Bundesweit sind bis zu 10.000 Zuschauer zugelassen. Bund und Länder haben sich darauf geeinigt. Weil Niedersachsen nicht mitzieht, ziehen die Drittligisten vor Gericht.

Nur 500 Zuschauer sind beim Spiel des SV Meppen gegen den TSV 1860 München erlaubt. Das erregt die Gemüter bei den Meppenern. Weil bundesweit eigentlich bis zu 10.000 Zuschauer zugelassen sein sollen, die niedersächsische Regierung aber nicht mitspielt. “Die aktuell in Niedersachsen gültigen Zuschauerbeschränkungen halten Eintracht Braunschweig, der TSV Havelse, der SV Meppen und der VfL Osnabrück gleichermaßen für unverhältnismäßig und damit rechtswidrig”, heißt es in einer Erklärung der niedersächsischen Drittligisten. Sie werfen der Landesregierung vor, dass aufgrund des Alleingangs die niedersächsischen Klubs einen “aktuellen und mittelfristigen wirtschaftlichen Wettbewerbsnachteil” erleiden.

Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil: „Wir haben noch einmal sehr sorgfältig pro und contra von Lockerungen abgewogen. Sobald die weitere Entwicklung absehbar ist, werden wir sehr gerne auch in Niedersachsen Lockerungen realisieren. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist dies aber nicht der Fall, im Gegenteil, die Infektionszahlen steigen unvermindert an und wir müssen vorsichtig bleiben. Dafür bitte ich herzlich um Verständnis.“

Die niedersächsischen Vereine bereiten gemeinsam einen sogenannten Normenfeststellungsantrag im Eilverfahren vor. Dieser soll kommende Woche beim Oberverwaltungsgericht Lüneburg eingereicht werden. Das Ziel ist, bereits am übernächsten Spieltag am 12./13. Februar wieder vor mehr als 500 Fans spielen zu dürfen. Betroffen wäre dabei auch das Spiel des SV Meppen gegen den TSV 1860 München.

Titelbild: Photo by Christof Koepsel/Getty Images

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anteater

Die Schulen sind offen, die Anschaffung von Luftreinigern verpasst, Restaurants sind in Niedersachsen sicherlich auch geöffnet, vielleicht auch Kinos, Theater. Gerade in Restaurants ist die Ansteckungswahrscheinlichkeit deutlich erhöht.

Die niedersächsischen Klubs haben Recht, es ist unverhältnismäßig, nur 500 Leute ins Stadion zu lassen.