Der TSV 1860 München trifft am Samstag auf den VfB Lübeck. Voraussichtlich vor nur rund 1.500 Fans. Die Grenze hat die Stadt München heute festgelegt. Ausgemacht schien was anderes. So zumindest der TSV in einer Presseerklärung. Nun kritisiert auch FDP-Politiker Martin Hagen die „willkürliche Entscheidung“ der Stadt.

Statt 20 Prozent nur 10 Prozent obwohl der 7-Tage-Inzidenz-Wert unter 35 liegt. Diese Entscheidung kann Martin Hagen nicht nachvollziehen. Hagen ist Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion. „Diese willkürliche Entscheidung ist für mich absolut nicht nachvollziehbar. Wofür haben wir denn überhaupt Grenzwerte, wenn sie letztlich nicht maßgeblich sind? Diese kurzfristige Entscheidung der Stadt hat mit seriöser Politik nichts zu tun. Vereine und Fans verdienen Planungssicherheit. Herr Reiter, halten Sie sich bitte an die geltenden Regeln!“

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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TSV1328
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TSV1328 (@tsv1328)
17 Tage her

Der TSV war und ist ja auch gerne Spielball für politische Planspiele. In diesem Fall finde ich das sogar gut. Auch Verena Dietl könnte sich eigentlich äußern.

DjangoNY
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DjangoNY (@djangony)
17 Tage her

😂Ach sieh an…die FDP… die gibt´s auch noch ? Ja wennst sonst nix auf die Reihe kriegst dann meldest dich halt zu dem Thema.
kurzfristige Entscheidung der Stadt hat mit seriöser Politik nichts zu tun“ , herrlich und das von der FDP 🙂

Zum Thema : Ist ärgerlich für die Ticketorganisation, keine Frage. Aber an sich kann ich die Sache nachvollziehen. Wert knapp unter 35, kann sich nochmal ändern, man geht auf Nummer sicher.

TSV1328
Leser
TSV1328 (@tsv1328)
17 Tage her
Reply to  DjangoNY

Keiner will Verantwortung übernehmen, da liegt der Hase im Pfeffer.

Last edited 17 Tage her by TSV1328
swaltl
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swaltl (@swaltl)
17 Tage her

Ich persönlich finde es ganz gut, dass erstmal nur 1.500 Zuschauer erlaubt werden. Der Inzidenzwert für München ist ja nur relativ knapp unter 35. Da ist es verständlich, dass man bei der Stadt vorsichtig ist und nicht gleich 3.000 Zuschauer erlaubt. Lieber ist man einmal zu oft vorsichtig als dass man zu großes Risiko geht.

nofan
Leser
nofan (@nofan)
17 Tage her

Vom DFB und anderen Sportvereinigungen wird immer wieder thematisiert, dass sie sich nicht von der Politik vereinnahmen lassen. Der TSV 1860 sollte sich daran ein gutes Beispiel nehmen und sich die Vereinnahmung durch die FDP verbitten.
Es ist schon merkwürdig, dass eine Mini-Partei ohne Verantwortung übernehmen zu wollen, Risikoabwägungen von Behörden in Zweifel zieht.

Was es heißt auf die Verantwortung von Fans zu setzen, hat doch das Löwenmagazin in dem Artikel vom 06.10.2020 äußerst bedenkenswert dokumentiert. Sich zu rühmen, gegen alle Auflagen ein Auswärtsspiel zu besuchen, kann doch nur als bodenloser Leichtsinn charakterisiert werden. Beim nächsten Mal wird das eintreten, was in Zwickau gerade noch vermieden werden konnte und zwar eine „zünftige Keilerei“ mit Chaoten anderer Vereine.

Oder die hunderte Ultras in Hannover nach dem letzten Spiel, die unbedingt mit der Mannschaft feiern wollten und dabei AHA gänzlich ignoriert haben.

Der TSV sollte sich glücklich schätzen, dass nach diesen Vorkommnissen überhaupt Zuschauer zugelassen werden.

nofan
Gast
nofan (@guest_51205)
17 Tage her

Vom DFB und anderen Sportvereinigungen wird immer wieder thematisiert, dass sie sich nicht von der Politik vereinnahmen lassen. Der TSV 1860 sollte sich daran ein gutes Beispiel nehmen und sich die Vereinnahmung durch die FDP verbitten.

Es ist schon merkwürdig, dass eine Mini-Partei ohne Verantwortung übernehmen zu wollen, Risikoabwägungen von Behörden in Zweifel zieht.

Was es heißt auf die Verantwortung von Fans zu setzen, hat doch das Löwenmagazin in dem Artikel vom 06.10.2020 äußerst bedenkenswert dokumentiert. Sich zu rühmen, gegen alle Auflagen ein Auswärtsspiel zu besuchen, kann doch nur als bodenloser Leichtsinn charakterisiert werden. Beim nächsten Mal wird das eintreten, was in Zwickau gerade noch vermieden werden konnte und zwar eine „zünftige Keilerei“ mit Chaoten anderer Vereine.

Oder hunderte Ultras in Hannover nach dem letzten Spiel, die unbedingt mit der Mannschaft feiern wollten und dabei AHA gänzlich ignoriert haben.

Der TSV sollte sich glücklich schätzen, dass nach diesen Vorkommnissen überhaupt Zuschauer zugelassen werden.

Queeg
Leser
Queeg (@queeg)
17 Tage her

Es gibt sowieso keine Planungssicherheit, solange der Sieben-Tages-Wert um den Grenzwert oszilliert.

Was ist, wenn der Wert morgen wieder über 35 liegt? Werden die Zuschauer dann wieder ausgeladen?

3und6zger
Leser
3und6zger (@3und6zger)
17 Tage her
Reply to  Queeg

Der 7-Tage-Grenzwert wäre schon seit letzten Donnerstag unter 35 und teilweise unter 30, wenn in den Inzidenzbruch die aktuelle Einwohnerzahl von 1,561 Mio (Stand 31.03.2020 auf münchen.de) eingesetzt werden würde und nicht die 1,471 Mio von Ende 2018. Warum auch immer?

BlueBerry
Leser
BlueBerry (@blueberry)
17 Tage her

Das sehe ich zu 100% genau so. Und unabängig von 1860.

Persönlich halte ich mich an die geltenden Regeln und das ganze ohne Bocken oder Murren. Wenn auch nicht immer gerne.

Mit was ich nichts anfangen kann sind Verwaltungsentscheidungen nach dem vermeintlich gesunden Menschenverstand („Mach ma halt nochmal 50% weniger“). Was auf individueller Ebene absolut ok ist, ist es für den Staat nicht. Der soll sich auf der Ebene der Exekutive an die Regeln halten. Alles andere ist eben Willkür.

Daran ändern auch beste Absichten in der Sache nichts.

Fingernudel
Gast
Fingernudel (@guest_51202)
18 Tage her

Da sich anscheinend keiner traut, den Mund aufzumachen, fange halt ich an:

Genau, wofür haben wir behördlich festgesetzte Grenzwerte, wenn sich die Behördern nicht daran halten!

Stoppt die Technokraten