Daniel Bierofka hofft, dass „alle in diesem Verein mal aufwachen“. Sonst würde er in der kommenden Saison „mit nur einem Innenverteidiger spielen“. Der Löwen-Coach hatte diese Worte direkt nach dem Spiel gegenüber der Presse gesagt. Präsident Robert Reisinger kann diesen Wunsch nach freiem Handeln zwar durchaus nachvollziehen. Doch ihm sind die Hände gebunden. Die Vorschläge des TSV München von 1860 e.V. an den Mitgesellschafter HAM International wurden bislang abgelehnt. Gegenvorschläge gibt es keine.

Präsident Reisinger schließt Risikokredite aus

Daniel Bierofka schlägt gegenüber den Pressevertretern Alarm. Präsident Robert Reisinger hat auf Anfrage der tz München darauf nun geantwortet.

Reisinger kann versichern, dass im Verein niemand schläft. Der Konsolidierungskurs sei keine Marotte des Präsidiums, sondern der außerordentlich schwierigen Situation geschuldet, „in der sich das Unternehmen befindet“. Der Schuldenberg, den die KGaA angehäuft habe, könne man nicht wegdiskutieren. Ein harter Schritt sei deshalb unumgänglich. Reisinger betont, dass er aus der „subjektiven Binnenperspektive“ des Trainers durchaus den Wunsch nach freiem Handeln nachvollziehen könne. „Mit wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beschäftigt sich ein Trainer nicht groß“, so Reisinger. Die Gesellschafter müssen dagegen zusehen, dass das Unternehmen Profifußball bei 1860 auch über diesen Zeitraum hinaus eine Perspektive hat. Man sei für vieles offen, schließe jedoch ganz klar eines aus: neue Risikokredite aus der Hand „unseres Mitgesellschafters“.

Vorschläge des Präsidiums bislang abgelehnt

Für den kurzfristigen Planungszeitraum für die nächste Saison habe das Präsidium bereits zu Jahresbeginn praktikable Vorschläge gemacht, so der Präsident der Löwen. Die Vereinsführung hatte eine Konzentration des Jahresbudgets der KGaA auf die Profis vorgeschlagen und angeboten, die U21 und U19 temporär unter dem Dach des e.V. zu finanzieren. Der Vorschlag wurde jedoch von den Vertretern von HAM International abgelehnt. „Das müssen wir als Verein respektieren. Für Daniel Bierofka sei das natürlich schade“, so Reisinger. Es sei deutlich schwieriger mit einem kleinen Budget zu arbeiten, aber nicht unmöglich. Nachdem Hasan Ismaik die Vorschläge des e.V. bislang abgelehnt hat, müsse man die sportliche Erwartungshaltung entsprechend anpassen. „Aus einem schmalen sportlichen Etat kann keine Überflieger-Mannschaft finanziert werden“, so Reisinger. „Das erwartet aber auch kein Fan“.

Perspektive für die Zukunft

Die Perspektive für die kommenden Jahre sieht der Präsident in einer breiteren Aufstellung, was die Finanzen angeht. „Die Chancen und das Risiko sollten auf mehr Schultern verteilt sein“, so Reisinger. Hierzu müsse man jedoch erst die Voraussetzungen schaffen. Die tz München geht in ihrem Bericht nicht davon aus, dass die durch Reisinger befürwortete Kapitalerhöhung und den Einstieg eines weiteren Gesellschafters von Ismaik akzeptiert wird. Vielmehr hoffe er, dass Reisinger am 30. Juni die Wahl verliert und der Weg für Saki Stimoniaris frei wird, so das Boulevardblatt.

Die tz München bekommt Ihr am Kiosk.

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)

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1860 forever
Gast
1860 forever

we need a new Investor, a real one, not only a dummy Investor

anteater
Leser

Egal wo man hinschaut, Jena, Lautern, wo auch immer, außerhalb der BL ist wohl niemand mit seinem Investor glücklich und selbst dort nicht uneingeschränkt. Die machen sowas nicht aus Altruismus, die wollen Macht und die wollen Geld verdienen, irrsinnigerweise in einem Zuschussgeschäft.

Die Idee der Genossenschaft, die hier aufkam, klingt interessant. Werde mal drüber nachdenken.

