Niederlage der Löwen gegen Großaspach: Elfmeterpfiff entscheidet Spiel zweier harmloser Mannschaften

Sonnenhof Großaspach - TSV 1860 München 1:0

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Montagsspiel. Kein Lieblings-Spieltag, zumindest für die Fans nicht. Für die Mannschaft aber anscheinend auch nicht. Ein später Strafstoß beschließt das Löwenschicksal und belässt drei Punkte in Aspach.

Keine Highlights im ersten Durchgang

Gegen den Sonnenhof Großaspach standen für die gesperrten Bekiroglu und Owusu heute Dennis Dressel und Markus Ziereis in der Startelf der Löwen.

Der selbsternannte Dorfklub wollte es wissen und versetzte den Löwen gleich zu Anfang einen kleinen Schreck, als Steinhart den Ball im Strafraum ungehindert durchließ und Hercher eine gute Einschussmöglichkeit bescherte. Die Kugel strich am langen Pfosten vorbei ins Toraus. Zum Glück blieb es nur bei dieser Chance. Und dann passierte lange…nix. Es ging nach links, es ging nach rechts, mehr aber auch nicht. 25 Minuten dauerte es, bis eine aufregende Szene vor dem Tor der Aspacher zu sehen war. Nach einem Traumpass von Dressel an Lex konnte dieser den Ball an Mölders weiterleiten, dessen Schuss leider zu unplatziert war und kein Problem für Keeper Broll darstellte.

Weitere zehn Minuten brauchte es, bis endlich etwas Leben ins Spiel kam und tatsächlich einige kleine Torchancen von beiden Seiten zu verzeichnen waren. Allerdings nichts Zählbares. Auch der von Steinhart ausgeführte Freistoß von der linken Strafraumgrenze stellte für Broll keine wirkliche Herausforderung dar. Löwen, da muss im zweiten Durchgang mehr kommen!

Elfmeter bringt Großaspach drei Punkte

Stimmungstechnisch gaben die Löwenfans mit 1-8-6-0 Dauergesang den Ton an. Es schienen wesentlich mehr Löwenfans im Stadion zu sein als Aspach-Fans. Der Stadionsprecher betonte in jeder Durchsage, dass Großaspach ein Dorfverein ist, was sehr identitätstiftend wirkte. Eigentlich nervte es nur, mit Understatement wollte man die Löwen aus der großen Stadt einlullen.

Nun gut. Zumindest rührte sich bei den Löwen was, die endlich mehr Leben und mehr Aktionen vor den 8.253 Zuschauern zeigten… in den ersten zehn Minuten. Lex ging und Koussou nahm seinen Platz ein. Auch Ziereis durfte raus, für den Abruscia kam. Ist ja nicht so, dass die Löwen keine Lust hätten, aber irgendwie kam nichts Gefährliches zustande. Da war die Ecke in der 76. Minute schon ein Highlight, als Dressel (der übrigens ein gutes Spiel machte) mit seinem starken Weitschuss Keeper Broll zumindest kurz ins Schwitzen brachte.

Die Chance zur Führung verpasste Abruscia, der in der 84. Minute einen Freistoß zugesprochen bekam, als ihn Choroba bei einem Konter plump am Weiterlaufen hinderte und Gelb bekam. Das Leder flog über die Mauer und landete in den Armen von Broll. Die Gastgeber hatten dagegen mehr Glück. In der 86. Minute sah Paul gelb, als er im Strafraum Hingerl zu Fall brachte. Schiri Zorn zeigte ohne zu zögern auf den Elfmeterpunkt. Berechtigt oder nicht. Irgendwie passte dieser Pfiff zum Spielverlauf. Not gegen Elend, und Not hatte nun die große Gelegenheit, das Spiel vom Punkt aus für sich zu entscheiden.

