Für Verwirrung sorgte die Abendzeitung mit der These, der Hauptsponsor „die Bayerische“ könnte den TSV 1860 München mit den Erlösen aus den Verkäufen der Ex-Löwen Julian Weigl und Marin Pongracic unter Druck setzen. Die Theorie: der Hauptsponsor pocht auf die Rückzahlung seines Darlehens und schmälert damit den kommenden Spieleretat. Das Ziel sei es, im Rahmen einer Kapitalerhöhung, als dritter Gesellschafter einzusteigen. Wir fassen noch einmal zusammen.

Die Vorgeschichte zum Darlehen

Im Jahr 2017 hatte Interims-Geschäftsführer Markus Fauser gemeinsam mit dem Hauptsponsor „die Bayerische“ das besagte Darlehen ausgehandelt. Ohne dieses Darlehen wäre die TSV München von 1860 GmbH & Co KGaA wirtschaftlich tot gewesen. Damals nannte man das Darlehen eine „Brückenfinanzierung“ und stellte in Raum, dass das Darlehen, sofern die Mitglieder des Vereins zustimmen, in Gesellschafteranteile umgewandelt werden könnte.

Wir erinnern uns: der TSV 1860 München war gerade zwei Ligen nach unten gerutscht und stand unmittelbar vor der Insolvenz. Das Darlehen des Hauptsponsors war also durchaus mit einem Risiko behaftet.

Geschäftsführer Fauser gab dem Hauptsponsor deshalb eine Sicherheit. Allzu viel zu bieten hatte der in die vierte Liga gestürzte Klub nicht. Also bot Fauser als Sicherheit die Erstzugriffsrechte auf die Erlöse aus möglichen Weiterverkäufen der ehemaligen Löwen-Spieler Julian Weigl, Marin Pongracic und Felix Uduokhai. Für den Hauptsponsor, der natürlich Kredite nur unter wirtschaftlich sinnvollen Gesichtspunkten vergeben darf, war dies Sicherheit genug.

Die aktuelle Situation

In diesem Jahr war es dann soweit. Zwei der drei ehemaligen Spieler wurden verkauft. Julian Weigl wechselte von Borussia Dortmund zu Benfica Lissabon. Marin Pongracic wechselte von RB Salzburg zum VfL Wolfsburg. Insgesamt fliessen dabei rund 2,9 Millionen Euro an den TSV 1860 München.

Natürlich wünscht sich die sportliche Führung unter Günther Gorenzel, dass die Summe komplett in den kommenden Spieleretat geht. Die Sicherheit für das rettende Darlehen aus dem Jahr 2017 wäre damit aber größtenteils aufgebraucht. Dass der Hauptsponsor diese Sicherheit nicht einfach aufgeben kann, ist vollkommen logisch. Als „die Bayerische“ einem rettenden Darlehen zugestimmt hatte, war der TSV 1860 München bereits hoch verschuldet und Darlehen in Höhe von 8 Millionen Euro wurden gestundet. Niemand hätte, ohne die von Fauser erdachte Sicherheiten, ein Darlehen gegeben. Der TSV wäre damit in die Insolvenz gerutscht und heute sicherlich nicht in der Dritten Liga.

Gibt „die Bayerische“ die Sicherheit nun zugunsten eines höheren Spieleretats auf, widerspricht man zweifelsohne den Richtlinien eines gesunden wirtschaftlichen Handelns.

Nicht vergessen darf man dabei, dass der Hauptsponsor im vergangenen Jahr bereits sein Sponsoring massiv aufgestockt hat. Für die Namensrechte, die bei Weitem nicht die Werbewirksamkeit haben, wie man bei der Höhe an Sponsoring erwarten könnte. Und die in der ganzen Geschichte der Löwen noch nie einen Cent gebracht haben. Quasi geschenktes Geld.

Zurück zum Darlehen und der damit verbundenen Verpflichtung eine Sicherheit zu gewährleisten: Es ist zweifelsohne keine Böswilligkeit des Hauptsponsors, dass man einer kompletten Verwendung der Transferlöse aus dem Weigl- und dem Pongracic-Deal für den Sportetat nicht zustimmt. Weil man eben die Sicherheit benötigt.

