Weiterhin Kritik an Blockwahl

Oskar Dernitzky ist nicht wirklich glücklich über den Verlauf des Wahlkampfes. Das Team Profifußball hat aus seiner Sicht eine Blockwahl erzwungen. Mit der Folge, dass diejenigen Kandidaten, die nicht auf einer der beiden Listen standen, kaum eine Chance hatten. Auch viele Mitglieder kritisierten diese Vorgehensweise. Am Ende war es allerdings sicherlich auch einer der Gründe, warum das Team Profifußball abgestraft wurde. Und mit einer großen Niederlage aus dem Zenith ging.

Dernitzky gratuliert den amtierenden Verwaltungsräten

Dennoch sieht sich Dernitzky als eher lächelnder Verlierer. „Ich habe in den vergangenen Wochen viele weitere Leute kennengelernt und habe von Tag zu Tag Erfahrungen gesammelt“, erklärt er heute morgen gegenüber dem Löwenmagazin. Zudem betont er, dass er einige der nun amtierenden Verwaltungsräte für den aktuellen Kurs genau am richtigen Platz sitzen sieht. „Ich gratuliere allen neun neuen Verwaltungsräten und wünsche eine produktive und erfolgreiche Amtsperiode“. Auch wenn er sich einen Platz im Verwaltungsrat gewünscht hätte, ist er zufrieden. Der aktuelle Kurs des Präsidiums kann weitergeführt werden. Für Dernitzky hingegen geht es nun als Abteilungsleiter der Behindertensportabteilung weiter.

Behindertensport ist zentrales Thema

Der Behindertensport liegt Dernitzky besonders am Herzen. Er wird sich für die Inklusion Behinderter im Sport einsetzen, egal ob als Verwaltungsrat oder nun erst einmal weiterhin als Abteilungsleiter. Im September wird es dort eine Mitgliederversammlung geben. „Es ist wichtig, dass wir die richtigen Weichen stellen“, meint Abteilungsleiter Dernitzky, der nun einige weitere Gespräche führen möchte.

„Das eigentliche Team Profifußball …“

Allerdings: Eine Woche möchte er sich aktuell nun Zeit nehmen, um etwas Abstand zu gewinnen und sich seiner zweiten Leidenschaft widmen. „Ich freue mich vor allem erst einmal auf Kaiserslautern und ein großartiges Spiel“, erklärt der Unternehmer aus Neufahrn, dem nicht nur der e.V. am Herzen liegt, sondern auch die Profimannschaft, von der er großer Fan ist. Das eigentliche Team Profifußball, wie er betont.

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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pele60
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pele60 (@pele60)
2 Jahre her

Zuerst, vor der Wahl, wirbt mit den Behinderten als Lockmittel von RR und dann lässt man den Leiter des Behindertensport fallen wie eine heisse Kartoffel. Herr Dernitzky wollte mir helfen wegen den Rollis im GWS und bekam vom Vorstand und VR keinerlei Rückmeldung auf meine Rückfrage. Soll man da noch Mitglied bleiben?

Landshuter Löwe
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Landshuter Löwe (@landshuter-loewe)
2 Jahre her
Reply to  pele60

Ja, um genau die zu unterstützen die sich mit aller Überzeugung einsetzen.

HHeinz
Leser
HHeinz (@hheinz)
2 Jahre her
Reply to  pele60

Lieber pele60.
Damit man das Problem besser verstehen kann wäre es nett wenn Du Deinen Beitrag vielleicht etwas klarer formulieren könntest.
– Die Anzahl der Rollstuhlplätze im GWS wurde deutlich erhöht
– Es gibt eine zusätzliche WC Anlage
Ich gehe daher davon aus dass Dein Problem etwas spezieller ist. Ich kann mir aber ehrlich gesagt nicht vorstellen dass man pauschal z.B. von Hans Sitzberger keine Antwort bekommt. Zur Not muss man auch mal den direkten Kontakt suchen falls das für Dich möglich ist.

Die Behindertensportabteilung und eigentlich auch der e.V. samt Präsidium und Verwaltungsrat ist eigentlich nicht für die Situation im Grünwalder Stadion verantwortlich. Das ist der Spielort der KGaA. Der e.V. kann natürlich versuchen über Kontakt, Lobbyarbeit oder bessere Drähte in die KGaA etwas zu verbessern aber streng genommen wackelt da schon wieder der Hund mit dem Kopf anstatt mit dem Schwanz.

pele60
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pele60 (@pele60)
2 Jahre her
Reply to  HHeinz

