Eine Gruppe privater Gönner scheint wohl wieder Geld für einen Spieler für den TSV 1860 München sammeln zu wollen. Diverse Privatleute wurden angesprochen. Ob das Projekt funktioniert, ist fraglich.

Das sogenannte „nachhaltige Finanzpaket“, verabschiedet durch den Aufsichtsrat der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA, lässt wenig Spielraum für kreative Ideen, um den Spieleretat zu erhöhen. Gewinne in den kommenden zwei Spielzeiten bedienen ausschließlich die positive Fortführungsprognose oder bereits abgerufene Not-Darlehen. Bis zu 6,3 Millionen. So viel musste, aufgrund der Einschätzung durch die Wirtschaftsprüfer, als abrufbares Not-Darlehen festgelegt werden.

Bei den Fans herrscht teilweise Unverständnis für diese Regelung. Einige private Gönner wollen außerhalb des Notfall-Paketes den Löwen unter die Arme greifen. Wie im vergangenen Jahr will man versuchen, einen Spieler zu finanzieren. Wie genau das ablaufen soll, ist nicht bekannt. Möchte man Geld direkt an die KGaA zahlen und diese übernimmt dann die Finanzierung des Spielers, müsste man im Rahmen des „nachhaltigen Finanzpaketes“ nachverhandeln. Ismaik müsste zustimmen. Denn will man den Spieleretat erhöhen, darf das Gönner-Geld nicht in das Notfall-Paket fließen. Gleiches gilt auch für eine potentielle Hypothek des Hauptsponsors „die Bayerische“.

150.000 Euro sollen zusammen kommen. Die Spendenfreudigkeit scheint sich jedoch in Grenzen zu halten. Einige Privatleute wurden bereits angesprochen. Man zeigt sich allerdings zurückhaltend. Gegenüber dem Löwenmagazin zeigt sich einer der potentiellen Gönner skeptisch. Er möchte erst einmal eine klare Linie bei der TSV München von 1860 KGaA sehen. Ein weiterer möglicher Förderer will dem finanziell kaputten Fußball-Unternehmen nicht ständig als „Melkkuh“ zur Verfügung stehen: „Seit Jahren spendet man, gibt man. Denkt, dass man was Gutes tut. Um dann in der nächsten Saison wieder angesprochen zu werden. Das darf einfach kein Dauerzustand sein.“

1860-Trainer Michael Köllner schaut in jedem Fall sehr positiv in Richtung kommender Saison. Mehr dazu unter „1860-Trainer Michael Köllner blickt zuversichtlich auf kommende Saison

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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tomandcherry
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tomandcherry (@tomandcherry)
1 Monat her

Kann den privaten Gönnern nur zustimmen.

„Einige Privatleute wurden bereits angesprochen. Man zeigt sich allerdings zurückhaltend.“

Wer kann es ihnen verdenken?

„Er möchte erst einmal eine klare Linie bei der TSV München von 1860 KGaA sehen.“

Da ist er mit Sicherheit nicht alleine.

„Ein weiterer möglicher Förderer will dem finanziell kaputten Fußball-Unternehmen nicht ständig als „Melkkuh“ zur Verfügung stehen: „Seit Jahren spendet man, gibt man. Denkt, dass man was Gutes tut. Um dann in der nächsten Saison wieder angesprochen zu werden. Das darf einfach kein Dauerzustand sein.“

Selbst als „normaler Fan“ kommt es einem doch seit Jahren so vor, als wenn in unregelmäßigen Abständen „an das große Löwenfan-Herz appelliert wird“, um neben (Jahres-)Karten und Fanartikeln den Geldbeutel auch für „Geisterspieltickets“ o.ä. Krimskrams möglichst weit aufzumachen.

Ich bin garantiert weit davon entfernt, irgendjemandem vorschreiben zu wollen, was er in Bezug auf unseren Lieblings-Verein zu tun oder zu lassen hat.

Aber meine Bereitschaft, dieser scheinbar unfähigen Profi-Fußball-Firma noch mehr als ein, zwei Eintrittskarten pro Saison zu finanzieren, tendiert schon weit unter Null.

Im Laufe meiner über 40-jährigen Verbundenheit mit der ersten Fußballmannschaft des TSV 1860 München hab‘ ich zigtausende D-Mark/Euro ausgegeben und bereue keinen einzigen Pfennig/Cent davon.

