Heimspiel in Giesing, Mannheim ist zu Gast. Und auch wir vom Löwenmagazin haben besondere Gäste bei diesem Spieltag dabei gehabt. Unsere Senioren Herr und Frau Deger, die sich standesgemäß im Giesinger Bräu mit uns auf das Spiel einstimmten, das Spiel auf der Haupttribüne verfolgten und hinterher noch auf einen kleinen Ratsch am Grünspitz dabei waren. Für uns ein gelungener Tag, über den wir noch ausführlicher berichten werden. Doch widmen wir uns jetzt dem Spiel der Löwen gegen Waldhof Mannheim, die mit einer starken Bilanz angereist sind – 28 Auswärtsspiele in Folge ungeschlagen. An der Statistik wollten TSV 1860 München rütteln.

Löwen dominieren, treffen aber nicht

Im Vergleich zum Spiel in Zwickau stellte Michael Köllner Leon Klassen und Noel Niemann für Philipp Steinhart (Gelb-Sperre) und Prince Osei Owusu (Bank) auf und diese Aufstellung sah vielversprechend aus, denn die Löwen ergriffen gleich die Initiative und so gab es schon bald die erste Chance, doch Sascha Mölders scheiterte am Mannheimer Keeper Königsmann (9.). Die Löwen hatten den Vorwärtsgang eingeschaltet, Mölders zeigte immer wieder seinen unbändigen Willen und kämpfte sich mit Dennis Dressel zum Strafraum vor, leider ohne Erfolg. Die Gäste wurden ständig unter Druck gesetzt und die Laufbereitschaft der Sechzger ließ den Mannheimern kaum Chancen, offensiv zu sein. Die erste Halbzeit wurde vor allem von den Hausherren dominiert, was jedoch fehlte, war ein Treffer. Keeper Königsmann bekam immer wieder was zu tun, wie auch in der 40. Minute, als Dennis Dressel einen zentralen Schuss abfeuerte, doch Königsmann zur Stelle war und gerade noch parieren konnte.

Niemann mit seinem ersten Tor der Saison

Auch in der zweiten Halbzeit starteten die Löwen stark: Mölders traf nach einer scharfen Flanke von Stefan Lex allerdings wieder nur den Pfosten (49.). Dann folgte endlich der wohlverdiente Treffer: Willsch schoss von rechts in Richtung Tor, sein Ball wurde vom Gegner abgefälscht und landete bei Noel Niemann, der den Ball mit der Brust am Elfmeterpunkt annahm und ihn volley ins Tor schoss (54.). Was für ein Fest! Danach waren die Sechzger heiß auf mehr, doch Niemanns nächster Versuch blieb bei Königsmann hängen (58.). Kurz darauf der Schock: Die Gäste nutzten den Übermut der Löwen und schafften den Ausgleich (62.) zum 1:1. Mounir Bouziane kombinierte sich mit Doppelpass mit Gouaida in den Strafraum hinein und schob die Kugel schließlich an Hiller vorbei ins Netz. Ein zu diesem Zeitpunkt überraschender und unverdienter Ausgleich, aber so ist Fußball nunmal. Unterdessen ging Niemann ohne Fremdeinwirkung verletzt zu Boden (64.) und es schien ernster zu sein, da er ausgewechselt werden musste. Köllner schickte Nico Karger auf den Rasen (66.) und Bekiroglu machte 10 Minuten später für Timo Gebhart Platz. Die Luft schien dann auch raus zu sein. Die Löwen waren nicht mehr so spritzig. Trotz Chancen auf beiden Seiten schaffte es keine Mannschaft, zum Schluss einen Siegestreffer zu erzielen und es blieb beim 1:1-Endstand.

Die Serie beider Mannschaften ist nicht gerissen und die Löwen wurden auch im zehnten Spiel hintereinander nicht geschlagen. Der nächste Gegner ist SV Meppen, die durch ihren 2:0-Sieg gegen Magdeburg knapp an den Löwen vorbeigezogen sind.

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)

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jürgen (@jr1860)
Leser

Nach dem Sieg von Chemnitz heute sollten wir in den nächsten 3 Spielen (Meppen, Magdeburg und eben Chemnitz) 7 Punkte holen, sonst könnte es noch haarig werden.

Auf geht’s Löwen
Kämpfen und Siegen!

anteater
Leser

Mist. Heute früh hab ich noch meinen Tipp von Heimsieg auf Auswärtssieg geändert. Schön langsam kann sich der Ziegner in Halle nach einem neuen Job umsehen. Seit er seinen Vertrag verlängert hat läuft es bei denen ja gar nicht mehr.

Kurt Renner
Leser

Die Aktion mit dem Ehepaar Deger war mMn sehr gelungen. Ich durfte die beiden nachm Spiel kurz noch am Grünspitz kennenlernen und sie wirkten sehr erfreut und dankbar. Ich bitte darum, beim angekündigten Resümee zu berichten, wie solche Aktionen auch von Auswärtigen wie mir und Sabine unterstützt werden könnten.

DjangoNY
Leser

Wir spielen schon besser unter Köllner. Aber ich halts da mehr mit der Aussage von tomandcherry … Wenn man von 4 Spielen 2 gewinnt und 2 verliert stehst unterm Strich besser da wie mit den dauernden Unentschieden. Und nein, ich träume nicht vom Aufstieg, aber so ein Spiel gestern musst hald zuhause gewinnen. Scheißhof Waldheim war keine Weltmacht.

#elil
#ohneHasan

tomandcherry
Leser

DjangoNY

Die waren keine Weltmacht, aber immerhin so clever, dass sie mit zwei Chancen (oder war’s noch eine mehr?) ein Tor und somit einen Auswärtspunkt ergattert haben.

Wir waren nicht clever, denn dann hätten wir entweder das zweite Tor folgen lassen oder den 1:0-Vorsprung über die Zeit gebracht.

DjangoNY
Leser

Das ist der alte Löwenblues smile Variante 1 : Wir haben viele Chancen aber nutzen zuwenig…. Variante 2 : Wir brauchen viele Chancen um mal eine zu nutzen. Bleibt hald unterm Strich das gleiche. Was soll´s Punkt ist Punkt, und wie anteater bereits erwähnte, im Hinspiel haben wir ne saubere Packung bekommen, da war das gestern schon in Ordnung.

anteater
Leser

Wahrscheinlich sind wir beide mit deutlich gegensätzlicher Grundhaltung an das Spiel rangegangen, denn unsere Resümees fallen ja sehr gegensätzlich aus.

