Günther Gorenzel, Sport-Geschäftsführer beim TSV 1860 München, hofft auf Nachverhandlungen der beiden Gesellschafter. Um zum Beispiel ein erhöhtes Sponsoring für den Spieleretat zu ermöglichen. Oder die ursprünglich gedachte Hypothek auf die Geschäftsstelle umzusetzen. Der Hauptsponsor ist gar nicht abgeneigt.

Das Darlehen für die positive Fortführungsprognose

Der TSV 1860 München hatte nach dem Doppelabstieg aus der 2. Bundesliga in die Regionalliga von Hauptsponsor „die Bayerische“ ein Darlehen in Höhe von 2 Millionen Euro bekommen. Das Darlehen war für eine positive Fortführungsprognose erforderlich. Abgerufen wurde es zunächst nicht. Als Sicherheit bot der damalige Geschäftsführer Markus Fauser Teile aus zukünftigen Transfertbeteiligungen. Ohne diese Sicherheit hätte der Hauptsponsor das Darlehen gar nicht zur Verfügung stellen können. Beide Gesellschafter stimmten diesem Darlehen zu.

Das Darlehen wird abgerufen

Um für die Saison 2019/20 im Mai 2019 die Lizenz beim DFB für die Dritte Liga zu bekommen, musste Michael Scharold das Darlehen abrufen. Scharold hatte mit mehr Einnahmen beim Sponsoring gerechnet. Zudem musste die KGaA auch die Mehrkosten für die Beförderung von Günther Gorenzel vom Sportchef zum Geschäftsführer übernehmen. Ursprünglich hatte Gesellschafter Ismaik die Kosten übernehmen wollen. Er hatte ein Jahr zuvor explizit auf einen zweiten Geschäftsführer bestanden.

Der TSV bekommt notwendige Sicherheiten

Schneller als gedacht wurden tatsächlich die von Markus Fauser als Sicherheit gedachten Transferbeteiligungen Wirklichkeit. 1860 profitierte an den Weiterverkäufen von Julian Weigl, Marin Pongracic und Felix Uduokhai. Viele Fans freuten sich. Einige Pressevertreter thematisierten sofort mögliche Neuverpflichtungen. Als Geschäftsführer musste es Günther Gorenzel wohl bereits beim Weigl-Transfer klar gewesen sein, dass man zuerst die vertragliche Vereinbarung mit dem Hauptsponsor erfüllen muss. Und die 1,5 Millionen Euro aus dem Weigl-Transfer eben nicht automatisch in den Sport fließen können. Dennoch forderte er, dass das Geld aus dem Sport auch im Sport bleiben soll: „Der Geldregen soll nicht dafür verwendet werden, irgendwelche Löcher im weiß-blauen Hamsterbau zu stopfen“. Vielen Fans gefiel diese Aussage, denn man hoffte im Winter auf Neuzugänge. Gorenzel scheint in seiner Rolle als zweiter Geschäftsführer dabei vergessen zu haben, dass man zuvor eben das besagte Darlehen des Hauptsponsors abgerufen hatte und entsprechende, vertraglich vereinbarte Sicherheiten nun zurücklegen musste. Da war er bereits Geschäftsführer und mit den Finanzen vertraut. Gorenzel wusste also zumindest beim Weigl-Transfer, dass man damit entweder das Darlehen des Hauptsponsors zurückzahlen oder aber das Geld als Sicherheit zurücklegen muss. So oder so konnte das Geld für den Weigl-Transfer nicht in den Kader fließen.

Die Diskussion über den Hauptsponsor

Hauptsponsor „die Bayerische“ blockiere die Transferbeteiligungen und damit die Erhöhung des Spieleretats. So wurde es von einigen Fans diskutiert. Die Boulevard-Presse griff genau dieses Thema auf. Die Abendzeitung behauptete sogar, dass der Hauptsponsor im Rahmen der potentiellen Kapitalerhöhung den TSV 1860 München unter Druck setzen wolle. Man poche auf die Erlöse aus den Transferbeteiligungen, um den Sportetat nach unten zu drücken. Dabei scheint man wohl vergessen zu haben, dass unter den Geschäftsführern Michael Scharold und Günther Gorenzel eben das besagte Darlehen abgerufen wurde und man genau aus dem Grund eben nicht einfach ein dreiviertel Jahr später die Transferbeteiligungen sofort großzügig ausgeben kann. Gerade Günther Gorenzel, der sich zu dem Zeitpunkt sehr aktiv vor den Pressevertretern zeigte, hätte das durchaus richtig stellen können.

Das erste Angebot des Hauptsponsors

In einem Punkt hatte die Boulevard-Presse natürlich Recht. Der Hauptsponsor „die Bayerische“ bot an, das Darlehen im Rahmen einer Kapitalerhöhung in Anteile an der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA umzuwandeln. Damit wäre das Darlehen vom Tisch gewesen, die Transferbeteiligungen hätten dem TSV zur Verfügung gestanden. Die Verhandlungen in Richtung einer Kapitalerhöhung erwiesen sich jedoch als schleppend. Vor allem, weil sich Hasan Ismaik zwar für einen dritten Gesellschafter offen zeigt. Allerdings sollte der dritte Gesellschafter mindestens 15 bis 20 Millionen in die KGaA einbringen. Eine völlig utopische Summe.

Das zweite Angebot des Hauptsponsors

Noch scheinen Verhandlungen im Hinblick auf eine mögliche Kapitalerhöhung nicht vom Tisch zu sein. Für die kommende Saison helfen sie allerdings eher nicht. Denn es Bedarf nicht nur der Zustimmung Ismaiks, sondern auch von mindestens 75 Prozent Zustimmung in der Mitgliederversammlung des TSV München von 1860 e.V.. Um dem TSV schnellstmöglich Geld zur Verfügung zu stellen bzw. die Transferbeteiligungen noch in den Sportetat fließen zu lassen, bot „die Bayerische“ die Eintragung in Form einer Grundschuld auf das Geschäftsstellengebäude an. Eine Hypothek also auf das Gebäude der Löwen. Hinter dem Angebot steckte durchaus Kalkül. Im Grunde wollte man aufgrund der fortschreitenden Zeit einen Zwischenschritt. Der Hauptsponsor möchte weiterhin Anteile an der KGaA der Löwen. Die Hypothek könnte im Rahmen einer Kapitalerhöhung nämlich in eine Beteiligung umgewandelt werden. So der Grundgedanke.

Das „nachhaltige Finanzpaket“

Günther Gorenzel scheint wohl ebenfalls weiter auf die Hypothek zu hoffen. Mittlerweile wurde jedoch ein „nachhaltiges Finanzpaket“ vom Aufsichtsrat der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA verabschiedet. Bis zu 6,3 Millionen werden in Form von abrufbaren Darlehen abgedeckt. Kommt Geld in irgendeiner Form rein, müssen diese Darlehen erst einmal wieder bedient werden. Oder aber das Geld fließt als Sicherheit in die positive Fortführungsprognose. Heißt im Falle der Hypothek: Mit ihr würde man das 6,3 Millionen-Notfall-Darlehens-Paket verringern und nicht den Sportetat erhöhen. Das war vor der Verabschiedung des Aufsichtsrats-Finanzpaketes noch nicht der Fall. Allerdings hätte man aber auch keine positive Fortführungsprognose bekommen. Will man eine Hypothek und diese außerhalb des Notfall-Paketes, müssen die Gesellschafter also nachverhandeln.