Mittlerweile bin ich der Meinung, dass ich mich nicht mehr finanziell an einem Unternehmen beteiligen will, das seit vielen Jahren immer wieder beweist, dass es nicht vernünftig mit Geld umgehen kann.

anteater
Leser
anteater (@anteater)
1 Monat her
Reply to  tomandcherry

Wer die wohl angesprochen hat? Herr Gorenzel etwa? Hat er eigentlich schon mal Herrn Ismaik darauf angesprochen, dass dieser doch das zusätzliche Gehalt übernehmen wollte? Rückwirkend? Dann müsste man vielleicht gar nicht auf Betteltour gehen.

Chemieloewe
Leser
Chemieloewe (@chemieloewe)
1 Monat her

Ich stimme, Dir  anteater , voll u. ganz zu, absolut zu hohe Kosten außerhalb des Spieleretats. Mit dieser toten KGaA+Ismaik werden wir in Zukunft keinen Erfolg haben.

Mal grundsätzlich. Nach 2017 u. „4“ hat unser e.V. mit großen Anstrengungen u. Initiativen verducht, unter dem Konsolidierungskurs die KGaA positiv zu verändern, weiterzuführen u. voranzubringen. Es hat alles nichts genutzt, der Würgegriff der Überschuldung bleibt, Ismaik entschuldet nicht durch Schuldenschnitt o. tritt zurück u. verkauft seine Anteleile zum akzeptablen Preis…usw.. Die Folge ist wirtschaftliche Stagnation u. Lähmung, immer am Rande der Insolvenz, die Ismaik immer gerade so verhindert. Eine Verbesserung der wirtschaftlichen Situation, als materielle Grundlage u. Basis für eine erfolgreiche, längerfristige, nachhaltige, sportliche Entwicklung ist so nicht zu erwarten u. eigentlich unmöglich bis aussichtslos. Ich, wie viele, haben erwartet u. gehofft, dass es unseren e.V.-Führung in den 3 Jahren, seit 2017, gelingt, uns irgendwie aus dieser hoffnugslosen Lage u. von Ismaik zu befreien. Diese Hoffnung habe ich nun aber schon länger aufgegeben. Unsere e.V-Führung wird weiterhin es nicht wagen, die KGaA u. den Kooperationsvertrag aufzukündigen, obwohl sie sehen, dass alle Anstrengungen nicht den erhofften Erfolg haben, da Ismaik weder bei einer Entschuldung, noch bei einer Kapitalerhöhung mitspielt bzw. bei beidem zusammen. Ein richtiger Neuanfang u. Neustart, wie 2017 erhofft, wurde bis heute leider nicht verwirklicht.

Ich sehe nur einen wirklichen Ausweg aus dem ganzen Dilemme. Es müssten sich Mitglieder, möglichst viele, finden u. zusammentun u. einen Grundsatzantrag, ähnlich des Hoppenantrages, formulieren, diesen zur nächsten Mitgliederversammlung stellen u. zur Abstimmung bringen, in dem beschlossen wird, die KGaA als Gesellschafter zu verlassen u. den Kooperationsvertrag aufzulösen. Wenn die MV mit entsprechender Mehrheit zustimmt, muss(!!!) unsere e.V.-Führung demgemäß handeln u. sind gezwungen, den MV-Beschluss umzusetzten. Ansonsten wird unsere e.V.-Führung das ganze Trauerspiel immer weiter so mitmachen, von positiver Fortführungsprognose zu positiver Fortführungsprognose unter dem Konsolidierungskurs, ohne dass sich die wirtschaftiche Situation der KgaA grundlegend ändert u. verbessert, immer so weiter. Klar sind damit weitreichende, harte Konsequenzen verbunden. Man müsste wegen der Namens-u. Vereinslogorechte…ect., die ja Ismsaik besitzt, evtl. zeitweise den Fußballbetrieb unter einem anderen Namen u. Logo (z.B. FC 60 München…o. so) weiterführen bzw. neu zu starten. Aber lieber trotz harter Konsequenzen einen Schlussstrich unter das KGaA-Fissko ziehen u. einen wirklichen, ehrlichen Neustart u. Neuanfang, als ewig weiter so hoffnungslos u. aussichtslos herumdümpeln. Ismaik würde nach einiger Zeit feststellen müssen, dass es ohne einen e.V. u. durchgängigen Nachwuchs keine Basis gibt, die KGaA weiterzuführen u. würde die KGaA höchstwahrscheinlich aufgeben. Dann könnte man so bestimmt Vereinsnamen u.-logo wieder zurückerhalten, zurückerwerben.