Eine Möglichkeit wäre im Gegenzug, eine andere Sicherheit anzubieten. Geben wird es die jedoch eher nicht. Der TSV 1860 München ist hoch verschuldet und wirtschaftlich auf wackeligen Beinen. Der Klub hat einfach nichts zu bieten. Es war ein guter Schachzug des damaligen Geschäftsführers, mögliche Transfereinnahmen ehemaliger Spieler als Sicherheit anzubieten. Auch wenn wir wissen, dass es nervt: der TSV 1860 München hat sich vor allem in der Saison 2016 / 2017 hoch verschuldet und war wirtschaftlich am Ende. Das muss man immer wieder betonen.

Eine Möglichkeit ist, das Darlehen nun zurückzuzahlen. Oder aber, so wie bereits 2017 angedacht, man wandelt die Darlehen in Gesellschafteranteile um. Letzteres wird vermutlich aber an Hasan Ismaik scheitern. Der ist zwar für eine Kapitalerhöhung offen, möchte aber kein kleines Konsortium sondern nur einen großen Partner, der zwischen 10 bis 20 Millionen sofort investiert. Der TSV 1860 München steht wieder einmal uneinig irgendwo zwischen wirtschaftlicher Vernunft und großen Luftschlössern.

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)

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Wolf
Leser

Es ist immer wieder erfreulich, wie sachlich, ausführlich und möglichst objektiv die Artikel hier geschrieben sind.
Weiter so!

Benedikt
Leser

Ich wäre natürlich froh wenn die genannten 2,9mio in den sportlichen Bereich fließen würden und somit dann hoffentlich auch die Qualität des Kaders steigern würden, doch denke ich man sollte seine Schulden auch verdammt nochmal zurückzahlen!
Wenn ich ein Kredit aufnehme und dann später an ne Menge Kohle komm dann zahl ich doch mein Kredit zurück und verprasst das Geld net wieder.
Okay,also ich würde mir auch ne Kleinigkeit gönnen bevor ich meinen Studienkredit zurück zahlen würde,aber den größten Teil sollte einfach zur Schuldentilgung genutzt werden…aber ohne Hasan!

Loewengraetscher
Gast
Loewengraetscher

Die KGAA wäre gut beraten eine gleichwertige Sicherheit zu stellen oder das Darlehen zurück zu zahlen.
Vertrauen und Zuverlässigkeit ist mittel-und langfristig unbezahlbar.
Was passiert wenn es grds nicht vorhanden ist, sieht man in der „Partnerschaft“ mit HI.

Buergermeister
Leser

Die Gelder vom Weigl Transfer sind schon da und werden für den Sportetat verwendet. Es geht hier nur um die Pongracic Gelder. eine Umwandlung eines Darlehens in Gesellschafteranteile (wer soll die abgeben?) geht nur mit 3/4 Mehrheit. Welche Sicherheit wird denn bitte benötigt? ich gehe davon aus, dass der Kredit zurückbezahlt wird, so kann man sich auch die Zinsen sparen.

Löwe
Leser

Schon sehr einseitige Darstellung…

HI hätte auch das Darlehen gegeben. Er bot auch an das Darlehen abzulösen.

Find es immer interessant, dass Darlehen von HI immer so negativ gesehen werden, obwohl er noch nie eine Rückzahlung gefordert hat und noch nie Zinsen bezahlt bekommen hat. Zudem wandelt er immer mal wieder Darlehen in Genussscheine um.

Für mich sind Darlehen von HI weitaus sinnvoller als Darlehen von anderen Kreditgebern, die wie im Artikel richtig beschrieben wirtschaftlichen Vorgaben unterliegen.

Blue Power
Leser

Wie kann man nur solch einen Schmarrn der hinten und vorne nicht annähernd den tatsächlichen Fakten entspricht in aller Öffentlichkeit verbreiten.
Leute, informiert Euch mal vorab, bevor ihr so einen Unsinn verbreitet.
Unglaublich, dass die vom spaltenden Blogger mit Halbwahrheiten und Lügen behafteten Inhalte seiner Berichte auch noch in seriösen Fanforen verbreitet werden. Lesen, verstehen, prüfen und dann erst schreiben, schreibt Euch das bitte mal hinter eure Löffel!

