Der TSV 1860 München erfüllt seinem Cheftrainer für die Saison 2022/23 nahezu alle Wünsche. Michael Köllner blickt positiv in die Zukunft und ist motivierter denn je, schreiben die Zeitungen. Es ist eine All-In-Strategie. Allerdings nicht seitens der finanziellen Führung. Sondern von der sportlichen Kommandobrücke. Ein Kommentar.

Zu früh vom Aufstieg reden, davon hält so mancher Kritiker wenig. Weil es auch eine Gefahr in sich birgt. Ein Druckpotential aufgrund einer sich aufbauenden Erwartungshaltung. Doch das Ziel Aufstieg ist längst über die Lippen der Verantwortlichen gekommen. Die einen finden es gut, die anderen sehen es kritisch. Doch taktisch macht der TSV 1860 München vieles richtig.

Geschlossenheit ohne populistische Präsentation

Man zeigt Geschlossenheit. Und die wirkt momentan ehrlicher und nachhaltiger als in den vergangenen Jahren. Vor allem, weil man weniger platte Lobeshymnen heraushaut. Es wird nicht mehr man­t­ra­ar­tig wiederholt, wie einig man sich doch ist. Wie konstruktiv die Gespräche sind und wem man alles zu danken hat. Die Löwen scheinen sich auf die Sacharbeit zu konzentrieren. Statt sich hinter Hashtags und Sprüchen zu verstecken.

Sacharbeit Finanzen

Da wären zum einen die Finanzen. Man scheint einen Weg gefunden zu haben, ein ordentliches Budget auf den Tisch zu legen, in dem es keine verrückten Gehälter gibt. Die Löwen locken nicht mit großen Summen, sondern mit Perspektive und einer klaren Zielsetzung. Das scheint den neuverpflichtenten Spielern in den Verhandlungen gefallen zu haben. Man arbeitet mit dem, was man hat und mit dem, was man erwirtschaftet. Keiner spricht von Krediten oder undurchschaubaren Finanzierungsmodellen. Die man in komplizierten Sätzen, die Otto Normallöwe nicht versteht, erklärt und öffentlich legimitiert. Es prescht auch kein Funktionär vor, um tolle Ideen zu präsentieren. Das ist eine durchaus positive Entwicklung. Weil man mit eigenen Mitteln und aus eigener Kraft das Fundament gelegt hat.

Das wirtschaftliche Fundament ist gelegt

Auf dem Fundament, auf dem Michael Köllner nun gemeinsam mit seinem Team das Haus bauen kann. Ein solides Haus soll es werden. 1860 soll ja in der Liga den Ton abgeben, so der Merkur nach Gesprächen mit Köllner. Köllner hat “alle Steine umgedreht” in seiner sportlichen Analyse und die Bremsklötze entfernt. Zwei Spieler wünscht er sich noch. “Das Ziel Aufstieg ist möglich, wenn auch die nächsten beiden Transfers sitzen”, so Köllner. Ansonsten hat er bislang alle Spieler bekommen.

Die köllnersche All-In-Strategie

Es ist ein enorm großer Rucksack, den sich Michael Köllner auf den Rücken schnallt. Und es ist eine Art All-In-Strategie als Trainer. Denn wenn alle Wünsche sich erfüllen, dann ist die Meßlatte direkt auf Aufstiegshöhe gelegt und nicht tiefer. Daran muss sich der charismatische Cheftrainer nun messen lassen. Aber das kann durchaus gutgehen. Wenn Köllner sich auf seine Fähigkeiten konzentriert und auch im sportlichen Bereich Sacharbeit leistet. Da ist vielleicht auch ganz gut, wenn er das eine oder andere politische oder gesellschaftliche Thema nur am Stammtisch thematisiert. Und nicht in den Pressekonferenzen. Und zum Rucksack: ja, der ist schwer. Aber eben auch prall gefüllt mit guten Mitteln. So zumindest signalisieren es der TSV und auch Köllner selbst.