Unser großer traditionsreiche TSV 1860 München hat einschließlich des Standortes München u. der Region, mit seinen vielen Fans u. Mitgliedern so eine große Strahlkraft u. Anziehungskraft, das es mit verlässlichen u. seriösen Partnern in einer Zukunft nach dieser jetzigen Pleite-KGaA gelingen müsste, unseren Verein im Fußball in Richtung Profifußball neu aufzubauen u. erfolgreich zu entwickeln. Man sollte u. müsste es nun endlich mal wagen u. versuchen und zwar richtig. 😉💙🦁💙✌👍

Last edited 1 Monat her by Chemieloewe
Chemieloewe
Leser
Chemieloewe (@chemieloewe)
1 Monat her
Reply to  Chemieloewe

Vielleicht gibt es ja auch noch andere Lösungswege, aber irgendwie müssen wir es schaffen, aus dieser deprimierenden, aussichts-u. hoffnungslosen wirtschaftlichen Lage zu kommen. Am besten, raus aus der KGaA! Und zwar schnellstmöglich!!!

Bine1860
Bine1860 (@bine1860)
1 Monat her
Reply to  Chemieloewe

und im Zuge dessen muss auch die Kostenübernahme fürs NLZ (den Teil der KgAa) übernommen werden eingestellt werden..

Snoopy.
Leser
Snoopy. (@snoopy)
1 Monat her
Reply to  Chemieloewe

Ismaik hat streng genommen seit seinem „Eintritt“ in die KGaA nichts anderes gemacht als die Insolvenz verhindert. Außnahme war das Jahr als „Bruce Allmächtig“, aber am Ende war es nichts weiter als ein Trümmerhaufen, den er hinterlassen hat und einen langfristigen Schaden für den TSV.

Was war man am Anfang (bei seinem Eintritt 2011) eurphorisch, dass man jetzt „Geld“ hat, sein „Tafelsilber“ nicht mehr verkaufen muss und so weiter. Geld hatte man trotzdem keines, sein Tafelsilber musste man trotzdem verkaufen, damit das Defizit nicht so hoch ist und man sich nicht in der Größenordnung bei Ismaik bedienen muss. Investiert hat er in seine Firma nicht viel, mit der Ausnahme 2016/2017. Wobei er zuvor bei dem denkwürdigen Interview zu London noch gesagt hat, dass seine Firma sich nicht weiter verschulden kann und er zur Strafe nicht in Genussrecht umwandelt. Halbes Jahr später war das Schnee von gestern und 20 Mio. neue Schulden waren plötzlich kein Problem mehr.

Ich bin da schon bei dir. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Ich glaube auch, dass es genügend Leute / Firmen / Sponsoren gibt, die ohne Ismaik eher unterstützen als mit ihm und das mit diesen Leuten ein #gemeinsam oder #zusammen möglich ist. Allein schon, wenn man sieht, was „die Bayerische“ an Unterstützung ermöglicht und das trotz diesem „Investor“ oder Gesellschafter.

Löwin
Leser
Löwin (@lini)
1 Monat her

Des ist doch gar nicht notwendig.
Wurde doch auch Eindeutig so kommuniziert, dass eine Fremdfinazierung nicht mehr gewünscht wird. Finde ich auch richtig.

Köllner schaut doch positiv in die Zukunft. Was will man denn mehr.
Woher kommt den der Eifer dafür, wenn doch keine Bitte dafür geäußert wurde???

💙🦁💙

Last edited 1 Monat her by Löwin
DaBrain1860
Leser
DaBrain1860 (@dabrain1860)
1 Monat her
Reply to  Löwin

Vor allem haben sich alle zusammen für diesen Weg entschieden, jetzt heißt es diesen auch zu bestreiten!
Wenn es sich die KGaA nicht selbst leisten kann, na dann halt nicht!

Sechzig ist der geilste Club der Welt
Ohne Hasan

Löwin
Leser
Löwin (@lini)
1 Monat her
Reply to  DaBrain1860

Genau so! 👍

💙🦁💙

anteater
Leser
anteater (@anteater)
1 Monat her

Unser Gesamtetat ist was, 10, 11, 12 Millionen Euro. Und damit schaffen wir es nicht, einen Spielerkader zusammenzustellen, der so ausgewogen wirkt, dass sich niemand berufen fühlt, da nachjustieren zu müssen.

Nicht falsch verstehen, es ist natürlich toll, wenn man als wohlhabenderer Fan tut was man kann, aber das ist doch nicht die Lösung (wie ja der Artikel im letzten Absatz auch verdeutlicht).