Wegen der Erhöhung der Rolliplätze bemühe ich mich schon seit September 2017!! Herr Dernitzky hatte davon erfahren. Ich hatte von der Stadt Vorschläge bekommen und diese an den TSV weitergegeben. Herr Krebs antwortete mir und ein Mitarbeiter hat mich tel. kontaktiert und gesagt (damals Sept. 17) es findet ein Gespräch mit der Stadt statt. Dieses Schreiben der Stadt hat D. von mir bekommen, da er seine Hilfe anbot und dieses ebenfalls an den VST und VR gesandt. Auf spätere Nachfragen bekam Herr D. und weder ich keine Antwort.
Ich wandte mich nochmals an die Stadt und die forderte den TSV auf mir im Interesse der Rollis eine Antwort zu geben. Wieder keine Antwort vom Verein. Erst durch die AZ hat man erfahren was nun Sache ist. Man weiß nicht ob auch die Sicht auf den Rasen verbessert wurde, da ein Drittel nicht einsehbar war. Ich bin Rolli und fahre, wenn ich eine Karte bekomme (das ist ein Unsicherheitsfaktor) jedesmal insg. 160 km. Jetzt habe ich Telekomsport u. kann jedesmal die Spiele sehen in der 3. Liga. Das werden sicher jetzt mehrere Fans machen.

HHeinz
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HHeinz (@hheinz)
2 Jahre her
Reply to  pele60

Streng genommen wäre Jutta Schnell eher Deine Ansprechpartnerin. Ich befürchte was die Sicht betrifft ist nicht viel passiert. Meines Wissens nach sichert der breite Weg vor der Stehhalle Anfahrtswege für Feuerwehr und Rettungsdienste. Es ist daher nicht so eiinfach dort z.B, ein Podest (mit Sonnenschutz) zu platzieren.

Eine Möglichkeit wäre eventuell direkt etwas am Zaun zu machen, ich kann nur nicht abschätzen wie das Risiko zu beurteilen ist dass einem Rollstuhlfahrer z.B. der Ball direkt ins Gesicht geschossen werden kann.
Verhandlungspartner mit der Stadt ist eigentlich Michael Scharold als Geschäftsführer der KGaA.

Die Zahl der Plätze und auch die WC Anlagen wurden bereits verbessert, was die Sicht betrifft gibt es vermutlich noch Verbesserungsbedarf. Wenn ich Verantwortliche im e.V. treffe werde ich versuchen das Thema anzusprechen. Da die Zuständigkeit in der KGaA liegt (dort kenne ich aber niemanden) ist das letztendlich immer eine Kommunikation über zwei Ecken. Auch Herr Krebs muss letztendlich Deine Anfrage immer in die KGaA schieben, diese war gerade letzte Saison leider häufig überlastet.

pele60
Leser
pele60 (@pele60)
2 Jahre her
Reply to  HHeinz

Ich bin schon 1957in GWS gegangen. Und in der Buli-Zeit u. früher waren die Rolliplätze an der Hauptribühne hinter der Barriere. Dort war Schatten. Später dort wo jetzt die Spielerbänke sind. Im Oly auf der Tartanbahn. An der Stehhallenseite ist zwischen dem Fangzaun und der vorderen Bandenwerbung Platz für Rollstühle. Es fällt selten ein Ball an den Gitterzaun, nur mit dem Sonnenschutz wird es Probleme geben. In Bodenmais war ich keine drei Meter von der Außenlinie weg und kein Ball war eine Gefahr, denn selten mal kam ein Ball raus. Ein Möglichkeit wäre ev. für die Rollis in der untersten Reihe der Stehhalle die Sitzplätze zum Teil wegzumachen und eine Schrägauffahrt von der Eingangsseite machen und am Tribühnendach einen ausfahrbaren Sonnenschutz anzubringen.
Schön das Du Interesse zeigst. Danke dafür.
In 2017 hatte meine Begleiterin im GWS einen Hitzschlag und war im Harlachinger KKH und wäre fast ins Koma lt. Arzt gefallen.

HHeinz
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HHeinz (@hheinz)
2 Jahre her
Reply to  pele60

Ich habe ein wenig Zweifel dass die Sicht in der untersten Reihe der Stehhalle wirklich besser wäre, zumal wir leider im Grunwalder Stadion generell Sitzplatzmangel haben.

Wir sind ja nur Mieter d.h. alle konkreten Vorschläge müssen wir an die Stadt weiterreichen und uns bei ganz großen Lösungen ggf. auch über die Finanzierungsfrage Gedanken machen. Leider (oder Gott sei Dank) sind die Auflagen sehr streng. Mit einer Auffahrt wäre es daher sicher nicht getan. In den Planungen muss immer sichergestellt sein dass ein Stadion in einer bestimmten Zeit komplett geräumt werden kann. Dabei muss es auch immer alternative Fluchtwege geben.

Die Stadt als öffentliche Institution kann sich leider prinzipiell auch keine Provisorien leisten und streng genommen auch nicht mal ein Auge zudrücken.

