Gegenüber dem Kicker haben einige Regionalligisten ihren Ärger im Hinblick auf U-Teams der Bundesligisten Luft gemacht. In der Montagsausgabe sprechen sie über einen Wettbewebsnachteil.

Rot-Weiss Essen kämpft seit 14 Jahren um die Rückkehr in den Profifußball. In der vergangenen Saison überzeugte der Klub mit 90 Punkten. Besser war ausgerechnet die U23 von Borussia Dortmund. Mit nur 3 Punkten mehr. Die U-Mannschaft von Borussia ist nun in der Dritten Liga. Aufgestiegen aus der Regionalliga West. “Wir erleben in den Regionalligen eine Ungleichheit der Waffen”, meint RWE-Boss Marcus Ulig gegenüber dem Kicker.

Ein ähnliches Bild ergibt sich bei der Regionalliga Südwest. Dort stieg die U23-Mannschaft des SC Freiburg auf. Die anderen Klubs haben kaum eine Chance. “Wenn die U-Teams wirklich ernst machen, haben wir keine Chance, mitzuhalten”, meint Thomas Sobotzik, Geschäftsführer von den Offenbacher Kickers. Die Kickers wurden Dritter. Mit sechs Punkten hinter der Freiburger Reserve. Der Wettbewerbsnachteil macht sich vor allem beim Einsatz von Spielern bemerkbar. Im Schnitt wurden in der Südwest-Staffel 27,7 Spieler pro Team eingesetzt. Die Freiburger hatten in der Saison 38 Spieler am Start.

Und immer mehr Profiklubs setzen auf eine starke Zweitvertretung. Frankfurts neuer Sportvorstand Markus Krösche hält eine U23 und U21 für “extrem wichtig”. Eine Aussage, die so manchem Regionalligisten Angst macht. In der Sommerpause soll deshalb eine Initiative gebildet werden, die auf die Verbände zugeht.

Die Montagsausgabe gibt es auch als eMagazine.

Titelbild: (c) imago/Beautiful Sports

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