woche, nach dem schweren DFB-Pokalspiel am Mi. gegen Schalke 04, am nächsten Sa. gegen die 2. des SC Freiburg zu gewinnen. Da ist siegen unbedingt Pflicht! Leicht wird das nach dem DFB-Pokalspiel aber garantiert nicht, sondern verdammt schwer, Do. u. Fr. die Kräfte wieder bestmöglich aufzufrischen.

Ja, heute gab es zwar leider wieder keinen Sieg, wieder “nur” ein Unentschieden wie sehr/zu oft in dieser Saison, aber, heute gegen einen sehr starken 1. FC Saarbrücken auswärts eine Punkt zu holen, ist nicht schlecht. Die Riesendoppelchance von Bär mit Kopfballnachschuss von Greilinger muss ein Tor werden, wurde aber leider nichts draus. Das Tor von einem richtig starken Biankadi war dann absolut saustark herausgespielt u. von Mölders klasse mit der Brust zu Biankadi weitergeleitet. Aber danach sind wie doch immer stärker unter Druck geraten u. haben immer mehr unsere spielerische Linie verloren, zu schnell durch zuviele Fehler den Ball verloren u. sind kaum mehr offensiv richtig aktiv geworden. Wir hatten Glück, dass der Schieri in der 1. HZ nach dem Zweikampf mit Grimaldi im Strafraum, als er zu Boden ging, keinen Strafstoß gegeben hat. In der 2. HZ hatten wir auch mehrfach Glück, dass Saarbrücken das Tor verfehlt hat, besonders bei dem Pfostentreffer. Dann hat es den Elfer für Saarbrücken aber doch noch gegeben, der ansich schon sehr zweifelhaft war, da Salger aus meiner Sicht nicht den Gegner gefoult hat, sondern der sich bei Salger halb im Fallen mit dem Arm eingehakt hat u. ihn mit runtergezogen hat, damit es wie ein Foul aussieht, worauf der Schieri auch leider hereingeflogen ist. Der Elfer hat dann auch dann Ausgleich gebracht. Wir haben es leider versäumt, das 2. Tor zu erzielen, wären nach dem 1:0 zu passiv u. haben uns zu sehr unter Druck setzen lassen.

Pech u. Glück waren heute ziemlich ausgeglichen, fand ich u. das Spiel war es insgesamt auch, weshalb das Unentschieden, vom Spielverlauf u. von den Spielanteilen beider Teams aus gesehen, schon in Ordnung ging.
Uns fehlen mehr Tore, mehr Torgefahr, mehr richtig gute, knallharte Torschüsse. Ich finde, uns fehlt noch der entscheidende Biss, der Hunger u. der unbedingte Siegeswillen, gerade wenn wir es wie heute schaffen, 1:0 in Führung zu gehen, es aber dann nicht mit aller Kraft versuchen, die Entscheidung, also das nächste Tor zu erzwingen. Obwohl das einige Spieler, wie Deichmann, Greilinger…o. Biankadi schon so andeuten u. im Spiel zeigen. Ist auch schwer, wenn der Erfolgsdruck so hoch ist u. es lange keinen Sieg mehr gab, fehlt natürlich die Lockerheit, Selbstsicherheit u. Leichtigkeit…u. etwas das Selbstvertrauen. Der berühmte Knoten ist leider noch nicht richtig geplatzt. Was uns fehlt, sind richtige Erfolgserlebnisse, mal 2…3 Siege hintereinander. Ich hoffe, dass wir das bald irgendwie schaffen u. in die Erfolgsspur finden.

Unruhige Zeiten sind das für uns durch unsere angespannte sportliche Situation jetzt schon, das kann man nicht leugnen. Aber verrückt mache ich mich deshalb nicht u. verfalle nicht in Panik, Sorgen mache ich mir aber dennoch schon einige! Wir müssen nun mal abwarten, was die nächste Woche bringt u. die nächsten 2…3 Wochen bringen, die nächsten 2…3 Spiele. Schauen wir mal…
Wir sollte trotz unserer bisher mäßigen, nicht so erfolgreichen Bilanz in dieser Saison nicht gleich den Mut verlieren u. trotzdem weitestgehend Ruhe, Geduld u. Ausdauer bewahren u. nicht die Hoffnung Zuversicht u. den Optimismus verlieren! Ich versuche es jedenfalls immer wieder! Freilich, hoffnungsvolle Durchhalteparolen alleine helfen auch nicht…😉

Last edited 1 Monat her by Chemieloewe
tomandcherry
tomandcherry(@tomandcherry)
Leser
Reply to  Chemieloewe
1 Monat her

S04 ist gerade richtig in Fahrt gekommen. Gestern bereits der vierte Sieg in Serie. Wird extrem schwer, gegen die Gelsenkirchner eine Pokal-Überraschung zu schaffen.

Wäre vielleicht ein sog. “Brustlöser”, der den weiteren Saisonverlauf positiv beeinflussen könnte.

Aber im Moment sehe ich uns offen gestanden nicht mal in der Lage gegen vermeintlich leichte Drittliga-Gegner problemlos zu gewinnen.

_flin_
_flin_(@flin)
Leser
1 Monat her

Das war eine kurzweilige Angelegenheit. Wir hätten 3:1 gewinnen können, Saarbrücken auch.

Gut gefallen hat mir die deutlich verbesserte Präzision im vorderen Drittel. Belkahia auf Bär, Wein auf Mölders, auch vor dem 1:0.