Wann die Strategie nicht auf geht

Die Strategie geht dann nicht auf, wenn man in den nächsten Tagen noch irgendein zusätzliches “ideenreiches” Finanzpaket präsentieren muss. Wo sich der Focus vom rein durch die eigenen Mittel finanzierten Sport wieder verlagert. Auf Gesellschafter-Themen. Mit mantraartigen Lobeshymnen und dem Versuch einer sachlichen Darstellung von komplizierten Vorgängen. Bloß nicht in den schweren Rucksack kurz vor Saisonstart noch einen vergoldeten Knüppel mit reinpacken. Der im Laufe der Saison rauskommt und zwischen die Füße geworfen wird.

Titelbild: Foto vom Bicanski auf Pixnio

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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Joerg

Aufstieg kann man nicht erzwingen, zumal die anderen auch nicht schlafen, die bis jetzt zusammengestellte Truppe ist stark, ob sie schnell zusammenwächst hängt auch vom Spielplan ab, es ist All in aber nicht “we go to the top”, klappts net Bayernliga, schaffen wir auch noch

bruckbergerloewe

Ein klares Ziel vor Augen, auf dass sich Verein,Spieler und Umfeld einstellen können.
Keine Spiele nach dem Motto “Bloß nicht verlieren” sondern “Gewinnen für den Aufstieg”.Alle müssen mitziehen damit es klappt,endlich die 3.Liga hinter sich zu lassen.
Alle Kräfte bündeln dann schaffen wir es auch.
Freue mich schon besonders auf tausende Auswärtsfahrer und den Support bei GIASING AUSWÄRTS OIDA💪

maximus Löwe

Wenn am Ende Platz 4 steht, dürfte es einen gewaltigen Knall geben.
Ich bin noch nicht überzeugt, dass wir ein heißer Aufstiegskandidat sind. Vorne mitspielen JA…andere Clubs sind und waren auch nicht gerade faul.

Bine1860

eben, man kann den Aufstieg halt auch einfach nicht erzwingen..

chemieloewe

Das kennen wir ja zugut, zu denken, mit frischem Personal den Erfolg quasi fest gebucht zu haben u. z.B. aufsteigen zu müssen, um dann meistens zu oft enttäuscht zu werden, gipfelnd im “Go to the Top”-Wahnsinn 2017, mit Doppelabstieg in die “4”. Also, Vorsicht mit zu großer Euphorie ist besser, als ein späteres böses Erwachen. Aber schlecht schlagen werden wir uns in der neuen Saison unter den jetzigen Voraussetzungen ganz bestimmt nicht. Ob der Aufstieg gelingt, ist natürlich noch von sehr vielen verschiedenen Faktoren abhängig, die jetzt nicht genau vorhersehbar sind. Dafür ist es halt immer noch Fußball, wo alles Mögliche passieren kann. Wenns nicht so wäre, wärs nicht mehr schön.

maximus Löwe

Wenn es dumm läuft, sind wir spätestens zu Weihnachten wieder mal in den Schlagzeilen….aber nicht positiv

chemieloewe

Hoffen wir mal, es läuft endlich diesmal andersherum u. wir sind zur Winterpause unter den ersten 3…4…5, spielerisch gut in Fahrt u. auf Aufstigskurs.

chemieloewe

Hat denn endlich mal jemand den Torsten Fröhling an der Grünwalder 114 gesehen??? Die sollen jetzt nicht mehr lange hin-u. herflippern u. Torsten als Co.-Trainer verpflichten! Er ist frei, ist ein klasse Typ, sympathisch, freundlich, sachlich u. ruhig, kennt uns sehr gut, denn er war früher schon länger als Nachwuchs-u. Cheftrainer der 1. Profis bei 60 tätig, hat eine Menge Erfahrungen u. was drauf, finde ich. Er würde prima zu uns passen u. hat auch alle notwendigen Lizenzen für die Profiligen, wenn es mal notwendig sein würde, als Cheftrainer von MK zu übernehmen, vertretungsweise o. dauerhaft. Ich denke, TF passt super zu uns. Es wäre aus meiner Sicht eine Win-Win-Situation u. für mich eine Riesenfreude, wenn TF zu uns zurückkehren würde!🙏🤗

Lionfan

Würde ich mir auch wünschen das der kommt. Würde super passen.