Der Umweg über die Hypothek

Die Stadt sieht eine Besicherung in Form einer Grundschuld auf das Geschäftsstellengebäude eher konstruktiv, erklärt Martin Gräfer, Vorsitzender von Hauptsponsor „die Bayerische„. Die Möglichkeit einer Hypothek sei jedoch nicht alleine von der Entscheidung der Stadt abhängig. Sondern auch von der Gesamtbewertung der wirtschaftlichen Lage durch die Geschäftsführung und die Gesellschafter. Das Ziel des Hauptsponsors bleibt weiterhin eine Kapitalerhöhung. Eben mit dem Umweg über eine Hypothek. Das erklärt auch Gräfer gegenüber dem Löwenmagazin: „Eine Hypothek könnte zu einem späteren Zeitpunkt umgewandelt werden, im Rahmen einer möglichen Kapitalerhöhung.“ Bis zu einer möglichen Kapitalerhöhung hätte die Hypothek auch Vorteile für die Stadt, meint der Vorsitzende des Hauptsponsors: „Da dies aber sicher noch ein langer Weg sein dürfte, wäre die Hypothek tatsächlich sinnvoll und dann auch im Interesse der Stadt. Denn damit würde der Sportbetrieb auf dem Erbpachtgrundstück weiter sichergestellt und dem Nutzungskonzept gerecht werden. Daher auch die nachvollziehbare konstruktive Haltung der Stadt.“

Rückzahlung als Alternative

Eine Alternative zur Hypothek wäre die Rückzahlung des Darlehens. Angeblich scheint das Darlehen aus dem Topf der Transferbeteiligungen auch teilweise wieder bedient worden zu sein. Heißt: Die KGaA hat von den 2 Millionen bereits wieder eine gewisse Summe zurückgezahlt. Aus dem Weigl-Transfer. Bestätigen möchte das niemand. Ob man das Darlehen nun bereits teilweise oder noch gar nicht zurückgezahlt hat, die Rückzahlung wäre in jedem Fall eine Alternative. Der Vorsitzende des Hauptsponsors hierzu: „Die Alternative wäre auch zu bedenken: einfach das Darlehen zurückführen. Wir stehen beidem konstruktiv gegenüber. Die Entscheidung liegt bei Geschäftsführung und Gesellschaftern.“

Das Problem jedoch bei der Rückführung: Die hinterlegten Sicherheiten aus den Transferbeteiligungen entsprechen nicht der eigentlichen Darlehenssumme von 2 Millionen Euro. Da scheint wohl auch die Corona-Krise einen Strich durch die Rechnung der Geschäftsführung gemacht zu haben. Die Restsumme würde dann in der positiven Fortführungsprognose fehlen. „Genauso ist es. Die realisierte Sicherheit ist niedriger als das gewährte Darlehen insgesamt“, erwidert Gräfer.

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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münchen_west
Gast
münchen_west (@guest_48567)
10 Tage her

Es ist amüsant wie viele potentielle Wirtschaftsweise und ausgefuxte Verwaltungs- und Vertragsrechtler in den Posts hier tummeln und ihre Weisheiten zum besten geben. Es ist mir unverständlich wie 60 bei soviel Qualität, Wissen und Könnern im Mitgliederbereich so abdriften konnte. Nein, sie haben Recht, ich muss mich nicht mit 60 Mio Schulden und einem jordanischen Investor herumschlagen. Ich brauchte auch keine staatlichen Hilfen um Corona zu überwinden. Aber eines weis ich sehr gut, nämlich wie man ein Schiff (Firma) in ruhigen Fahrwasser hält.

anteater
Leser
anteater (@anteater)
10 Tage her
Reply to  ArikSteen

Plus Arroganz und Überheblichkeit. Er steht halt über uns. Wir normalen Sterblichen sollten einfach nur Dankbar dafür sein, dass er sich überhaupt mit uns abgibt.

münchen_west
Gast
münchen_west (@guest_48583)
10 Tage her
Reply to  anteater

Wissen Sie überhaupt, was Arroganz und Überheblichkeit ist.

tsvmarc
Leser
tsvmarc (@tsvmarc)
10 Tage her
Reply to  münchen_west

Als Unternehmer sollte man schon etwas lockerer und weitsichtiger sein, Vor allem als Mittelständler.

münchen_west
Gast
münchen_west (@guest_48593)
10 Tage her
Reply to  tsvmarc

Danke für den Hinweis! Muss ich mich wohl nach 40 Jahren doch noch umstellen

tsvmarc
Leser
tsvmarc (@tsvmarc)
10 Tage her
Reply to  münchen_west

Ruf mich doch einfach an. Ich denke wir als Unternehmer werden schon die gleiche betriebswirtschaftliche Einstellung und Ausbildung genossen haben und vor allem die Erfahrung.

nofan
Leser
nofan (@nofan)
10 Tage her
Reply to  münchen_west

münchen_west

Wer Ihre Suada gelesen hat, kann das für sich beanspruchen.

anteater
Leser
anteater (@anteater)
10 Tage her
Reply to  münchen_west

Was für ein arroganter Kommentar, **************

Last edited 10 Tage her by ArikSteen
münchen_west
Gast
münchen_west (@guest_48582)
10 Tage her
Reply to  ArikSteen

Wenn man mich reizt – ja! Ich verstehe eines nicht, das bei einem Verein / Unternehmen wie 60 niemand in der Lage ist oder vielleicht aufgrund der Gesamtkonstellation nicht in der Lage sein will das Löwenschiff auf Kurs zu bringen. Es ist doch so, dass egal ob eV oder KGaA allen Beteiligten am wichtigsten sein müsste, dass 60 wieder eine Gelddruckmaschine werden muss. Und das kann nur durch den Profifussball geschehen. Und das geht nur mit und durch Profis in allen Bereichen. Mir sind die Menschen Ismaik, Reisinger, Gorenzel und Köllner usw. aber sowas von egal jedoch nicht was sie für Geld oder Idealismus für das Gesamtkonstrukt 60 tun.
Noch was, vielleicht kannst Du mir sagen warum man solche Versager wie Poschner, Kreuzer so desolat wirtschaften lässt. In der freien Wirtschaft, na
Nimm mir meine Aggresivität in Bezug auf 60 nicht übel. Ich bin seit 1963 (geb. 1950) eingefleischter Fan. Ich war in Zürich, in Turin, in London, in Dortmund (1966) und muss jetzt noch diesen Sch……. erleben. Nichts für ungut.

nofan
Leser
nofan (@nofan)
10 Tage her
Reply to  münchen_west

münchen_west

Sie haben es immer noch nicht begriffen: Ein Fußball-Unternehmen und schon gar nicht ein gemeinnütziger Verein sind eine Schraubenfabrikation. Bei einem Profi-Fußball-Unternehmen sind sportliche und finanzielle Ziele auszutarieren. Fans hingegen wollen nur den sportlichen Erfolg, koste es was es wolle, in dem Glauben, dass Darlehensgeber ihre Forderungen nicht eintreiben dürfen.

Unternehmer und Spekulanten sehen Unternehmen als Gelddruckmaschine an, koste es was es wolle. Sportlicher Erfolg soll nur dazu dienen, die Dividendenansprüche zu erfüllen.

Weder Fans noch Unternehmer sind daher per se geeignet, einem Verein als Präsidenten vorzustehen.

anteater
Leser
anteater (@anteater)
10 Tage her
Reply to  münchen_west

Das Schiff Sechzig hat schwere Schlagseite, etliche Beck’s, das Ruder ist gebrochen und der eine Gesellschafter will dauernd damit eine Weltumsegelung starten. Dass dieses Schiff überhaupt noch schwimmt, das ist schon ein halbes Wunder.

tsvmarc
Leser
tsvmarc (@tsvmarc)
10 Tage her
Reply to  anteater

Beck`s…..?????😂😂😂 soso….😅

anteater
Leser
anteater (@anteater)
10 Tage her
Reply to  tsvmarc

Oha, die Autokorrektur von diesem Dreckssmartphone.

LECKS!

Chemieloewe
Leser
Chemieloewe (@chemieloewe)
10 Tage her
Reply to  anteater

Mit Becks kann man sich aber auch bis zum sinken vollaufen lassen, wie ein leckgeschlagenes Schiff. 👍😉😅🤣

Last edited 10 Tage her by Chemieloewe
tsvmarc
Leser
tsvmarc (@tsvmarc)
10 Tage her
Reply to  anteater

Bei Beck`s hätt ich auch irgendwann Schlagseite und würd von ner Weltumsegelung träumen….😂😂
Sorry der Zusammenhang…..😎

anteater
Leser
anteater (@anteater)
10 Tage her
Reply to  tsvmarc

Becks riecht nach Kiffe… Freitag habe ich mein erstes Becks in 10 oder so Jahren getrunken, da fiel mir das wieder auf.

tsvmarc
Leser
tsvmarc (@tsvmarc)
10 Tage her
Reply to  anteater

Bei Becks fällt mir mein Vater und die Bootsturns auf dem Ijsselmeer ein. Es gab auf dem Boot immer nur Becks in 0,33 L Dosen. Umgangssprachlich „Blechbrötchen“ genannt. Schon 35 Jahr her aber die Erinnerung bleibt. Daher auch mein post.

anteater
Leser
anteater (@anteater)
10 Tage her
Reply to  tsvmarc

Dabei gibt es in NL auch ganz ordentliches Bier, Grolsch zum Beispiel.

nofan
Leser
nofan (@nofan)
10 Tage her
Reply to  münchen_west

münchen_west

Das ist wieder ein Kommentar, der dem OG-Forum gut zu Gesicht stünde, er strotzt nur so vor Ahnungslosigkeit, verbreitet substanzlose Ansichten und in ihm werden die angeblichen eigenen Leistungen des Autors beweihräuchert.