Bei einem Gesamtetat von über 10 Millionen sollen also 150.000 zugeschossen werden (ja, ein Drittligadurchschnittsgehalt in etwa). 1,5% des Gesamtetats. Daran hapert es? 1,5%? Sorry, macht den Laden zu. Wenn man es nicht schafft, 1,5% einzusparen, dann ist alles verkehrt, nicht nur das kaufmännische Personal. Dann verrechnet man sich laufend, bei jedem verdammten Einzelposten.
Heizkosten. Die steigen nicht linear, sondern exponentiell. Wenn man im Winter die Heizung statt auf 20°C auf 22°C einstellt, sind das nicht 10% mehr Heizkosten (und Emissionen), sondern mehr. Also, nächsten Winter die Heizung auf 19°C, dafür einen Pulli statt eines Oberhemds/einer Bluse. Ist schon mal ein Anfang gemacht. Wem es trotzdem kalt ist, der kann ein, zwei mal die Treppen rauf und runter laufen. Gibt es Kaffee umsonst auf der Geschäftsstelle? Gestrichen! 1,5%, die bekommen wir zusammen. Ich komme gleich mal vorbei und streiche euch 1,5% zusammen. Zwei Geschäftsführer? Als Drittligist? Braucht kein Mensch, vor allem nicht wenn er eh keine zwei Cents zum aneinander reiben hat. Da sind 150.000 Euro. Fertig.

Das darf einfach kein Dauerzustand sein.

Ist es aber. Jedes Jahr. Und man lernt exakt gar nicht dazu. Null. Immer weiter so. Oh, uns fehlt Geld. Was machen wir denn dafür, dass uns nächstes Jahr kein Geld fehlt. Hm, probieren wir mal nix zu ändern, vielleicht hilft das. So was bescheuertes. Mir platzt echt der Kragen.

DaBrain1860
Leser
DaBrain1860 (@dabrain1860)
1 Monat her
Reply to  anteater

Da bin ich ganz bei dir!

Sechzig ist der geilste Club der Welt
Ohne Hasan

Snoopy.
Leser
Snoopy. (@snoopy)
1 Monat her
Reply to  anteater

Und der größte Witz bei der Sache ist, dass man einen sogenannten „Investor“ hat, der noch von irgendwelchen Phantasien träumt aber im Grunde nichts dafür tut. Zumindest nicht in dem Sinne, dass es der KGaA nicht schadet.

DaBrain1860
Leser
DaBrain1860 (@dabrain1860)
1 Monat her
Reply to  Snoopy.

Immer schön phantasieren und schwätzen, das ist genau das was er kann, zumindest bei Sechzig!

Sechzig ist der geilste Club der Welt
Ohne Hasan

Snoopy.
Leser
Snoopy. (@snoopy)
1 Monat her
Reply to  DaBrain1860

Nicht nur bei 1860. Gleiches bei Arabtec und auch Masaaken.
Ich bleib nach wie vor bei dem, was ich seit Jahren sage: mit einem Ismaik hat der TSV keine Zukunft.

anteater
Leser
anteater (@anteater)
1 Monat her
Reply to  Snoopy.

Vollkommen korrekt!

Nur, ganz ehrlich, auch ohne Hasan herrschte bei uns diese unfähige Finanzkultur. Ziehen wir nur Personal ab, das nicht rechnen kann?

Snoopy.
Leser
Snoopy. (@snoopy)
1 Monat her
Reply to  anteater

Diese unfähige Finanzkultur kommt meines Erachtens auch daher, dass man gerne was sein möchte, was man nicht ist. Und das geht schon über Dekaden. Sozusagen ein Luxusleben auf Pump.

In der Zeit, in der man hätte sich sanieren können, musste ja Wildmoser unbedingt mit an Board bei der Arena. Auch hier hielt man sich für größer als man wirklich war, manche haben das heute noch im Blut.

Allerdings ist vielleicht auch die Geldverteilung im Fußball selbst ein Problem, also von den TV Geldern her. Die Großen bekommen auf Grund der medialen Präsenz mehr, auf Kosten der kleinen, denen ein wenig mehr vom Kuchen ganz gut tun würde. Die ganz oben mitspielen, haben ja noch den international Vereinsfußball als sehr gut Geldquelle, da sollte man zumindest mal auf nationaler Ebene die Vereine dahinter eher unterstützen, gerade die Ausbildungsvereine. Da ist die Ismaik-Kultur zu Hause: viel geredet, wenig passiert. Das ist jetzt nicht nur auf den TSV bezogen, es gibt viele Vereine, die ungesichert auf dem Seil tanzen. Und auch Vereine, die sich übernommen haben, mit einem eigenen Stadion.

Mit dem jetzt eingeschlagenen Weg, den Nachwuchs nach oben zu holen, wird man weiter Kosten senken, gerade im Bereich vom Personal. Wenn das auch nicht gerade ein ungefährlicher Weg ist und der eine oder andere Stein im Weg liegen könnte. Aber es könnte sich mittelfristig auszahlen.

tomandcherry
Leser
tomandcherry (@tomandcherry)
1 Monat her
Reply to  Snoopy.