Lionfan

Bei der All-In Strategie war der hier nicht grade so beliebte AP angeblich auch neben Köllner und Gorenzel ganz schwer mitbeteiligt. Bin seit den Zweitligazeiten zwar auch nicht gerade ein großer Fan von ihm nach den ganzen seltsamen Vorfällen und jetzt auch wieder, aber muss dennoch sagen das ich mal ein Gespräch mit ihm hatte wo er ganz bodenständig, freundlich und nett rüberkam.
Weiß da irgendwer mehr was da dran ist?

Last edited 22 Tage her by Lionfan
Andi_G

Würde mich auch interessieren..

Snoopy.

Unter Köllner war man die letzten Jahre immer mit oben dabei. Nur für den großen Schritt hat es nicht gereicht. Das ein Neudecker in den “wichtigen” Spielen unsichtbar war, ist jetzt auch nicht gerade eine Breaking News Meldung.

Ein paar Prozent fehlten. Meist waren es die Spiele, die man hätte gegen die vor einem stehenden gewinnen müssen. Hat man allerdings nicht. Was so ein Umbruch bewirkt, ob es positiv oder negativ wird, kann man im voraus nicht sagen. Was man aber sagen kann: man versucht die restlichen Prozent noch in Form von neuem Personal zu erreichen.

Wenn man relativ konstant am Ende der Saison mit dabei war, aber der letzte Schritt gefehlt hat, ist die Konsequenz, dass man auch mal an der Personalschraube bei den Jungs auf dem Platz dreht. Vielleicht gelingt es so, ein wenig mehr Konstanz in die Mannschaft zu bringen. Finanziell hat man anscheinend die Möglichkeiten, also warum nicht nutzen, ein wenig frischer Wind tut vielleicht ganz gut.

Ich denke schon, dass man auch in der kommenden Saison wieder mit dabei ist. Ob es dann für den großen Schritt eine Liga höher reicht, wird man sehen. Es wird auch darauf ankommen, wie schnell die neuen Spieler das System Köllner verstehen, verinnerlichen und auch auf dem Feld umsetzen können.

chemieloewe

Ich glaube, mit den Erfahrungen u. der Analyse aus den letzten 3 Spielzeiten hat es jetzt Michael Köllner u. unsere gesamte Sportgeschäftsführung, zusammen mit allen Partnern, im Rahmen aller vernünftig vertretbaren Möglichkeiten, ganz stark, resolut, selbstbewusst u. richtig angepackt, um noch stärker als bisher einen aufstiegsträchtigen, konkurrenzfähigen Spitzenkader+Funktionsteam zusammenzustellen u. damit eine sehr gute Basis geschaffen hat, mit unserem hervorragenden Trainer MK erfolgreich in die neue Saison zu gehen, um bestmöglich das Ziel u. die Mission Aufstieg realisieren zu können. Jetzt fehlen noch die von MK erwünschten Mittelfeldspieler u. der Co.-Trainer für MK, der aus meiner Sicht sehr gern Torsten Fröhling sein darf.
Dann kann es richtig in die Vollen gehen, in eine hoffentlich sehr gute Saisonvorbereitung u. dementsprechende sehr gute u. erfolgreiche Aufstiegssaison. Jetzt muss es “nur” noch “wie geschmiert u. geölt” bestens laufen. Auf gehts Löwen, packen wirs an, kämpfen u. siegen u. aufsteigen!!! Es wäre soooo schön!!! Ich habe ein sehr gutes Gefühl, dass diese Saison alles passt, um das zu schaffen. Löwen, viiiel Glück u. Erfolg!!!