Was fehlt sind die Angaben, die einen Unternehmer auszeichnen: Zahlen, Daten und Fakten.

So so, Sie können eine Firma in ruhigem Fahrwasser halten. Eine Firma ist der Name, unter dem ein Kaufmann seine Geschäfte betreibt (§ 17 HGB). Welches Kunststück ist es, wenn Sie Ihre Firma, somit einen Namen, in ruhigem Fahrwasser halten können.

In Teilen Ihrer Ausführungen sind unwiderlegbar Parallelen zu Hasan Ismaik erkennbar. Sie wollen sich nicht wie er mit abweichenden Meinungen „herumschlagen.“ Es scheint Ihnen das Demokratieverständnis zu fehlen, was für die Führung eines Sportvereins unerlässlich ist.

_Flin_
Leser
_Flin_ (@flin)
10 Tage her

Was für mich – und das schon seit Jahren – vollkommen unverständlich ist, ist das strukturelle Defizit. Die KGaA ist offensichtlich nicht in der Lage, einen mit den Wettbewerbern vergleichbaren Etat aufzustellen, bei ähnlicher Kostensituation. Und dies, obwohl die Ausgangslage in Bezug auf Anzahl der Fans und Mitglieder sowie des Zuschauer eigentlich besser sein müsste als bei den Wettbewerbern.

Die bestehenden Alt-Schulden wurden im Zuge des Anteilsverkaufs von Ismaik übernommen. Diese Schulden gegenüber Ismaik – inklusiver weiterer, dazu gekommener – sind inzwischen großteils in Genußscheine umgewandelt. Das heißt, sie müssten eigentlich liquiditätsneutral sein und keine Kosten verursachen, es sei denn, es wird ein Gewinn erwirtschaftet.

Der Kader besteht nicht gerade aus Großverdienern, auch schon letzte Saison nicht. Das Jugendleistungszentrum ist nicht ganz billig.Das Trainerteam ist nicht ganz billig. Die Geschäftsführer ebenso, auch Wirtschaftsprüfer und Anwälte spielen eine Rolle.

Mich würde allerdings interessieren, wie genau denn das jährliche Defizit zustandekommt. Die AA fällt inzwischen ja ebenfalls als Grund aus. Irgendwo liegt der Hase im Pfeffer, und der „Konsolidierungskurs“ greift einfach nicht, obwohl die Mannschaft günstig ist und der Spieleretat im unteren Mittel der dritten Liga.

Wo fließt denn die ganze Kohle hin? Warum hat 1860 weniger Geld als andere in der 3.Liga, anstatt mehr? Eigentlich müssten wir mehr Geld als andere haben, aufgrund des hohen Zuschauerschnitts und der Anzahl der Mitglieder. Diese bringen nicht nur unmittelbar mehr Einnahmen als bei der Konkurrenz, sondern sollten auch dazu führen, dass bessere Sponsoren- und Werbeverträge abgeschlossen werden können.

 ArikSteen : Danke, dass Sie sich bemühen, Licht in diese Themen zu bringen. Bitte bleiben Sie dran und lassen Sie nicht locker.

Snoopy.
Leser
Snoopy. (@snoopy)
10 Tage her
Reply to  _Flin_

Was haben jetzt die Mitglieder des e.V. mit der KGaA zu tun?
Der Mitgliedsbeitrag beim TSV verbleibt auch im eingetragenen Verein und wandert nicht in die KGaA. Darf es meines Wissens nach auch nicht (Stichwort: Gemeinnützigkeit). Die KGaA muss wie jeder andere Kapitalgesellschaft auch ihr Geld selbst erwirtschaften.

_Flin_
Leser
_Flin_ (@flin)
10 Tage her
Reply to  Snoopy.

Die Mitglieder des TSV sind großteils in der Fussballabteilung. Und sind somit eine klar bezifferbare Zielgruppe für Sponsoren.

Snoopy.
Leser
Snoopy. (@snoopy)
10 Tage her
Reply to  _Flin_

Du schreibst, dass man wegen der Anzahl der Mitglieder mehr Geld haben müsste als andere. Also in der KGaA, was wie oben geschrieben für mich nicht richtig ist. Nur wegen den Mitglieder im e.V. hat die KGaA nicht viel mehr Geld. Sind komplett zwei paar Schuhe.

Bei den Sponsoren und Werbeverträgen der KGaA will noch einer Mitverdienen und das vermutlich nicht schlecht: Infront. Die übernehmen die Vermarktung. Da sollten wir es machen wie St. Pauli: Infront vor die Tür setzten und sich selbst vermarkten. Würde wahrscheinlich doch ein paar Euros in die Kasse spülen.

Sponsoren wollen doch mehr als nur die Mitglieder erreichen. Ich hab mal gelesen, dass es Firmen gibt, die werten aus, wie lange bei einer Übertragung eines Spiels bzw. bei der Zusammenfassung eines Spieles ihre Werbung zu sehen ist. Da ist man in der 3. Liga halt etwas hinten dran, denn so viel wird da nicht gezeigt, außer beim Premium-Partner der 3. Liga und das ist die Telekom mit Magenta-Sport.

Wohin das Geld in der KGaA fließt, kann jeder im Bundesanzeiger nachlesen. Was mich persönlich in der Bilanz etwas stört ist die Position „Sonstiges“ die immer recht hoch ist, aber im Grunde keine Transparenz zeigt, was sich unter diesem Sammelbegriff verbirgt.

Fakt ist, dass man weniger einnimmt, als man ausgeben muss. Das Defizit ist immer noch da, allerdings lange nicht mehr so hoch wie noch zur Zeiten der Arena. Wenn man es aber nicht schafft, mehr einzunehmen, muss man an den Ausgaben schrauben. Bei den meisten Kapitalfirmen fängt das an der Belegschaft an, Personalkosten drücken wo es nur geht. Es gibt viele Möglichkeiten,die Kosten zu senken.

_Flin_
Leser
_Flin_ (@flin)
10 Tage her
Reply to  Snoopy.

Wie bereits gesagt, die Anzahl der Mitglieder ist ein Indiz für die Attraktivität für Sponsoren.

Bzgl. Infront: Ja, Sachverhalt ist mir bekannt. Hat mich auch geärgert, dass man sich da mal wieder einen langlaufenden Vertrag ans Bein gebunden hat, ohne dass Infront in der Vergangenheit vollumfänglich überzeugt hätte.

Bzgl. Mitglieder und Sponsoren: Da hat man ja üblicherweise eine Marketingstrategie und eine Zielgruppen- und Reichweitenanalyse. Wieviele Mitglieder, wieviele Dauerkartenbesitzer, wieviele Stadionbesucher, wieviele Sympathisanten, wieviele Merchandising-Käufer, wieviele Zeitungsleser bei x Artikeln pro Woche, welche Zielgruppe, welche Kaufkraft, welche Bekanntheit der Marke lokal, regional, national, und so weiter und so fort. Und da sind die Mitglieder als Kernzielgruppe ein wichtiger Teil. Und ein Verein mit 16.000 Mitgliedern in der Fussballabteilung ist da interessanter als ein Verein mit 2.600 Mitgliedern wie Waldhof Mannheim oder ein SV Meppen mit 1.350 Mitgliedern.

Im Bundesanzeiger steht genau ein Scheiß. Habe ich gelesen, danke, sowohl Bilanz als auch GuV. Ist nur bis 06/2018, Flughöhe 20.000, und genau null aussagekräftig. Veraltete Zahlen ohne Aussagekraft, aufs Maximum hochaggregiert.

nofan
Leser
nofan (@nofan)
10 Tage her
Reply to  _Flin_

 _Flin_

Mitgliedsbeiträge dürfen aufgrund steuerlicher Vorschriften nicht an die KGaA gezahlt werden. Allerdings subventioniert der Verein aus Mitgliedsbeiträgen das NLZ der KGaA mit 1,5 Millionen €.