Seit Jahren predige ich von der Stärkung des Nachwuchses und dem zwingend erforderlichen Einbau eigener Talente in die erste Mannschaft.

Stattdessen werden Jahr für Jahr „Spieler, die uns sofort weiterhelfen können“ oder „Spieler, die den Unterschied ausmachen“ für teures Geld an die 114 geholt.

In den allermeisten Fällen waren das jedoch gar keine echten Verstärkungen.

Mir ist ein talentierter 18-jähriger Spieler aus dem eigenen NLZ lieber, als ein 34-jähriger ehem. Zweitliga-Kicker, der bei 60 nochmal richtig Geld verdienen will.

Wieso man ständig der Meinung ist, dass 60 nur Spieler, die von anderen Vereinen kommen, sportlich weiterhelfen können, verstehe ich nicht.

Die Jungs aus der eigenen Jugend, die schon seit mehreren Jahren gemeinsam miteinander kicken, sind m.E. keine schlechteren Alternativen zu den „etablierten Profi-Spielern“.

Snoopy.
Leser
Snoopy. (@snoopy)
1 Monat her
Reply to  tomandcherry

Stattdessen werden Jahr für Jahr „Spieler, die uns sofort weiterhelfen können“ oder „Spieler, die den Unterschied ausmachen“ für teures Geld an die 114 geholt.

Wurden. Um mal in der Gegenwart zu reden, denn diese Zeiten scheinen erst mal vorbei zu sein.

Ich erinnere mich noch, wie bei der Verplichtung von Fangeschenk Aigner einer behauptet hat, dass man allein wegen dieser Person jetzt Platz 4 erreichen wird. Da lache ich heute noch. Egal.

Das gleiche gilt doch auch für Spieler, die mal bei 1860 waren und dann sozusagen wieder auf dem Markt sind. Ich halte von solchen Rückholaktionen gleich gar nichts und erst recht nicht, wenn irgendwelche One-Hit-Wonder-Trainer diese dann in den Himmel loben. Da ist meist das Gegenteil der Fall. Oder wenn irgendwelche Ex sich als „Spordirektoren“ aufführen.

Auch die Behauptung, dass die Jugendarbeit lange nicht mehr so gut ist, wie sie mal war, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Dazu kam zu wenig von unten hoch und das nur an der Platzierung in den Jugendligen festzumachen ist mir schlicht und einfach zu wenig. Da sind wir wieder beim „groß denken“, denn da muss der TSV jährlich auf Platz 1 sein.

Der Vorteil, den die eigene Jugend hat, hast du ja schon geschrieben, Tom. Der weitere Vorteil ist, dass man davon finanziell profitieren kann, wenn einer den Durchbruch in eine 1. Liga Mannschaft oder Top-Mannschaft in Folge schafft.

Cascarino
Leser
Cascarino (@cascarino)
1 Monat her
Reply to  Snoopy.

Wenn der Nachwuchs so lange gehalten werden kann, dass eine finanzieller Vorteil entsteht, auch da ist die Liste lang, von denen die ablösefrei gegangen sind.

… und wer profitiert hauptsächlich von den Ablösen/ Transferbeteiligungen/Zahlungen zur Ausbildungsentschädigung ?! 🙁

Ich würde auch die Hereinnahme eines weiteren Gesellschafters nicht befürworten, denn im Grunde ist nicht die Person des aktuellen Insolvenzverhinderers das Problem, sondern der Weg dahin einen solchen zu brauchen.

Schon im viel besungenen 1966 lebte man über den Verhältnissen oder im auszuzeln/anzuzeln 😉 von Adalbert Wetzel…

Last edited 1 Monat her by Cascarino
Snoopy.
Leser
Snoopy. (@snoopy)
1 Monat her
Reply to  Cascarino

Wenn du es schaffst, dass du eine entsprechende Planungssicherheit frühzeitig hast, kannst du auch entsprechend handeln, sprich auch mal vorzeitig einen Vertrag zu verlängern.

Wenn du dazu weiter in der Lage bist, für einen abgegebenen Spieler zwei Spieler zu halten, ist das schon mal ein Vorteil. Du wirst nie alle Spieler halten können, denn es gehören halt immer zwei Seiten dazu. Und „auf Biegen und Brechen“ einen Spieler unbedingt zu halten ist für mich eh nicht ganz richtig.