Ich nörgel ja gerne rum, aber heute gab es offensiv nicht so viel zu bemängeln, ausser der Chancenverwertung.

alexander-schlegel
alexander-schlegel(@a-schlegel)
Leser
1 Monat her

Insgesamt hat mir der Auftritt heute sehr gut gefallen und wir haben auch ein sehr attraktives Drittliga-Spiel gesehen. Deichmann hat für mich heute seine beste Saisonleistung gezeigt. Leider, leider, haben wir es, wie so oft in dieser Saison, versäumt nach dem Führungstreffer nachzulegen. Die Chancen waren wieder einmal da und dann wäre die Birne geschält gewesen. So kam es, wie es diese Saison ja auch schon öfters kam: der Gegner sieht noch seine Chance, der Druck nimmt zu und in dem Maße häufen sich auch bei uns schnell auch die Abspielfehler. Kurz vor dem Elfmeterpfiff dachte ich mir noch, dass das nicht mehr lange gut geht. Warum wir da dieses Jahr immer wieder so rasant die Spielkontrolle verlieren, müsste man wirklich mal im Detail analysieren. Aber das ist nicht nur eine Sache der Abwehr. Damit würde man es sich zu einfach machen. Da ist die ganze Mannschaft gefragt.

Trotzdem hoffe ich jetzt wirklich mal, dass doch endlich mal der Bock umgestoßen wird. Vielleicht schon im DFB-Pokal, wo ja keiner einen Pfifferling auf uns setzen wird und man befreit aufspielen kann. Und wenn dann Michael Köllner endlich auch mal ein glückliches Händchen bei den Auswechslungen hat, dann bin ich rundum glücklich.

siggi
siggi(@gscheiderl)
Leser
1 Monat her

Mal wieder ein 1:1. Allerdings ein extrem kurzweiliges. Ein Elfmeter von Lang an Grimaldi verschuldet, wurde in HZ 1 nicht gegeben, dafür in HZ 2 einer, der keiner war. Vermutlich eine Konzessionsentscheidung. Davor hat Greilinger die denkbar verkehrteste Entscheidung getroffen, als er vorm eigenen Sechzehner den Ball nicht an den eigenen Mann weitergab und dann von 3 Saarbrückern in die Zange genommen wurde. Hiller im Fünfer und auf der Linie ein Monster, sonst noch ausbaufähig.
Die vielen Unentschieden sehe ich gar nicht so negativ. Der jeweilige Gegner hat ja dann auch immer zwei Punkte weniger. Nur, spätestens in der Rückrunde sollten dann Siege her. IM BR Fernsehen war Manni Bender als Co-Kommentator übrigens eine äußerst kompetente Wohltat.
Ein Punkt gegen einen Gegner, der einen Lauf hat(te), ist auch nicht schlecht. Und jetzt volle Konzentration auf Schalke! Ich möchte jetzt nicht so gerne hören, dass wir unseren Fokus nur auf die Liga hätten.

Last edited 1 Monat her by Siggi
siggi
siggi(@gscheiderl)
Leser
Reply to  Snoopy.
1 Monat her

Das mit dem Nicht-Wechseln ist wohl nur so zu erkären, dass Köllner keinen (noch stärkeren) Bruch im Zusammenspiel riskieren wollte. Was Deichmann betrifft, bin ich allerdings voll bei dir. Der lief auf dem Zahnfleisch. Vielleicht steht ja irgendwo, wieviele Kilometer der gelaufen ist.

Sechzgerflore
Sechzgerflore (@guest_60953)
Gast
Reply to  Snoopy.
1 Monat her

Ich frage mich schon seit Beginn der Amtszeit Köllners warum er, wenn überhaupt so spät wechselt…

anteater
anteater(@anteater)
Leser
Reply to  Sechzgerflore
1 Monat her

Dabei meine ich mich erinnern zu können, dass Köllner im Vergleich zu Bierofka früher wechselt. Bisweilen auch schon um die 60. Minute, aber halt nicht immer.

Vielleicht zeigt sich an den jetzt gefühlt späteren Wechsel auch eine gewisse Nervosität des Trainers?

uraltloewe
uraltloewe(@uraltloewe)
Leser
Reply to  Snoopy.
1 Monat her

Die Mannschaft hat gestern eigentlich gut funktioniert. Auswärts einen Punkt bei einer Spitzenmannschaft zu holen ist eigentlich nicht schlecht. Es bräuchte jetzt aber auch schon mal drei Siege hintereinander, um wider Anschluss zu finden.
Für mich hab’s ausnahmsweise auch kaum Grund, früher zu wechseln. Allenfalls Lex (warum hat der nicht von Anfang an gespielt?) hätte man nach der Führung etwas früher bringen können, weil der mit seiner Schnelligkeit geradezu ideal als Konterspieler gewesen wäre. Und Deichmann hat wirklich ein starkes Spiel gemacht.
Dass es noch einen 11er geben würde, war eigentlich klar. In der Hz. hat man dem SR sicher nahegebracht, dass er gegen Lang eigentlich einen hätte geben können/müssen. Also hat er ihn bei nächster Gelegenheit gegeben.
Manni Bender war mit seinen treffenden Kommentaren alleine schon ein Genuss. Bei den Ecken hab ich genau das gedacht, was er kurz darauf angesprochen hat. Wobei möglicherweise der Fehler nicht beim „Eckentreter“ liegt. Ich glaube, dass ein Drittligaspieler einen ruhenden Ball schon in etwa dorthin bringen kann, wo er ihn hinhaben will. Und nachdem ja jedesmal angezeigt wird (Arm heben usw.), wie er geschossen wird, stellt sich auch die Frage, warum dieser Raum nicht besetzt wird. Die Freistöße waren ja auch nicht besser, weil meistens zu kurz. Bei Standards gibt es also auf alle Fälle noch deutliches Verbesserungspotential.
Also hoffen wir mal wieder auf das nächste Spiel.