Binakaj lief an und Hiller parierte die Kugel bravourös. Brünker war jedoch gedankenschneller als alle anderen und versenkte den Nachschuss aus kurzer Distanz im Netz. 1:0 für den Sonnenhof. So weh es auch tat, die Führung war nicht unverdient. Der Elfmeter war damit der Schlusspunkt hinter einer indiskutablen Auswärtsleistung unserer Löwen.

Der Dorfklub steht nun über dem Strich und in Braunschweig haben wir uns heute keine Freunde gemacht.

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)

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ChemieloeweunvoreingenommenLöwenkopfTami Tes3und6zger Recent comment authors

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Chemieloewe
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Na ja, enttäuscht bin ich schon etwas von Biero u. den Jungs, Biero hat nun nach seinem erfolgreichen Trainerlehrgangsabschluss seit ca. 3 Wochen voll Zeit für die Mannschaft, aber besser läuft es dadurch nicht, habe eher das Gefühl, daß es in den letzten 3…4 Wochen mit der ganzen Spielqualität nicht besser, eher etwas schlechter geworden ist, keine Ahnung, was da so im Training/Spielvorbereitumg schief läuft, vorher hat ja Gorenzel, Biero als Trainer in der Woche vertreten u. da war die Leistung nicht schlecht. Es müssen doch nach vorn über das Mittelfeld bis in den Sturm Standardvarianten laufend trainiert u. einstudiert werden, die dann auch mal im Spiel kommen u. ersichtlich sein müssen u. nicht ideenlos u. planlos der Ball nach vorn gebolzt wird, gemäß dem Zufallsprinzip „Langholz nach vorn, mal sehen wer den Ball bekommt“!? Da verspreche ich mir in Zukunft von Biero, daß er wieder mehr Spielintelligenz, gute Balltechnik, Schnelligkeit, Passgenauigkeit, intelligentes Spielsystem, Zweikampfstärke, Siegeswillen u. besonders auch eine erheblich bessere Chancenverwertung u. Durchschlagskraft im Angriff durch sehr gutes, effektives u. zielgerichtetes Training in die Mannschaft bringt! Labern u. jammern: hilft nichts, aber gutes Training schon! Biero u. Gorenzel, macht eure Arbeit u. zwar gut bis sehr gut, dann wird es auch vorangehen!

Vielleicht macht es Biero mit seinen System-u. Taktikvorgaben auch zu kompliziert, weiß auch nicht, läuft irgendwie zäh. Aber 44 Punkte sind schon fast sicher der Klassenerhalt, noch 3-6 Punkte werden wir ja wenigstens wohl noch holen u. damit ist diese Saison der Klassenerhalt gesichert u. mehr war für uns auch nicht das realistische Ziel. Klar, im oberen Drittel die Saison abzuschließen, wäre schon ein schöner Erfolg, könnte ja auch noch so werden, aber da muss jetzt spielerisch u. toremäßig einfach mehr kommen. Zur Zeit bin ich, wie gesagt, mit Biero u. der Mannschaftsleistung nicht sehr zufrieden.

Biero sollte nun mal unter Beweis stellen, daß er fähig ist, mit unserem Nochriesenkader u., wie ich finde, guten Talenten+erfahrenen Oldies, kontinuierlich gute Leistungen auf den Platz bringt, eben auch auswärts…u. von vielen Chancen dann auch mal 2…3…4… in Tore verwandelt werden! Bin auch der Meinung, daß wir den Weg, den Osnabrück hinbekommen hat, nachahmen sollten, keine vielen u. teure neue Stars holen, die dann vielleicht, wie schon sooft, keinen Bock haben, sondern eine eingeschworene Mannschaft weiterentwickeln, mit Spielern, die bei uns eine Heimat gefunden haben, eine 60er Identität besitzen o. herausbilden u. sich da voll reinhauen, wie ein Christian Köppel…Sehr schade bis blöd, wenn Biero u. Gorenzel einen wie Köppel wegschicken, Leute, die komplett 60er Löwenblut u. ein Löweherz haben, bitte mit Einigen etwas mehr Geduld Biero!!!

