Oberbürgermeister Dieter Reiter sitzt bis 2026 noch fest im Sattel. Es wird seine letzte Amtszeit. Reiter darf nicht mehr antreten. Die Posse rund um das Stadion an der Grünwalder Straße könnte seiner Partei ziemlich schaden. Und damit vor allem seiner potentiellen Nachfolgerin oder seinem Nachfolger. Ein Kommentar.

Nein, wirklich souverän agiert die SPD bei der Frage nach dem Umbau des Grünwalder Stadions definitiv nicht. Oberbürgermeister Dieter Reiter schwimmt in seinen eigenen schwammigen Aussagen. Er und seine Sport-Bürgermeisterin Verena Dietl widersprachen sich im Hinblick auf den aktuellen Sachstand. Und seine Referate ließen ihn beim aktuellen Entwicklungsstand rund um die geplante Beschlussvorlage auch im Stich. Eine Anfrage der Münchner CSU konnte Reiter deshalb nur ausweichend beantworten. Dabei hat sich Reiter im Wahlkampf 2020 für die Zweitligatauglichkeit des Sechzger Stadions besonders stark gemacht. Und damit den Stadtrat auch auf Kurs “Pro Umbau” gebracht. Doch nach der Wahl versauerten die Unterlagen auf den Schreibtischen der Referate. Gemacht wurde nichts. Zumindest sieht es nach außen so aus. Im April 2021, so versprach Sport-Bürgermeisterin Dietl, würde die Beschlussvorlage bei der Vollversammlung verabschiedet werden. Doch es tat sich bis November 2021 nichts. Und als Medien nach dem aktuellen Sachstand fragten, schob der Oberbürgermeister die Verantwortung von sich. Mehr noch – er schob den Schwarzen Peter dem TSV 1860 München zu. Das ist grotesk, wenn man bedenkt, wie lange die Stadt nichts gemacht hat.

Politik für sich selbst muss Reiter nicht mehr betreiben. Für seine Partei und deren Ziele jedoch sehr wohl. Seine zweite Amtszeit endet 2026. Noch einmal antreten darf er nicht. Beim Thema Grünwalder Stadion spielt er wohl auf Zeit. Er sitzt die Thematik aus, so zumindest der Eindruck von außen. Laut der Finanz- und Investitionsplanung der Stadtkämmerei ist mit einem Umbaubeginn des Grünwalder Stadions vor 2024 nicht zu rechnen. Dann fängt bereits der nächste Wahlkampf an. Mit einem neuen SPD-Kandidaten für das Oberbürgermeisteramt. Das könnte zum Beispiel Verena Dietl sein, gilt sie doch als treue Gefährtin des Oberbürgermeisters. Sie läuft allerdings vor allem in seinem Schatten mit und stolpert dabei häufiger. Während der ersten Pandemie-Welle schloß sie für ein Spiel des TSV 1860 München ein Geisterspiel gegen den VFB Lübeck aus. Reiter entschied keine 24 Stunden vor dem Spiel dann doch: Geisterspiel. Und fiel seiner Sport-Bürgermeisterin damit in den Rücken. Bei den Verhandlungen rund um den Stadionumbau spricht Dietl von Verhandlungen auf Augenhöhe mit dem TSV 1860. Der Oberbürgermeister poltert hingegen wild gegen die Löwen und wirft ihnen vor, Unterlagen vorzuenthalten.

Zur Wahl 2026 ist noch lange hin. Doch es könnte sein, dass die Stadionthematik der SPD auf die Füße fällt und man so die Anhängerschaft des TSV 1860 München gegen sich aufbringt. In gerade mal drei Jahren beginnt der Wahlkampf für die kommenden Kommunalwahlen. Bis dahin hat wohl die Sanierung des Olympiastadions begonnen. Und das Grünwalder Stadion? Hat man die Versprechen vor der Wahl 2020 nicht umgesetzt, dann wird die Stadionposse in jedem Fall den kommenden Wahlkampf beeinflussen. Dieter Reiter kann es egal sein. Er geht dann in der Allianz Arena seine Rente genießen.