Und selbst wenn HAM / Ismaik von jedem Transfer erst mal 50% in die Tasche bekommt (wie schon vor Jahren gesagt wurde), profitiert die KGaA davon.

Ein weitere Gesellschafter würde kurzfristig und einmalig Geld bringen. Ob man dieses Geld dann für den sportlichen Teil hernimmt oder damit mal anfängt, den Schuldenberg in der Höhe zu stutzen sei mal dahin gestellt. Aber es wäre nur ein einmaliger Effekt, der vermutlich sehr schnell verpuffen würde. Zumal bei den Vorstellungen des Mehrheitsgesellschafters diese Variante des „frischen Geldes beschaffen“ eher auch utopisch ist.

Cascarino
Leser
Cascarino (@cascarino)
1 Monat her
Reply to  Snoopy.

Ja, die oft erhoffte und nie erlebte ( seit 2011 ) frühzeitige Planungssicherheit.
Mich würde in diesem Zusammenhang mal interessieren wie lange die Verträge der Neuprofis wirklich dauern, ob
die KGaA in der Lage war den jungen Spielern einen Verbleib bei Sechzig für länger als zwei Jahre schmackhaft zu machen.

Snoopy.
Leser
Snoopy. (@snoopy)
1 Monat her
Reply to  Cascarino

Dieses „nachhaltige Finanzpaket“ für das der Investor „tief in die Tasche gegriffen hat“ geht 2 Jahre. Ich glaube, das wird die Frage nach der Laufzeit der meisten Verträge beantworten.

Cascarino
Leser
Cascarino (@cascarino)
1 Monat her
Reply to  Snoopy.

… dann werden wir wahrscheinlich im Winter schon von Versuchen hören, die Neuprofis zu Geld zu machen, die sich bis zu diesem Zeitpunkt durchsetzen konnten.
Ob das dann nachhaltig ist ?

Snoopy.
Leser
Snoopy. (@snoopy)
1 Monat her
Reply to  Cascarino

Diesen Winter noch nicht. Mal nicht bei dem Nachwuchs, das glaube ich nicht. Eher bei Spielern, deren Vertrag im Sommer nächstes Jahres auslaufen.

jürgen
Leser
jürgen (@jr1860)
1 Monat her
Reply to  Cascarino

Laut Transfermarkt irgendwie alles zwischen 1-3 Jahre …
Zumindest der Gresler und der Tallig bis 2023

Bine1860
Bine1860 (@bine1860)
1 Monat her
Reply to  Cascarino

„denn im Grunde ist nicht die Person des aktuellen Insolvenzverhinderers das Problem, sondern der Weg dahin einen solchen zu brauchen“

aber man kann die Zeit nicht zurückdrehen und jetzt ist der Karren numal im Dreck und muss da raus.

Cascarino
Leser
Cascarino (@cascarino)
1 Monat her
Reply to  Bine1860

Nur wie ?

Bine1860
Bine1860 (@bine1860)
1 Monat her
Reply to  Cascarino

tja das ist die Frage aller Fragen, aber es nützt nix wie du zu sagen, die Fehler sind in der Vergangenheit gemacht worden, stimmt zwar aber hilft ned. Meines Erachtens macht Ismaik nach wie vor gravierende Fehler und viele haben aus der Vergangenheit null gelernt und würden genau die Fehler wieder machen.
Die Verschuldung ist enorm, entweder du machst auf Isolvenz und wenns nicht geht – eben wegen HI – dann geht’s halt nur so wie im Moment. Wobei ich das mit dem 6,3 Mio so nicht akzeptiert hätte, säße ich im Aufsichtsrat…

tomandcherry
Leser
tomandcherry (@tomandcherry)
1 Monat her
Reply to  Snoopy.

Böser Snoopy.!

Dabei ist es doch einzig und allein der unfähige e.V.-Präsident, der die triumphale Rückkehr des einst so stolzen Deutschen Meister 1966 in die Bel Etage des deutschen Fußballs und gleichzeitiger Qualifikation für die Champions League mit seinem Konsolidierungskurs verhindert. 😉

Snoopy.
Leser
Snoopy. (@snoopy)
1 Monat her
Reply to  tomandcherry

😂

tomandcherry
Leser
tomandcherry (@tomandcherry)
1 Monat her
Reply to  anteater

👍

United Sixties
Leser
United Sixties (@richard-ostermeiergmail-com)
1 Monat her
Reply to  anteater