3und6zger
Leser

OT: Nach einem solchen Spiel stimmt mich die Nachricht in der AZ wieder positiv! Ich interpretiere das als ein Aufeinanderzugehen/Zamraufen/Gemeinsam!

https://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.es-wird-aber-so-sein-dass-tsv-1860-entscheidung-gefallen-loewen-werden-eine-u21-melden.65f512e6-3508-477a-aea8-d7893050bce0.html

Löwenkopf
Gast
Löwenkopf

Jetzt mal halblang, man wird wohl Ross und Reiter nennen dürfen. Das in jeder Sekunde des Spiels der Einsatz fehlte aber andersrum der Tabellenplatz für einen Aufsteiger einfach passt, ist klar. Wir haben hier keinen Welpenschutz mehr, die fleißigen 1500 auf den Tribühnen haben so eine Leistung einfach nicht verdient. Bei einem Löwe muss man erkenn dass einer sich den A…. aufreißt, nicht mehr und nicht weniger. Und jetzt sama widda guat.

3und6zger
Leser

Vielen Dank für den treffenden Bericht. Auch ich war gestern im Stadion in Großaspach und finde, Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen!

Loewen1860
Leser

Guten morgen zusammen,

Bin echt froh, der Einladung eines Freundes nicht nachgekommen zu sein, mit nach Großaspach zu kommen. Zuhause am Schirm war das Spiel zwar auch nicht besser, aber so hätt ich mich nur über einen verschenkten Tag geärgert. Eigentlich ein klassisches 0-0, das leider eine andere Wendung durch den 11er nahm.

Dass wir uns damit keine Freunde in Braunschweig machten, ist mir egal. Auf uns hat jahrelang auch keiner geschaut. Und die Punkte haben wir den Aspachern auch nicht geschenkt.

Bieros Taktik hin oder her. Ich fand dass einfach der Mittelfeldmotor mit den Spielideen fehlte. Hoffe der kann im Spiel gegen Münster besser ersetzt werden, und wir dann den nächsten Matchball was den Klassenerhalt bedeutet dann auch verwandeln können.

Löwen, Kopf hoch, schlechte Spiele erhalten die Spannung… Man muss immer was positives darin sehen.

Bis nächsten Samstag im Giasinger und dann im Block.

Banana Joe
Leser

Also lieber Biero, das war taktisch heute keine Meisterleistung! Ich weiß ja nicht, wie die Mannschaft vor einem Spiel so „heiß“ gemacht wird, aber gegen einen Abstiegskandidaten, der aus den letzten 7 oder 8 Spielen nur eines gewonnen hat, muss da deutlich mehr kommen. Nur auf die Ausfälle von Karger, Bekiroglu und Owusu kann man das nicht reduzieren! Heute ging ja gar nix. Ok, dass nach vorne grundsätzlich eher wenig geht, wissen wir bereits, aber von den 11 Leuten, die auf dem Platz stehen, kann und muss man trotzdem mehr erwarten, auch von einem Mölders, auch von einem Lex. Mir war die Aufstellung auch viel zu defensiv, man hat wieder nur reagiert statt agiert. Planlose Bälle nach vorne, leichtfertige Ballverluste, unbedrängte Fehlpässe zum Gegner und dumme Fouls von Paul ist man ja mittlerweile auch gewöhnt. Mir ist es nach wie vor unbegreiflich, wieso nach 32 Spielen immer noch kaum einer in der Lage ist, mal den Ball zum Mitspieler zu bringen.

