Nach Rückstand: Löwen erkämpfen sich in Unterzahl einen Punkt beim KFC Uerdingen

KFC Uerdingen - TSV 1860 München 1:1

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Die Löwen waren heute in der Schauinsland-Reisen-Arena in Duisburg beim KFC Uerdingen zu Gast. Obwohl 1860 ab der 65. Minute in Unterzahl war, konnte die Mannschaft von Daniel Bierofka einen Punkt holen.

Trainer Daniel Bierofka veränderte seine Startelf im Vergleich zum Spiel gegen den VfL Osnabrück auf zwei Positionen. Für den gesperrten Berzel spielte Weber, für den verletzten Moll kam Winter-Neuzugang Owusu zu seinem ersten Einsatz in der Startelf.


Zunächst war die Partie relativ ausgeglichen. In der zwölften Minute kam Mölders im Strafraum des KFC zum Schuss, jedoch wurde sein Abschluss geblockt. Kurz darauf konnte 1860 im letzten Moment zur Ecke klären, als ein Uerdinger von links in den Strafraum lief. Beide Mannschaften hatten Spielanteile, doch die beiden Torhüter mussten in den ersten 20 Minuten nur selten eingreifen.

Nach etwa 20 Minuten konnte Hiller eine Ecke der Uerdinger nur mit Glück klären. Uerdingen wurde nun zwar stärker, doch 1860 konnte den Ball vom eigenen Tor weg halten. Beide Teams hatten jedoch kaum Torchancen. In der 43. Minute flankte Paul den Ball in den Strafraum, doch 1860 konnte den Ball noch aufs Tor bringen. Kurz vor dem Pausenpfiff wurde Sechzig stärker, doch die Führung gelang nicht. Somit ging es mit 0:0 in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel waren die Löwen zunächst weiter stärker. In der 49. Minute erzielte Uerdingen jedoch nach einem Konter das 1:0. Doch Sechzig antwortete nur fünf Minuten später mit dem 1:1. Nach einem Freistoß von Wein von der linken Seite köpfte Weber den Ball zum Ausgleich ein.

Nun merkte man den Löwen an, dass sie direkt nachlegen wollten. In den ersten Minuten nach dem Ausgleich hatte 1860 einige Chancen, es fehlte nicht viel zum 2:1. Uerdingen brauchte einige Minuten, um sich zu erholen. In der 63. Minute konnte Hiller gerade noch den erneuten Rückstand für die Löwen verhindern.

Kurz danach sah Paul seine zweite gelbe Karte und musste somit das Feld verlassen. Dadurch hatte Uerdingen wieder mehr vom Spiel, doch Sechzig stand hinten sicher und hatte mit Hiller einen starken Mann im Tor. In der 70. Minute spielte der eingewechselte Weeger im Strafraum zwei Gegenspieler aus, sein anschließender Torschuss war jedoch zu unplatziert. Die Löwen hatten nun zwar hinten viel zu tun, jedoch kamen sie immer wieder mit Kontern nach vorne, wie in der 73. Minute, als Mölders frei vor dem Torwart des KFC des 2:1 verpasste.

Zum Glück für die Löwen hatte Hiller heute einen starken Tag erwischt und bewahrte Sechzig in Unterzahl immer wieder vor dem erneuten Rückstand. Die Elf von Daniel Bierofka kämpfte in Unterzahl. Uerdingen warf nun alles nach vorne und drängte auf das 2:1, 1860 kam kaum noch aus der eigenen Hälfte heraus. Bei einem der wenigen Entlastungsangriffe der Löwen wurde Lex in der Nachspielzeit im Strafraum zu Fall gebracht, doch der Elfmeterpfiff blieb aus.

Am Ende blieb es beim 1:1. 1860 kämpfte in Unterzahl stark und konnte so gegen den Tabellenvierten KFC Uerdingen einen Punkt holen, wofür sie von den Fans gefeiert wurden. „Super TSV“ schallte es noch Minuten nach dem Abpfiff aus dem Gästeblock.

1860-Aufstellung: Hiller – Paul, Weber, Lorenz, