Nachdem die Futsallöwen am vergangenen Sonntag gegen Tabellenführer Weilimdorf mit 3:10 unter die Räder kamen, ging es gestern zum Sechs-Punkte-Spiel nach Karlsruhe. Als Gegner wartete dort der Tabellenvorletzte, der F.C. Villalobos, den man im Hinspiel noch mit 5:2 bezwingen konnte. Mit einem Sieg hätte man sich Luft im Abstiegskampf der Futsal Regionalliga Süd verschaffen können, leider kam es anders.

Bis kurz vor Spielbeginn war das Spiel in der Carl-Benz-Halle gesetzt. Als die Fanreporter des Löwenmagazins an der Halle ankamen, standen Spieler und Fans allerdings vor verschlossenen Toren. Kurzfristig wurde das Spiel in die SG Siemens-Halle verlegt. Die Spieler der Heimmannschaft zeigten sich gastfreundlich und beförderten die Autoren dieser Zeilen kurzerhand im „Mannschaftsbus“ zur Halle. Schnell wurde deutlich, warum die Mannschaft nur ungern dort spielt: Es handelt sich um eine einfache Sporthalle ohne Tribüne, Anzeigetafel und sonstiges Equipment. Die fast 50 Zuschauer zwängten sich an den Rand, nur einen Meter vom Spielfeld entfernt.

Fehlerbehaftete und ineffiziente erste Halbzeit der Futsallöwen

Die Anfangsphase begann kontrolliert, den Teams war die immense Bedeutung des Spiels anzumerken. Safety first war das Motto in den ersten Spielminuten, in denen nur wenige, kaum gefährliche Torabschlüsse verzeichnet werden konnten. Bis zum ersten passablen Löwenabschluss dauerte es rund vier Minuten, als die Löwen mit einem nicht ungefährlichen Freistoß am Karlsruher Torhüter scheiterten. Im direkten Gegenzug stellte Löwen-Torhüter Miskovic seine Klasse unter Beweis. Eine Minute später musste er sich allerdings doch geschlagen geben. Der Karlsruher Spieler Alan Delic traf aus etwa 10 Metern mit einem präzisen Flachschuss ins linke Eck zum 1:0 für Villalobos. In der 11. Minute hatten auch die Löwen ihre erste Großchance. Andy Kört scheiterte jedoch frei vorm Tor am Schlussmann, der mit spektakulärer Fußabwehr rettete. Diese verpasste Chance sollte sich als besonders folgenschwer erweisen, weil die Heimmannschaft mit ihrer nächsten Chance erneut eiskalt zustach. Nach einem gewonnenen Zweikampf im offensiven Mittelfeld stand Abderrahim Benhafsa mutterseelenallein vorm Löwentor – und versenkte zum 2:0. In der Folge entwickelte sich eine rasante und rassige Partie mit zahlreichen zum Teil hochkarätigen Torchancen auf beiden Seiten. Erst scheiterten die Karlsruher am rechten Pfosten, wenige Minuten später dann Daniel Wolde-Selassie im Löwendress am linken Lattenkreuz. Doch wieder waren es die Karlsruher, die zuschlugen. In der 14. Minute bugsierte Benhafsa den Ball zum zweiten Mal an diesem Abend über die Line – 3:0 für Villalobos. Zudem mussten sich die Löwen in der Schlussphase der ersten Halbzeit mehrfach bei Miskovic bedanken, der noch Schlimmeres verhinderte. Letztlich blieb es bis zum Halbzeitpfiff aber beim 3:0.

Insgesamt war es keine gute Halbzeit der Futsallöwen. Die Karlsruher zeigten sich defensiv wesentlich stabiler als die Löwen und bestachen offensiv durch eine hohe Effektivität. So ging das 3:0 zur Halbzeit letztlich in Ordnung.

Futsallöwen nach der Pause verbessert, aber weiterhin zu fehleranfällig

Mit Beginn der zweiten Halbzeit war den Futsallöwen die Unzufriedenheit über die gebotene Leistung im ersten Durchgang anzusehen. Bereits nach wenigen Minuten konnten sie zahlreiche Torabschlüsse für sich verbuchen. In der 24. Minute wurde den Münchnern ein indirekter Freistoß an der Strafraumkante zugesprochen. Der gefährliche Abschluss wurde von Alan Delic auf der Linie geblockt – allerdings mit der Hand. Rote Karte und Strafstoß für die Löwen waren die Folge. Lopez trat und traf zum 1:3 aus Sicht der Löwen. Doch anstatt den Schwung mitzunehmen und den Anschlusstreffer zu erzielen, kassierte man in der 26. Minute das 4:1, die Vorentscheidung. Auch wenn die Löwen noch einmal an der Latte scheiterten, war die Luft nun weitestgehend raus. In der 32. Minute erzielte Villalobos sogar das 5:1. Das 5:2 durch Andy Kört nach einem guten Angriff über die linke Außenbahn war zwar sehenswert, aber freilich nur noch Makulatur. Am Ende kam es sogar noch schlimmer für die Löwen. Nach einem unplatzierten Löwenabschluss versenkte der Karlsruher den Ball per Abschlag im verwaisten Löwentor zum 6:2-Schlusspunkt. Der Löwentorhüter stärkte zu diesem Zeitpunkt als sechster Feldspieler die Offensive. Kurz vor Ende der Partie, nach dem sechsten und siebten Foulspiel der Löwen, wurden den Karlsuher Kickern noch zwei Strafstöße zugesprochen, die sie jedoch beide nicht verwandeln konnten. So blieb es am Ende beim 6:2 für Villalobos.

Niederlage bedeutet Sturz auf einen Abstiegsplatz

Insgesamt war es ein verdienter Sieg der Karlsruher, der aber sicherlich um ein Tor zu hoch ausgefallen ist. Dadurch ist Villalobos wieder an den Löwen vorbeigezogen. Die Löwen befinden sich damit auf Rang 8, also auf einem direkten Abstiegsplatz.

Ausblick

Das nächste Heimspiel der Futsallöwen findet am kommenden Samstag, 16. Februar 2019, um 19:00 Uhr statt. Erneut steht ein Sechs-Punkte-Spiel um den Klassenerhalt auf dem Programm. Gegner ist Croatia Stuttgart, die derzeit einen Punkt vor den Futsallöwen liegen. Unsere Mannschaft könnte mit einem Heimsieg also die Abstiegsplätze verlassen und würde sich über Eure lautstarke Unterstützung sehr freuen. Das Spiel findet wie gewohnt in der Sporthalle an der Knorrstraße 171 statt.
Gemeinsam für das große Ziel Klassenerhalt: Auf geht’s, Löwen!

(LW + FL)

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)

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Tami Tes
Redakteur

Schade. Dann müssen wir nächste Woche die Futsallowen zu Hause zum Sieg schreien