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(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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Bine1860
Bine1860(@bine1860)
19 Tage her

Hab gerade noch den Wahlversprechungszettl gefunden, der damals verteilt wurde

IMG_20220104_112152.jpg
IMG_20220104_112138.jpg
Bine1860
Bine1860(@bine1860)
Reply to  Bine1860
19 Tage her

Werde mal Kopien machen und einen Brief an die genannten Personen schicken. So als kleine Erinnerung.

Chemieloewe
Chemieloewe(@chemieloewe)
Bekannter Leser
Reply to  Bine1860
18 Tage her

👏👍…sonst sagen die wieder, sie wissen von nix…o. sie hätten das nie gesagt…

Marcel Prohaska
Marcel Prohaska(@kiwi-pro)
Leser
19 Tage her

Im Grunde ist es halt Henne oder Ei. Schwer viel Geld in die Hand zu nehmen und dann springt der Mieter ab ( zb weil er ein Stadion am Flughafen von seinem Investor hingestellt bekommt oder in die 5. Liga absteigt).
Genau so schwer für den Mieter, weil er möglicherweise in die Bundesliga aufsteigt und dann doch was größeres braucht oder was kleineres falls es nach unten geht.
Dazu kommt, dass keiner weiß, welche Mehrheiten es in der Stadt bzw. dem Verein in ein paar Jahren gibt.

bluwe
bluwe(@bluwe)
Leser
Reply to  Marcel Prohaska
19 Tage her

Es stimmt, keiner weiß wo es hingeht, aber wenn man deswegen nichts macht, dann würden wir ja noch in Höhlen wohnen.

Deine Beispiele jedoch kannst vergessen:

  1. Hat Sechzig keinen Investor (hat ausser dem Kunstrasenplatz noch keinen Cent “investiert”) sondern einen Darlehensgeber, dessen Stadionpläne in M sowieso vollends gescheitert sind
  2. glaubst du wirklich, dass Sechzig aus der RL noch absteigt? Und, wo soll dann gespielt werden? 5.000 aufm Trainingsgelände?

Da man so etwas wirklich nicht vorhersehen kann, gibt es Stadionmieten die sich an der Ligazugehörigkeit orientiert. Das ist doch wirklich nichts Neues 😉

tante-tornante
tante-tornante(@tante-tornante)
Leser
19 Tage her

Ob die Stadionthematik der Münchner SPD bei den nächsten Kommunalwahlen in gut 4 (!)Jahren schaden wird? Da lehne ich mich mal ganz weit aus dem Fenster und sage nein.
 
2020 waren 1.116.442 Münchner wahlberechtigt, die Wahlbeteiligung lag bei gerundeten 50%. Nehmen wir doch mal, ebenfalls gerundet, 24.000 Mitglieder an, nur um eine konkrete Zahl zu haben.
 
Wie viele von denen
 

  • gehen überhaupt zur Wahl…auch 50%?
  • dürfen überhaupt, als in München Ansässige, den OB/die SPD in München wählen?
  • die auch wählen gehen, sind an einem Ausbau tatsächlich so interessiert, dass sie ihre Wahlentscheidung davon abhängig machen?
  • die dann nicht die SPD wählen, sind auch Stammwähler gewesen oder ihrer Neigung nach zumindest mögliche SPD-Wähler?
  • die da wirklich im Moment zornig sind, wählen dann wirklich in 4 Jahren eben deswegen nicht die SPD?
  • wählen dann auch den OB, die Partei, die dann auch das Sagen hat und nicht eine bedeutungslose 1% Partei?

Ich verstehe ja, dass der Zorn die Adern anschwellen lässt, nur wenn man es realistisch betrachtet, ist eine Entscheidung für oder gegen den Ausbau des 60ers für die Wahl 2026 zumindest aus heutiger Sicht ziemlich bedeutungslos.
 

 

alexander-schlegel
alexander-schlegel(@a-schlegel)
Leser
Reply to  Tante Tornante
18 Tage her

Das kommt immer darauf an wie knapp das künftige Rennen um den Nachfolger von Reiter wird. Da können schon mal ein paar tausend Stimmen hin und her entscheidend sein. Du darfst nicht vergessen, dass Reiter ein großes Standing unter den Münchnern hatte, diesen Bonus hat sein(e) Nachfolger-in erst mal nicht.