BruckbergerLoewe
Leser

Bilanzverluste in Höhe von – 62,7 Mio (Bilanz 2017) und ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von 19,8 Mio €.
Die Uhr tickt (leider) für Hr.Ismaik.
Oder wer soll oder will das jemals abbezahlen ?

Dr. Klothilde Rumpelschtilz
Leser

Der ev kann sich das „entspannt“ ansehen, es ist Ismaiks Geld welches bei einer Insolvenz auf dem Spiel steht aber sei beruhigt, davor nimmt er noch die 10Mio mit, die ihm jemand für seine überschuldeten Anteile zahlen würde.

anteater
Leser

Nur gut, dass Du das „entspannt“ in Anführungszeichen gesetzt hast. Das alles ist sicher auch beim e.V. sehr aufreibend. Und wer weiß, was noch für eine Schlammschlacht vor der Wahl im Sommer eröffnet wird. Mein Tipp ist, dass Herr Stimoniaris diese eröffnet und mein nächster Tipp ist, dass er nicht mit Wahrheit und lauteren Mitteln kommen wird.

Serkan
Leser

Verstehe ich nicht. Ismaik sollte eher zusehen, dass sein Schiff nicht untergeht und anfangen Kompromisse zu schließen. Für ihn tickt nichts. Außer einem Batzen unwiederbringlicher Forderungen hat er nichts in der Hand. Den TSV 1860 München wird es auch nach ihm noch geben.

BruckbergerLoewe
Leser

Ich befürchte es wird auf allen Seiten nur Verlierer geben.

anteater
Leser

Und einen wird es jetzt nicht persönlich treffen, weil er kein echter Löwe ist und das ist Herr Ismaik. Der ist Investor. Allen Anderen, auch Herrn Stimoniaris, schreibe ich schon zumindest ein wenig Herzblut für unsere Löwen zu.

Baum
Leser

und wahrscheinlich ists auch zum größten Teil nicht „sein“ Geld das er hier versenkt (hat).

anteater
Leser

Irgendwie hat er es wohl schon erwirtschaftet, auf ehrliche oder unehrliche Weise. Es gibt ja die These, dass man solche Reichtümer nicht auf ehrliche Weise anhäufen kann, aber auf jeden Fall nicht durch jahrelanges Buckeln in der 40-Stunden-Woche und auch nicht durch Ansparen des Taschengeldes.

Baum
Leser

Genau diese Frage „woher“ sein Geld denn kommt, wurde schon bei der Vorstellung von Ismaik damals gestellt. Der Fragesteller wurde übrigens damals wüst angegangen das es ihn einen „Scheiß“ angeht woher das Geld von Ismaik denn kommt. wink

anteater
Leser

Eine durchaus berechtigte Frage, auch beim Herrn Ponomarev (sic?) in Krefeld. Wer möchte schon einen Investor mit z.B. Blut an den Händen haben?

Hubertus Holzinger
Leser

ES REICHT!!!

Wer als Reaktion auf Reisingers klare Ansage den neuesten Kommentar „Reisingers exklusive Löwenwelt“ vom fremdfinanzierten Hetzblogger liest, muss mir erklären, warum dieser unfassbar primitive Mensch

a) immer noch Mitglied in meinem Verein sein kann und nicht mit sofortiger Wirkung ausgeschlossen wird

b) unser Vereinsgelände überhaupt noch betreten darf und nicht längst Hausverbot gegen ihn ausgesprochen wird

c) eine journalistische Akkreditierung weiter behalten darf

Journalismus ist faire Berichterstattung, nicht Hetzpropaganda gegen einen Menschen und der damit verbunden Aufruf zum „totalen Krieg“!