Du hast mit Deinen Analysen schon recht, doch hatte ich noch die Hinspielpackung im Kopf und auch die sonstigen heftigen Niederlagen, die wir in der 3. Liga hinnehmen mussten. Klar, von dem Blickpunkt z.B des Spiels in Halle oder gegen Braunschweig, da war das gestern enttäuschend.

Löwin
Leser

Ich fand es war ein super Spiel 👍
Man sieht eine deutliche Steigerung als noch vor neun Spielen. 👍
Fand auch super das Karger eingewechselt wurde, fand ihn sehr motiviert. 👍
Gebhard, keine Ahnung der hat momentan so keinen wirklichen Wert. Hätte ihn auch nicht eingewechselt. 🤷‍♀️
Erdmann und Klassen sind dahinten ein super Team und haben einiges auch aufgehalten. 👍
Der Niemann ist super, verstehe wirklich nicht warum er vorher nie ein gesetzt wurde.?!
Schade das es mit den Toren nicht geklappt hat, aber ein Punkt ist ein Punkt. 😁
Amüsant fand ich in der Pressekonferenz den anderen Trainer, ich glaube der hat ein ganz anderes Spiel angeschaut, aber auf gar keinen Fall dieses. 🤦‍♀️🤔🤣
Man sieht auch wirklich, das wir sogar eine Taktik haben. 👍👍👍

Weiter so! 😁

heart lion heart

United Sixties
Leser

Löwin ..ja unser Spiel ist unter Michael Köllner definitiv stark verbessert und flexibler geworden. Es macht wieder Spaß guten Löwenfussball zu sehen und dieses Spiel war ein gerechtes Unentschieden, wie auch Bernd Trares ( unser Aufstiegsheld 1993 und 1994 ) als sehr guter Waldhof-Coach schon richtig bemerkte. Es fehlt das kleine Quentchen Glück zum Heimsieg, aber auch den Mannheimern. Wir haben noch Duisburg, Haching wie Ingolstadt daheim und sollte hier dann jeweils ein Heimsieg gelingen wird noch Alles möglich ( der Relegationsplatz aber auch Platz 7-10 ). Falls wir in Meppen bestehen und dann die drei Ossiklubs packen wird es spannend . Nächste Saison wirds nicht einfacher mit Dresden, Bochum oder KSC als Absteiger rolling
Bitte schnell Verträge mit Niemann, Sascha , Efkan und Rieder verlängern und auch mit Willsch, der sich wie Berzel doch sehr gut entwickelt hat. Klassen wird sich auch noch steigern und so hätten wir kommende Saison schon einen sehr starken 18er-Kader:
1 Hiller ( Kretzschmar )
2 Willsch 4 Brezel ( Weber) 5 Erdmann ( Belkahia) 3 Steini
( Klassen) 6 Moll ( Wein) 8 Rieder 7 Lex ( Greilinger) 10 Bekiroglu 9 Sascha 11 Niemann ( Karger) plus zwei bis drei Verstärkungen im Sturm und RV

Alexander Schlegel
Leser

Für mich war das überhaupt kein gerechtes Unentschieden. Wir hatten die Partie bis zum Gegentor absolut im Griff und Mannheim nahezu überhaupt keine Chance. Danach war es ein offener Schlagabtausch, wo beide noch den lucky Punch setzen konnten, aber auch da hatten wir durch Mölders fast noch mehr Chancen. Für mich war das ein absolut unverdientes Unentscheiden für Mannheim. Da hat der Sportsfreund Trares wirklich nur mehr die letzte halbe Stunde bei der Spielbewertung herangezogen.

Löwin
Leser

Ach ich weiss nicht, für mich waren wir die bessere Mannschaft und hätten Gewinnen müssen.
Die erste Halbzeit ist Waldhof nicht wirklich zum Zug gekommen. Lediglich im letzten Viertel waren sie etwas besser.
Ich hab es nicht so mit der Helden Verehrung…..🤷‍♀️
Herr Tares hat in PK gesagt Waldhof hätte genauso viele Chancen gehabt wie wir. Ich hab des überhaupt nicht so empfunden….. genauso wie er sagte sehr ausgeglichenes Spiel. Ich empfand das überhaupt nicht so, eher das genaue Gegenteil.🤷‍♀️
Aber des ist einfach Ansichtssache.

Mir persönlich ist es wurscht in welcher Liga wir spielen, nur bitte nicht unbedingt Regional Liga.
Ich will einfach nur die Löwenstärken sehen so wie den Spaß dabei. Der Rest kommt eh, wie er kommt. 😁

Deinen Mannschaftsplan finde ich super, da stimme ich dir voll zu. Wird schon…. 👍

heart lion heart

Snoopy.
Leser

Was wir da gestern in der Heimat auf Giesing gezeigt haben, war vom taktischen her eine der besten Leistungen seit langem. Auch wenn’s auf Kosten der Körner ging, die uns gegen Ende erwartungsgemäß gefehlt haben. Waldhof Mannheim war in der ersten Halbzeit mehr oder weniger komplett aus dem Spiel genommen, in der zweiten hat man dann gemerkt, dass die ersten 45 Minuten ihren Tribut fordern, da ging dann nicht mehr viel zusammen. Ich kann mit dem Punkt gegen Mannheim gut leben, an Aufstieg oder ähnlichem denke ich im Moment eh nicht.

Leider hat sich der Aufwand, der gestern über weite Teile des Spieles betrieben wurde, nur mit einem Punkt belohnt, wobei dieser mehr als verdient ist. Es hätte sogar mehr drin sein können, aber Tore haben nun mal die blöde Art an sich, dass sie eine Latte und zwei Pfosten haben. Und der Spielart – Taktik war es am Ende dann auch geschuldet, dass wir einen Gegentreffen einstecken mussten. Erdmann war mit vorn, vielleicht zu lange und dann doch etwas zu langsam. Kann passieren, gerade wenn man sehr hochsteht und der Gegner halt doch etwas mehr ist als einfach Laufkundschaft, die man mal soeben im Vorbeigehen an die Wand spielt.

