Die PR-Agentur des jordanischen Unternehmers und 1860-Mitgesellschafters Hasan Ismaik hat sich auf Facebook gemeldet. Dabei bringt die Agentur einen kleinen Seitenhieb in Richtung Präsident Robert Reisinger.

„Ich glaube nicht, dass die beiden in jedem Moment verstanden haben, was da gerade passiert. Sie wollten das Beste für sich und den Klub und dachten, sie könnten den Tiger reiten. Aber auch sie haben ihre Lektion gelernt“, hatte der Präsident gegenüber dem Wochenanzeiger gesagt – auf die Frage im Hinblick der Rolle von Günther Gorenzel und Daniel Bierofka bei den Verhandlungen von Genussscheinen im vergangenen Jahr. Das ist bereits eine Weile her. Die Agentur im Namen von Ismaik dazu heute: „Wie ich beobachte, kannst Du nicht nur den Tiger reiten, sondern auch den Löwen bändigen, was ja einige Herren Dir in Deiner Anfangszeit als Trainer nicht zugetraut haben.“ Der Facebook-Post ist ein öffentliches Glückwunsch-Schreiben an Daniel Bierofka. Der hatte gestern seine Lizenz als Fußballtrainer überreicht bekommen.

Bierofka: „Kein politisches Spielobjekt“

Vor wenigen Tagen hatte Daniel Bierofka klar gemacht, dass er nicht weiter zum klubpolitischen Spielball gemacht werden möchte. „Ich bin kein politisches Spielobjekt, das muss ich mal ganz ehrlich sagen. Ich bin hier, weil ich es gerne mache und ich möchte mich nicht in die Politik hineinziehen lassen.“ Eine klare Ansage an die beiden Gesellschafter.

Schwierig ist es ohnehin mit Hasan Ismaik. Weder Funktionäre noch Presseleute haben direkten Kontakt mit dem Jordanier. Die mediale Außendarstellung läuft über eine PR-Agentur. Geschäftliches regelt er stets über Dritte. Ein Interview mit ihm persönlich gibt es seit vielen Monaten nicht mehr.

Wer nun tatsächlich die Facebook-Beiträge postet, ist nicht bekannt. Ein Impressum fehlt leider.

Der Text im kompletten Wortlaut

Lieber Daniel,

ich gratuliere Dir recht herzlich zu Deiner erfolgreichen Trainerprüfung. Jetzt hast Du die Lizenz, auf die Du so lange hingearbeitet hast. Die letzten 10 Monate von Dir waren eine großartige Leistung: Obwohl Deine Gedanken 24 Stunden am Tag immer beim TSV 1860 waren, hast Du diese weitere Lebensprüfung gemeistert. Das verdient meinen allerhöchsten Respekt. Aber auch, wie Du Deinen Mann stehst und bei sehr schwierigen Bedingungen die Aufgabe bei unseren Löwen löst, verdient meine größte Anerkennung.

Wie ich beobachte, kannst Du nicht nur den Tiger reiten, sondern auch den Löwen bändigen, was ja einige Herren Dir in Deiner Anfangszeit als Trainer nicht zugetraut haben. Ich habe immer an Dich geglaubt und das wird auch so bleiben, egal was passiert.

Ich hoffe, Du bleibst uns noch lange treu und gehst unbeirrt Deinen Weg weiter.

Einmal Löwe, immer Löwe

Hasan Ismaik

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Loewen1860
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Ich bin mir sicher, dass Hasi net mal ansatzweise weiß was seine Agentur da immer für schöne Sätze herausposaunt. Nett wärs, wenn solches von Herzen käme. Aber da müsste man sich halt mal persönlich blicken lassen u per Handschlag gratulieren. Dann wärs bisserl glaubhafter. Oder geh mal in unser Stadion (ohne Business-Seats) und würdige die Arbeit deines Trainers mit bloßer Anwesenheit und sag den „Evaulern“ – ohne denen gäbe es am wenigsten Profifußball bei den Löwen – das was dir nicht passt. Und nicht mit bezahlten Seitenhieben.

Befürchte, davor hat Hasi Angst, vielleicht auch am meisten, dass er bei seinem ihm gewidmeten Lied den Text net kann….

Tami Tes
Redakteur

Von mir aus, kann Ismaik täglich posten. Ich würde mir nur wünschen, wenn er dabei die regelmäßigen Sticheleien in Richtung e.V. lässt. Er sollte lieber nach München kommen und mal einer AR-Sitzung beiwohnen, wo er direkt mit seinem Mitgesellschafter kommuniziert und/oder auch mal ins Stadion kommt und sich bei „seiner“ Mannschaft und „seinem“ Trainer-Team präsent zeigt.

3und6zger
Leser

Ismaik ist ja bekannt dafür, dass er bei Beratern, Anwälten und sonstigen Dienstleistern kein glückliches Händchen hat. Dieser Facebook-Schmarrn ist abgesehen von den Glückwünschen an Daniel Bierofka wieder ein gutes Beispiel dafür!

tomandcherry
Leser

Unabhängig davon, dass die PR-Agentur Biero zu seiner bestandenen Fußball-Lehrer-Ausbildung gratuliert, ist der Rest dieses veröffentlichten Kommentars ein derartiges Geschmarre, dass es einem die Schuhe auszieht.

Scheint irgendwie „hip“ zu sein, dass man öffentlichkeitswirksam jeden Käse über „Social Media“ in die große weite Welt hinausposaunt?

Da lobe ich mir die bodenständige Art von R. Reisinger, der sich nicht jeden Tag auf Face…, Twi…, Insta… usw. zu irgendwelchen Themen äußert, sondern nur, wenn es wirklich notwendig ist.

Ich kann nur hoffen, dass es auch zukünftig bei dieser angenehm zurückhaltenden Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bleibt.

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