Das Problem bei Profi-Fußball-Unternehmen sind Hindernisse, die die Mitgliederkultur aufbauen. Siehe das Löwenstüberl. Bringt nur mäßig Rendite, fordert viel Zeit und würde bei jedem professionellen Unternehmen sofort abgerissen werden. Weil das Stüberl aber „die Heimat der Fans“ ist und dem Shop Käufer zuleitet, ist es unantastbar, obwohl betriebswirtschaftlich hirnrissig.

Doch der von Robert Reisinger vertretene Konsolidierungskurs hat vollumfänglich gegriffen. Zwischen 2011 und 2016 hat die KGaA jedes Jahr im Durchschnitt 5,2 Millionen € Verluste verursacht. Jetzt sind das nur noch zwei Millionen, obwohl nicht mehr die Pfründe der 2. Bundesliga eingenommen werden und nicht die hohen Zuschauereinnahmen aus der Allianz Arena da sind.

_Flin_
Leser
_Flin_ (@flin)
10 Tage her
Reply to  nofan

Ist mir klar. War auch nicht so gemeint, dass hier ein direkter Cash Flow entsteht. Sondern dass die Anzahl der Mitglieder als wesentliche Unterstützergruppe die Attraktivität für Sponsoren erhöhen sollten und so mittelbar zu höheren Sponsoreneinnahmen als bei den Wettbewerbern führen sollten.

Eglinger Bua
Leser
Eglinger Bua (@eglingerbua)
10 Tage her
Reply to  _Flin_

Vermutlich schreckt unser Konstrukt namens KGaA auch potentielle Sponsoren ab.

Last edited 10 Tage her by Eglinger Bua
nofan
Leser
nofan (@nofan)
10 Tage her
Reply to  _Flin_

 _Flin_
 ArikSteen

Die Kostenstruktur hat Michael Scharold im letzten Jahr vorgestellt. Vielleicht ist Arik so liebenswürdig und stellt den Artikel hier nochmals ein.

münchen_west
Gast
münchen_west (@guest_48511)
11 Tage her

Egal ob man die Grisspostille wo die Jünger Ismaiks oder das Löwenmagazin die blind und ohne zu denken dem selbsternannten Messias Reisinger hinterherrennen liest, die Posts zeugen von Ahnungslosigkeit. Wenn das was RR und seine Gefolgsleute Konsolidierung nennen, dann GUTE Nacht. Diese Politik ist das gleiche wie wenn eine Firma in einer Konsolidierungsphase ihre leistungsstärksten Maschinen und qualifiziertesten Mitarbeiter am Markt verschleudert. Nehmt es mir nicht übel, wenn ein Unternehmensberater nichts anderes auf Lager hat, dann hat er seinen Beruf verfehlt. Aber seine Jünger halten ihm in treuer Ergebenheit die Stange. Ich weis von was ich spreche, ich nenne eine kleine Firma mit 50 Mitarbeitern mein eigen und musste in den letzten 40 Jahren auch gewaltige Klippen umschiffen.

Und die Kommentare in der Grisspostille sind genauso einfältig und ahnungslos.

anteater
Leser
anteater (@anteater)
10 Tage her
Reply to  ArikSteen

Es gibt eben leider für viele nur schwarz oder weiss.

Das ist ganz interessant. Während in „normalen“ Zeiten ganz viele Grautöne dazwischen sind, kommt es zu Polarisierung, sobald eine Extremmeinung sehr laut und kompromisslos wird. Das konnte man bei dieser ganzen Flüchtlingsdebatte gut beobachten. Je mehr die eine Seite pauschal „Ausländer raus“ geplärrt, hat, umso weniger haben da humanistischer eingestellte Menschen differenziert drauf reagiert.

Das kann man, finde ich, auch bei uns beobachten.

Allerdings ist deine Kritik an Reisinger nun wieder massiv überspitzt.

Eben. Wenn jemand so einsteigt, da tendieren einige, ich ganz sicher auch, direkt dazu, eine ebenso überspitzte Gegenposition einzunehmen.

Wie man solche Muster aufbrechen kann, das weiß ich nicht.

nofan
Leser
nofan (@nofan)
10 Tage her
Reply to  anteater

 tomandcherry
 anteater

Es wäre schön, wenn die TSV KGaA ihre Kostenstruktur wenigstens soweit konsolidiert hätte, damit wenigstens der Break-even-Point (Übergang zur Gewinnschwelle) erreicht wäre. Aber was passierte, wenn das Vereinspräsidium das durchsetzen würde?

Wenn ich mich richtig erinnere, hat Robert Reisinger auf einer Mitgliederversammlung die zutreffende (sinngemäße) Antwort gegeben: Das ist aufgrund der Jahrzehnte langen unsäglichen Kultur der Kreditjunkies nicht durchsetzbar. Insoweit ist es schon ein Meisterwerk, die Genussrechtskapital-Aufnahme zu begrenzen. Und wie soll ein PKW-Überlassungs-Vertrag gegen die ARGE-Opposition aufgekündigt werden? In einem Mitglieder geführten Verein wäre das politischer Selbstmord.

Betriebswirtschaftlich steht einer weiteren Verlustkonsolidierung das Prinzip der Kostenremanenz entgegen. Nur als Beispiel die Vereinbarung hinsichtlich der TSV Merchandising GmbH. Was der TSV KGaA daraus an Erträgen zufließen ist gering. Und welche Mieterträge erzielt die KGaA aus der teilweisen Überlassung der Geschäftsstelle? Vermutlich alles nur Verlustgeschäfte. Aber wie ändern? Und was ist, wenn in dem Kooperationsvertrag dem 2017-Alleinherrscher das Vorschlagsrecht für einen KGaA-Geschäftsführer zugestanden wurde? Oder was ist, wenn in der KGaA-Satzung zwei Geschäftsführer vorgesehen sind? Wie soll das gegen Ismaik geändert werden? Und was wäre, wenn das Trainerteam verkleinert würde? Ist das NLZ in dieser Dimension als Drittligist sinnvoll? Betriebswirtschaftlich vermutlich unsinnig, aber wer nicht als Verzwerger enden will, sollte solche Entscheidungen gut überlegen und zur richtigen Zeit präsentieren.

tomandcherry
Leser
tomandcherry (@tomandcherry)
10 Tage her
Reply to  ArikSteen

„Der TSV muss in der dritten Liga von Kosten in Höhe von 10 bis 12 Millionen endlich deutlich runter kommen.“

Und aus diesen – belegbaren? – Zahlen sind „nur“ ca. 3 Mio. für den Spielerkader berücksichtigt?

„Inwiefern Reisinger das beeinflussen kann, muss man diskutieren. Ich denke nicht, dass da sehr viel Einfluss geltend gemacht werden kann.“

Die von Dir genannten „10 bis 12 Mio.“ sind doch ausschließlich KGaA-Kosten pro Saison, oder?

Da stellt sich mir tatsächlich die Frage, wie bzw. wo ein e.V.-Präsident RR die Kostenstruktur der Profi-Mannschaft incl. des damit verbundenen „Funktionsteams“ verbessern könnte?

„Zumal es ja zwei Gesellschafter gibt. Die Forderung nach einem zweiten „unnötigen“ Geschäftsführer kam ja von HAM International. Weitere Kosten.“

Eben. Weitere Kosten, die von HAM Intern. verursacht wurden bzw. nach wie vor werden.

Was sollte Präsident RR daran zum Besseren verändern?

Versteh‘ mich bitte nicht falsch, Arik.

Man darf RR durchaus kritisieren, wenn’s dafür nachweislich sachlich-fundierte Gründe gibt.

Aber die von Dir aufgeführte Gemengelage sehe ich ausschließlich in der Verantwortung der Investorenseite, angefangen von Geschäftsführer, über die Besetzung von Funktionsteam und Kader der Profi-Mannschaft bis hin zur Erklärung, was um alles in der Welt jede Saison 10 bis 12 Mio. € Kosten verursacht!

Wieso man den Konsolidierungskurs nun nicht mehr in der erforderlichen Art und Weise weiterführen sollte, müsstest Du mir bei Gelegenheit mal erklären.