Der Gegner kam mit diesem hohen stehen und Anlaufen gar nicht klar, hatte da extreme Probleme im Spielaufbau. Er hat es zwar uns auch nicht leicht gemacht, aber wir haben immer wieder versucht, es spielerisch zu lösen. Wenn ich an die Klatsche vom Hinspiel denke, war das dann doch ein völlig anderes Spiel unter diesem Trainer. Und wie ich das gestern mitbekommen habe, ist es wohl ein Vereinsrekord, so viele Spiele ohne Niederlage zu sein.

Die Innenverteidigung mit Berzel und Erdmann gefällt (mir), scheint zumindest im Moment richtig gut zu funktionieren. Viel kommt da nicht auf das Tor von Hiller, machen einen guten Job (wenn sie an Ort und Stelle sind). Was allerdings den mit ausgerufenen Heilsbringer Gebhart betrifft, frage ich mich schon. Ich habe das Gefühl, er ist nicht mit allem dabei, was er dabeihaben sollte, um Fußball zu spielen. Er wirkt uninspiriert, nicht mit dem Herzen dabei (mal in meinen Augen) und von seiner Leistung die er jetzt in den letzten beiden Einsätzen gezeigt hat kann man nicht mehr als doch enttäuscht sein. Wenn Gebhart schon nach einem Startelf-Einsatz schreit, sollte da aber etwas (viel) mehr kommen, als das, was er bisher gezeigt hat.

Dass der Kader noch nicht für ganz oben geeignet ist, sieht man doch auch deutlich. Aber dafür ist er mir noch zu jung und zu unerfahren, wobei die Erfahrung mit jedem Spiel kommt, gerade was unsere „jungen Wilden“ betrifft. Dennoch sind wir gut dabei und das Schreckgespenst „Abstieg“ wird wohl keine Geisterstunde bekommen, auch wenn alles etwas eng in der Liga beisammen ist.

anteater
Leser

„Und wie ich das gestern mitbekommen habe, ist es wohl ein Vereinsrekord, so viele Spiele ohne Niederlage zu sein.“

Nope. In der Regionalliga blieben wir vom 22. zum 35. Spieltag ungeschlagen, also 14 Spiele am Stück. Aktuell stehen wir bei 10. Und ob sich in unserer Historie noch eine längere Sequenz findet, das werde ich jetzt nicht recherchieren wink

„Was allerdings den mit ausgerufenen Heilsbringer Gebhart betrifft, frage ich mich schon.“

In Zwickau war er weitgehend katastrophal, gestern einfach zu langsam in seinem Denken und in der Bewegung. Startelfeinsatz? Den hat er sich jedenfalls nicht durch seine gezeigten Spielleistungen verdient.

Kurt Renner
Leser

Wenn ich mich richtig erinnere, hatten wir von Frühjahr 1990 bis Sommer 1991 mit dem Trainer Wettberg 56 Pflichtspiele ohne Niederlage (da sind die 6 Aufstiegsrundenspiele auch dabei, bitte korrigieren, falls mich das Gedächtnis trügt).

Erst am ersten Spieltag der 2. Liga haben wir wieder mal ein Punktspiel verloren. Damals waren wir stolz nach neun Jahren Bayernliga nach Freiburg gefahren und durchaus frustriert im Zug gen München wieder retour unterwegs, weil es sich so ungewohnt angefühlt hat.

Zu Timo Gebhart hab ich die gleiche Wahrnehmung, leider.

anteater
Leser

Damals hatte ich auch noch eine Dauerkarte, aber an so eine Serie ohne Niederlage kann ich mich gar nicht erinnern. Da war meine Wahrnehmung wohl noch nicht so scharf, denn Du hast recht. Dabei war ich in Freiburg damals auch.

Wir waren ungeschlagen (in der Liga) vom 11.11.1989 bis zum 12.05.1991.

Wenn ich mich jetzt nicht verzählt habe, dann waren das sogar 57 Spiele plus die sechs Aufstiegsspiele.

(Quelle: https://www.fupa.net/club/tsv-1860-muenchen/team/198420/matches und https://www.fupa.net/club/tsv-1860-muenchen/team/198018/matches )

Snoopy.
Leser

Dann hat Magenta das gestern wohl auf den „Profifußball“ bezogen. Hätte vielleicht bei dem Gerede besser aufpassen sollen. wink

Gebhart: bei dem was er zeigt, würde ich als Trainer erst mal komplett auf ihn verzichten und ihn vielleicht mal ein paar Spiele in der II. Mannschaft machen lassen. So jedenfalls ist er für die 1. Mannschaft kein Mehrwert.

vinzv
Leser

Was mich beim Gebhart nervt, ist wie er nach außen verkauft wird:
„Wenn er fit ist…“, „Er ist auf einem guten Weg…“ usw. Das hört man jetzt schon seit Wochen und Monaten, eigentlich schon seit letzter Saison.

So langsam wär’s mal Zeit wenn er liefert. Gerade bei so kurzen Einsätzen wie gegen Mannheim oder in Zwickau müsste der doch wirklich brennen und Vollgas geben!

tomandcherry
Leser

Schei* auf seit x Spielen ungeschlagen, wenn es so viele Unentschieden sind.

Man muss sich darüber im Klaren sein, dass bei vier Spielen, die man unentschieden spielt, vier Punkte geholt werden.

Wenn man zwei mal verliert uns zwei mal gewinnt, sind’s jedoch sechs Punkte.

Was ist also besser?

Und hört bitte auf, ständig über den Aufstieg in dieser Saison nachzudenken, denn mit unserer aktuellen Mannschaft wären wir genauso Kanonenfutter, wie es aktuell der KSC ist.

Der eingeschlagene Weg ist der einzig richtige, dennoch sollte man die Realität nicht komplett ausblenden.

jürgen (@jr1860)
Leser

Naja… vor nem halben Jahr hätten wir so ein Spiel verloren. Also ists ein Bonuspunkt…

tomandcherry
Leser

@jürgen ( jürgen (@jr1860) )

Wie immer kann man das Glas Halb Voll oder Halb Leer betrachten.