Ich wiederhole mich:

Den Hetzblogger sofort ausschließen und raus aus unserem Haus!
Ein Stall muss ausgemistet werden, wenn es übelst stinkt und der Gestank andere ansteckt!
Irgendwann ist die Untergrenze der mutwilligen Verleumdung und Hasspropaganda erreicht. Gegen diesen Mann ist die Propagandamaschine der AfD ein Stricksuselverein…

Kurt Seibold
Gast
Kurt Seibold

Den Begriff „Hetzblogger“ kann ich überhaupt nicht teilen und empfinde ich sogar als diskriminierend. Meines Erachtens ist Herr Griss ein 100 % iger Löwenfan, der ebenso wie Daniel Bierofka will, dass es mit 1860 wieder aufwärts geht. Er würdigt den großen Einsatz, den der Trainer nach dem Abstieg und auch in dieser Saison – trotz Doppelbelastung – für 1860 erbracht hat. Robert Reisinger dagegen macht alles wieder zunichte und konterkariert sogar die Arbeit von Bierofka. Wenn Daniel Bierofka nicht ein so überzeugter 60er wäre, würde er jetzt hinschmeißen. Mit der jetzigen Mannschaftsplanung wird man nächstes Jahr absteigen und eine finanzielle Verbesserung wird man nicht erreicht haben.
Nicht Herr Griss ist der Bösewicht, sondern Herr Reisinger richtet 1860 zugrunde. Es bleibt wirklich nur zu hoffen, dass er bei der Wahl nicht die Mehrheit erhält.

anteater
Leser

Kurt Seibold

Äh, wie bitte? Herr Fauser hat klar und deutlich kommuniziert, dass wir vor einem Jahr haarscharf an einer Insolvenz vorbeigeschrammt sind und Du sagst, Reisinger macht alles kaputt, weil er das total überschuldete Unternehmen KGaA nicht weiter überschulden möchte. Ich glaube, dass Du da einen Denkfehler machst. Jahrelange Misswirrschaft und Überschuldung kann nicht dauerhaft mit neuen Schulden (anders als bei Investitionen in z.B. Maschinen) ohne Gegenwert bekämpft werden. Das führt geradeaus in die Insolvenz. Willst Du das?

Und vielleicht kannst Du mir ja beantworten, warum Gorenzel und Bierofka einen Kader zusammengestellt haben, den man nach einem Jahr nicht mehr finanzieren kann. Warum haben sie das zusätzliche Geld für zwei Jahre, das man auf ihren Wunsch bei Ismaik erbettelte, schon nach einem Jahr durchgebracht?

Bleibt zu hoffen, dass Du solche Punkte auch in Deine Meinungsbildung einfließen lässt und erkennst, dass der Schrei nach mehr und mehr Schulden uns ruinieren wird.

DonZapata
Leser
Loewen1860
Gast
Loewen1860

Ich sag nur eins – no klicks for Griss!

HHeinz
Leser

a) guter Anwalt
b) Es ist leider nicht mehr „unser“ Vereinsgelände
c) ist eine Entscheidung der Geschäftsführung der KGaA.

Die Frage ist ob er zuletzt überhaupt oft am Vereinsgelände war. Kein Stüberl und laufend Geheimtraining. Da dürfte nicht viel los gewesen sein.

Alexander Schlegel
Leser

Machs wie ich: geh einfach nicht mehr drauf. Das ist auf Dauer auch die einzige Möglichkeit ihm den Stecker zu ziehen: die Klickzahlen so runterschrauben, dass sich der Typ wieder eine anständige Arbeit suchen muss. Jedes Sich-Aufregen sichert ihm zusätzliche Einnahmen: möchte z. B. nicht wissen wollen, wer jetzt von hier gleich wieder auf seinen Blog geklickt hat, weil er nachsehen wollte, was er wieder für einen Unsinn geschrieben hat.

Liebe Leute, er schreibt immer Unsinn, heute, morgen und übermorgen genauso. Zieht ihm einfach den Stecker, in dem ihr ihn ignoriert!

anteater
Leser

Die Bild findet auch immer wieder Käufer…

Dr. Klothilde Rumpelschtilz
Leser

Verliert aber proportional am meisten an Auflage (Tagezeitungen).
Da kann sie noch so hetzen, substanzieller Journalismuss wird sich langfristig besser verkaufen.
So wird es beim Griss auch sein, die Wachstumraten vom LM würde er sich sicher wünschen.
Dass was ihm bleibt ist eine Spirale, in der er gefangen ist, Aufmerksamkeit um jeden Preis, der Zug des recherchierten Journalismuss ist für ihn abgefahren, passt auch, ehrlich gesagt, nicht zu ihm.

anteater
Leser

Oh, richtig guter Journalismus ist ein Nischenprodukt. Dass sich so ein Schmierblatt wie die Bild über Jahrzehnte so gut gehalten hat, das zeigt doch, was verfängt. Klar, das Internet verändert massiv den Zeitungsmarkt.