Bine1860
Leser

@Löwe er hat angeboten anstelle des Sponsorings der Bayerischen ein Darlehen zu vergeben, das war 2019.
in 2017 hat er gar nix! angeboten (ausser einer SMS und nicht erfüllbare Forderungen). Das Darlehen der Bayerischen wollte er zu einem Zeitpunkt ablösen, als dieses noch nicht mal abgerufen war. Somit hätte man bei Ismaik schon Zinsen zahlen müssen und bei der Bayerischen nicht. Ausserdem war das Darlehen zu dem Zeitpunkt noch zur Sicherung der Lizenz festgelegt.
Die Bayerische war und ist, wenn smaik es nicht war /ist, sie sponsort enorm viel und hat 1 Darlehen gegeben. Ismaik und sein Invest wurden und werden auch dadurch gesichert. Dass er Darlehn umwandelt, dient der Erhaltung seines Invests, andernfalls ist man nämlich insolvent und alles ist weg.

Bine1860
Leser

Er hat sehr wohl schon Zinsen bezahlt bekommen, und die Zinsen die jetzt gestunded sind belasten den Etat bzw. die Eigenkapitalquote

Löwe
Leser

Zinsen wurden bisher NIE AUSBEZAHLT. Sie mussten lediglich verbucht werden und erhöhten die Darlehen. Den Etat belasten sie nicht mehr, da die Einnahmen aus Abschmelzung der Genussscheine mittlerweile ungefähr gleich hoch ist.

Bine1860
Leser

Vor 2017 und der 4 wurden sehr wohl Zinsen ausbezahlt

Löwe
Leser

Nein!
Ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren, wenn sie eine Quelle haben. Seit dem Einstieg von HI wurden die Zinsen nur immer eingebucht und erhöhten die Darlehen. Eine tatsächliche Zahlung erfolgte nie.
(ich hab mal eine Person gefragt, die es wissen MUSS. Diese hat mir bestätigt, dass nie Zinsen geflossen sind)

Loewenaufsteiger
Leser

Naja, HI hat nun mal ein schlechtes Image durch seine zugegeben z.T. abenteuerlichen Eskapaden. Aber im Grundsatz gebe ich Dir Recht. Er hat nie und wird auch nie seine Darlehen fällig stellen. Ich glaube ja immer noch (naiv?) an eine neue und bessere und konstruktive Zusammenarbeit.
Dafür müssen aber auf beiden Seiten Ressentiments abgebaut werden. Vielleicht gelingt dies nur mit neuen Köpfen – das hilft ja auch im normalen Leben manchmal als „Türöffner“.

ElilMangfall
Gast
ElilMangfall

Wieviele neue Köpfe auf eV Seite willst Du denn noch haben? Ich weigere mich, alle die aufzuzählen, die schon mit HI nicht klar gekommen sind. Das Problem ist wohl weder eV noch die diversen Geschäftsführer de KGaA

3und6zger
Leser

Hat HI 2017 wirklich Darlehen angeboten? Hab ich noch nie gelesen oder gehört. 2017 im Mai war er schon abgetaucht, hat die „4“ fabriziert und ward dann nicht mehr gesehen. Ich hatte das Gefühl, dass es ihm nicht gefallen hat, dass sich 60 wieder aus dem Dreck gewühlt hat. Er hat noch dem Sanierungsplan, der das Darlehen ja beinhaltete, zugestimmt und wahrscheinlich auch Darlehen gestundet. Aber so richtig aufgetaucht ist er erst wieder im März 2018, als die RL-Meisterschaft bevorstand. Da wollte er wieder auf den Zug aufspringen.
Er hätte ja 2017 das Licht ausknipsen können, dann hätten wir’s hinter uns gehabt. Aber ihn auch ……

tomandcherry
Leser

@ Löwe

Ergänzend zu meiner Antwort noch ein Hinweis auf

„Zudem wandelt er immer mal wieder Darlehen in Genussscheine um.“

Welche Alternative hätte er?

Die Insolvenz riskieren und somit auch den kompletten Verlust seines bisherigen Investments?

Löwe
Leser

Ist doch egal, ob er eine Alternative hat oder nicht. Er macht es!!