Ich wollte eigentlich mit meiner Manöverkritik nur zwei Dinge ansprechen:

1.) Wir können uns von diesen statistischen Werten („Seit soundsoviel Spielen ungeschlagen“, „1,x Punkte/Spiel unter DB, 1,y Punkte/Spiel unter MK“) rein gar nichts kaufen. Im Fußball zählt das Endergebnis und danach werden Punkte vergeben.

2.) Unentschieden bringen uns auf Dauer nicht weiter. Lieber mal wieder eine Partie verlieren und das nächste Spiel gewinnen, dann haben wir nach zwei absolvierten Spielen drei Punkte mehr und bei zwei Unentschieden halt nur deren zwei.

Alexander Schlegel
Leser

Dass die Unentschieden so abgewertet wurden, ist ja nicht die Schuld der Mannschaft, sondern ist der – meiner Ansicht nach – höchst überflüssigen 3-Punkte-Regel geschuldet. Und wer selber mal Fußball gespielt hat, weiß, dass es in der Psyche eines Spielers ein weitaus anderes Gefühl ist, wenn du Unentschieden spielst als wenn du verlierst.

Man merkte auch gestern nach dem 1:0 kurz ein Zögern, so als ob man das Nachdenken darüber anfängt, nur ja nicht jetzt ein Gegentor zu bekommen. Aber dann versuchte man wieder auf das zweite Tor zu gehen, was richtig war, aber nicht heißen soll, dass jetzt Erdmann versucht im Strafraum den Messi zu geben. Da fehlt noch ein bisserl die Balance zwischen übervorsichtig und übermütig. Wie das auch bei ganz anderen Mannschaften mal schnell in die Hose gehen kann, hat man ja am Mittwoch im Pokal der Unsagbaren gegen Hoffenheim gesehen. Nach 80 Minuten ein souveränes 4:1, Gang zurück geschalten und am Ende wäre es beinahe noch 4:4 gestanden. Führungen zu verwalten ist anspruchsvoller als man denkt, siehe auch Dortmund, die das ja auch reihenweise verdaddeln in dieser Saison.

tomandcherry
Leser

@Alexander Schlegel

„Und wer selber mal Fußball gespielt hat, weiß, dass es in der Psyche eines Spielers ein weitaus anderes Gefühl ist, wenn du Unentschieden spielst als wenn du verlierst.“

Das glaube ich ehrlich gesagt nicht. Jedenfalls nicht ohne die genaue Betrachtung der jeweiligen Gegebenheiten.

Ich behaupte einfach mal, dass man nach fünf Unentschieden in Folge durchaus ein „Wir können nicht mehr gewinnen“ im Hinterkopf haben könnte.

Bei zwei Siegen und drei Niederlagen in Folge hatte man aber zwei „richtige“ Erfolgserlebnisse. Wenn nach drei Niederlagen am Stück anschließend zwei Siege gefeiert werden, hat das vielleicht sogar deutlich höhere Motivation zur Folge, als fünf mal geteilte Punkte?

Generell sind wir in der Defensive zu anfällig. Wir können kaum ein Spiel ohne Gegentor beenden. Da muss zwingend nachgebessert werden.

Und Vorne haben wir zwar den wiedererstarkten Mölders, der wirklich eine bislang unglaubliche Saison spielt, aber mir wäre deutlich wohler, wenn es noch zwei, drei andere treffsichere Spieler geben würde.

Bei Waldhof spielen mehrere Jungs, die wissen wo das gegnerische Tor steht und dementsprechend ist es sehr schwer nicht doch noch ein Gegentor zu kassieren, weil es halt fünf oder sechs Spieler sind, die man nicht komplett aus dem Spiel nehmen kann.

Alexander Schlegel
Leser

Wir können da jetzt noch lange herumpsychologisieren, aber ich denke, dass du dir bei drei Niederlagen und zwei Siegen eher Gedanken um die Niederlagen machst. Aber das hängt natürlich auch von Deinem Selbstverständnis als Mannschaft und vom Vereinsumfeld ab. Aber lassen wir das. Mir ist das alles bloß viel zu ungeduldig bei Dir. Spiele, die wir heute eher unglücklich unentschieden spielen, haben wir vor einem Vierteljahr noch unter Bierofka verloren. Und wenn ich dann noch sehe, dass die Mannschaft buchstäblich bis zur letzten Sekunde auf dem Platz um den Sieg kämpft und sich keineswegs mit dem einen Punkt zufrieden gibt, dann halte ich das Gemotze, dass es wieder nur ein Unentschieden gewesen sei als ziemlich überflüssig und unangebracht.

Ach ja, und was die angeblich so vielen Gegentore angeht: unter Köllner gab es bislang in 8 Pflichtspielen 10 Gegentore, das macht einen Schnitt von 1,25 pro Spiel. Die beste Drittliga-Abwehr in dieser Saison stellt Unterhaching mit einem Schnitt von 1,08 pro Spiel. Der Spitzenreiter MSV Duisburg kassierte bislang 1,30 Gegentore im Schnitt und unter Bierofka hatten wir satte 1,64 Tore durchschnittlich geschluckt. Auch da eine erstaunliche Verbesserung, vor allem wenn man in Rechnung stellt, dass Köllner die Mannschaft ja mitten in der Saison übernahm. Auch das geht natürlich noch besser, keine Frage, aber auch hier sehe ich doch eindeutig das Positive und freue mich dran, statt immer gleich Nachbesserungen zu fordern. Mich freut vor allem wie sich Berzel und Erdmann immens gesteigert haben und viel mehr den Laden dicht halten wie noch die – oft wechselnde – Innenverteidigung unter Bierofka.

anteater
Leser

In der Hinrundentabelle waren wir 11., in der (noch nicht sonderlich aussagekräftigen) Rückrundentabelle sind wir aktuell 2.! https://www.fupa.net/index.php?page=liga_tabelle&liga=73972&spieltag=0&typ=5

Snoopy.
Leser

mühsam ernährt sich das Eichhörnchen …

Für den Kopf her ist es jedenfalls besser, nicht zu verlieren, schon gar nicht am Stück. Und wie Kollege anteater schreibt, ist ein Punkt jedenfalls um einiges besser als erst mal gar keiner. Und gar keine Punkte hatten wir oft genug geholt, gerade in jüngerer Vergangenheit, gerade auswärts.

