Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, soll es im TSV München von 1860 eine Satzungsänderung geben. Hasan Ismaik wünscht sich schon lange eine Passage wie bei Hannover 96. Die soll dafür sorgen, dass der Aufsichtsrat Rechte und Pflichten bekommt, die er gemäß dem Aktiengesetz ohnehin haben sollte. Dabei geht es vor allem um die Budgethoheit. Für den e.V. also im Prinzip ein weiterer Schritt bei der Abarbeitung des Punkteplans, der im Sommer beschlossen wurde.

Auch Jugendbereich ist Thema

Interessant ist eine Aussage in der SZ im Hinblick auf den Nachwuchsbereich. Die Jugendmannschaften von der U17 abwärts werden nicht wie von Ismaik gewünscht in die KGaA überführt. Dafür jedoch fallen Zahlungen der KGaA an den e.V. für den Leistungs-Nachwuchsfußball künftig weg. Es ist ohnehin ein Ziel des e.V., in diesem Bereich wieder unabhängig zu werden und deshalb ein logischer Schritt für beide Seiten. Interessant dürfte das im Übrigen vor allem für Sponsoren und Förderer in München sein, die von der KGaA unabhängig den TSV unterstützen wollen. Die Förderung der e.V.-Jugend nimmt damit einen deutlich unabhängigeren Stellenwert ein.

Indes kündigt Hasan Ismaik eine Überprüfung der Tätigkeit von Markus Fauser an. Der e.V. hingegen möchte den Vorgänger Anthony Power durchleuchten. Ein Säbelrasseln, wie man es in der Geschichte des Vereins schon häufig zu spüren bekommen hat. Vermutlich kostet es beide Seiten nur unnötig Geld.

Den gesamten Artikel sollte jeder unserer Leser natürlich auch in der Süddeutschen Zeitung nachlesen können, um die Aussagen mit denen in unserer Berichterstattung zu vergleichen. Ihr findet ihn hier: Süddeutsche Zeitung –  An die Arbeit

Fakt ist, dass es aktuell wieder sehr viele Spekulationen gibt. Viele Themen in den Medien werden wohl kaum derart brisant sein, wie es auf manchen Plattformen dargestellt wird. Die Fans wünschen sich immer klare Sieger und Verlierer. Diese wird es zum aktuellen Zeitpunkt vermutlich nicht geben. Es bleibt bei 2 Fronten, die beide taktieren.

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rudolf

Reisinger verrät uns, er wechselt die Seite.
pro Drees

arik

Das ist kein produktiver Beitrag.

konterhoibe

Troll doch Bitte wo anders rum. Jeder Kommentar von dir, den ich bisher gesehen habe, trägt in keiner Weise zu einer Disskusion bei.

unvoreingenommen

Nach SZ-Informationen wird dafür die Satzung geändert – wie von Ismaik schon lange gewünscht, wird eine auch bei Hannover 96 benutzte Passage eingearbeitet, die dem Aufsichtsrat die Rechte und Pflichten festschreibt, wie sie das Aktiengesetz ohnehin vorgibt, die bei 1860 bislang aber nicht umgesetzt werden

Eindeutig die Satzung der Aktiengesellschaft, was gibts da miss zu verstehen?

sechzgemax

Der e.V. darf die Jugendmannschaften behalten, aber muss sie selber bezahlen und gibt dann die Talente kostenlos an die KGaA ab, die diese teuer verkauft???

buergermeister

sollen sie sie an die KGAA verkaufen? 😛

arik

Der Gedanke ist durchaus berechtigt. Und warum sollte der e.V. nicht die Talente an die KGaA verkaufen?

buergermeister

ja klar kann man so sehen. Oder halt Teile des der Ablöse an den e.V.. Faierweise müssten dann aber auch Mitgliedsbeiträge des e.V. an die die KGaA fließen!

sechzgemax

Die KGaA sollte sich halt irgendwie finanziell an der Jugendarbeit beteiligen, weil sie ja finanziell davon profitiert.

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stepanek

Kannst Du bitte noch aufklären, von wann dieses Video ist und in welchem Zusammenhang es steht. Bei der tz steht da leider nichts im Video, danke.

konterhoibe

Da liegt ja das Problem, laut Vertrag, hätte die KGaA ja an den e.V. zahlen MÜSSEN. Dies wurde aber einfach nicht getan, auf Anweisung von wem wohl?

sechzgemax
buergermeister

Dann passt ja eh alles:

Beteilig„Dem NLZ wird nicht weniger Geld zur Verfügung stehen“, betonte Reisinger: „Das Geld wird nur anders aufgeteilt zwischen e.V. und KGaA. Einfacher, transparenter – ohne dieses Hin und Her, das die Sache bisher so kompliziert gemacht hat.“e dich an der Diskussion

stepanek

Ich gehe auch mal davon aus, dass die “Geschäftsordnung” von KGaA und Aufsichtsrat, bzw. weiteren Gremien gemeint ist. Das wird hoffentlich bald erklärt und begründet. Wenn dann in der Konsequenz das Thema “Jugendteams bleiben im e.V.” verbindlich geklärt ist, hätte das ganze ja durchaus was Positives.

Landshuter_Loewe

“…TSV München von 1860 eine Satzungsänderung geben.” Beim e.V.? Dafür ist die MV zuständig, oder? Wie kann man da sagen “wird es geben”? Und ob es da eine Mehrheit gibt? Bezweifle ich, sachlich begründet hin oder her.

baum

Der Harie schreibt im LF folgendes:
Änderungen an den Satzungen der GmbH und KGaA benötigen eine 2/3 Mehrheit der Gesellschafterversammlung.
Und zusätzlich die Zustimmung der Mitgliederversammlung des e.V.
Deshalb wird es eher keine Änderungen der Satzungen geben, sondern den Weg über eine Änderung an der Geschäftsordnung für die GmbH um dem AR der KGaA die erforderlichen Kompetenzen gegenüber dem/-n Geschäftsführer/-n einzuräumen.

http://www.loewenforum.de/index.php?thread/107-alles-zum-investoreneinstieg-oder-auch-ausstieg/&postID=134677#post134677

arik

Okay, das ist ein interessanter Hinweis. Danke.

arik

Es handelt sich definitiv nicht um die Satzung des e.V.s, sondern der KGaA

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hheinz

Zumindest benötigt eine KGaA auch eine notariell beglaubigte Satzung insofern gäb’s zumindest schonmal etwas zum ändern.

Wenn man “unabhängiger” wird indem die KGaA Zahlungen einstellt dann frage ich mich was die Gegenleistung ist?
Und wie unabhängig kann man werden wenn man nicht einmal über einen Fußballplatz verfügt, geschweige denn eine Umkleidekabine?