Ich bleib dabei: 80% der Mannschaft sind nicht Drittligatauglich. Da braucht unser allseits beliebter Blogger nicht rumheulen, aufgrund des Sparkurses könnten wir Leistungsträger nicht halten. Sorry, aber bis auf Lorenz, bei dem’s eh klar war, dass er uns nach der Saison verlässt, Weber und mit Abstrichen Mölders haben wir einfach keine Leistungsträger. Und Spieler mit Potential und vergleichbarem, wenn nicht sogar besserem Niveau sollte man auch mit einem Budget von 3 Mio. in den Regionalligen dieses Landes oder der 3. Liga finden können. Ich jedenfalls bin um keinen traurig, der nach dieser Saison keinen neuen Vertrag hier bekommt und abgegeben wird, die Tauglichkeit hat eben keiner bzw. nur ganz wenige über die gesamte Saison unter Beweis gestellt. Dass man auf Platz 6 steht, was mit dieser Mannschaft schon eine kleine Sensation ist und was wohl niemand erwartet hat, ist einerseits dem Kampfgeist und andererseits auch dem Unvermögen des Gegners geschuldet, keinesfalls aber sowas wie spielerischer Klasse, die hat man einfach nicht, machen wir uns da nix vor!

Der Kader gehört sich ausgedünnt und wenn man neue Spieler verpflichtet, dann müssen die 1. hungrig sein und 2. ein gewisses erkennbares Niveau für die 3. Liga haben. Aber der Großteil des aktuellen Kaders genügt einfach den Ansprüchen in der 3. Liga nicht. Klar jammern sie beim runden Blogger wieder, rum, dass man Millionen bräuchte, um nicht abzusteigen (BULLSH!T), aber was kriegst dann in der 3. Liga dafür? Unmotivierte Giermaldis und andere Söldner, die nur des lieben Geldes wechseln, nach 90 Minuten aber mit sauberem Trikot vom Platz schleichen. Hatten wir in der 2. Liga schon jahrelang.

Dem Gorenzel würde ich jetzt empfehlen, weniger zu jammern (Mach deine Arbeit!) und mal genauer nach Osnabrück zu schauen, was die so mit 3 Mio. Etat auf die beine gestellt haben und nun souveräner Aufsteiger sind. Das geht nämlich durchaus!

Ende!

Hubertus Holzinger
Leser

Banana Joe, dem ist NICHTS hinzuzufügen.

Wenn ich eine derart grausame, unwürdige, spielerisch fürchterliche, taktisch unterirdische und emotional abwesende Vorstellung abliefere, ein Gekicke auf unterstem Niveau, gegen einen Gegner, der in der Regionalliga Bayern unter den letzten fünf spielen würde, dann habe ich als Trainer doch offensichtlich ein gravierendes Problem: Eigene Motivation und Überzeugungskraft sowie taktisches Können!
Lethargisch Kaugummi kauend und Hände in der Hosentasche bis zum Elfer – so zeigten sich der Trainer und indirekt seine Mannschaft. Wenn man allein den Anfang des Spiels nimmt – Riesenaussetzer bei Lorenz und Steinhardt – dann sagt dies alles über die Frage, wie „heiß“ die Mannschaft auf das Erreichen des vierten Platzes und damit der direkten Teilnahme am DFB-Pokal gemacht wurde. Heiß wie Polareis!

Und genau da setzt meine Kritik an:

Wenn ich in einer Tour von Seiten der sportlichen Führung jammere, statt genau die Arbeit zu machen, für die Trainer und Sportdirektor bezahlt werden, dann kommt so etwas raus: Alibifußball! Mit einem Sieg bei dieser Grottenmannschaft hätte man einen erheblichen EIGENEN Beitrag zu einer finanziell besser aufgestellten Saison 2019/20 leisten können, indem man den vierten Platz (wir müssen noch nach Halle!) dann fast selbst in der Hand gehabt hätte. Aber offensichtlich WILL man das gar nicht. Man will jammern. Will den schwarzen Peter dem e.V. und dem Präsidium zuschieben, anstatt das zu tun, wofür man Geld verdient: Leistung erbringen!