#ELIL 👋🤗💙🦁💙💪🤝

Last edited 22 Tage her by Chemieloewe
thrueblue

Ein selbstbewusstes Auftreten ist für einen Verein wie 1860 und seinen Ambitionen per se nicht verkehrt. Es wirkt aber als Verstärkende Kraft in beide Richtungen. Wenn wir entsprechend gut spielen schüchtert es den Gegner eher ein. „Auwehzwick, de san stoark“ Wenn wir nicht aus dem Knick kommen, motiviert es den Gegner zu einer extra guten Leistung „dene arroganten Affn zoag mas!“
Es liegt also an der eigenen Leistung, ob die forsche Zielsetzung gut oder schlecht war. Mit einer konservativen Planung hätten wir aber die neuen Spieler auch nicht überzeugen können. Insofern alles richtig gemacht von Köllner. Brust raus, der Löwenzug startet!

Last edited 22 Tage her by Thrueblue
anteater

Man arbeitet mit dem was man hat und mit dem was man erwirtschaftet.

Zumindest erzählt man uns das. Also, entweder waren die Abgänge wirklich übermäßig teuer vom Gehalt her, die Neuzugänge spielen für vergleichsweise kleines Geld oder es knallt, wenn wir nicht aufsteigen sollten.

1860 soll ja in der Liga den Ton abgeben, so der Merkur nach Gesprächen mit Köllner.

Weiß nicht, ob das so super ist, wenn man solche Parolen vor der Saison raushaut. Die Konkurrenz besteht auch nicht aus Leichtgewichten. Und mit solchen Ansagen will uns jeder Gegner umsomehr die Suppe versalzen.

Es ist ein enorm großer Rucksack, den sich Michael Köllner auf den Rücken schnallt.

Sein Vertrag läuft noch bis zum Ende der kommenden Saison, richtig? Dann kann ihm irgendwie ein Scheitern auch fast schon egal sein. Wie gesagt, irgendwie und fast.

Bin gespannt auf den Ausgang der Saison.

Siggi

Das mit den Parolen sehe ich nicht so negativ. Da gab es mal ein Interview mit jemanden (Heigl?) von der Bayrischen, in welchem er nach dem 1. Jahr Aufstieg von der Regionalliga sagte, dass man nach zwei Jahren in die 2. Liga aufsteigen müsse, weil sich sonst das Sponsoring nicht mehr aufrecht erhalten ließe. Jetzt geht es schon ins 5. Jahr 3. Liga und die Bayrische ist immer noch im Boot. Nach zwei Mal 4. Platz würde es schon komisch wirken, wenn man jetzt nicht gleich von Anfang an davon reden würde, dass man aufsteigen will. Arik hatte ja vor kurzem davon geschrieben, dass es einen Unterschied macht, ob man aufsteigen will oder muss. Der gemeine Fan wird sowieso nach rollenden Köpfen rufen, wenn es ihm zu lange dauert.
Seltsamerweise ist mir persönlich aufgefallen, dass es mir eigentlich egal ist, in welcher Liga wir spielen, solange die Gegner und unsere Spielweise halbwegs attraktiv sind, was ja bisher in der 3. Liga durchaus gegeben war. Die KGaA wird da allerdings dauerhaft nicht so recht “überleben” können.