Es wird jetzt doch mit neuen Kader versucht mit den vorhandenen Altlasten und Verträgen so zu wirtschaften, dass bei 10-11 Mio. Euro Gesamteinnahmen aus TV-Geld, infront-Vermarktergarantie samt Sponsorenpool und Zuschauergeldern ( bei uns etwa 15 000 x 20 Euro x 19 = immerhin ca. 6 Mio. Brutto ) ein reiner Spieler-Etat von 3 Mio. Euro + x möglich bleibt. Das ist Dritte Liga Mittelfeld, kann aber auch für oben reichen. Braunschweig oder Ingolstadt hatten 5 Mio. + x zuletzt zur Verfügung. Der FCBäh II sogar weit mehr. Das sind dann schon mehrere gute Profis mehr im Kader drin !
Wir bleiben Ausbildungsklub und sollten Köllner vertrauen und geduldig bleiben, wenn aber private Gönner einen Tim Rieder helfen zu halten, wäre das schon bedeutsam. Dann sollte aber auch HAM weiter einen Timo Gebhardt und Felix Weber bezahlen, aber nur falls es der Trainer wünscht.
Generell fehlt mir eine Aussicht dieser KGaA für die kommenden Jahre und dazu gehört neben dem Kader auch das Thema Merchandising zurück in die KGaA !

Bine1860
Bine1860 (@bine1860)
1 Monat her
Reply to  United Sixties

Thema Merchandising zurück in die KGaA !

das muss sofort angegengen werden, notfalls per Gericht, Gründe liegen ja zuhauf vor..

anteater
Leser
anteater (@anteater)
1 Monat her
Reply to  Bine1860

Wer vermietet eigentlich die Räumlichkeiten in der Geschäftsstelle an die Fanartikel-GmbH? Da machen wir jetzt mal eine „Luxussanierung“ und erhöhen die Miete so, dass sich der Laden nicht mehr rentiert (heißt, dass er das Gehalt für Herrn Power nicht mehr erwirtschaftet). Hat die KGaA wenigstens ein Vorkaufsrecht?

Chemieloewe
Leser
Chemieloewe (@chemieloewe)
1 Monat her
Reply to  Bine1860

Ja, aber unsere e.V.-Führung macht nichts in dieser Richtung, hier endlich mal die Sachen, Merch., Schuldenschnitt, Kostensenkung der KGaA, Vermarktung, Sponsorenakquiese…ect., kämpferisch u. aktiv anzugehen. Stattdessen wird gegenüber Ismaik/HAM stillgehalten u. alles auf den Konsolidierungskurs abgestellt, die Kosten des NLZ getragen usw… . Man demonstriert Geschlossenheit u. scheut die Auseinandersetzung, ist froh, wenn Ismaik erst mal stillhält. Wirklich ändern wird sich so grundlegend nichts. Ein weiter, wie bisher, mit einer toten, überschuldeten KGaA, ohne Ende, ist die hoffnungslose u. deprimierende Zukunftsaussicht. 😖😖😩😭

Bine1860
Bine1860 (@bine1860)
1 Monat her
Reply to  Chemieloewe

sehe ich genauso

anteater
Leser
anteater (@anteater)
1 Monat her
Reply to  Chemieloewe

Na ja, ich weiß nicht, ob ein Hardliner-Präsidium, das mehr auf Konfrontation geht, mehrheitsfähig wäre. Schätze mal, dass zu viele einfach auch (berechtigterweise?!) Angst davor hätten, dass es am Ende gar nichts mehr gibt in Punkto Sechzig.

Chemieloewe
Leser
Chemieloewe (@chemieloewe)
1 Monat her
Reply to  anteater

Ja, genau diese Angst vor fehlenden Mehrheiten vermute ich auch bei unserer e.V.-Führung, warum die Konfrontatin u. der Kampf vermieden wird. Lähmende Angst, Flucht in Verschwiegenheit, abwarten…weitermachen wie bisher. Ismaik freut sich u. lacht sich krumm, dass ihm der e.V. die Kastanien aus dem Feuer holt u. sein totes Investment über die Zeit rettet. Deshalb müsste von der Mitgliederbasis eine Abstimmung über den Verbleib o. Bruch mit der KGaA u. Ismaik zur MV initiiert werden, um festzustellen, wie die Mitglieder darüber denken u. welche Mehrheiten es dazu gibt. Nach der Abstimmung u. Beschlussfassung muss dann dementsprechend die e.V.-Führung den Beschluss umsetzen, Verbleib in o. Austritt aus der KGaA. Nur so sehe ich einen Weg, den mehrheitlichen Mitgliederwillen dazu festzustellen, unsere e.V.-Führung wird das selbst keinesfalls tun, davon bin ich überzeugt.