Außerdem gibt es nicht nur die 24.000 Mitglieder, sondern auch sonst sehr viele Löwenfans ohne Mitgliedschaft. Und stell Dir nur mal vor, dass tatsächlich die Dietl antritt und “ihr” Verein gegen sie Stimmung macht. Was meinst Du wieviel Rote sich dem Protest anschließen würden, nur um einer Blauen eins auszuwischen? Das kann gegebenenfalls größere Wellen schlagen, als Du jetzt glaubst.

maximus Löwe
maximus Löwe(@mm1860)
Leser
19 Tage her

Eine gewisse Verschleppung ist u.a. auch der Erkenntnis der mind. 100 % Kostensteigerung gegenüber der Machbarkeitsstudie geschuldet. So etwas stellt man nicht in 1-2 Tagen fest. Dann muss es erst mal bis zum OB durchdringen. Jeden “schwarzen Peter” in der Stadionthematik kann man den Referaten auch nicht in die Schuhe schieben. Und wenn man bedenkt wie lange wir brauchen um im geöffneten Transfenster Verpflichtungen zu tätigen, kann man auch die GmbH und den e.V. nicht frei von Schuld sprechen.

maximus Löwe
maximus Löwe(@mm1860)
Leser
Reply to  arik
19 Tage her

Denk mal die letzten Jahre zurück.

Snoopy.
Snoopy.(@snoopy)
Reply to  maximus Löwe
19 Tage her

Und an die finanzielle Situation. Man musste auf Ismaik warten bis etwa 5 Sekunden vor Mitternacht um zu wissen, wie viel Geld man für Transfers hat. Ohne eine Budgetplanung, die Frühzeitig erfolgt, kannst du halt nicht aktiv werden.

maximus Löwe
maximus Löwe(@mm1860)
Leser
Reply to  Snoopy.
19 Tage her

Und jetzt überleg mal, warum von unserer Seite kein klares Bekenntnis zur Modernisierung des GWS kommt! Weil beide Gesellschafter so harmonisch und in Ruhe hinter den Kulissen zusammen arbeiten. Der Gesellschafter e.V. kann es nicht finanzieren und der andere Gesellschafter hat andere Probleme als sich ständig anscheissen zulassen. Das Wissen auch die zuständigen Referate der Stadt und arbeiten im angemessenen Tempo die Papiere durch. Die letzten die das nicht begreifen sehen dann die Schuld natürlich immer beim anderen.

Bine1860
Bine1860(@bine1860)
Reply to  maximus Löwe
19 Tage her

finanzieren tut es die Stadt! Möglicherweise begreifst du da was nicht.

Snoopy.
Snoopy.(@snoopy)
Reply to  maximus Löwe
19 Tage her

Wie  Bine1860 schon sagt: finanzieren muss diese Modernisierung nicht der TSV. Das Stadion gehört der Stadt München, sie ist der Eigentümer. Wenn du in einer Mitwohnung lebst, baust du diese ja auch nicht auf deine eigene Kosten um, mal abgesehen davon, dass du das als Mieter vermutlich gar nicht darfst. Also Wände versetzen oder zusätzlich Fenster einbauen, Dachterrasse oder Balkon anbringen.

Wenn sich dann ein OB Reiter hinstellt und darüber philosophiert, dass es nur ein “kleiner Teil” der Löwen den Umbau möchte und man diesen Umbau auch nur wegen den Löwen machen soll, zeigt das im Übrigen auch schon alles. Da hört man mehr auf die Fans als auf das, was der TSV möchte, gerade wenn man wiederum hört, dass man sich mit Pfeifer anscheinend da noch nie kurz geschlossen hat. Für mich nimmt die Stadt München den Umstand, dass der eine Fan sagt: Grünwalder umbauen, der andere sagt: wir brauchen einen Neubau um Geld zu verdienen (in meinen Augen ein Trugschluss) und der nächste wiederum ins Olympiastadion möchte zum Anlass, um da kein Tempo in die Sache zu bringen.

