Im letzten Jahr war der Film vom Löwen-Fan und Independent-Filmemacher Hubert Pöllmann „Ein Leben ohne 60 ist möglich – aber wozu?“ in aller Munde. Ein Film über den TSV 1860 München und seinem Abstieg von der ersten in die vierte Liga. Pöllmann reiste nach der Premiere im Münchner Gabriel Filmtheater mit dem Film in der Tasche zu vielen Löwen-Fanclubs, die in ihren Heimatorten Aufführungen organisierten. Ganze 25 Vorführungen in Bayern, NRW und sogar in Berlin standen im Terminkalender und einige werden noch folgen. Die Einnahmen von 5.000 Euro – ob aus den Vorführungen oder DVD-Verkäufen – spendete Pöllmann an das Nachwuchsleistungszentrum bzw. an die Jugendabteilung des TSV 1860 München.

Crowdfunding für den neuen Film über die Löwenfans

Hubert Pöllmann ist Löwe durch und durch. Sein Verein und die Anhängerschaft liegen ihm am Herzen und deshalb will er nicht halt machen. So wird es einen weiteren Film von Pöllmann geben. „Was wäre 60 ohne seine Fans? Ein ganz normaler Verein“ soll der Film heißen und diesen will Pöllmann den Anhängern des TSV 1860 München widmen. Geplant war ab dem Oktober 2020 mit den Dreharbeiten zu beginnen, doch mittlerweile will Pöllmann schon ab Mai seine Kamera einschalten, denn wer weiß, vielleicht bewegt sich der TSV 1860 München doch in Richtung Aufstiegsplätze und dann heißt es die Stimmung einzufangen. Denn was in diesem Film im Fokus stehen wird, sind die Löwen-Fans.

Eine Filmproduktion kostet Geld und hierbei braucht Pöllmann Unterstützung und Hilfe. Zwischen 5.000 und 10.000 Euro sollen es werden, die er über die Crowdfunding-Plattform startnext.com einsammeln will. Spender erhalten eine DVD des fertigen Films sowie eine Einladung zur Premiere. Diesmal will Pöllmann mit den Einnahmen aus seinem Non-Profit-Film nicht nur den Nachwuchs des TSV 1860, sondern auch alte und bedürftige Löwenfans unterstützen.

Für Hubert Pöllmann wird dies bereits dritter Film über Sechzig sein. Sein Erstling „Männer am Wochenende“, der ein Männerdrama über Fußball, Frauen und das ganz besondere Lebensgefühl der Münchner Löwen beschreibt, hat 2011 seine Premiere gefeiert.

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)

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Serkan
Leser

Ich war bei einer Vorführung im Fanclub dabei. Dass der Film die Reise durch die Fanclubs macht, hat ganz klar etwas Verbindendes. Die Idee dazu war sehr gut. Die Spenden für den Nachwuchs auch. Der Regisseur wirkt ebenfalls nicht unsympathisch. Korrekter Löwe! Beim Film selbst tu ich mich schwer. Ich bin nicht sicher, ob ich einen weiteren dieser Machart ertragen kann. Bock auf richtigen Trash hab ich schon manchmal. Aber wenn es um Sechzig geht auch ein Gefühl von Fremdschämen und das wurde für meinen Geschmack in dem Film ziemlich strapaziert. Keine Ahnung ob das künstlerische Absicht war.

Berger2.0
Leser

Hab mir nur die Premiere von seinen 1. Film („Männer am Wochenende“) damals im MONOPOL-Kino angetan. War froh, als es vorbei war und das Licht wieder anging. „Fremdschämen“ trifft es ganz gut. Daher hatte und habe ich auch keinerlei Interesse an den Nachfolgewerken…