Der Weg ist der richtige, ja. Von daher hat es mit einem gewollten Aufstieg noch ein wenig Zeit, der Kader ist dafür noch nicht reif genug, was man gerade an solchen Spielen wieder sehen kann.

tomandcherry
Leser

Snoopy. .

Ich seh’s nach wie vor ein bisschen differenzierter.

Wenn von den vier unter MK absolvierten Heimspielen zwei verloren und zwei gewonnen worden wären, hätten wir aktuell zwei Punkte mehr auf dem Konto.

Da muss mir niemand was von „statistisch haben wir unter DB soundsoviele Punkte und unter MK soundsoviele geholt“ vorbeten.

Fußball wird durch Siege mit drei Punkten belohnt und was da eine „seit mittlerweile x Spielen unbesiegt“-Statistik besser machen soll, kann ich nicht nachvollziehen.

Wenn wir bis Saisonende kein Spiel mehr verlieren, aber diese Spiele nur noch Unentschieden spielen sollten, kommen wir sehr wahrscheinlich noch in akute Abstiegsgefahr.

Dann hätten wir aber nicht mehr viel Positives von „Seit x Spielen ohne Niederlage“.

Snoopy.
Leser

Du schreibst ja selbst, dass man die Realität nicht ausblenden soll. Und die ist nun mal, dass der Kader in Summe noch nicht ganz so weit ist, solche Spiele auch zu gewinnen, wie dieses gegen Mannheim. Mag ja sein, dass du bei deiner Rechnung zwei Punkte mehr auf dem Konto hättest, die Frage ist nur, was wäre bei einer Niederlage passiert. Also in den Köpfen der Spieler.

Wir werde nicht die restlichen Spiele nur Remis spielen, Tom. Und so ein Gegentor wie gestern kann immer passieren, da fängt bei mir noch nichts zu jucken an. Wie sich die Mannschaft präsentiert, wie sie auftritt, wie sie reagiert wenn es mal bei einem selbst einschlägt, das hat sich wesentlich verbessert. Wir fallen nicht mehr auseinander, wir bleiben in der Struktur und spielen ein wenig mehr mit „Hirn“, sind variabler und nicht mehr so statisch.

Die Mannschaft hat sich entwickelt, wirkt gereifter. Du kannst auch aus solchen Spielen mehr mitnehmen, als aus Niederlagen, vor allem, wenn sie dann noch knapp oder unglücklich sind. Der Kopf spielt immer mit, Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen, größeres Trikot wegen der breiten Brust. Wenn dann das Ziel auch noch ist, dass man schnellstmöglich den Klassenerhalt sicher machen will, sind die Gegner nicht die ersten fünf in der Tabelle. Aber wir haben wiederholt gezeigt, dass wir mit den Mannschaften oben mithalten können, auf Augenhöhe sind.

tomandcherry
Leser

Snoopy.

Schon wieder Dagegenreden? Das mag ich ja gleich gar nicht! 😜

Damit man mich nicht falsch versteht:

Es ist definitiv eine deutliche Verbesserung gegenüber der DB-Ära erkennbar, keine zwei Meinungen.

Allerdings bin ich nach wie vor nicht von der Einstellung abzubringen, dass wir uns für statistische Wortklauberei nicht viel kaufen können.

Ich gewinne lieber unverdient und glücklich und bekomme dafür einen Dreier gutgeschrieben, als dass mir ständig erzählt wird, dass unser Unentschieden Pech war, der Gegner mit seiner ersten richtigen Chance den Ausgleich erzielt hat, wir knapp dran waren usw.

Sollten auch die nächsten drei Partien „nur“ Unentschieden enden, werden sich hier garantiert einige Meinungen ändern und niemand mehr stolz „seit x Spielen ungeschlagen“ ausposaunen.

Alexander Schlegel
Leser

Ich muss Snoopy absolut recht geben. Eine Niederlage löst schnell mal eine weitere Niederlage aus, weil Unsicherheit eintritt. Ein Unentschieden dagegen zeigt Dir als Mannschaft an, dass Du schon vieles richtig machst, aber noch an der einen oder anderen Stellschraube was fehlt.

Deswegen bringt Deine simple Zahlenspielerei überhaupt nichts. Denn so funktioniert der Fußball nicht. Wenn Du verlierst, gewinnst Du nicht gleich wieder im nächsten Spiel, so als wäre nichts geschehen und weil ich ja jetzt punktetechnisch die letzte Niederlage ja schnell wieder wett machen kann. Schon gar nicht in so einer ausgeglichenen Liga. Die letzte Saison hat doch gerade bewiesen, dass man da schnell in einen Abwärtsstrudel gerät, als wir auch teilweise am 5. Platz waren und zum Schluss noch zittern mussten. Oder wie dieses Jahr auch beispielsweise Bayern II oder Viktoria Köln schnell mal hinten reinrutschen, wenn man mal anfängst zu verlieren und das Selbstverständnis auf dem Platz verloren geht. Das passiert selbst bei zum Teil besseren Fußballern als wir sie in unseren Reihen haben. Deswegen ist es ja auch so wichtig – und das betont Köllner auch immer wieder -, dass man auf dem Platz nicht auseinander bricht, sondern auch nach Gegentreffern eine Einheit bleibt. Das war z. B. das große Manko unter Bierofka: 1 – 2 gute Angriffe des Gegners und schon flatterte auf dem Platz ein weiß-blauer Hühnerhaufen herum. Gerade auch bei Auswärtsspielen. Und das hat er nie in den Griff bekommen. Und das passt jetzt. Darum bin ich auch zuversichtlich, dass wir in naher Zukunft auch noch den noch fehlenden Schritt gehen können und lernen auch mal ein knappes Ergebnis zu verwalten. Und da kann auch ein Unentschieden helfen, selbst wenn es Dich tabellarisch erst mal nicht viel weiter bringt.

tomandcherry
Leser

@Alexander Schlegel

„Deswegen bringt Deine simple Zahlenspielerei überhaupt nichts.“

Aber „Wir sind seit x Spielen unbesiegt“ bringt dementsprechend was? wink

Wie bereits von mir geschrieben, wäre ich gespannt, was passieren würde, wenn wir auch die nächsten drei Partien unentschieden spielen sollten.