Alexander Schlegel
Leser

Und genau aus dem Grunde kaufe ich die Bild auch nicht: weil ich nicht verarscht werden will. Ich bin mir 100% sicher: wenn wir alle konsequent seinen Blog missachten, spürt er das gewaltig. Denn das ist ja genau das fatale Spiel: diejenigen, die sich über ihn aufregen, kommen letzten Endes genau so oft auf seine Seiten, wie seine Anhänger. Man muss nur anständig polarisieren und schon hält man seine Schäfchen beisammen. Wenn er wirklich anständige, sprich: ausgewogene Artikel schreiben würde, wäre er schon längst am Ende. Das ist doch genau die Crux an der Sache.

anteater
Leser

Da bin ich dann schon konsequenter. Gehe weder zu OG noch zur Bild auf die Seite. Aber es werden eben nichz 100% so entscheiden. Klar, wenn nur noch seine Befürworter seine Seite anklicken, dann bricht ihm Umsatz weg.

HHeinz
Leser

Das dürfte genauso effektiv sein wie der damalige Arenaboykott, insbesondere da nicht auszuschliessen ist dass Herr Griss sich, was die Einnahmen betrifft, stark diversifiziert hat.

Alexander Schlegel
Leser

Was genau meinst Du mit stark diversifiziert? Er hat doch ein Hauptprodukt: das ist der Blog. Meinetwegen mag er ja anderswo noch als freier Redakteur arbeiten oder irgendwo Pizzen ausfahren, aber das spielt ja im Zusammenhang mit dem Blog keine Rolle. Egal, welche Marketing-Maßnahmen er fährt: sie stehen alle letztens Endes in Zusammenhang mit der Anzahl an Seitenaufrufen und den Besucherzahlen, die er Tag für Tag generiert. Entsprechend lukrativer werden dann die Werbeangebote. Daraus generiert er alles andere.

HHeinz
Leser

Ich möchte das nicht in einem öffentlichen Internetforum schreiben aber an Pizza ausfahren habe ich eher nicht gedacht, auch wenn ich den Gedanken lustig finde.

Alexander Schlegel
Leser

Ich kann mir natürlich denken, worüber Du nicht öffentlich schreiben willst und von dem fast jeder munkelt, dass das eine seine Haupteinnahmequellen darstellt. Das verstehe ich schon … wink
Lustig ist aber auch, das Du das, wovon ich ausgehe, dass Du es meinst, als Diversifizierung bezeichnest. smile

anteater
Leser

Vielleicht kann da jemand einen entsprechenden Antrag stellen.

Dr. Klothilde Rumpelschtilz
Leser

So wie ich das sehe stößt Griss mit seiner Onlinezeitung wachstumstechnisch an Grenzen, da versucht man jetzt, in immer kürzeren Abständen zu polarisieren um damit Klicks zu generieren.
Das langweilt viele auf Dauer, zum amüsieren ists mal ok aber um tiefer in 1860 reinzusehen geht man dann doch auf andere Seiten.

anteater
Leser

Es gibt leider schon Leute, bei denen Hetze verfängt. Das gleiche Prinzip verwenden ja auch z.B. Trump oder die AfD.

Banana Joe
Leser

Der Typ ist doch schon am Ende, er weiß es nur noch nicht…

Dr. Klothilde Rumpelschtilz
Leser

Off-Topic, Günter Gorenzel: „Geld ist ein Kriterium im Fußball, aber nicht das einzige.“
:))
https://www.sueddeutsche.de/sport/tsv-muenchen-entzuendlicher-prozess-1.3980999

Dr. Klothilde Rumpelschtilz
Leser

Gut das ihr nicht auf Clickbait angewiesen seid, so kommen dann auch vernünftige Überschriften und Artikel zusammen, danke dafür LM.