Herbert

Wenn ein Trainer zu viel Einfluss im Verein auf die Kaderplanung etc. hat, kann das auch schnell gefährlich werden. Gerade dann, wenn Misserfolg eintritt. So in etwa war es bei MK in Nürnberg, wo nach dem Aufstiegsjahr, nichts mehr funktioniert hat und MK aber total verbissen an seinen Trainerstuhl geklebt ist und das obwohl er seit Wochen/Monaten die Mannschaft nicht mehr erreicht hatte. Er hat das aber nach außen hin komplett ausgeblendet und sich Woche für Woche in Phrasen geredet, die verglichen mit der aktuellen sportlichen Situation völlig realitätsfremd waren, irgendwann und viel zu spät hat dann der Vorstand die Reisleine gezogen.

chemieloewe

Er hat sich u. die Mannschaft in Nürnberg starkgeredet u. verteidigt u. irgendwie zu schützen versucht, um Hektik, Panik u. Chaos um, auf die u. in der Mannschaft entgegenzuwirken. Das fand ich richtig. Was sollte er auch anderes machen, wenn er einen für die 1. BL wenig tauglichen u. kaum konkurrenzfähigen Kader hat??? Genauso war es aber! Dafür konnte MK sehr wahrscheinlich am wenigsten bis überhaupt nichts, wenn die Kohle für entsprechende Qualitäts-/Unterschiedsspieler fehlt, wie damals in Nürnberg. Aus dem Hut konnte sich MK solche Spieler nunmal auch nicht zaubern. Mit einem vergleichsweise konkurrenzschwachen Kader hat man als Aufsteiger halt nicht allzu große Chancen, zumindestens die Klasse zu halten. Kann gut gehen, geht aber eben sehr oft auch schief. Das sah man damals bei Nürnberg mit MK, wie auch vorher u. nacher unzählige male, so auch dieses Jahr bei Ingolstadt, Dynamo Dresden o. Greuther Fürth. Derjenige Trainer, der in diesem Dilemma steckt, ist immer der Dep u. bekommt immer die Dresche u. sämtliche Kritik drübergezogen. Oder haben wir das jemals anders erlebt u. kennengelernt??? Klar, auch Michael Köllner ist nur ein Mensch als Trainer u. kein perfekter, vollkommener Gott ohne Fehler. Auch er hat Fehler gemacht u. kann Fehler machen. Ihn aber als teilweise unfähigen, hauptschuldigen Sündenbock für den damaligen Abstieg von Nürnberg aus der 1. BL zu sehen u. zu bewerten, halte ich kategorisch für falsch u. sehe das absolut nicht so.

Last edited 22 Tage her by Chemieloewe
Lionfan

Da stimme ich vollkommen zu. Er hatte in Nürnberg nach dem Bundesligaaufstieg einen furchtbar schweren Stand weil man sich überhaupt nicht verstärken konnte oder wollte, keine Ahnung, aber das reicht eben nicht für die Bundesliga. Das kann mal gutgehen aber da brauchst schon enorm viel Glück.

chemieloewe

Ja, genau so sehe ich das auch. MK hat sicher alles versucht u. gegeben, um nicht abzusteigen u. unter der unglücklichen Situation als Trainer sicher mit am meisten von Allen gelitten. Dass er es als Trainer kann u. was drauf hat, hat er ja davor mit dem unerwarteten u. phänomenalen Aufstieg bewiesen. Aber, um sich mit zu schwachem Kader in der BL halten zu können, braucht es, trotz einer eingeschworenen Mannschaft, außerdem noch viele sehr günstige Umstände bezüglich der Konkurrenz u. sehr viel Glück, wie Du es geschrieben hast. Das aber hatte Michael Köllner mit Nürnberg nach dem Aufstieg in der BL damals eben leider nicht. Das tat mir damals auch sehr leid für ihn u. Nürnberg. Aber so ist es halt nunmal, dass auch gute Trainer noch soviel machen können, was sie irgend drauf haben u. trotzdem scheitern, wenns halt anderweitig an Substanz mangelt u. dazu vielleicht auch noch das nötige Glück fehlt. 😴😖

Aber wir kennen ja zugut die abgedroschene Fußball-Phrase, die bei Vielen immer gilt: “Schuld ist immer der Trainer”….😉🥴😁👋🤗
…o. “im Spiel ist immer/meistens der Schieri schuld, dass man verloren hat u. es schief ging”…

Last edited 22 Tage her by Chemieloewe
_Flin_

Das ist ein guter Hinweis, mit der Verantwortung des Trainers für den Kader.