Das man diesen Umbau möchte, vor allem vom Seiten des e.V. ist für mich klar. Auch schon deshalb, weil es keine Alternative (Neubau) gibt. Mal nicht unter der vorhandenen finanziellen Situation.

alexander-schlegel
alexander-schlegel(@a-schlegel)
Leser
Reply to  maximus Löwe
18 Tage her

Sorry, aber Deine Argumentation finde ich nur noch haarsträubend.

Bine1860
Bine1860(@bine1860)
Reply to  maximus Löwe
19 Tage her

Da verwechselt du meines Erachtens Ursache und Wirkung, es ist mittlerweile so teuer geworden und es wird nicht besser, hätte man mal eher angefangen.

maximus Löwe
maximus Löwe(@mm1860)
Leser
Reply to  Bine1860
19 Tage her

Ein GWS nach Schwabls Plänen hätte ich mit Handkuss genommen.

chemieloewe
chemieloewe(@chemieloewe)
Bekannter Leser
Reply to  maximus Löwe
19 Tage her

Ich glaube, Schwabls Sechzgerprojekt würde bestimmt fast jeder Löwe liebend gern sich realisieren sehen, ich natürlich auch! Das wäre sooo schön, wäre da nicht hätte, wäre, könnte…wenn u. aber, statt es geht! Leider!🥴😥
Aber vielleicht geht ja doch noch was irgendwie einigermaßen in diese Richtung. Ich wäre absolut happy!!!😉

Last edited 19 Tage her by Chemieloewe
chemieloewe
chemieloewe(@chemieloewe)
Bekannter Leser
19 Tage her

Ach so, definitiv letzte Amtszeit von Reiter. Na dann wundert es umsomehr nicht, dass er jetzt als Roter absolut keinen Bock mehr hat, auch nur irgendetwas für das Sechzger, geschweige denn für Sechzig zu machen, sondern ganz im Gegenteil. Der sitzt das Thema Sechzgerumbau jetzt höchstwahrscheinlich in seiner verbleibenden Amtszeit ganz frech u. unverschämt aus, denke ich. Mit Reiter u. Sechzgerumbau ist einfach Feierabend, der rührt dafür keinen Finger mehr, sondern versucht irgendwie Streit mit uns u. politischen Gegnern zu provozieren, um einen Grund u. Vorwand zu inszenieren, die weiteren Terminverschiebungen u. Verzögerungen zu rechtfertigen, die Ursachen dafür auf Andere, wie auf uns zu schieben u. sich auf Kosten Anderer aus der Verantwortung zu ziehen. Ich denke, der will uns noch zum Schluss so richtig einen reinwürgen!?? Wenn ich an OB Dieter Reiter denke wird mir speiübel!!!

Last edited 19 Tage her by Chemieloewe
Inflexible
Inflexible (@guest_65038)
Gast
Reply to  Chemieloewe
19 Tage her

Da schätzen Sie den OB ziemlich falsch ein. Der will 1860 nix reinwürgen. Wett ich a Maß. Der hat nach meinem Eindruck mehr mit Fussball am Hut als sein blauer Vorgänger.

chemieloewe
chemieloewe(@chemieloewe)
Bekannter Leser
Reply to  Inflexible
19 Tage her

Ja klar hat Reiter viel mit Fußball am Hut, aber eben als Fan von den Roten in Fröttmaning mit denen aus der Seitenstraße! Wenn er sich wirklich irgendwie für das Sechzger bemüht hätte, nachdem er u.a. mit dem Thema zur letzten Regional/OBM/Wahl ganz groß auf Wahlkampftour in München unterwegs war, wäre der Baubeginn für den Sechzgerumbau vielleicht schon 2022, wie erwartet u. erhofft. Aber nix davon ist in naher Sicht, sondern in weiter Ferne. Oder wann sehen Sie den realistischen Umbaustart unter Reiter? Noch bis 2026, bis zum Ende seiner letzten Amtszeit? Ich denke, das macht bestimmt dann eher sein/e potentielle/r Nachfolgerkandidat/in von der SPD, z.B. Frau Beatrix Zurek, 2025/26 zu einem seiner/ihrer Wahlkampfthemen!?
Bin gespannt, wieviel dieses Jahr u. bis 2026 vorwärts geht u. wirklich realisiert wird. Viel Optimismus auf schnelle Fortschritte habe ich durch die dauernden Terminverschiebungen durch die von Reiter geführte Sadtregierung längst verloren!!! Wen wunderts???