Serkan
Leser

Der Artikel ist online (https://www.tz.de/sport/1860-muenchen/tsv-1860-muenchen-so-reagiert-loewen-praesident-auf-bierofkas-weckruf-12281753.html) Hab grad nachgeschaut, weil mir euer o.s. Zitat komisch vorkam. Im Original heißt es: „Die Gesellschafter müssen dagegen zusehen, dass das Unternehmen Profifußball bei 1860 auch über diesen Zeitraum hinaus eine Perspektive hat.“ Gemeint sind mit „die Gesellschafter“ wohl HAM und der Verein.

tomandcherry
Leser

Zitat aus dem Artikel:

„Aus einem schmalen sportlichen Etat kann keine Überflieger-Mannschaft finanziert werden“, so Reisinger. „Das erwartet aber auch kein Fan“.

Da wäre ich mir nicht so sicher, werter Herr Reisinger.

Der Löwen-Fan als solcher neigt – leider – sehr stark zur Verweigerung der Realität und erwartet beinahe jede Saison den Maximal-Erfolg, welcher mit dem Wort „Aufstieg“ kurz und prägnant umschrieben wird.

Dass sich Herr Ismaik bereits seit Jahren vollkommen unbeeindruckt zeigte, wenn es um die fristgerechte Bereitstellung notwendiger finanzieller Mittel ging, dürfte sich mittlerweile kaum zum Besseren gewendet haben?

Ich persönlich gehe davon aus, dass bis zur sprichwörtlich „letzten Sekunde“ kein Geld zur Finanzierung bzw. Sicherung der Wirtschaftlichkeit der 3. Liga-Saison 2018/19 fliessen wird und man deshalb zum x-ten mal keinerlei gesicherte Planung hinsichtlich Personal und betriebswirtschaftlicher Leistungsfähigkeit haben wird.

Ganz offen gestanden erwarte ich auch nächste Saison nichts anderes, als einen harten Kampf um den Klassenerhalt.

Für (wesentlich) mehr wird’s erneut nicht reichen und irgendwelche Phantasien bezgl. eines baldigen Aufstiegs in Liga 2 hab‘ ich mir schon seit Längerem abgeschminkt.

Keine großen Erwartungen – keine großen Enttäuschungen.

So lässt sich das ganze unwürdige und immer stärker nervende Herumgetue zwischen den beiden verfeindeten Lagern etwas besser ertragen.

Spaß macht 60 München jedoch immer weniger…

United Sixties
Leser

Denk schon dass die 15 000 Fans bei jedem Heimsspiel ihren Spaß vor und während des Spiels hatten. Unwürdig oder nervend liegt immer im Auge des Betrachters. Schlecht fand ich oft die sportlichen Leistungen mancher Heimauftrite mit dem bislang fünfthöchsten Dittligaetat. Diese dritte Liga mit Waldhof, MSV, Magdeburg und Chemnitz wird schon wieder spannend und selbstverständlich geht es nur um den Klassenerhalt..so wie für Lautern, Braunschweig, Haching oder Rostock auch. Als regelmäßiger, überzeugter Stadionbesucher wird da jedes Spiel auf Giesings Höhen zum Löwenfight und darauf freue ich mich wieder sehr!

tomandcherry
Leser

@United Sixties

Dass die 15 Tsd. Fans ausnahmslos alle ihren Spaß bei einem Heimspiel hatten, möchte ich in Zweifel ziehen, denn die Leistungen waren häufig (sehr) schwach und speziell die letzten Wochen haben sogar bei „Hardlinern“ – siehe „Löwenforum“ – einige negative Äußerungen hervorgebracht. Also bei weitem nicht Alles „Friede, Freude, Eierkuchen“ in München-Giesing.

Ich gönne Dir Deine Freude an „Löwenfights“ auf Giesings Höhen, aber ich hätte schon gerne eine etwas positivere Zukunft, als die Aussicht auf eine weitere Saison mit Drittliga-Abstiegsk(r)ampf.

Und so wie es sich für mich als Außenstehenden, der über keinerlei Insider-Wissen verfügt, was in den nächsten Wochen/Monaten an der 114 passieren wird, darstellt, werden sich die finanziellen und daraus resultierend auch die sportlichen Perspektiven nicht gerade verbessern.

Auch Dein – woher auch immer kommender – Optimismus in Bezug auf „Machbarkeitsstudie“, den Du in einem anderen Kommentar verbreitest, wird von mir nicht geteilt.

