Die im Januar gestartete Onlinepetition zur Beantragung einer schriftlichen Befragung aller Vereinsmitglieder des TSV 1860 München ist beendet. Vier Monate lang hatte man Zeit, online Unterschriften zu sammeln. Es ist eine öffentliche Petition, bei der jede Person, unabhängig von der Zugehörigkeit zum TSV, unterzeichnen konnte. Welchen weiteren Kurs und welche Kandidaten wünschen sich die Mitglieder für die Wahl zum Präsidenten beim Turn- und Sportverein, so die geplante Fragestellung.

Begründung der Petition

„Der Turn- und Sportverein München von 1860 e.V. hat ca. 24.000 Mitglieder, die den Weg für die Zukunft zusammen vorgeben und mitgestalten wollen. Der Verwaltungsrat muss Kandidaten für das Amt des Präsidenten auswählen, dazu wäre es dringend erforderlich, die Meinung aller Mitglieder zu kennen, um sich für den / die besten Kandidaten entscheiden zu können.

Die Petition an den TSV München von 1860

Petitionen sind ein Grundrecht in Deutschland und im Grundgesetz verankert. Es gibt jedermann das Recht, sich einzeln oder gemeinsam mit anderen, mit Bitten oder Beschwerden an zuständige Behörden oder Volksvertreter zu wenden. Die Parlamente des Bundes und der Länder haben hierfür Petitionsausschüsse eingerichtet.

Der geplante Empfänger der Petition zur „Beantragung einer schriftlichen Befragung aller Vereinsmitglieder“ ist keine zuständige Behörde oder ein Volksvertreter, sondern das Präsidium des TSV München von 1860.

Das Ziel der Petition waren 5.000 Unterschriften. Dieses Ziel wurde nicht erreicht. Unterschrieben haben bis gestern 1.078 Unterstützer. Das sind gerade mal 22 Prozent des Sammel-Ziels bei openPetition.

77 Prozent der Unterstützer dieser Online-Petition kamen von der Berichterstattung von dieblaue24, dem zweitgrößten Fußball-Blog Deutschlands laut web-netz sports. 4 Prozent durch die Berichterstattung der Abendzeitung.

Glaubt man den Kommentatoren, dann haben auch einige Fans des ungeliebten Nachbarn ihre Stimme abgegeben. In den Kommentaren scheinen einige FCB-Fans mitkommentiert zu haben.

Fazit des Löwenmagazins

Die Petition ist rechtlich natürlich möglich gewesen. Die Thematik ist allerdings nicht im öffentlichen Interesse, sondern betrifft in dieser Fragestellung ausschließlich die Mitglieder des TSV München von 1860. Die Petition, aus der man satzungsrelevante Forderungen herauslesen kann, hat deshalb nicht allzu viel Sinn gemacht. Viel wichtiger wäre es gewesen, einen entsprechenden satzungsändernden Antrag zu stellen. Das wurde jedoch versäumt.


Kommentare von Unterstützern

Ich möchte dass 1860 München wieder dorthin zurück kommt wo der Verein hingehört, in die 2. und dann1. Liga. Es darf nicht passieren dass unser Verein nur mehr örtlich auf Interesse trifft. Wir haben als Fanclub Probleme Kinder und junge Menschen für einen 3. oder Regionalligisten zu begeistern. (Reinhard Heller / Waldsassen)

Der Verwaltungsrat soll einen Kandidaten auswählen, der sich in seiner Ausrichtung am Willen der Mehrheit der Mitglieder orientiert und zu diesem Zweck eine Mitgliederbefragung durchführen. (Ortwin Diehl / Steinbach)

Weil ich sowas wie die letzten MV nicht mehr erleben möchte, ein Verein mit ca. 20 000 Mitgliedern und die Wahl wird per Ak­kla­ma­ti­on Handzeichen durchgeführt, un vollziehbar!!!! (Hans Steinberger / Burgkirchen)

Seit einem halben Jahrhundert muss ich mit ansehen, wie dieser Verein zum Stadtteiltheater verkommt. Er wird von Leuten geführt und Fans dominiert, die nicht über ihren Tellerrand (oder vielleicht besser Bierglasrand) hinausschauen können. (Dr. Ludwig Peichl / Großaitingen)

1860 ist momentan der einzige Verein auf der Welt der nur die Interessen der „Ultras“ vertritt. Die Mehrheit der Fans wünscht sich eine gute Zusammenarbeit mit dem Investor mit dem Ziel 1. Bundesliga (Albert Prestele / München)

Weil bei einem Verein mit ca. 24000 Mitgliedern alle Mitglieder mitentscheiden sollen. (Ferdinand Weiß / Tischenreuth)

Weil ich das Gefühl habe, dass bei 60 sehr viel mehr Möglich wäre wenn man ZUSAMMEN mit Herrn Ismaik die Zukunft plant! …NLZ, Stadion pachten + rentabel machen bzw. ggf. (Je nach Studie) Neubau. (Peter Seidl / Markt Erlbach)


Titelbild: Nick YoungsonCC BY-SA 3.0Alpha Stock Images

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)

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anteater
Leser

Mir stinkt diese permanente Reduktion auf die Interessen der Ultras. Mir wäre z.B. nicht bekannt, dass sich der e.V. für den Einsatz von Pyro stark macht. In was für einer beschränkten Welt man leben muss, um so ein schwachsinniges Argument als legitim und allgemeingültig anzuerkennen, ich kann es mir gar nicht vorstellen.

peter69
Leser

Die Antwort ist doch ganz einfach .Der Blogger mit seinen Konsorten versucht auf jede möglich Weise den Präsidenten in den Schmutz zu ziehen .Da ist ihm jedes Mittel recht .Es spielt dabei keine Rolle,ob das nun der Wahrheit entspricht oder nicht . Da sind natürlich die Ultras ein beliebtes Thema bei ihm und wenn das nimmer zieht dann nimmt er halt was anderes ,da sind ihm auch die Roten als Argument recht .

Banana Joe
Leser

Ich trau mich wetten, der hat sich am Samstag extrem einen gerubbelt, als seine Bayern Ultras im Stadion gezündelt haben…

anteater
Leser

Das erklärt leider nicht, warum jemand so etwas glaubt. Gut, manche Leute schlucken Zuckerkügelchen statt Medikamenten.

Sportfan
Gast
Sportfan

eigentlich sollte dieses Ergebnis der Blase zudenken geben. Es ist mehr wie ein schallende Ohrfeige. Die MV ist sicherlich noch nicht gewonnen aber ich bin sehr zuversichtlich es wird gelingen. Mich wundert warum Saki sein tolles Netzwerk nicht präsentiert und Sponsoren vorstellt.

3und6zger
Leser

Das Netzwerk wird 5 Tage vor der MV präsentiert werden, damit nicht mehr lange recherchiert werden kann. Natürlich wird es das Beste der Welt sein, so wie der Alternativkandidat, der alles viel, viel besser machen wird. Die Entscheidung wird also lauten: Was man kennt oder die Katze im Sack!

Baum
Leser

„Die Petition, aus der Mann satzungsrelevante Forderungen herauslesen kann…“
Ich denke Frau kann das auch. wink

Thrueblue
Leser

Die DB24 kann also rd. 800 Leute ohne Nachweis der Mitgliedschaft zu einem Online-Eintrag mobilisieren. Hut ab. Sollten also rd. 15 Personen mit Mitgliedschaft und Durchhaltevermögen auf der MV sein. Wir zittern….

peter69
Leser

was für ein Schwachsinn und das am Montagmorgen . Nicht der Artikel von Arik ,sondern der Rest .