Ich wette bereits jetzt, dass danach (Meppen auswärts, Magdeburg und Chemnitz daheim) Feuer auf dem Dach wäre und MK ziemlichen Gegenwind spüren würde.

Von theoretisch maximal neun möglichen Punkten wären das gerade mal lächerliche Drei.

Dann steppt der Bär, das garantiere ich.

Deine weiteren Aussagen nehme ich einfach mal ohne weitere Gegenrede an.

Die nächsten Spiele werden zeigen, wohin die Reise geht.

Selbstverständlich hoffe ich, dass Du Recht behältst und man den Erfolgsweg weiterhin gemeinsam beschreiten wird.

Nur hat’s unter MK noch keinen herben Rückschlag gegeben und man muss abwarten, wie er bzw. die Mannschaft darauf reagieren würde, falls dies eintreffen sollte.

Ich bin keinesfalls davon überzeugt, dass dann noch viele Fans ruhig und gelassen bleiben. Im Gegenteil. Der Wind wird sehr schnell drehen und MK stärker in den Fokus der Kritik geraten.

Hoffen wir alle, dass es nicht dazu kommt.

Alexander Schlegel
Leser

„Aber „Wir sind seit x Spielen unbesiegt“ bringt dementsprechend was? wink “

-> Das stammt nicht von mir und ist mir persönlich auch nicht so wichtig. Wichtig ist in diesem Stadium für mich, wie sich die Mannschaft präsentiert und weiter entwickelt unter Köllner. Und das passt für mich.

„Wie bereits von mir geschrieben, wäre ich gespannt, was passieren würde, wenn wir auch die nächsten drei Partien unentschieden spielen sollten.“

-> Ja, mag sein, wir kennen alle das hypernervöse Umfeld von 60. Schade ist nur, dass Du jetzt schon anfängst mit Deinen ganzen Aussagen in diesem Thread genau den Wind zu machen, den Du angeblich erst für eine nicht erfolgreiche Zukunft prognostizierst. Wie gesagt, so etwas ist mir komplett unverständlich.

tomandcherry
Leser

@Alexander Schlegel

Zum Abschluss dieser nicht zielführenden Diskussion noch ein paar Worte:

„Das stammt nicht von mir und ist mir persönlich auch nicht so wichtig.“

Von mir stammt’s aber genausowenig. Ich habe – als Auslöser dieses Meinungsaustausches – ursprünglich geschrieben, dass man auf diese „Seit x Spielen ungeschlagen“-Aussage pfeifen kann, wenn die Unentschieden zunehmen.

Dass Du und andere Fans es nicht ganz so „dramatisch“ sehen, ist doch vollkommen o.k.

Vielleicht hast Du auch zu viel Negatives in meine Aussagen hineininterpretiert?

Natürlich sehe ich, dass die Mannschaft mittlerweile wesentlich selbstbewusster und taktisch variabler auftritt, als noch unter dem „echten Löwen“ Daniel B. Das ist erfreulich und weckt Hoffnungen auf eine sportlich bessere Zukunft unserer ersten Mannschaft.

Trotzdem darf ich – hoffentlich? – noch meine persönliche Meinung kundtun, dass halt nicht alles Gold ist, das glänzt?

Und die Anhäufung von Unentschieden – erstmal egal, wie (un)glücklich diese zustande kamen – ist halt nicht das, was ich mir gewünscht hatte. Unter MK’s Regie konnte bislang nur ein Heimspiel gewonnen werden. Zwar mit einer sehr guten Leistung und auch vollkommen verdient mit 4:1, aber die Spiele gegen Bayern II, Großaspach und zuletzt Mannheim waren leider „nur“ Punkteteilungen.

„Schade ist nur, dass Du jetzt schon anfängst mit Deinen ganzen Aussagen in diesem Thread genau den Wind zu machen, den Du angeblich erst für eine nicht erfolgreiche Zukunft prognostizierst. Wie gesagt, so etwas ist mir komplett unverständlich.“

Auch da möchte ich Dir widersprechen.

Ich mache keinen Wind, wenn ich eine Aussage, die uns die in Serie ungeschlagenen Spiele aufzählt, als nicht sehr relevant bezeichne. Ebensowenig die „Punkte unter Trainer xy“-Statistiken, die man nur schwer miteinander vergleichen kann, da unter vollkommen unterschiedlichen Rahmenbedingungen erzielt.

„Wind machen“ definiere ich komplett anders, und das hört/liest sich dann in etwa so, wie der Umgangston auf einer berüchtigten Blogger-Website.

Meine Aussagen sollten als realistische Einschätzung der aktuellen Situation verstanden wissen, die sich von einer Überhöhung des Trainers MK distanziert.

Trotzdem – und das darfst Du mir wirklich glauben – erhoffe ich mir eine weiterhin erkennbare deutliche Verbesserung der sportlichen Entwicklung und eine langfristige Zusammenarbeit mit MK als unserem Chef-Trainer.

Die Jahre der beinahe schon vierteljährlichen Personal-Wechsel von „kaum vermittelbar“ bis „komplett unfähig“ sollten ein für allemal der Vergangenheit angehören.

Deshalb gilt für mich ohne Einschränkung:

EINMAL LÖWE, IMMER LÖWE!

Loewengraetscher
Gast
Loewengraetscher

Wir wären ja nicht bei 60 wenn man plötzlich eine nicht zielführende Diskussion beendet :-D.
Daher: Ich stimme vollkommen zu, dass die ganzen Unentschieden (5 an der Zahl unter Köllner bei 3 Siegen) uns nicht weiterbringen. Zumindestens nicht wenn man sieht wie die Mannschaft auftrat, wie wir die Gegner dominiert haben (und es kopftechnisch nicht hinbekommen das Ding heimzuschaukeln).
Es bringt uns null weiter, wenn – und ich nehme wieder das böse A-Wort in den Mund – man aufsteigen möchte (gegen den Abstieg helfen auch die Unentschieden). Und offizielles Understatement hin oder her, jeder im Verein will hoch (glücklicherweise muss man aber nicht; kein all-in), allen voran die Mannschaft selbst.