Welche echte (!) Alternative gäb’s denn Deiner Meinung nach?

nofan
Leser
nofan (@nofan)
10 Tage her
Reply to  ArikSteen

 ArikSteen

„Und Scharold hat komplett versagt. Sowohl medial als auch wirtschaftlich.“

Es wäre schön, lieber Arik, wenn du den Beweis antreten würdest, was denn MS falsch gemacht hat. Danke.

nofan
Leser
nofan (@nofan)
10 Tage her
Reply to  ArikSteen

 ArikSteen

Richtig, so hat es Michael Scharold verkündet. Da hat er für mich nur den Sündenbock für Ismaik und INFRONT abgegeben.

Für die Sponsorenakquise ist die von Ismaik beauftragte INFRONT Sports & Media GmbH zuständig. Und mir kann niemand glaubhaft erzählen, Scharold würde einen so entscheidenden Budgetansatz ohne Rücksprache mit INFRONT in nennenswertem Umfang erhöhen. Abgerufen wurde ein Darlehen über zwei Millionen €. Der hat sich doch nicht um diese Summe verrechnet.

Bevor wie im OG-Block dieses Märchen mit dem „Verrechnen“ weiter verbreitet wird, sollte erst mal hinterfragt werden, was denn die Politik hinter dem Verrechnen war!

tsvmarc
Leser
tsvmarc (@tsvmarc)
10 Tage her
Reply to  ArikSteen

Die Bilanz hätte doch schon längst im Bundesanzeiger veröffentlicht werden müssen/sollen/dürfen. Da wird man wahrscheinlich mehr erfahren.

nofan
Leser
nofan (@nofan)
10 Tage her
Reply to  ArikSteen

 ArikSteen
 tomandcherry

zur Aussage von Arik: „Auch hätte ich in den damaligen FAQ mir die durchaus sichtbare Spitze gegen Bierofka erspart.“

Wieso hätte das Präsidium das anders formulieren sollen? Das war doch eine Aktion, die der TSV KGaA Kosten von ca. eine Millionen € erspart hat.

Was leider übersehen wird, dass Bierofka in Daueropposition gegen den Konsolidierungskurs eingetreten war und sich somit illoyal gegenüber dem Präsidium verhielt. Den Bogen endgültig überspannt hatte der Trainernovize, als er dem Geschäftsführer über die Presse Untätigkeit vorwarf. Als er dann noch meinte Gorenzel über die Presse widersprechen zu müssen und meinte, unverhohlen einen Trainingsspieler, den 31 Spieler für den Kader, fordern zu müssen, was das Spiel aus. Zudem hatte sich bei großen Teilen der Fans die Meinung etabliert, nur Bierofka könne den TSV vor dem Abgrund retten, obwohl die Mannschaft auf den Weg in die Regionalliga war, musste gehandelt werden.

Außer ein paar zweideutigen Aussagen blieb doch nur eine Kündigung. Da Bierofkas Vertrag noch eine Laufzeit von fast vier Jahren aufwies, drohte eine millionenschwere Abfindung. So ist diese, ob durch Glück oder Taktik bleibt dahin gestellt, verhindert worden.

Chemieloewe
Leser
Chemieloewe (@chemieloewe)
10 Tage her
Reply to  ArikSteen

Gut, GG als 2. Geschäftsführer ja, aber nur, wenn vor dem Änderungsvertrag mit GG die von Ismaik zugesagte Gehaltsaufstockung durch HAM, schriftlich, vertraglich fixiert, komplett übernommen, d.h. gesponsert worden wäre u. somit das Zusatzgehalt nicht über Kreditdarlehen u. Genussscheine… o. sonstwie die KGaA zusätzlich belastet hätte. Man hat sich mal wieder auf eine propagandistische Zusage Ismsiks verlassen u. ist wiedermal komplett getäuscht u. belogen, also verarscht worden. Ergebnis, Ismaik sponsert zu dem GG-Aufstockunsgehalt nichts, die KGaA muss komplett die Kosten tragen. Danke, Herr Ismaik u. danke KGaA-Geschäftsführung+Aufsichtsrat für soviel blauäugige, vertrauensselige Dummheit!!! 😭😷😩😣😖👎👎👎

Last edited 10 Tage her by Chemieloewe
Loewenaufsteiger
Leser
Loewenaufsteiger (@loewenaufsteiger)
8 Tage her
Reply to  ArikSteen

Sind wir doch mal ehrlich, und da hat @münchen_west ganz Recht: In beiden dieser Foren wird man, sobald man versucht die ganze Sache 1860 ambivalent zu sehen und zu analysieren, in eine Ecke gedrängt. Hier bin ich der Ismaik-Anbeter – dort bin ich der EV-Jünger. Vielleicht bietet das ja Raum für ein drittes Forum…

anteater
Leser
anteater (@anteater)
8 Tage her

Wenn hier jemand sachlich und unparteiisch seine Meinung vorbringt, bekommt er/sie viel Verständnis entgegengebracht. Das ist meine Beobachtung. Wenn jemand platt daher kommt, polemisch und/oder suggestiv arbeitet, dann ist die Reaktion entsprechend. Hier scheint das „Wie man in den Wald hinein ruft“-Prinzip meist zu funktionieren.

Siggi
Leser
Siggi (@gscheiderl)
10 Tage her
Reply to  münchen_west

So schwarz-weiß sind die Kommentare hier gar nicht. Da hast Du wohl nur „quergelesen“? Hier werden durchaus auch Fragen nach dem Konsolidierungkurs gestellt. Das Niveau hier mit dem auf der Blauen24 zu vergleichen, ist völlig daneben. Wenn Du Deine 50 Mitarbeiter auch so über einen Kamm scherst, dann möchte ich da lieber kein Angestellter sein.

Bine1860
Bine1860 (@bine1860)
10 Tage her
Reply to  münchen_west

„das Löwenmagazin die blind und ohne zu denken dem selbsternannten Messias Reisinger hinterherrennen liest, die Posts zeugen von Ahnungslosigkeit“

und dann gibt’s noch solche wie dich, die einfach die anderen beleidigen, selber keinerlei Argumente oder Lösungen haben oder auch nur fähig sind ordentlich zu diskutieren. Du hast anscheinend noch nicht viel hier gelesen, aber bezeichnest uns als ahnungslos. Ich befürchte der Ahnungslose bist du, denn deinem post entnehme ich sehr wohl, dass du einseitig – offensichtlich ohne Kenntnis der ganzen Verträge und Gegebenheiten – nur RR als den einzig Schuldigen an der Misere ausmachst. Und das ist genau das, was du uns anlastest, einfältig und ohne zu denken

Last edited 10 Tage her by Bine1860
anteater
Leser
anteater (@anteater)
10 Tage her
Reply to  münchen_west

ich nenne eine kleine Firma mit 50 Mitarbeitern mein eigen

Bei dem Umgangston und den pauschalen Anschuldigungen, die Du hier in die Kommentarspalte haust, ist es ein Wunder, dass Du Mitarbeiter findest. Gut, möglicherweise ist Deine Kommunikation in der Personalführung zeitgemäßer.

tomandcherry
Leser
tomandcherry (@tomandcherry)
10 Tage her
Reply to  münchen_west

Respekt vor Deiner (Lebens-)Leistung, dass Du eine Firma mit 50 Mitarbeitern in vierzig Jahren durch so manche Krise gebracht hast. War bestimmt nicht immer einfach und wahrscheinlich musstest Du einige Entscheidungen treffen, die Dir nicht immer leicht gefallen sind?

Ob Du Dich dabei ebenfalls mit einem 60 %-igen Mehrheitsgesellschafter, der zwar „auf dem Papier“ über die Mehrheit, de facto aber wenig bis gar nichts zu entscheiden hat, herumschlagen musstest, hast Du nicht erwähnt. Ich gehe aber mal davon aus, dass es nicht der Fall war?

Welche konkreten Maßnahmen schlägst Du als erfolgreicher Unternehmer denn vor, immer berücksichtigend, dass zwei äußerst konträre Lager unter dem Strich für einen betriebswirtschaftlich und sportlich erfolgreichen Kurs geradestehen müssen?

Können wir mit mehr als „RR und/oder HI muss weg! Kompetente Personen stattdessen an’s Ruder!“ rechnen?