Deswegen bin ich auch ein Freund davon, dass der Spielstil vom Verein/den Gesellschaftern vorgegeben wird, und man sich sowohl Spielerpersonals als auch einen Trainer sucht, der dazu passt. Auch wenn wir damals mit dem Barcelona B Ansatz keinen Erfolg gehabt haben.

Deine anderen Bedenken hinsichtlich Michael Köllner teile ich nicht. Letzte Saison hat er das Steuer gut rumgerissen. Wenn auch etwas spät.

HHeinz

Ändern kann man es jetzt nicht mehr. Kader und Trainerstab sind nahezu komplett ausgewechselt. Ich habe damit schon auch Bauschmerzen weil es unsere Jugendarbeit komplett entwertet und ausgehend von einem 4. Platz einen Totalumbruch einleitet welcher aus meiner Sicht so gar nicht erforderlich war.

Aber wenn am Ende Platz 1 oder 2 rauskommt frägt niemand mehr danach.

chemieloewe

Gehe ich nicht voll mit. Die Junglöwen werden auch weiterhin bei MK ihre Einsätze bekommen, da bin ich mir sicher, gerade wenn es sehr gut u. entspannter läuft. Das Zauberwort war u. ist ja Breite, d.h., Qualität in der Breite in das Team zu bekommen, um Personal in hoher Qualität auch rotieren lassen zu können.

chemieloewe

…bzw. auch im Wechsel U19 u. 1. Profis!

HHeinz

Nichts und Du wirst auch keinen Post finden in welchem ich gefordert habe dass unsere Jugendspieler auf der Reservebank verschimmeln sollen.

HHeinz

Niemand soll dem Trainer in die Aufstellung reinreden aber jeder Trainer der zu 1860 kommt muss einfach ins Stammbuch geschrieben bekommen dass er jedes Jahr 1-2 Nachwuchsspieler in den Stamm integrieren muss.

Das bedeutet für mich dass diese echte Einsatzzeiten bekommen und sich idealerweise auch mal durchsetzen. Und wenn sich ein Trainer mit diesem Ziel identifiziert dann klappt das auch ohne dass man den Kader so weit ausdünnen muss dass es keine Alternativen gibt.

Michael Köllner hat zweifellos Qualitäten, die Integration von unseren Talenten wirkt aber oft eher wie ein Unfall als wirklich geplant.

Selbstverständlich kann man auch alles dem Ziel Aufstieg in die 2. Liga unterordnen. Das kann ich auch komplett nachvollziehen, maule halt nur ein wenig rum. Bin doch nur Fan.

_Flin_

Vorletzte Saison wurde über den Möglichkeiten gespielt.
Letzte Saison nicht. Ob man im Rahmen der Möglichkeiten oder darunter gespielt hat, darüber lässt sich trefflich streiten.

Nachdem man nun den Eindruck hat, dass die Mannschaft verstärkt wurde, ist der Anspruch “Aufstieg” nachvollziehbar. Für MK lautet die Aufgabe jetzt, zu liefern. Auch ohne das gerne verwendete Motivationsgespenst einer bösartigen Presse, die der Mannschaft nichts zutraut.