Wir sind mEn spätestens seit dem Haching-Spiel das stärkste Team der Liga. Dafür Chapeau an die Truppe, das ganze Trainerteam und hier natürlich auch Michael Köllner.
Aber – Kritik auf hohem Niveau – es ist auch Teil der Trainerarbeit die auf den Platz gebrachte Leistung sich auch adäquat in Punkten widerspiegelt. (Wenn das der Fall ist/sein wird/gewesen wäre, dann ist Platz 2 sowas von drin) Das ist nicht der Fall. Wir haben – seit Köllner – 6 Punkte zu wenig auf dem Konto (und das HachingSpiel rechne ich hier als Unentschieden rein).
Das sollte man – bei aller Freude über die Leistungssteigerung mit ähnlichem Personal – kritisieren dürfen wenn nicht sogar müssen.

tomandcherry
Leser

@Loewengraetscher

Danke für Deine offenen Worte.

Ich bin weit davon entfernt irgendwelche Wunderdinge von MK oder der Mannschaft zu erwarten, im Gegenteil.

Die deutlich verbesserte Performance etlicher Spieler und die erfreuliche Punkteausbeute seit MK’s Amtsübernahme waren für mich nicht unbedingt absehbar.

Allerdings sollte man schon auch erkennen, dass eben einige leichtfertige Punktverluste ein noch besseres Zwischenfazit verhindert haben.

Deswegen ist MK kein schlechter Trainer oder unsere Jungs auf dem Platz Versager.

Aber berechtigte Kritik an allzu weiß-blauer Schönfärberei darf m.M. nach schon noch erlaubt sein.

3und6zger
Leser

Natürlich muss mein Senf jetzt auch noch dazukommen. Ich sehe ein Unentschieden als Punktgewinn ohne Verlust von Selbstbewusstsein. Und das sehe jedes Spiel: Ein Mannschaft, in der (inzwischen) jeder selbstbewusst auftritt und sich was traut. Und da hilft die Serie ohne Niederlage schon. Wisst ihr was, ab Samstag starten wir was, was es in der (neuen) 3.Liga auch noch nicht gab: Drei Siege in Folge!

anteater
Leser

„so viele Unentschieden“ -> gibt mehr Punkte, als eine Niederlage.

Letzte Saison haben wir im Schnitt 1,24 Punkte geholt, diese Saison unter Biero 1,21. Unter Köllner sind es 1,89, was über 38 Spiele fast 72 Punkte wären. 72 Punkte hätten letzte Saison Karlsruhe vom 2. auf den 3. Platz verwiesen.

Und, nein, ich denke nicht über einen Aufstieg nach! wink

tomandcherry
Leser

anteater

Ein Unentschieden ist für mich eine Niederlage mit Bonuspunkt. wink

Ja, natürlich bekommt man einen Punkt mehr als bei einer Niederlage.

Allerdings wären mir drei Punkte bei einem (Heim-)Sieg noch lieber.

Und nach wie vor können wir zu selten eine Führung ausbauen bzw. mal über die Zeit bringen.

Im Endeffekt können wir uns auch für Deine positive „Hätte, wenn und aber“-Statistik nichts kaufen, weil Spiele nicht nach Punkte-Durchschnitt unter diesem oder jenem Trainer entschieden werden.

Unter MK konnte nur eins von vier Heimspielen gewonnen werden, das vorletzte gegen BS.

Statistisch betrachtet stehen bei vier Versuchen ein Heimspiel unter MK’s Regie zu gewinnen drei Unentschieden zu Buche.

Auch das sollte man nicht vollkommen unbeachtet lassen.

anteater
Leser

Ein selten dämliches Gegentor haben wir da gefressen. Das war wirklich vermeidbar.

Der Matchplan war sonst echt gut und hat auch gut funktioniert. Waldschrat hatte ja wirklich kaum Chancen. Weiter so, Löwen!

Alexander Schlegel
Leser

Ja, schade, da war natürlich ganz klar mehr drin. Mannheim hat sich eigentlich erst nach dem Ausgleich den Punkt verdient. Und leider haben wir die reife und sehr abgeklärte Spielführung wieder einmal etwas nach der Führung verloren. Die Häufung ist wirklich schade, denn dadurch bringt man sich nun schon wiederholt um die Früchte seines Aufwands. Kaum auszudenken, wo wir stehen würden, wenn wir unsere Führungen bei einigen Spielen auch über die Ziellinie gebracht hätten. Da fehlts nur etwas mehr an etwas mehr Cleverness. Doch der Reihe nach.

Schon in der ersten Halbzeit war man nach einer kurzen Abtastphase Herr im Hause, lief den Gegner aggressiv wie selten zuvor an und verhinderte so eine wirksame Mannheimer Spielentfaltung. Da war ganz klar zu sehen, dass man hier im Vorfeld taktisch den Hebel ansetzen wollte, in dem man den Gegner extrem früh in der eigenen Hälfte attackierte, um ihn zu verunsichern. Und das gelang in weiten Bereichen der ersten Hälfte. Allerdings spielte man noch etwas mit angezogener Handbremse um nur ja nicht dem konterstarken Gegner ins offene Messer zu laufen.

In der zweiten Hälfte gesellte sich zum aggressiven Pressing der ersten Hälfte nun auch das Bemühen wirklich auch intensiver in den Strafraum zu dringen. Die Torchancen ließen nicht lange auf sich warten und fanden im 1:0 durch Noel Niemann seinen Höhepunkt. Und jetzt folgte leider eine Phase, die zwar immer noch schön anzuschauen war, aber leider auch etwas die fehlende Cleverness der Mannschaft verriet. Entscheidend waren nun zwei Situationen: zum einen die plötzliche 2:1-Situation als Noel Niemann auf das Tor zulief, nur noch einen Mannheimer Verteidiger vor sich hatte und den links ganz frei postierten Lex nicht anspielte und lieber selber abschloss. Das ergab zwar auch eine gute Chance, aber damit verhinderte er eine 100-prozentige. Ein Abspiel wäre das sichere 2:0 gewesen und damit wäre auch der Deckel drauf gewesen. Die zweite Situation war natürlich unmittelbar vor dem Ausgleich, als man sich wohl zu sicher fühlte und einer der technisch limitiertesten Spieler der Mannschaft meinte im gegnerischen Strafraum auch noch das Dribbeln anfangen zu müssen. So fehlte Erdmann dann beim Konter der Mannheimer. Er kam zwar noch rechtzeitig zurück, aber die Abwehr war nicht mehr rechtzeitig geordnet, so dass der Gegner in einem wirklich gelungenen Spielzug den Ausgleich markierte. Danach entwickelte sich, nach einer kurzen Schockstarre der Löwen, ein Spiel mit offenem Visier, wo beide Mannschaften noch gute Chancen zum Siegtreffer hatten. Allein Mölders hätte an diesem Nachmittag 3-4 Buden machen können. Aber man hatte es auch einer hervorragenden Reaktion Hillers zu verdanken, dass man nicht mit leeren Händen vom Platz ging. Aber das wäre wirklich zu viel des Guten für Mannheim gewesen.