Inflexible
Inflexible (@guest_65051)
Gast
Reply to  Chemieloewe
19 Tage her

Verstehe. Mei, manche Dinge dauern eben. Was wissen wir schon, was zwischen dem Fussballmittelständler und der Stadt läuft. Ist viel Spekulation. Keine Spekulation: Herr Reiter hat nix gegen die 60er.

chemieloewe
chemieloewe(@chemieloewe)
Bekannter Leser
Reply to  Inflexible
19 Tage her

Wenn es so ist, dann würde mich das sehr, sehr freuen, aber dann wird er von der Stadtverwaltung zum Sechzgerumbau trotzdem falsch informiert bzw. irgendwie total falsch beraten, scheint mir, wenn er zu solche Aussagen u. Schlüssen kommt, wie schon häufig von ihm zu hören war, z.B. dass von uns wichtige Zuarbeiten, Angaben, Unterlagen…u. Informationen fehlen würden. Wenn er guten Willens ist, hat er falsche Informationen u. wird falsch beraten, anders kann ich mir das sonst nicht erklären. Aber dazu genügt o. hilft auch mal ein Anruf bzw. helfen kontinuierliche Kontakte, Besprechungen o. Termine mit Herrn Pfeifer…u./o. Robert Reisinger durch Dieter Reiter bzw. durch einen von ihm bevollmächtigten Hauptverantwortlichen in der Sache, z.B. Verena Dietl, bzw. dass sie umgekehrt, dafür aus der Gegenrichtung offen u. bereit sind u. eng zusammenarbeiten.😉

Last edited 19 Tage her by Chemieloewe
Inflexible
Inflexible (@guest_65025)
Gast
19 Tage her

Bin seit 44 Jahren ein Blauer. Aber dazu sog i betont ohne Herzblut nüchtern:

Die Frage, ob und wann diese städtische Sportimmobilie auf Steuerzahlerkosten so ausgebaut wird, dass sie den Ansprüchen des Mieters mit dem größeren Zuschauerzuspruch zusagt, wird Stand jetzt indes kaum bis null Einfluss auf meine Wahlentscheidung haben. Bin damit nicht allein. So wichtig ist 1860 für die Stadt München auch wieder net.

Bine1860
Bine1860(@bine1860)
Reply to  Inflexible
19 Tage her

Da gibt es aber tatsächlich ganz viele in München, die das anders sehen. Schließlich ist es doch so, dass die SPD hier ein Wahlversprechen nicht gehalten hat und insgesamt in der Sache ziemlich (in meinen Augen) armselig agiert. Für mich hätte es sehr wohl Einfluss auf mein Wahlvehalten, wenn ich (überhaupt jemals in Erwägung gezogen hätte SPD zu wählen oder) unentschlossen wäre.

anteater
anteater(@anteater)
Reply to  Bine1860
19 Tage her

Wenn nicht gehaltene Wahlversprechen zur nicht-Wiederwahl führen würden, dann hätten wir keine Regierung länger als eine Wahlperiode im Amt gehabt.

Bine1860
Bine1860(@bine1860)
Reply to  anteater
19 Tage her

Ja stimmt auch wieder 😭

Inflexible
Inflexible (@guest_65037)
Gast
Reply to  Bine1860
19 Tage her

Klar gibt es Leute, die anderer Meinung sind. Für mich hat das indes halt nicht die Priorität wie Wohnen oder Verkehr. Außerdem muss man schon auch an die Corona-Finanzlage denken. Wenn Sie Wahlversprechen meinen: War vor Corona.
Werd scho wern. Net immer gleich schwarz sehen.

Bine1860
Bine1860(@bine1860)
Reply to  Inflexible
19 Tage her

Ja Prioritäten, an welcher Stelle sind denn in München dann 11 UEFA Spiele? 52 Mio kosten die, da spielt wohl die Corona Finanzlage keine Rolle. Zumal die 52 Mio für 11 Spiele dann weg sind, nach dem Umbau hat man da wenigstens noch Mietmehreinnahmen. Ich sehe keineswegs schwarz, sehe aber sehr wohl schon, was da durch Reiter und die SPD “veranstaltet” wird.