Last edited 1 Monat her by Chemieloewe
anteater
Leser
anteater (@anteater)
1 Monat her
Reply to  United Sixties

Na ja, man geht jetzt schon bei Gönnern betteln. Das ist für mich nicht, dass man versucht mit dem zu wirtschaften, was man hat.

Wenn ich mir unseren aktuellen Kader anschaue, dann sehe ich da keinen 3-Mio-Kader. Der Kader sieht deutlich günstiger aus als der von letzter Saison und geht eher so in die Richtung FSV Zwickau. Und das ist nicht Mittelfeld, sondern das ist alljährlicher Überlebenskampf um den Klassenerhalt.

Köllner vertraue ich da (aktuell), keine Sorge. Dennoch sehe ich, dass da systemisch etwas schief läuft und es ist nicht Herr Ismaik allein. Der macht alles noch schlimmer, eh klar, aber unser Grundübel scheint über die Jahrzehnte konstant geblieben zu sein, ohne es zu beheben. Die Fanartikel-GmbH abzugeben kommt da noch oben drauf, was für eine saudumme Idee. Wir haben nicht viel, womit Umsätze/Gewinne zu generieren sind.
Fanartikel (dank der Fans), abgegeben. Spielerausbildung (zuletzt musste man künftige Transfererlöse als Darlehenssicherheiten verpfänden). Eintrittsgelder (wieder dank der Fans, fällt „dank“ Pandemie gerade flach).

Wie auch immer, ich glaube schon auch, dass noch zwei gestandenere Profis zum Kader dazu kommen.

anteater
Leser
anteater (@anteater)
1 Monat her
Reply to  ArikSteen

Okay. Wer hat dann die Gönner angesprochen? Geht jetzt das Präsidium bei Gönnern betteln? Das würde es nicht besser machen, eher noch schlimmer.

Bine1860
Bine1860 (@bine1860)
1 Monat her
Reply to  anteater

Ich denke da ist einfach jemand von außerhalb KGaA /Verein, der das organisiert

anteater
Leser
anteater (@anteater)
1 Monat her
Reply to  Bine1860

Mysteriös!

Bine1860
Bine1860 (@bine1860)
1 Monat her
Reply to  anteater

naja als mysteriös wurde ich das nicht bezeichnen. Da ist halt einer, der 60 mag und der möchte was organisieren. Die, die letztes Jahr für Berzel gespendet haben kennen sich ja untereinander…

anteater
Leser
anteater (@anteater)
1 Monat her
Reply to  Bine1860

Einen davon meine ich zu wissen… öffentlich sag ich aber nix.

Bine1860
Bine1860 (@bine1860)
1 Monat her
Reply to  anteater

man stellt einen Pressesprecher noch ganz an, der bisher nur Teilzeit war. Sorry – nix persönliches gegen den Rainer – aber das hätte man doch Teilzeit lassen können, wenn es zuviel Arbeit ist dann müssen halt GG und Köllner Ihre Pressekonferenzen alleine machen, der Presseraum steht ja … das ist nur ein Beispiel, ich bin mir sicher, es gäbe noch eine Menge „Sparpotenzial“, wo es nicht mal besonders wehtut, dass man spart

Last edited 1 Monat her by Bine1860
anteater
Leser
anteater (@anteater)
1 Monat her
Reply to  Bine1860

Wir beide sollten da mal eine Woche als „Wirtschaftsprüfer“ durch die Geschäftsstelle gehen.

DjangoNY
Leser
DjangoNY (@djangony)
1 Monat her
Reply to  anteater

Ernst & Young , die hätten da gerade Kapazitäten frei , die haben eh schon Erfahrung bei ner Firma im Münchner Umfeld 🙂

Sagen wir doch wie´s ist : Bei uns ist Hopfen und Malz verloren was die Wirtschaftlichkeit angeht, und das seit Jahren. Geändert wird nichts. Zum Kotzen. Es ist ein Wunder das sich überhaupt noch Sponsoren finden die Geld in unsere Gritsche reinstecken.

Bine1860
Bine1860 (@bine1860)
1 Monat her
Reply to  DjangoNY

Ich bin günstiger wie Ernst&Young und mindestens genauso effektiv und zusätzlich mit Herz für die Löwen..

anteater
Leser
anteater (@anteater)
1 Monat her
Reply to  Bine1860

Drum machen wir zwei des. Ich bin ernst und Du bist jung.

Bine1860
Bine1860 (@bine1860)
1 Monat her
Reply to  anteater

Danke möchtest du was trinken 😂😋

anteater
Leser
anteater (@anteater)
1 Monat her
Reply to  Bine1860

🍻

Bine1860
Bine1860 (@bine1860)
1 Monat her
Reply to  anteater

Ja da wäre was los..