Die Bayrische könnte auch ihr Darlehen in Genussscheine umwandeln… die machen es aber (aus nachvollziehbaren Gründen) nicht.
Es wäre also durchaus überlegenswert, wenn frisches Geld benötigt wird, es lieber bei HI zu leihen als ein Darlehen mit einem Dritten zu schließen.

anteater
Leser

Nein, das ist nicht egal! Macht er es, weil er will, dass es Sechzig gut ergeht, oder weil er sonst Gefahr läuft alles zu verlieren und merkt, dass seine Druckmittel ins Leere laufen. Die Motivation für ein Handeln ist in der Regel schon sehr relevant!

Bine1860
Leser

@Löwe auch das ist falsch, die Bayerische ist kein Gesellschafter also kann die eben nicht umwandeln. nochmal neue Darlehen gehen nicht! Jetzt habe ich es dir 3x erklärt. Neue Darlehen bei wem auch immer belasten das negative Eigenkapital dh DFB Strafen bis hin zum Punktabzug und dann Lizenzentzug, würde übrigens auf der MV von Hr. Bay erklärt. Du hast soviel gefährliches Halbwissen, das ist schade

Löwe
Leser

1. Wo habe ich neue Darlehen gefordert? Ich habe lediglich geschrieben, dass es sinnvoller wäre Geld bei HI aufzunehmen als bei Dritten.

2. Die Darlehensauszahlung belastet das negative Eigenkapital nicht. Das negative Eigenkapital wird durch Verluste belastet. Entlastet kann es durch Umwandlung von Verbindlichkeiten in Genussscheine werden. Deshalb lieber bei jemandem Geld aufnehmen, der es auch in Genussscheine umwandelt. Aber noch lieber gar keine Verluste machen!

3. Man muss nicht Gesellschafter sein, um Genussscheine zu zeichnen. Da haben sie einfach falsche Infos. Googlen Sie mal. Man kann bei vielen Unternehmen Genussscheine zeichnen.

Falschaussagen tätigen, aber mir Halbwissen vorwerfen…

Reinhard Friedl
Leser

Es ist erst einmal richtig, dass ein Darlehen im ersten Schritt noch nicht zu einer Verschlechterung des negativen Eigenkapitals führt. Werden aber mit dem Darlehen z.B. die Gehälter der Spieler oder sonstige Kosten des Spielbetriebes finanziert, kommt es zu einem Verlust in der GuV, der eben schon das negative Eigenkapital erhöht. Wird mit einem Darlehen z.B. die Ablöse für einen Spieler finanziert, kommt es im ersten Schritt auch nicht zu einer Erhöhung des negativen Eigenkapitals. Allerdings belasten nötige Abschreibungen auf den Spielerwert in den Folgejahre die GuV und wirken sich dann durch evtl. Verluste ebenso wieder negativ aus.
Zum Punkt Genussscheine ist richtig, dass grundsätzlich auch nicht an der Firma beteiligte (AG bzw. KGaA) Genussrechte erwerben können. Aber man muss bei der TSV 1860 München KGaA schon erkennen, dass hier ein Vergleich mit anderen Firmen, die Genussscheine ausgeben nicht möglich ist. Daher wird wohl niemand bei einem dermaßen hoch verschuldeten Unternehmen Genussscheine zeichnen, außer er ist Teilhaber und möchte dadurch sein bereits investiertes Kapital nicht gleich in den Wind schießen. Dies wäre den Anteilseigner von „die Bayerische“-Versicherung nicht erklärbar, warum ein werthaltiges Darlehen in Genussscheine umgewandelt wurde. Dies hätte wohl auch strafrechtliche Konsequenzen für den Vorstand.

Kurt Renner
Leser

Besser kann man die Gemengelage nicht zusammenfassen, sehr gut dargestellt

Löwe
Leser

Alles richtig was sie sagen!
Ich hab aber nirgens gefordert, dass die Bayrische Genussscheine zeichnet. Hab nur geschrieben, dass sie das aus nachvollziehbaren Gründen nicht machen.
Aber wenn Darlehen aufgenommen werden, dann sollte man sich doch lieber an HI wenden als an Dritte.

Baum
Leser

Warum sollte man das tun? Damit er noch mehr Druckmittel hat mit denen er erpressen kann? Der Grundsatz sollte sein, überhaupt keine Darlehen mehr aufzunehmen. Dann gehts halt nicht „to the top“ und im schlimmsten Fall mal wieder in die Regionalliga. Alles besser als neue Schulden!