Ich bin gespannt…

nofan
Leser
nofan (@nofan)
10 Tage her
Reply to  tomandcherry

Werter  tomandcherry , Ihren Beiträgen konnte ich bisher immer im vollen Umfang zustimmen. Nur hinsichtlich Ihrer Einschätzung, die HAM habe de facto wenig bis gar nichts zu entscheiden, halte ich in dieser Absolutheit nicht für zutreffend. Jede Entscheidung, die mittels 50+1-Regelung getroffen wird, könnte vom Mehrheitsgesellschafter gerichtlich überprüft werden. Das wäre eine Prozesslawine ohne Ende. Deshalb haben alle Vereinspräsidenten zwischen 2011 und 2017 auch davon abgesehen, 50+1-Entscheidungen zu treffen. Soweit mir bekannt, hat das aktuelle Präsidium lediglich drei Entscheidungen (2X Geschäftsführer und NLZ-Bayerische-Sponsorenvereinbarung) gegen HAM gefällt.

Ansonsten sind nach meinem Kenntnisstand alle strategischen Entscheidungen im Einklang mit HAM gefällt worden, wenn auch Ismaik gerne das Gegenteil behauptet.

nofan
Leser
nofan (@nofan)
10 Tage her
Reply to  münchen_west

münchen_west

Wie dramatisch waren die Klippen wirklich, die Sie umschiffen mussten? Vermutlich waren sie im Vergleich zur Situation der TSV KGaA eher Bagatellen, denn Ihre Ahnungslosigkeit, die Sie hier an den Tag legen, ist nicht zu überbieten, denn die Klippen, welche die Geschäftsführer der TSV KGaA umschiffen müssen, sind nahezu hoffnungslos.

Um es an Fakten aufzuzeigen: Aktuell hat die TSV KGaA Schulden von mehr als 60 Millionen €. Dem steht ein lächerliches Vermögen von unter 10 Millionen € gegenüber, somit ist eine Überschuldung von weit mehr als 50 Millionen € gegeben. Das ist eine Situation, in der keine Bank der TSV KGaA auch nur noch einen Cent Kredit gewährt. Nur so als Beispiel: Der 1. FC Kaiserslautern hat Insolvenz angemeldet, obwohl der im Vergleich zur TSV KGaA nur banale Verbindlichkeiten von 20 Millionen € vorweist.

Und wie hier zutreffend ausgeführt wird, mussten die KGaA-Geschäftsführer den Kreditrahmen der Bayerischen in Anspruch nehmen, weil die Hoffnungen auf Sponsorenerlöse, welche die von Ismaik beauftragte INFRONT Sports & Medien AG in Aussicht gestellt hatten, hoffnungslos überzeichnet waren. Leider ist die INFRONT an der Sponsorenakquise hoffnungslos gescheitert, weil alle professionellen Unternehmen Bilanzen lesen können und wissen, dass bei ihren Sponsorenbeiträgen die Gefahr besteht, dass diese zur Tilgung der Verbindlichkeiten gegenüber HAM eingesetzt werden müssten. Also nichts mit Verwendung im Sportbereich. Wobei das natürlich auch so eine Plattitüde ist, die gerne genutzt wird. Alle Gelder, welche die TSV KGaA einnimmt, werden oder wurden für den Profi-Fußball-Sportbereich eingesetzt. Für was sollen die Mittel sonst verwendet worden sein oder werden?

Um Ihrer Ahnungslosigkeit ein wenig abzuhelfen, sollten Sie die verschiedenen Definitionen von Konsolidierung studieren. Konsolidierung kann beispielsweise bedeuten, dass die Verluste reduziert werden. Konsolidierung kann aber auch darauf hinaus laufen, das Unternehmen gesund zu schrumpfen und wesentlich Vermögenspositionen zu veräußern. Wenn Sie nicht ahnungslos wären, wüssten Sie, dass die thyssenkrupp AG gerade ihre ertragreiche Aufzugssparte (mit Ihren Worten die leistungsstärksten Maschinen) verkaufen musste, um den Gesamtkonzern zu konsolidieren.
Und Ihre Ahnungslosigkeit offenbart auch Ihre Einschätzung hinsichtlich der Gestaltungsmöglichkeiten des Vereinspräsidiums. Zwar hat aufgrund der 50+1-Regelung der TSV e.V. das Stimmenrecht, einzelne Entscheidungen gegen den Willen des Mehrheitsgesellschafters durchzudrücken. Aber das sind aufgrund des Kooperationsvertrages Einzelsituationen. Ansonsten werden alle strategischen Entscheidungen von beiden Gesellschaftern getragen, auch wenn Ismaik gerne das Gegenteil behauptet. So hat die HAM auch den Aufhebungsvertrag hinsichtlich des Nutzungsvertrages der Allianz Arena genehmigt. Auch hat Ismaik alle Konsolidierungspläne seit 2017 mit unterschrieben, denn ohne diese Unterschriften hätten die Wirtschaftsprüfer die positiven Fortführungsprognosen nicht testiert. Oder jetzt das nachhaltige Finanzpaket, trotz Ihrer Ahnungslosigkeit hat das die Mehrheitsgesellschafterin HAM abgesegnet.

Wenn Sie sonst nichts als Ahnungslosigkeit auf Lager haben, können Sie gerne nach Dubai reisen und den 2017-Alleinherrscher gerne davon überzeugen, einen Forderungsverzicht auszusprechen. Sonst kann die Konsolidierung auch ein Gesundschrumpfen in der Regionalliga bedeuten.

Chemieloewe
Leser
Chemieloewe (@chemieloewe)
10 Tage her
Reply to  nofan

Prima die Grundlagen der jetzigen Situation erklärt,  nofan . 👍😎
Ob das allerdings @münchen_west, münchen_west u. weitere „Ahnungslose“ verstehen, begreifen u. akzeptieren….wollen(!!!???), bleibt abzuwarten. Die Ahnungslosigkeit fängt schon damit an, wenn fälschlicherweise alle Entscheidungen des e.V. personifiziert auf unseren e.V.-Präsidenten RR abgestellt werden, so auch der Konsolidierungskurs, als wenn er allein entscheidet, herrscht u. regiert wie ein autokratischer Monarch, ähnlich wie es Ismaik in seiner Fa. HAM-International tut. Solche u. andere falschen Auffassungen u. Absurditäten gibt es leider zuhauf u. erleben wir immer wieder. Aber, wir hier u. anderswo, können ja ein wenig für Aufklärung sorgen. Die Richtigstellung anzunehmen, hängt letztlich natürlich an jedem selbst, der Irrtümern aufgegessen ist, wenn er denn denken kann u. will u. darüber Fehler einsehen kann u. will. Dabei kommt es bei den meisten auf das Wollen an. Der Wille zur Einsicht fehlt halt leider bei Vielen, was ich bei @münchen_west nicht hoffe u. weiß. 😉

Aymen1860
Leser
Aymen1860 (@aymen1860)
10 Tage her
Reply to  münchen_west

Anscheinend bist du der einzige Weise unter lauter Einfaltspinseln und Ahnungslosen. Es geht nichts über ein großes Selbstbewusstsein.

Markus
Gast
Markus (@guest_48487)
11 Tage her

War es nicht so das RR keine Darlehen mehr annehmen wollte und sogar zu HI sagte wenn er was herschenkt ok Darlehen nein. Dann gabs auf einmal von einem Sposnor ein Darlehen aber von HI wollte man es nicht … Das war übrigens zur gleichen Zeit!

Und jetzt haben sie den Dreck!
So sehe ich das, denn HI hat weder bisher ein einziges Darlehen abgerufen, oder zurückbezahlt bekommen, oder mit irgendwelchen anderen Sicherheiten behaftet.

Nein er hat jedes mal wieder in Genusscheine gewandelt und somit sein Darlehen aufgegeben.

Komisch bei der Bayrischen heisst es zurückzahlen, Hypothek oder Sicherheiten.
Ich lach mich schlapp, da kann man gegen oder für HI sein, aber mit dem Darlehen des eigenen Sponsors habens sauber in Dreck gelangt.

Und dann noch mit dem Hintergrund sich günstig Anteile zu sichern.
Ganz Egal wenn Kapitalerhöhung mit einem dritten dann richtig da stimme ich HI zu.
Sonst hast doch in einem Jahr das gleiche wieder.
Und wenn einer will soll er 15 Mio. setzen. HI würde dann natürlich mitziehen um die Anteile zu wahren wären in Summe 30 Mio. Was wäre da so grund verkehrt?