Inflexible
Inflexible (@guest_65044)
Gast
Reply to  Bine1860
19 Tage her

Ist ein Punkt, den ich mir auch überlegt hab. Wobei ich mir denke, dass die wesentliche Entscheidung für 2021 und 2023 und 2024 schon vor Corona gefallen ist. Da jetzt aussteigen, bringt wenig. Da gibt’s sehr wahrscheinlich bereits länger eingegangene Verpflichtungen.
Folglich ist das als Vergleich nur bedingt tauglich. Zumal auch bei diesen UEFA-Veranstaltungen Geld reinkommt. Wieviel, hängt von Corona ab.

Widto
Widto (@guest_65027)
Gast
Reply to  Inflexible
19 Tage her

Ich weiß, dass man das hier nicht gerne liest, wollen wir in diesen Stadion bleiben bleiben wir am besten auch in der dritten Liga
Unter 25000 ist alles a Witz und rausgeworfenes Geld
Sollte auch jedem GWS Fan einleuchten

bluwe
bluwe(@bluwe)
Leser
Reply to  Widto
19 Tage her

Hey Widto nenn uns halt eine lukrative Stadionalternative, welche die Stadt München kostengünstiger zur Verfügung stellt – bin gespannt.

Und eigenartig, dass viele Clubs mit kleineren Stadien sich in der 1. BL etabliert haben.

Tip: Mach dich mal schlau, was der Mehrwert von diesem Umbau ist, und dann können wir weiter diskutieren.

chemieloewe
chemieloewe(@chemieloewe)
Bekannter Leser
Reply to  bluwe
19 Tage her

Ja, ein sehr gutes Beispiel ist hierbei mit absoluter Vorbildfunktion der 1. FC Union Berlin! Wie die ihr altes, marodes Stadion An der Alten Försterei mit unbeschreiblich viel Einsatz u. Engagement der Fans u. vieler Gönner schrittweise modernisiert u. umgebaut haben u. dieses auch selbst in Besitz genommen haben, ist aller Ehren wert u. zur Nachahmung sehr zu empfehlen, wenn man es drauf hat bzw. irgendwie hinbekommt!!! Und Union war sehr lange Zeit auch nicht gerade finanziell auf Rosen gebettet, hatten auch schon oft mit Insolvenzgefahr zu kämpfen! Mit ihren Stadionprojekten ist der FC St. Pauli dabei ebenso als vorbildliches Beispiel positiv zu nennen u. hervorzuheben, wie auch der FC Erzgebirge Aue.👍👏 Es muss nicht immer eine 50Tsd.+Arena sein!!! Etwas kleiner geht auch, klar, 18Tsd. sind dann doch schon etwas (zu) wenig für höhere sportliche Perspektiven.😉🥴Aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg u. wo wirtschaftliche Vernunft u. Solidität herrscht, ist Vieles möglich!

Last edited 19 Tage her by Chemieloewe
Inflexible
Inflexible (@guest_65036)
Gast
Reply to  arik
19 Tage her

Zahleneingabe hat man aber hinbekommen. Das Beispiel zeigt auch, dass Wichtigeres gibt als 1860 oder den Stadionausbau aus Steuergeldern für ein mittelständisches Fussballunternehmen, das immer wieder GWS-Mieter bei der Stadt wurde, weil man es anderswo net hinbekommen hat.

bluwe
bluwe(@bluwe)
Leser
Reply to  Inflexible
19 Tage her

Wenn Kleinstädte derartige Summen von Steuergeldern für Stadien wesentlich kleinerer Fußballunternehmen aufbieten können, dann sollte es auch die Landeshauptstadt hinbekommen.

Insbesondere wenn erheblich mehr Millionen für ein kaum genutztes Sportdenkmal und ad hoc x-Millionen für den internationalen Fußball zur Verfügung stehen!

Mit dem letzten Satz hast du absolut Recht.

Last edited 19 Tage her by bluwe