Bine1860
Leser

@Löwe Also erst sagt du
„Die Bayrische könnte auch ihr Darlehen in Genussscheine umwandeln… und
Es wäre also durchaus überlegenswert, wenn frisches Geld benötigt wird, es lieber bei HI zu leihen als ein Darlehen mit einem Dritten zu schließen“
und plötzlich hast du keine neuen Darlehen „gefordert“ und nicht gesagt die Bayerische soll es machen. Du bedienst hier Wortglaubereien um dich im Recht zu behaupten. Ich habe auch nicht gesagt, dass du das gefordert hast sondern versucht zu erklären, warum es nicht geht, das konnte der Reinhard noch besser ausführen wie ich, danke dafür. Alles in allem kann ich es nicht verstehen, woraus du das Vertrauen in Ismaik ziehst und tatsächlich, nach allem was seit 2011 passiert ist, nochmal bei ihm Geld nehmen würdest, auch wenn er sicher nicht an allem Schuld ist, hat er doch bisher 0,0 Einsicht gezeigt, im Gegenteil. Glaubst du nicht, daß das für 60 extrem gefährlich ist, sich noch weiter abhängig zu machen? Ist doch jetzt schon ein unberechenbares Damoklesschwert.

tomandcherry
Leser

@Löwe

Würdest Du persönlich noch weitere Darlehen von Jemandem annehmen, der Dich in der Vergangenheit in eine existenzbedrohende Situation gebracht hat („Doppel-Abstieg“)?

Sprich: Sehenden Auges nochmal das Unglück riskieren, wenn es ernsthafte Alternativen gibt?

Bei allem Respekt: Aber das glaubst Du doch selbst nicht?

Löwe
Leser

Wollens jetzt wirklich eine Erläuterung, wann Sechzig in existenzbedrohender Situation war und warum?

Mal gar nicht auf ganz früher eingegangen:
2011 Sechzig ist Pleite und bekommt von keinem mehr Geld (Ausnahme: HI. Er steigt ein und bezahlt. Löst sogar einen Teil der Verbindlichkeiten bei der LSV Löwen Sportrechte Vermarktungs GmbH&Co.KG ab, in der manche „eVler“ mit eigenem Geld drin waren) Ein jetziger Verwaltungsrat war damals bereits Aufsichtsrat.
2011-2016 Jedes Jahr das gleiche: Verlust und HI bezahlte, da es existenzbedrohend war und ohne wirklich Einfluss auf das operative Geschäft auszuüben. Mehrere jetzige Verwaltungsräte waren bereits im Amt. Ein Vizepräsident war bereits im Amt.
2016-2017 HI mischte sich mit katastrophalen Folgen in das operative Geschäft ein. Die Kontrollorgane (Aufsichtsrat) und Präsidium des e.V. stimmten dieser Vorgehensweise einstimmig zu. Der Verwaltungsrat ebenfalls. Darlehensverträge mussten immer von zwei Präsidiumsmitgliedern unterzeichnet werden. Zwei Vizepräsidenten sind immer noch im Amt. Viele Verwaltungsräte ebenfalls.

Aber klar, HI ist immer für alles alleine Schuld…

Blue Power
Leser

Halbwissen in Reinkultur lol

Bine1860
Leser

Kommentar auf Facebook hierzu, danke Stefan Markt:

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Reinhard Friedl
Leser

Als Ismaik 2011 bei der KGaA einstieg, mussten die Gläubiger (Darlehensgeber) einen Forderungsverzicht von 40 % eingehen. Kommt es nun zu einer (benötigten) Kapitalerhöhung, wird es auch nötig sein, dass Ismaik einem Forderungsverzicht zustimmen muss. Allerdings werden 40 % nicht reichen. Ich gehe eher von 80 % Verzicht auf seine Forderungen aus, da die Darlehen von HI alle mit Rangrücktritt versehen sind. Ebenso wird es einen „Schnitt“ bei den Genussscheinen geben müssen. Der Abschlag dürfte sich auch auf 75 – 80 % bewegen. Dies wird die Schwierigkeit werden, dass eine Kapitalerhöhung durchgeführt werden kann. Sollten diese Parameter von HI nicht erfüllt werden, werden sich wohl neue Kapitalgeber (z.B. die Bayerische), aber auch die Mitglieder im e.V. nicht bereit erklären, dem zu zustimmen. Übrigens ist das Darlehen von die Bayerische nicht mit den Darlehen zu vergleichen. Durch die Transfererlöse von 2,8 Mio € ist das Darlehen im Grunde voll abgesichert und darf mit Darlehen mit Rangrücktritt nicht verglichen werden.