Völlig unabhängig davon, ob die „Machbarkeitsstudie“ wirklich positiv ausfallen wird, hängt am Ende doch alles wieder am lieben Geld, wovon 60 viel zu wenig besitzt um sich ein saniertes/ausgebautes GWS leisten zu können.

Alexander Schlegel
Leser

Und, was ist Deine Lösung? Weiter Kredite aufnehmen beim großen Löwenfreund? Wir zahlen doch jetzt schon an die 700.000 EUR Zinsen im Jahr? Kapiert ihr das nicht?
Eine positive Zukunft gibt es nur noch, wenn dieser … (Selbstzensur) seine Anteile endlich verkauft. Alles andere ist ein Tod auf Raten bzw. in Ratenzahlung …

tomandcherry
Leser

@Alexander Schlegel

Eine Lösung kann ich nicht anbieten.

Wie sollte ich?

Der Zustand, in dem e.V./KGaA sich mittlerweile befinden, kann nicht einfach „mir nichts, dir nichts“ aufgelöst werden.

Wahrscheinlich – ich kann’s definitiv nicht beurteilen – bleibt irgendwann nur noch der Gang zum Amtsgericht, um dort einen Insolvenzantrag für die KGaA zu stellen.

Bei rund 70 Mio. € Schulden, die ein mittelmäßiger Drittligist im deutschen Profi-Fußball angehäuft hat, gibt’s m.E. keine andere Lösung als die Insolvenz, um diesen Albtraum zu beenden.

Es sei denn, Herr Ismaik wäre doch noch bereit, seine Anteile zu einem „Schleuderpreis“ an den nächsten finanziell potenten Geldgeber zu veräußern.

Nur, ob man mit der nächsten „großen Investoren-Lösung“ bei 60 München glücklich werden könnte?

Ich hab‘ sehr große Zweifel…

HHeinz
Leser

Der Geschäftsführer der KGaA kann meiner Meinung nach jederzeit anordnen die U21 sowie die U19 temporär an den e.V. zu übertragen. Ob das einem Gesellschafter jetzt gefällt ist dabei unerheblich (Meinung).
Dabei möchte ich nicht sagen dass ich das für eine gute Idee halten würde.

Wie man dem „Unternehmen Profifußball bei 1860 auch über diesen Zeitraum hinaus eine Perspektive“ schafft indem man einen 2 Mio. Kredit bei der Bayerischen abruft, und noch 500.000 Euro bei Herrn Ismaik, erschliesst sich mir noch nicht. Ich würde mich freuen wenn der e.V. seine Strategie auch mal erklären würde.

Herr Ismaik hat es da leichter. Der hat offensichtlich keine, außer Aussitzen, und muss daher auch nicht viel erklären.

Dr. Klothilde Rumpelschtilz
Leser

Ob der eV eine Strategie hat sei mal dahingestellt, ich denke man hat sich dort in Pragmatismuss geflüchtet.
Man sieht, dass die KGaA, in ihrer jetzigen Form, dauerhaft, ohne externe Zuschüsse, nicht überlebensfähig ist.
Letztendlich hat man auch kein Interesse eine Partnerschaft, mit einem der unzuverlässigsten und inkompetentesten Fußballinvestoren der Welt, fortzuführen.
Da nur Ismaik über Geldquellen verfügt, versucht man ihn in Aktion zu bringen.
Ob es gelingt oder nicht ist dabei unerheblich, da die Konsequenz eines scheiterns die Loslösung von HI bedeuten würde.
Die Kredite hat meines Wissens nicht der eV abgerufen sondern der GF, der einfach persönlich haftet und alles bis zu letzt unternehmen muss um eine Insolvenz zu verhindern.
Es liegt an Ismaik.

HHeinz
Leser

Herr Scharold muss meiner Meinung nach nicht „alles“ tun um eine Insolvenz zu verhindern.
Sollte dieses Darlehen die Zahlungsunfähigkeit nur hinauszögern, und dabei Altgläubiger schlechter stellen, könnten diese auf die Idee kommen den GF dafür in Haftung zu nehmen.

Da spielt dann eventuell durchaus auch eine positive Fortführungsprognose eine Rolle. Diese muss aus diesem Grund meiner Meinung nach auch jedes Geschäftsjahr erneuert werden und einen Zeitraum von 24 Monaten umfassen.