Was der Verein jetzt allerdings nicht tun sollte, ist, sich der eigenen Euphorie hinzugeben und Kredite aufzunehmen oder halbseidene Finanzierungs-Sparifankerl zu initiieren, die uns langfristig dann erneut um die Ohren fliegen.

chemieloewe

Richtig, beim Geldausgeben ist immer, bei 60 im Besonderen Vorsicht geboten u. betriebswirtschaftliche Vernunft, Augenmaß u. Sachverstand immer notwendig, um nicht wieder in die alten Muster der Schuldenpolitik zu verfallen u. damit die wirtschaftliche wie sportliche Existenz zu gefährden. Das bedeutet, ist der Etat ausgereizt, sollte Schluss sein, dann muss man dann eben einen Cut machen u. sich bei weiteren möglichen Transfers zurückhalten, auch wenn es für manche Löwen ärgerlich ist.

tsvmarc

“Was der Verein jetzt allerdings nicht tun sollte, ist, sich der eigenen Euphorie hinzugeben und Kredite aufzunehmen……….”

Um die positive Fortführungsprognose nicht zu gefährden wäre es doch gar nicht möglich weitere Kredite aufzunehmen was ich persönlich schwer begrüsse. Kann mir aber eigentlich auch nicht vorstellen, dass das jemand anders sieht.

NEA1971

Nach den 4. Plätzen in den vergangenen beiden Serien ist der Druck sowieso nicht zu verhindern, das hat man zu Beginn der vergangenen Saison bereits gesehen und man erinnere sich, dass viele bereits Köllners Kopf gefordert hatten. Gehen mussten dann SM9 und der Co und seither lief’ es wieder.
Um der Erwartungshaltung der Anhängerschaft gerecht zu werden kann in der kommenden Saison nur der Aufstieg zählen – vielleicht auch um zu verhindern, in der 3. Liga zum Inventar zu werden oder einen Abgang nach ‘Hachinger Vorbild zu nehmen. Um das große Ziel zu erreichen hat er entsprechenden Druck ausgeübt und sich nach eigener Aussage wohl auch vermehrt in die Kaderplanung eingebracht, als in früheren Zeiten.
Ich denke Michael Köllner ist sich der Situation bewusst und weiss das richtig einzuschätzen. Wenn das Ziel in der kommenden Saison nicht erreicht wird, wird es keine weitere Zusammenarbeit mehr geben – wahrscheinlich wird er diese Entscheidung auch selbst treffen.

Kassenwart

Ich verstehe nicht, warum der Löwenkosmos immer das Thema “Aufstieg” zu einer maßlosen Drucksituation hochstilisiert.

Wir sind doch nicht irgendwer (zumindest vom Selbstverständnis her). 50 % Der Löwen träumen von der ersten Liga. Was ja bedeutet, man müsste sogar 2 x aufsteigen – oje!

Wenn jeder Vertriebsmitarbeiter am 01.01. seine ambitionierten Umsatzvorgaben für das Geschäftsjahr oder der Sachbearbeiter die Menge der zu bearbeitenden Fälle rekapituliert, dann melden sich diese Personen doch auch nicht am 02. Januar beim Psychiater für eine Burnout-Sitzungsreihe an. Man muss doch mal die Kirche im Dorf lassen: Wir sind alle in einer Leistungsgesellschaft tätig (evtl. die karikativen Einrichtungen mal ausgenommen). Der Aufstieg ist notwendig, alle wollen ihn, jeder gibt dazu sein Bestes, Spieler wie Trainer und sonstige Funktionäre. Am Saisonende wird abgerechnet (oder auch zwischendurch ein Status erstellt) und es erfolgt eine Bewertung. Entweder hat es dann geklappt oder eben nicht. Dann müssen die gehen, welche man als nicht aufstiegsfähig ansieht.

Das ist doch nichts verwerfliches oder überraschendes. Köllner wie auch kein anderer Trainer bekommt 15. Versuche, ein Saisonziel zu erreichen. Das ist ihm auch klar. Entweder er schafft es dieses Jahr oder er geht. Damit kann Köllner aber auch wir Fans durchaus leben.

Es ist kein schwererer Rucksack als ihn jeder andere von uns auch trägt – und zwar täglich!

Last edited 23 Tage her by Kassenwart