Böse Zungen behaupten, man wolle von Trainer/Sportdirektor-Seite damit „beweisen“, wo der Sparkurs hinführe. Und der runde Blogger gibt dazu den Takt ja vor. Wie peinlich ist das denn! Wie Banana Joe richtigerweise schreibt: Der VfL Osnabrück zeigt allen, wie es geht. Und der KFC Uerdingen, wie es eben nicht geht! Vielleicht geht das in die bloggergesteuerten Birnen von Biero und Gorenzel auch noch rein, dann machen sie endlich ihre Arbeit und stellen eine Mannschaft richtig ein, und stellen auch richtig auf (vom den Wechseln will ich schon gar nicht mehr reden).

Übrigens: Der Tabellenführer der Regionalliga Bayern, der VfR Eichstätt, hätte gestern locker einen Sieg gegen den Dorfclub eingefahren (und sicher auch gegen uns!). Denn dort spielen hoch motivierte Burschen, 100%ige Amateure, die mit großer Leidenschaft und teilweise erstaunlichem Können kämpfen und fighten, sprinten und arbeiten. Solche Spieler wie ein Christian Köppel, ein Severings und ein Helmbrecht, die uns letztes Jahr aus der Regionalliga in die 3. Liga gebracht haben. Solche, die bei uns aufs Abstellgleis gestellt, verkauft oder verliehen worden sind. Warum???

Am Samstag im Giasinger und dann Sechzger! ELIL!

unvoreingenommen
Leser

Super Holzinger und jetzt sollen die Ultras zu Hause schreien! Biero raus ! Gorenzel raus ! Ismaik raus! Ganz grosses Kino!

tomandcherry
Leser

Hubertus Holzinger

„Übrigens: Der Tabellenführer der Regionalliga Bayern, der VfR Eichstätt, hätte gestern locker einen Sieg gegen den Dorfclub eingefahren (und sicher auch gegen uns!).“

Naja, das sind immer solche Behauptungen, aufgrund denen das schwache Spiel des eigenen Teams noch schlechter gemacht werden soll.

Was bringt so ein „hinkender Vergleich“?

Die „Roten“ duseln sich mit mehr Glück als Verstand zu einem 5:4 im Pokal gegen Zweitligist Heidenheim und schießen ein paar Tage später den Bundesliga-Tabellenführer BVB mit 5:0 förmlich aus dem Stadion.

Wäre es nicht eigentlich genau anders herum „normal“ gewesen?

Versteh‘ mich nicht falsch, Hubertus, aber ich kann doch nicht jedesmal von einem schwachen – und das war es ja definitiv – Spiel eine zutreffende Vorhersage über die noch ausstehenden Partien treffen?

Gegen Münster werden die Karten neu gemischt und man wird dann hoffentlich mit „der richtigen Einstellung“ in dieses Spiel gehen.

Spiele wie in Großaspach hat’s bei 60 immer schon gegeben und wir’s wohl auch die nächsten fünfzig Jahre noch geben.

anteater
Leser

Steinhart produziert so gut wie jedes Spiel eine Reihe dieser Aussetzer. Letzte Saison auch schon. Ich denke, dass er sich einfach selbst überschätzt.

tomandcherry
Leser

@BananaJoe

Kann man so sehen, Joe, muss man aber nicht.

Speziell bei Dir lese ich immer sehr viel Enttäuschung aus Deinen Kommentaren heraus, wenn es nicht so gut gelaufen ist bzw. wenn das Spiel verloren wurde.

Dass man einen relativ großen Kader hat, „der sich ausgedünnt gehört“, ist an und für sich nicht das Problem.