Das könnte dann auch der Grund dafür sein warum wir trotz Zuführung von 2.5 Mio. an Geld den Mannschaftsetat so massiv senken müssen.

Insgesamt ist mir das aber immer noch zuviel Stochern im Dunklen.

Dr. Klothilde Rumpelschtilz
Leser

Grundsätzlich geht es schon darum eine Insolvenz zu vermeiden.
Strukturelle Probleme beim TSV sind nichts neues, laut Fausers Fortführungsprognose aber lösbar.
https://www.sueddeutsche.de/sport/muenchen-so-wird-die-loewen-insolvenz-abgewendet-1.3584719
Damals sagte Fauser, das „ein so genannter Wirtschaftsarbeitskreis helfen soll, den der Hauptsponsor ins Leben rufen will“……gibt es da mittlerweile Ergebnisse?
Ob Scharold befugt ist abschätzen zu können, ob der eine Gesellschafter Forderungen stundet bzw, neues Geld zuschießt und damit die Zahlungsunfähigkeit (dauerhaft) aufschiebt, ist meiner Meinung nach schwierig zu beurteilen.
Ich denke da wird einfach bis zum Schluss ans Überleben geglaubt und erst wenn es definitiv keine Möglichkeiten mehr gibt, zum Telefonhörer gegriffen.

Rückblickend auch ein interessantes Interview mit Fauser:

Vermisse ihn mit seinen klaren Statements….

anteater
Leser

„Haarscharf an der Insolvenz vorbeigeschrammt“

Und manche wollen noch mehr Schulden. Das ist so doof, das kann man sich nicht ausdenken.

anteater
Leser

Tja, jahrelange Misswirtschaft, jahrelanges Leben über die Verhältnisse und manche denken noch immer, dass es stets so weitergehen kann. Absurd.

Pudlnudl
Leser

Das Schreiben an die Zeitung ist absolut unnötig. Das sollte intern geklärt werden

anteater
Leser

Wenn der Präsident nix sagt, dann ist es verkehrt und wenn er was sagt, dann auch. Aus Sicht mancher Leute kann er es nur falsch machen. Ich für meinen Teil schätze seine sachliche, faktenbezogene Art sehr.

HHeinz
Leser

Seine Aussagen in der TZ sind gut, die Kommentierung von Herrn Krammer eher weniger. Deswegen kann ich es auch absolut nachvollziehen wenn ein Präsident nicht über jedes Reporterstöckchen springt. Kommt sowieso nichts Rundes bei raus.

Banana Joe
Leser

Solange der Heckenschütze aus Holzkirchen öffentlich sein Unwesen treibt, sollte auch der Verein nicht alles unkommentiert und dem Blogger das Feld überlassen. Auch wenn man darüber geteilter Meinung sein kann, solange in anderen Medien Lügen, verdrehte Wahrheiten, alternative Fakten, Verleumdungen und Beleidigungen in die Welt posaunt werden, ist es legitim, dass sich Reisinger wehrt! Würde ich auch so handhaben (Gut, bei mir hätt’s wahrscheinlich schon geknallt…).

anteater
Leser

Holzkirchen, Holzkopf, ich erkenne da ein Muster.

Thrueblue
Leser

Geschäftsführer und Trainer verdienen doch bei uns sehr fürstlich. Haben beide ja auch verdient, auch wenn es mit Blick auf den Gesamtetat deutlich zu viel ist.

Wer wenn nicht GG und DB sollten also mit geringem Budget das Optimum rausholen?!

anteater
Leser

Hm, also aus dem Etat für diese Saison haben sie nicht das Optimum herausgeholt. Deshalb bin ich nur wenig optimistsch, wenn es darum geht, dass die gleichen Personen es mit weniger Geld besser machen können.