Achja nur der Aspeckt die Bayrische müsste wirklich Geld ausgeben achso …

Bine1860
Bine1860 (@bine1860)
11 Tage her
Reply to  Markus

„Dann gabs auf einmal von einem Sposnor ein Darlehen aber von HI wollte man es nicht … Das war übrigens zur gleichen Zeit!“

das ist schlichtweg falsch!

Das Darlehen der Bayerischen wurde 2017 von Fauser genommen und 2019 abgerufen. Da hat Ismaik zur selben Zeit gar nix gegeben. Sein Darlehensangebot 2019!war ANSTELLE des Sponsorings der Bayerischen für die Namensrechte des NLZ.

Der Unterschied zwischen Darlehen von Ismaik und dem einen von der Bayerischen ist, Ismaik ist Gesellschafter, die Bayerische ist Sponsor und eine externe Gesellschaft die das Darlehen gegeben hat und daher Sicherheiten braucht. Also hat Fauser das einzige was man 2017 noch hatte, nämlich zukünftige Transfererlöse als Sicherheit hergegeben. Sonst hätte man übrigens 2017 die Lizenz gar nicht bekommen.Und da dann de Bayerischen zu unterstellen, sich günstig Anteile zu sichern, ist hanebüchen, die haben 1860 einfach die Lizenz gesichert.

Last edited 11 Tage her by Bine1860
BlueBerry
Leser
BlueBerry (@blueberry)
11 Tage her
Reply to  Markus

So absurd finde ich es nicht einen Kredit zurück zu zahlen. Ein Konzept das bei 60und manch anderem Profi-Verein aus der Mode gekommen ist.

Anders als die Bayerische ist die HAM Gesellschafter. Leider keiner der am gemeinsamen Erfolg interessiert ist. Das ist aber nun wirklich eine andere Geschichte.

Eglinger Bua
Leser
Eglinger Bua (@eglingerbua)
11 Tage her

„Die Verhandlungen in Richtung einer Kapitalerhöhung erwiesen sich jedoch als schleppend. Vor allem, weil sich Hasan Ismaik zwar für einem dritten Gesellschafter offen zeigt. Allerdings sollte der dritte Gesellschafter mindestens 15 bis 20 Millionen in die KGaA einbringen. Eine völlig utopische Summe“.

Das Problem war doch, dass RR als Präsident des e.V., den von Ismaik bestimmten Vertreter seinerseits Saki Stimoniaris in 2019 als Verhandlungspartner bezüglich einer Kapitalerhöhung abgelehnt hat. Und da es aus unten genannten Gründen nie konkrete Gespräche bezüglich einer Kapitalerhöhung gab, kann man nicht über genaue Zahlen wie die oben zitieren 15 bis Millionen sprechen.

Im Frühjahr 2019 hat Ismaik dem TSV 1860 nach einer Mail-Anfrage schriftlich angeboten, dass der Verein die Gespräche mit seinem Vertrauensmann Saki Stimoniaris aufnehmen könne. Dies hat Reisinger abgelehnt.

Zitat Saki Stimoniaris:

„Die Verantwortlichen des e.V. wurden vor mehreren Monaten schriftlich benachrichtigt mit dem Inhalt, dass ich die Verhandlungen für HAM führen werde. Meine Handynummer ist allen Entscheidungsträgern im Verein bekannt. Bis heute hat sich aber keiner gemeldet.”

Last edited 11 Tage her by Eglinger Bua
Eglinger Bua
Leser
Eglinger Bua (@eglingerbua)
11 Tage her
Reply to  ArikSteen

Ah okay. Gibt es auch eine Quelle/ einen Beleg für die Aussage von Ismaik mit den „15 bis 20 Millionen“. Ich habe diese Zahlen damals auch in den Medien zur Kenntnis genommen, aber hat Ismaik dass wirklich öffentlich so gesagt?

Eglinger Bua
Leser
Eglinger Bua (@eglingerbua)
11 Tage her
Reply to  ArikSteen

Mit 10-15 Millionen das eigene Stadion in Angriff nehmen? Ich glaube das reicht nicht:D

Bine1860
Bine1860 (@bine1860)
11 Tage her
Reply to  Eglinger Bua

haha nein in Freiburg das neue Stadion kostet schon 131 Mio, das kann man in München locker toppen, wenn man denn überhaupt ein Grundstück findet

anteater
Leser
anteater (@anteater)
11 Tage her
Reply to  Eglinger Bua

Das glaubt niemand, außer dem weisen Herrn Ismaik.
Für das Geld darf er sich mal einen Baugrund in München anschauen. Aber vielleicht ziehen wir ja nach Jordanien um, dann könnt es reichen.

Last edited 11 Tage her by anteater
anteater
Leser
anteater (@anteater)
11 Tage her
Reply to  ArikSteen

„Kolportiert“ ist übrigens das Lieblingsfremdwort des Herrn Eicher. Vielleicht sogar das einzige Fremdwort, das er verwendet.

anteater
Leser
anteater (@anteater)
11 Tage her
Reply to  ArikSteen

Angeblich! Ganz ehrlich, Bullshit. Kolportiert ist Eicher-Sprech. Das Interview war sicherlich auf Englisch. Die Entsprechung für Kolportiert hätte ich gerne. Das ist nicht ganz trivial. Sicher eher was für Muttersprachler. Der Boulevardjournalist, der auf dem Level übersetzt, der findet bessere Jobs.

anteater
Leser
anteater (@anteater)
11 Tage her
Reply to  ArikSteen

Sprachlich korrekt wäre in diesem Falle „schwadroniert“, nicht „gesprochen“….

nofan
Leser
nofan (@nofan)
10 Tage her
Reply to  Eglinger Bua

 Eglinger Bua

Sie sollten bitte zur Kenntnis nehmen, dass die Benennung von Saki Stimoniaris nur der Versuch eines Affront von Ismaik gegen Reisinger war. Robert Reisinger konnte in dieser Situation nichts anderes handeln, als Saki als Verhandlungspartner ablehnen, denn ansonsten wäre RR bei allen anderen Gesprächspartner als Witzfigur durchgegangen. Aber da der Präsident solche Spielchen kennt, hat er im vollem Umfang richtig reagiert.

Nur so als Beispiel: Kein Unternehmer käme auf die Idee, mit einem Bank-Azubi über einen Kredit zu verhandeln. Jeder Kreditverantwortliche wüsste ansonsten nämlich sofort, dass da jemand „Unternehmer“ spielt, er aber nicht die Performance als Unternehmer hat.

Zudem har Robert Reisinger den Betriebsrat als Verhandlungspartner ablehnen müssen, das Saki zwar ein von der Gewerkschaft geführter Betriebs- und Aufsichtsrat ist, aber ansonsten als ausbildungsloser MAN-Hilfsarbeiter nicht über den Kenntnisstand verfügt, Beteiligungsgespräche zu führen. Da braucht es schon Profis wie beispielsweise den Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwalt Karl-Christian Bay LL.M. und Steuerberater und Diplom-Kaufmann Heinz Schmidt.

Friedrich Hegel
Leser
Friedrich Hegel (@leviatan)
11 Tage her

Ausgezeichnet informierender Artikel. Vielen Dank Arik!

Siggi
Leser
Siggi (@gscheiderl)
11 Tage her

Was ich mich schon seit längerer Zeit frage: Diese Kapitalerhöhung über „Dritte“ soll ja vollständig zu Lasten der e.V.-Anteile gehen und HI würde seine 60% unverändert behalten. Nun heißt es im Artikel, dass dem 75% der Mitglieder zustimmen müssen. Wie wahrscheinlich ist das denn, dass dann mindestens 75 % der Mitglieder dem zustimmen werden? Auch wenn 50 + 1 bestehenbleibt, hätte ich das Gefühl, dass „wir“ den letzten Rest jetzt auch noch verschachern – und das nach den überaus „positiven“ Erfahrungen mit unserem Mehrheitsgesellschafter. Ich habe da so meine Bedenken.