Das Problem sehe ich eher darin, dass man nach Deiner Einschätzung

„Dass man auf Platz 6 steht, was mit dieser Mannschaft schon eine kleine Sensation ist und was wohl niemand erwartet hat, ist einerseits dem Kampfgeist und andererseits auch dem Unvermögen des Gegners geschuldet, keinesfalls aber sowas wie spielerischer Klasse, die hat man einfach nicht, machen wir uns da nix vor!“

offensichtlich „technisch und spielerisch anspruchsvollen Fußball zeigen muss“?!?

Ich habe einige KSC-Spiele im TV verfolgt, u.a. deren 2:1-Heimsieg gegen Osnabrück vor einigen Wochen. Das war das Spiel des Tabellen-2. gegen den Tabellenführer.

Soll ich Dir was verraten?

Das war „Not gegen Elend“ und keinen Deut besser, als viele Löwen-Spiele in dieser ersten Drittliga-Saison.

Letztes Wochenende die zweite Hälfte von KSC gegen Unterhaching im TV gesehen und das war ebenfalls – trotz des 4:0-Endstands – über weite Strecken sehr mager, was der Aufstiegsaspirant Karlsruhe geboten hat. Über die seit der Winterpause komplett einbrechenden Hachinger brauchen wir gar kein Wort mehr zu verlieren.

Die 3. Liga ist brutal ausgeglichen und zwischen Platz 5 (aktuell Hansa Rostock) und Platz 13 (aktuell Zwickau) sind es gerade mal 6 Punkte Differenz.

Spiele, in denen ein schlecht platziertes Team gegen einen vermeintlich starken Gegner gewinnt, gibt’s eigentlich an jedem Spieltag in dieser Liga. Letztes Wochenende u.a. ein 1:0-Auswärtssieg des Tabellenschlusslichts Aalen in Lautern.

Was 60 für die nächste Saison braucht ist ein Gerüst aus zehn bis zwölf Spielern, die den Stamm bilden. Dazu noch ein paar Spieler, die hoffentlich bei 60 beweisen, dass sie „uns sofort weiterhelfen können“ bzw. „den Unterschied ausmachen“. (Sorry für die beiden Floskeln… wink )

Wenn wieder die Fehler der Vergangenheit zum x-ten mal wiederholt werden (14 Spieler weg, 16 Spieler her), dann wird es auch zum x-tan mal in die Hose gehen. Das hat doch seit Werner Lorant-Zeiten nicht mehr geklappt und speziell die „hire & fire“-Personalpolitik der letzten Zweitliga-Spielzeiten war mit dafür verantwortlich, dass wir irgendwann „fällig waren“.

Wir müssen uns wieder eine verschworene Einheit auf dem Platz schaffen, in der von der Nummer 1 bis zur Nummer 25 ausnahmslos alle sich den Ar*** für den Mitspieler aufreißen! Keine „großen Namen“, sondern Teamplayer sind gefragt. Ob diese Spieler vorher in der 2. oder 4. Liga gekickt haben ist nicht alleine entscheidend, sondern ob sie Charakter und Herz haben.

Man kann mit „Namenlosen“, die füreinander „durch’s Feuer gehen“ eher aufsteigen, als mit einer Ansammlung von „Stars“, die sich gegenseitig den Dreck unter den Fingernägeln nicht mehr gönnen.

Wir können froh und dankbar sein, dass der Klassenerhalt praktisch schon zu 90 % gesichert ist und man bereits jetzt mit den Planungen für die nächste Saison starten kann – sofern man sich intern über die Art und Weise der Finanzierung einig wird…

Osnabrück hat doch gezeigt, wie ein Beinahe-Absteiger der Vor-Saison zum Aufsteiger werden kann. Mit einem relativ überschaubaren Budget und einer Truppe, die sich bis zur allerletzten Sekunde eines Spiels reinhaut und alles gibt.

DAS ist die Erfolgsformel und ich hoffe inständig, dass es auch die Fans, die ständig an den Spielen bzw. der Art wie gespielt wird, herummäkeln, einsehen werden.