Inzwischen kostet ja auch der kleinste Baufurz gleich 1 Mio. aufwärts. Diesmal waren es ein paar Schallschutzbanden sowie Notfall-Lautsprecher. Hat dann gleich wohl wieder 1.5 Mio. Euro gekostet. Eigentlich ein Wahnsinn. Bei einem ausfahrbaren Sonnenschutz benötigt man vermutlich auch gleich wieder ein paar Gutachten.
Ich war nach den letzten Umbauten noch nicht im Stadion. Ich treffe schon ab und zu Verwaltungsräte oder das ein- oder andere Präsidiumsmitglied. Da werde ich mich auf jeden Fall mal erkundigen was wir schon probiert haben (und was nicht).

pele60
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pele60 (@pele60)
2 Jahre her
Reply to  HHeinz

Info:
VR Frau Dietl per Email mit Schr. d. Stadt angeschrieben, mit der Bitte um Unterstützung und ob sie etwas weiß vom Schreiben der Stadt – keine Antwort.
Stimoniaris mit Brief angeschrieben – keine Antwort.

HHeinz
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HHeinz (@hheinz)
2 Jahre her
Reply to  pele60

Es wäre jetzt unfähr hier Namen zu posten welche vermutlich antworten würden aber ich verspreche Dir dass ich mit den Personen sprechen werde (ich bin aber nur ein einfaches Mitglied und weder reich noch müsste irgendjemand auf mich hören). Aber nerven kann ich ganz gut.
Falls Du Vereinsmitglied bist wäre es nicht unclever gewesen auf der Mitgliederversammlung Dein Problem zu schildern.
Formal zuständig bleibt trotzdem die KGaA.
Für alles was man im e.V. selbst tut braucht es Freiwillige denn formal ist man nicht zuständig (auch Oskar Dernitzky nicht). Aber wir haben jetzt durchaus auch Leute in den Gremien welche für solche Probleme ein Ohr haben.

HHeinz
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HHeinz (@hheinz)
2 Jahre her
Reply to  HHeinz

Es gibt einen älteren Antrag im Stadtrat der FDP/Hut Fraktion. Diese behandelt auch das Thema Wetterschutz.
Ich poste mal einen Link
https://www.ris-muenchen.de/RII/RII/DOK/ANTRAG/5028913.pdf

Landshuter Löwe
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Landshuter Löwe (@landshuter-loewe)
2 Jahre her

Ich finde es sehr schade, dass das nicht geklappt hat. Jemand aus keinem der Lager hätte dem VR sicher gut getan.

bluwe
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bluwe (@bluwe)
2 Jahre her

Leider ging es aber nicht anders.
Schon einer von Team Hund im VR kann stören und Unruhe auslösen (s. Maulwurf Stimoniaris).
Schade um Oskar. Ich hätte ihn auch gerne im VR gesehen.

Landshuter Löwe
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Landshuter Löwe (@landshuter-loewe)
2 Jahre her
Reply to  bluwe

Außer man hätte vorher gewusst, wie schwach die Unterstützungsbasis von Team Hund ist. Dann hätte man alles lockerer sehen können.

BlueBerry
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BlueBerry (@blueberry)
2 Jahre her

Sagen wir mal so, als Verwaltungsrat brauchst schon ein sehr ausgeprägtes Gschaftler-Gen. Große Visionen, große Politik, große Öffentlichkeit und keine Umsetzungsverantwortung.

Jeder Topf findet seinen passenden Deckel … 🙂

United Sixties
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United Sixties (@richard-ostermeiergmail-com)
2 Jahre her
Reply to  BlueBerry

Welche grossee Öffentlichkeit denn? MV einmal jährlich? Im Verwaltungsrat gilt es mit zu steuern, zu beraten und das Präsidium a) auszuwählen und b) zu unterstützen. Dazu braucht es nun mal klare Mehrheiten, um wesentliche Dinge anzuschieben. Beispiel Ausstieg AA, Rückkehr GWS und dessen weiteren Ausbau step by step für jede Liga geeignet! Dazu braucht es Überzeugung in den Gremien.

BlueBerry
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BlueBerry (@blueberry)
2 Jahre her
Reply to  United Sixties

Naja, die Öffentlichkeit hat verschiedene Facetten. Überleg mal wie viele dieser VR man kennt, auf wie vielen Fotos im Vereinsmagazin man nicht ohne einen auskommt, wie viele Fußballfans auf einen V Benningsen, Drees reagieren.

Und dann überleg dir wie viele Abteilungsleiter des eV du namentlich kennst und welchen du in einem Saal mit 200 Menschen erkennen würdest.

Du kannst dir denken wie diese Frage bei mir selbst veantwortet wird.

Serkan
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Serkan (@serkan)
2 Jahre her

Als Abteilungsleiter ist ein engagiertes Mitglied wie Dernitzky ja nicht aus der Welt. Von der Gewichtung her, finde ich einen Abteilungsleiter sogar mehr als einen Verwaltungsrat. Als Abteilungsleiter kann man gestalten, als Verwaltungsrat wie der Namen schon sagt, nur verwalten.

HHeinz
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HHeinz (@hheinz)
2 Jahre her
Reply to  Serkan

Vielleicht ändert er ja seine Meinung noch aber bisher möchte er meines Wissens nach nicht Abteilungsleiter bleiben sondern die Verantwortung in jedem Fall abgeben.