Friedrich Hegel
Leser
Friedrich Hegel (@leviatan)
11 Tage her
Reply to  Siggi

Frage an Arik: Stimmt es, dass bei einer Kapitalerhöhung die Anteile Ismaiks unangetastet bleiben? Nach meiner Kenntnis werden bei einer Kapitalerhöhung sämtliche Anteilseignerverhältniss verwässert, andernfalls ist die Kapitalerhöhung nicht rechtmäßig.

Friedrich Hegel
Leser
Friedrich Hegel (@leviatan)
11 Tage her
Reply to  ArikSteen

Zwischen „wollen“ und dem Gesellschaftsrecht sind aber schon Welten. Wenn er eine Kapitalerhöhung will und einen dritten Gesellschafter dazuhaben möchte, muss er akzeptieren, dass seine 60% verwässert werden. Dass der Herr Stimoniaris davon keine Ahnung hat, ist mir schon klar, aber Ismaiks Anwalt Livingston wird doch wohl das Gesellschaftsrecht kennen. Oder ist für die dann auch wieder Robert Reisinger schuld, wenn die Mitglieder einer derart ungesetzlichen Kapitalerhöhung gar nicht zustimmen könnten?

jürgen (@jr1860)
Leser
jürgen (@jr1860) (@jr1860)
11 Tage her
Reply to  Siggi

Da würde ich mich auch sehr schwer tun 🙁

anteater
Leser
anteater (@anteater)
11 Tage her
Reply to  Siggi

Deshalb wäre ich dagegen. Bei einer Kapitalerhöhung allerdings, da müsste er mitziehen. Wie ist sein Stand an liquiden Mitteln?

Chemieloewe
Leser
Chemieloewe (@chemieloewe)
11 Tage her
Reply to  Siggi

Richtig, lieber  Siggi , keine Kapitalerhöhung zu Lasten unseres e.V.!!! Ist schon eh zuviel Tafelsilber verschachert worden, wie die Merch.. Im Gegenteil, Anteile an den e.V. zurück wäre der richtige Ansatz, z.B. für die ausstehenden, offenen Forderungen über die Kosten für des NLZ an die KGaA der vergangenen Jahre…fight back!!! Ausverkauf stoppen, eh nicht mehr viel da! Aber schade um den ganzen Aufwand in dem KGaA-Totentanzzirkus!

Ziel muss sein: Raus aus der KGaA!!!

Lieber ein Ende mit Schreccken, als ein Schrecken ohne Ende!!!

Schnauze gestrichen voll von weiter so mit Konsolidierungskurs, der nichts bringt, außer Begräbnisaufschub für die tote KGaA samt totem Ismaikinfestments. Schnauze voll, dass weiterhin unser e.V. für Ismaik den Hampelmann, Superdeppen u. Kaschperl für sein Kaschperltheater macht… es ist alles dermaßen gruselig, dass man manchmal alles abschalten mag, was über die 60-KGaA zu lesen u. zu hören ist…😖😣😩😷😭

Last edited 11 Tage her by Chemieloewe
nofan
Leser
nofan (@nofan)
10 Tage her
Reply to  Chemieloewe

Nana, als Kaschpert fühlt sich doch Ismaik, seit dem die Präsidenten nicht mehr unterwürfig um Audienzen in Dubai bitten.

Es wäre politischer Selbstmord von Robert Reisinger, wenn er einen Rückzug aus der KGaA oder deren Insolvenz betreiben würde. Und wie Andere hier schon vorgetragen haben, die TSV KGaA hat noch lange nicht alle Einsparungspotentiale ausgeschöpft. Da ist die Begrenzung der Kreditaufnahme durch Ismaik doch ein willkommenes Argument, überdimensionierte Erbhöfe zu schleifen und damit Ismaik zu diskreditieren.

Wolf
Leser
Wolf (@wolf)
11 Tage her

Das Problem bei der Alternative „Rückzahlung“ habe ich noch nicht verstanden.
Mindestens auf den ersten Blick scheint es egal, ob ich 2 Millionen direkt zurückzahle oder sie behalte, sie dann aber nicht ausgeben oder anderweitig geltend machen kann.

BlueBerry
Leser
BlueBerry (@blueberry)
11 Tage her
Reply to  ArikSteen

Das kapiere ich jetzt gar nicht mehr. Es sind doch jetzt sogar 3 Transferbeteiligungen. Die größer 2 Mio sind.

Was ist da jetzt „Corana bedingt” anders? Ist ein Transfer geplatzt? Ich verstehe es wirklich nicht.

Bine1860
Bine1860 (@bine1860)
11 Tage her
Reply to  BlueBerry

Ja 3 Transfers, die Summe hat die KGaA erhalten, ein Teil ist die Sicherheit fürs Darlehen der Rest ist für Ausgaben der KGaA genommen worden und halt nicht fürs Spielerbudget

Last edited 11 Tage her by Bine1860
BlueBerry
Leser
BlueBerry (@blueberry)
11 Tage her
Reply to  Bine1860

“Verpfändet” hat aber eine andere Bedeutung als”wenn Geld rein kommt dann zahl ma es zurück”.

Du sagst die KGaA wurde vertragsbrüchig. Kann ich mir nicht vorstellen.

Bine1860
Bine1860 (@bine1860)
11 Tage her
Reply to  BlueBerry

Also wo hab ich das alles gesagt? Man hat ein Darlehen genommen, dafür hat man Sicherheiten gegeben. Jetzt kann man entweder die Sicherheiten belassen oder das Darlehen zurück zahlen.

Wieso sollte die KGaA denn vertragsbrüchig sein? Eben gerade nicht, man hat ja die Transfererlöse als Sicherheit behalten, wie es vertraglich vereinbart ist. Nur waren das halt mehr als die Darlehnssumme, dh den Rest kann man verwenden, hat man auch, das Geld ist ganz normal als Einnahmen in die KGaA geflossen.

BlueBerry
Leser
BlueBerry (@blueberry)
11 Tage her
Reply to  Bine1860

Schon. Nur das scheint ja genau nicht der Fall sein. Du erklärst wie es sein SOLLTE, ich frage woher das im Artikel beschriebene Problem kommt.

Chemieloewe
Leser
Chemieloewe (@chemieloewe)
11 Tage her
Reply to  ArikSteen

Aha, jetzt sehe ich durch, hatte mich schon vor einer Weile gefragt, mit was, wovon wir das Darlehen an die Bayerische zurückzahlen wollen. Auf die Transfererlöse bin ich gar nicht mehr gekommen. Danke für die Infos! Also, die Rückzahlung muss doch absoluten Vorrang haben u. nicht, was der Gorenzel sich so erträumt!

Last edited 11 Tage her by Chemieloewe
Bine1860
Bine1860 (@bine1860)
10 Tage her
Reply to  ArikSteen

Möglicherweise ist der Darlehnsvertrag über 5 oder 10 Jahre fest, dann kann man das DL nicht einfach zurück zahlen.

anteater
Leser
anteater (@anteater)
10 Tage her
Reply to  ArikSteen

600.000? Verstehe ich das richtig? Von der Sicherheit für ein altes Darlehen über 2 Mio haben wir 600.000 zweckentfremdet?

anteater
Leser
anteater (@anteater)
10 Tage her
Reply to  ArikSteen

Ach so

BlueBerry
Leser
BlueBerry (@blueberry)
11 Tage her
Reply to  ArikSteen

Wie gesagt, dann verstehe ich den Begriff Verpfändung anders als Scharold und GGS.

anteater
Leser
anteater (@anteater)
11 Tage her
Reply to  BlueBerry

Kein Wunder, das Sechzig nicht kreditwürdig ist.

anteater
Leser
anteater (@anteater)
11 Tage her
Reply to  ArikSteen

Das ist dann Pech und amateurhaft kalkuliert. Mach das mal bei Deiner Bank, die lachen sich schlapp.

tsvmarc
Leser
tsvmarc (@tsvmarc)
11 Tage her
Reply to  Wolf

Wie dem Bericht zu entnehmen ist, scheint durch die Corona-Pandemie halt nicht alles so gelaufen zu sein, wie es woher angenommen und durchgerechnet wurde.
Muss denn gehandelt werden, wenn die Sicherheiten weniger als die Darlehen sind? Kann mir nicht vorstellen, dass ohne ausreichende Sicherheiten auch nur eine Unterschrift unter den Vertrag gesetzt worden wäre und bei einer Versicherung schon 3mal nicht.