Gell, Banana Joe? wink

anteater
Leser

So sehe ich das auch. Fusballerisch sind auch die Spitzenteams in der 3. Liga Magerkost. Und wie gut das mit der Startruppe klappt, das sieht man gerade in Krefeld.

Mir wäre dann doch für un Köppel lieber als Steinhart…

Hubertus Holzinger
Leser

Wer ist dafür zuständig, dass von der 1 bis zur 25 sich alle für Sechzig den A**** aufreißen? Und warum hören Spieler, die dies schon eindrucksvoll getan haben, damit auf? Weil ihnen ein Alibi dafür gegeben wird. Welches? Frag die Pressesprecher, die ihre Exklusivinterviews Woche für Woche ins Handy des Bloggers sprechen…

tomandcherry
Leser

@Hubertus Holzinger

Also Spiele, bei denen es an der grundsätzlichen Einstellung fehlte, haben wir in dieser Saison schon ein paar erlebt.

Großaspach sind die „Unentschieden-Meister“ der 3. Liga. Gestern wäre es beinahe wieder so gewesen, der Elfmeter-Nachschuss kurz vor dem Abpfiff hat es allerdings verhindert.

Wieso „den Spielern ein Alibi gegeben wird“, kann ich nicht wirklich nachvollziehen.

Manchmal spielen sie besser und manchmal schlechter. Dafür, dass es scheinbar „sooo schlecht läuft“ halte ich den aktuellen (!) Tabellenstand eigentlich für relativ ordentlich.

Dass man als Fan sowieso jedes Spiel am liebsten mit drei, vier Toren Unterschied gewinnen möchte, ist normal.

Das Problem dabei ist die Umsetzung des Fan-Willens durch die Mannschaft in die Realität. wink

Manne60
Leser

Not gegen Elend ist manchmal leider noch besser, als das was wir heute anschauen mussten sad

Aber nun Mund abwischen und Dreier holen gegen Münster heart lion

jürgen (jr1860)
Leser

Das war nichts…
Aber schee im Giasinger 😁
Samstag gegen Münster!!!

Auf geht’s Löwen kämpfen und siegen 🦁
ELIL
OHNE HASAN!!

Alexander Schlegel
Leser

Das war heute so was von langweilig für mich, dass ich nach etwas mehr als einer Stunde den Fernseher (bzw. PC-Bildschirm) abgeschalten habe. Das ist mir schon seit Jahren nicht mehr passiert. Und als ich gerade das Ergebnis nachgelesen habe, war ich richtig glücklich wenigstens eine halbe Stunde Lebenszeit mehr sinnvoll verbracht zu haben.

Natürlich haben wichtige Leute gefehlt und natürlich kann man von einem Dressel nicht verlangen, dass er bei so einem Spiel gleich durchstartet, aber viele der Arrivierten lieferten eine kaum genießbare Magerkost ab. Und Ziereis … nein, in dem Zustand sollte ich lieber nicht über ihn schreiben … wink

Gut, ich hoffe jetzt nicht, dass jetzt alle schon auf Freizeitkicker-Modus umschalten. 2-3 Punkte werden wir schon noch brauchen. Meine Güte, dieses Aspach war doch so was von harmlos … Ach, was solls …

blau91
Redakteur

Dressel war noch einer der Besseren. Aber gut, das war nix. Und nur mal so. Saison-Etat hin oder her. 3 Millionen oder 6 Millionen. Hilft alles nix, wenn die Einstellung nicht stimmt.

blau91
Redakteur

„Not gegen Elend.“ Der war gut. Da half es auch nicht, dass die Löwengemeinde in der Giesinger Schänke ab der 60. Minute inbrünstig „Mit Leib und Seele“ angestimmt hat.
Pffff… das war heute gar nichts. Warum gibt es eigentlich kein Radio-Quiz in dem man eine Kabinenansprache gewinnen kann. Die Kabinenprädigt zur Halbzeit hätte ich heute gerne übernommen.