Übrigens: eine etwas eigenwillige Spielinterpretation hatte noch Sportskamerad Trares nach dem Spiel auf Lager. Er sah wirklich ein chancenarmes Spiel, bei dem Mannheim in der zweiten Halbzeit dem Sieg noch näher gewesen wäre. Anscheinend hatte er sich während des Spiels doch das Kappi etwas zu weit ins Gesicht gezogen. Denn diese Art der Spielanalyse dürfte er wohl exklusiv für sich allein gepachtet haben. Ein dem Spielverlauf gerechtes Ergebnis wäre ein 4:2 oder 5:3 gewesen.

Baum
Leser

Aber Hauptsache die Polizei hat beim Spiel gegen Kaiserslautern die Fans ordentlich getrennt. Man will sich gar nicht erst vorstellen was bei diesem Hochrisikospiel sonst passiert wäre… rolling

LNHRT
Leser

Sehr coole Aktion vom Löwenmagazin mit dem Ehepaar Deger. Hab die auch kurz am Grünspitz gesehen und es hat ihnen sichtlich Spaß gemacht. Von Mannheim hab ich mir Kurventechnisch mehr erwartet. Fand aber die Stimmung allgemein heute sehr mau. Passt zum Spiel. Hab den Kolumbusplatz zum Glück erst nach der Aktion gesehen. War recht deutlich zu sehen, was da abgegangen sein muss. Assi und unnötig war das.

jürgen (@jr1860)
Leser

Hatte auch den Eindruck, dass es den Degers bei uns sehr gut gefallen hat. Schließlich waren sie noch am Grünspitz, obwohl sie vorher meinten dass sie gleich heim wollten… der arme Herr Deger hätte noch so gerne ein Bier getrunken …
Aber so ist das halt mit der Regierung 😎

Richtig coole Aktion 👍👍👍

anteater
Leser

„Aber so ist das halt mit der Regierung“

Deshalb: No leaders!

jürgen (@jr1860)
Leser

Tja… mich bringt meine Regierung ja auch immer heim 😁🍻😁

anteater
Leser

Mich mein Auto… wink

anteater
Leser

Wo ich stand, da war die Stimmung gut.

DaBrain1860
Leser

Sehr gutes Spiel beider Mannschaften. Es war wirklich ein gelungener Tag, bis….

…es kann nicht sein das es bei so einer Rivalität keine vernünftige Fantrennung gibt.
Als ich nach dem Spiel mich mit drei Kids die ich dabei hatte, an der U-Bahn Haltestelle Silberhornstraße in die volle U-Bahn Richtung Hauptbahnhof gequetscht hatte ist es zu einem Aufeinandertreffen beider Fanlager gekommen. Wir fuhren gerade bei der Haltestelle Kolumbusplatz ein als ein paar Mannheimer am U-Bahnsteig gestanden sind, es kam so ein paar Pöbeleien, also kein wirkliches Problem. Erst als die nächste U-Bahn auf dem anderen Gleis Einfuhr in der jede Menge Mannheimer waren eskalierte es richtig! Es gab Schlägereien, es sind Flaschen geflogen, erst auf der einen Seite unseres Wagons, dann gleich darauf auf der anderen Seite unseres Wagons, zum Glück nicht in der Mitte in der wir uns aufgehalten haben, vielleicht lag es auch daran das bei uns so ziemlich an der Tür ein Mannheim Fan stand und seinen Schal hoch gehalten hat, (vielen Dank nochmals an diesen Herren). Es dauerte lange bis die Polizei endlich kam. Es wurde dann Reizgas oder irgendwas versprüht um die Situation zu beruhigen, das alles in einer total überfüllten U-Bahn.
Wie kann es sein das zwei verfeindete Fanlager aufeinander treffen können, egal ob Baustellen an der U-Bahnstrecke sind oder nicht und falls es nicht anders geht dann muss einfach die Polizei schon vor Ort sein!
Das war definitiv keine Fantrennung sondern totales Versagen!

Das alles, hat das eigentlich gute Spiel extrem überschattet!

Sorry aber ich musste mich jetzt einfach mal auskotzen!

anteater
Leser

Dass die Mannheimer, die landauf, landab als Problemfans bekannt sind, überhaupt noch irgendwo anreisen dürfen, das ist ein Skandal. Die Welt wäre besser ohne diese Typen.

jürgen (@jr1860)
Leser

Also rein prinzipiell bin ich persönlich gegen jede Art von Pauschalisierungen.
Das werden auch „nur“ ein paar Gewaltbereite sein. Denke die große Mehrheit ist eher normal.
Aber die paar Gespinnerten fallen halt auf.
Irgendwo ist gestern wohl auch was mit Löwen gewesen, so dass eine Frau statt den Nachmittag im Stadion in der Notaufnahme war. Auch nicht besser…
Auch wenn ich uns Löwen als eher friedliebend empfinde

Löwin
Leser

Deinen Kids und dir ist aber hoffentlich nichts passiert? Bei den Wahsinn um euch herum! 🤦‍♀️
Des darf eigentlich überhaupt nicht passieren, das man die Lager nicht trennt… 😤

heart lion heart

DaBrain1860
Leser

Alles gut bei uns, da bei uns die Tür zum Glück geschlossen blieb!

jürgen (@jr1860)
Leser

Rivalität ja, Gewalt nein!