United Sixties
Leser

Man kann es drehen und wenden wie man will, HAM setzt weiter auf Diskreditieren und will nur mit sog. Vertrauensleuten wie Saki weitere Darlehen geben, da Sie davon ausgehen, dass diese Firma ohnehin nie wieder gesund werden kann und ihm so auch kein weiteres frisches Geld kostet.
Sein Spielzeug ist ihm aus den Händen geglitten und man versucht leider Alles, den Vernunftweg des Vereins ins falsche Licht zu rücken. Warum Biero und GG da mitmachen und sich benutzen lassen ist aber teils verständlich, denn wollen doch sehr viele Fans auch schnellstmöglich sportlichen Erfolg und die Rückkehrwahrscheinlichkeit zur 2. Liga mit den dann zehnfachen TV-Geldern. Dann sollen Sie HAM aber auch dazu bewegen, auf seine Zinsen zu verzichten und längerfristig Darlehen zu stunden.
Und der Verein sollte noch deutlicher kommunizieren, wie wichtig Vertrauen in eine konstante Vereinsführung für Sponsoren und die Stadt München als Stadionverpächter ist ( nach einer jetzt positiven Machbarkeitsstudie GWS und neuen Ausbaumöglichkeiten) . HAM hatte dabei seine Chance 2011-2017 und hat sie kläglich vertan und selbst zu verantworten. Jetzt muss Biero mit einem ordentlichen Drittliga-Budget und kleineren Kader und viel Zeit als Fussballehrer für sportliche Weiterentwicklung ein Team aufbauen, das in 2 Jahren oben mitspielen kann. Bis dahin werden wir alle gern mithelfen, die Festung Sechzger-Stadion noch schöner, stimmungsvoller und moderner zu gestalten. Zukunftsfähig für jede Liga !

Marco
Gast
Marco

Servus United Sixties,

ich bin absolut bei dir.

Was mich nur gerade irritiert, woher hast du denn die Info bzgl. positiver Machbarkeitsstudie?

Sorry, dass ich nur darauf Bezug nehme, aber das interessiert mich gerade am meisten smile

Vg
Marco

Reinhard Friedl
Leser

Wer regelmäßig ins Stadion geht und sieht, wie die Heimspiele Giesing aufwerten, der hat keinen Zweifel, dass es zu einer positiven Machbarkeitsstudie kommen wird. Bis auf ein paar wenige Querulanten, die es auch auf dem Dorf beim Gockel krähen gibt, gibt´s für einen neutralen Beobachter nichts, was einen Ausbau, bzw. Überdachung usw. entgegen stehen könnte. Und ob´s die VIP-Logen unbedingt braucht ist bei einem Verein, wie 1860 fraglich. Denn die „very important person“ sind der normale Fan, der die Stimmung im 60er macht.

United Sixties
Leser

Doch die sog. VIPs oder besser Business-Seats braucht es sehr wohl und dringend, um auf der Einnahmenseite besser zu werden. 500 x 3.000 Euro in einer vergrösserten Alm oder im Stadion bedeuten dann 1,5 Mio. Euro jährlich ( also genauso viel wie bei etwa 6000 Stehplätzen in 17 Heimspielen a 15 Euro ) .
Toll wären künftig 22 000 Gesamtkapazität mit 8000 Sitzplätzen gemäß DFL-Anforderung und eine Vollüberdachung. Ein zweiter neuer Sitzplatzrang für 2500 sollte architektonisch über der Stehhalle am Candidberg zu realisieren sein.

anteater
Leser

Schöner Traum, zumindest erstmal.

anteater
Leser

Wahrscheinlich ist er eon Optimist.

United Sixties
Leser

Keine Info, sondern meine absolut feste Überzeugung zu einer positiven Machbarkeitsstudie und Allem, was darauf folgen kann! Der ligaunabhängige Ausbau GWS muss erfolgen, das Beispiel Union Berlin Alte Försterei und Millerntor auf St. Pauli beweisen den richtigen Weg IN der Stadt. Beide Klubs erzielen übrigens inzwischen inkl. B-Seats über 30 Mio. Euro Umsatz in der zweiten Liga.

Chiemseelöwe
Leser

Sehr starkes Statement vom Präse…..und ich warte immer noch darauf, dass Saki seine Ankündigungen mit klaren Aussagen hinterlegt. Denn sollte er wirklich Möglichkiten haben, mit den Spielern zu verlängern, die Biero halten will, dann wäre JETZT der richtige Zeitpunkt.

Banana Joe
Leser

Von dem kommt nur lauwarmer griechischer Joghurt…. und das auch noch ohne Honig!

anteater
Leser

Dabei nehme ich nur den Honig wahr, den er einem eher unkritischen Publikum ums Maul schmiert.