Löwe
Leser

Alles richtig was Sie sagen.
Das mit der LSV habe ich deshalb geschrieben, weil man wohl damals keine Insolvenz gemacht hat, da dort ein paar Personen mit eigenem Geld involviert waren. Wenigstens die LSV hätte man damals dicht machen können.

Ihrer Argumentation nach wäre es also auch besser, wenn das Bayrische-Darlehen von HI abgelöst würde, oder?
Denn die HI-Darlehen würden bei einem „Schnitt“ teilweise ausgebucht. Das DieBayrische-Darlehen muss voll zurück bezahlt werden oder wird 1:1 in Kapital umgewandelt.

Reinhard Friedl
Leser

Die nachträglichen Transfererlöse von ca. 2,8 Mio € sollten sich in der Saison 2019/2020 recht positiv in der GuV der KGaA auswirken. Meines Erachtens könnte dadurch sogar ein kleiner Gewinn in der GuV für die aktuelle Saison übrig bleiben. Das Darlehen von der Bayerischen wurde ja für Etatlücken benötigt; es steht nun eigentlich neutral in der Bilanz. Daher würde ein Tausch dieses Darlehens durch ein neues Darlehen von Ismaik nichts im Wege stehen. Es darf eben nur nicht für das „getauschte“ Darlehen von 2 Mio € wieder neues Geld ausgegeben werden, das bereits durch das Darlehen der Bayerischen vorher schon ausgegeben wurde. Allerdings müssen wir als Außenstehende schon erkennen, dass für uns mit den bisherigen veröffentlichten Abschlüssen der KGaA zum 30.6.2018 nicht aktuelle Zahlen vorliegen. Der Geschäftsführer hat bereits Zahlen zum 31.12.2019 und könnte entsprechende Vorschläge den Gesellschaftern machen. Meines Erachtens wird Herr Scharold sowieso 2 oder 3 Möglichkeiten den Gesellschaftern aufzeigen.

Bine1860
Leser

Auch das ist falsch! Schulden wurden schon nach 2011 auch durch Ismaiks hire nad fire Politik generiert. Der Verwaltungsrat hat 2016/2017 eben nicht zustimmen können (und hat es auch nicht) . Keiner sagt, dass Ismaik allein an allem Schuld ist, aber er ist der einzige, der nicht aus den Fehlern gelernt hat

Abedie
Leser

Wem gehören denn die Immobilien wie Trainingsgelände oder Turnhalle oder was es da sonst noch so gibt??

3und6zger
Leser

Welche Turnhalle?

Reinhard Friedl
Leser

Die Turnhalle gehört weder der KGaA noch dem e.V. Die Gebäude auf dem Erbpachtgrundstück stellten in der Bilanz der KGaA vom 30.6.2018 einen Wert von 4,8 Mio € dar. Dies ist auch das einzige werthaltige Asset in der KGaA. Dem standen allerdings Verbindlichkeiten in Höhe von 17,2 Mio und zusätzlich noch 5,7 Mio € Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zu Buche. Auch die Genussrechte in Höhe von 26,7 Mio € (per 30.6.2018), heute wohl 31 Mio, sind „irgend einmal“ zurückzuzahlen, oder eben in Eigenkapital (durch eine Kapitalerhöhung) umzuwandeln. Allerdings kann dies nicht 1:1 geschehen. Der Wert der Genussscheine dürfte derzeit nur bei 20 % liegen. Dies bedeutet in etwa 6 Mio € könnte HI bei einer Kapitalerhöhung in die Waagschale werfen. Würden seine Darlehen auch in Eigenkapital umgewandelt werden, derzeit ca. 10 – 11 Mio Darlehen mit Rangrücktritt sollten auch mit max. 25 % Werthaltigkeit angesetzt werden; somit max 3 Mio €.

Abedie
Leser

Beteilige dich an der Diskussion…
Danke für die ausführliche Info.

Bine1860
Leser

Das Trainingsgelände gehört der Stadt und ist per Erbpacht an 60 verpachtet