Der TSV 1860 München bekommt aus dem Nachwuchsfördertopf des Deutschen Fußball-Bundes 246.000 Euro. Insgesamt drei Klubs bekommen dabei mehr.

Am meisten Geld aus dem Nachwuchstopf der Dritten Liga bekommt die mittlerweile abgestiegene Spielervereinigung Unterhaching. Manni Schwabl kann mit 465.000 Euro rechnen. Auch der FC Ingolstadt bekommt noch über 400.000 Euro. Auf dem dritten Rang folgt Dynamo Dresden. Das Geld wird bis zum 30. September ausgezahlt.

Bei der Berechnung der Ausschüttungen werden im Nachwuchsfördertopf 3. Liga zwei Kriterien berücksichtigt:

(1) Das Vorhandensein eines Leistungszentrums oder eines Leistungszentrums im Aufbau

(2) Die Einsatzzeiten von Spielern in der 3. Liga mit deutscher Staatsangehörigkeit im U 21-Alter.

Das letzte Kriterium ist übrigens sicherlich auch eine Erklärung dafür, warum der TSV oft in den letzten Minuten, für viele ohne erkennbaren taktischen Grund, junge Spieler noch einwechselte.

Erläuterung der Ausschüttung

Erstes Kriterium ist das Leistungszentrum. Zusätzlich zur bestehenden Förderung der anerkannten Leistungszentren unterhalb der 2. Bundesliga durch den DFB erhält jeder Klub der 3. Liga mit einem Leistungszentrum 100.000 Euro aus dem Nachwuchsfördertopf. Klubs, die sich im Aufbau eines Leistungszentrums befinden, werden jeweils mit 50.000 Euro gefördert. Sie müssen die Vorstufe zum Leistungszentrum erreicht haben. In der abgelaufenen Saison verfügten elf von 19 Drittligisten (ohne Bayern München II) über ein Leistungszentrum und fünf über ein Leistungszentrum im Aufbau.

Nach Abzug dieser Zuschüsse wird der verbliebene Restbetrag der insgesamt 2,95 Millionen Euro im Nachwuchsfördertopf für Einsatzzeiten junger Spieler ausbezahlt. Für die Saison 2020/2021 verteilten sich hierauf 1,6 Millionen Euro.

Nicht bekannt ist, wer beim TSV 1860 München das Geld bekommt. Einen großen Teil der Kosten des teuren Nachwuchsleistungszentrum werden vom TSV München von 1860 e.V. übernommen.

Die Gesamtübersicht der Auszahlungsbeträge

KlubAuszahlungsbetrag in Euro
SpVgg Unterhaching465.010,43 €
FC Ingolstadt405.413,85 €
SG Dynamo Dresden306.171,38 €
TSV 1860 München246.638,68 €
MSV Duisburg232.671,06 €
FC Viktoria Köln184.614,80 €
SV Wehen Wiesbaden182.911,43 €
1. FC Magdeburg157.297,03 €
1. FC Kaiserslautern147.949,80 €
1. FC Saarbrücken139.869,45 €
F.C. Hansa Rostock120.695,92 €
Hallescher FC91.077,78 €
SC Verl59.586,77 €
SV Meppen57.233,99 €
SV Waldhof Mannheim54.641,68 €
FSV Zwickau53.976,30 €
KFC Uerdingen 0522.388,64 €
Türkgücü München15.724,21 €
VfB Lübeck6126,80 €

Titelbild: (c) imago/Fotostand/Wagner

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
5 1 vote
Article Rating
Subscribe
Benachrichtige mich zu:
guest
4 Comments
neuste
älteste beste Bewertung
Inline Feedbacks
View all comments

Tami Tes
Tami Tes (@tamites)
Redakteur
3 Monate her

Haching hat durch letzte Spielwochen nur so hohe Quote erreicht, weil sie am Ende so viele junge Spieler gebracht haben, als ihnen klar war, dass sie absteigen. Schlau gemacht

bluwe
bluwe (@guest_57800)
Gast
Reply to  Tami Tes
3 Monate her

Stimmt, bei zwei Aufsteigern hat es offensichtlich auch geklappt 😉

Alexander Schlegel
Alexander Schlegel (@a-schlegel)
Leser
Reply to  Tami Tes
3 Monate her

Das stimmt. Und bei uns spielten in den letzten Spielen kaum mehr Junge. Als es um die Wurst ging, setzte Köllner dann doch mehr auf Erfahrung. Deswegen überraschen mich auch Dresden und Ingolstadt. Den beiden Teams hätte ich jetzt nicht zugetraut, dass die trotz dem starken Aufstiegsdruck, dem beide ausgesetzt waren als Top-Favoriten den Nachwuchs nicht vergessen haben. Das muss man anerkennen, auch wenn ich die Beträge insgesamt für eine Liga, die sich die Förderung des Nachwuchses aufs Panier geschrieben hat, insgesamt lächerlich gering finde.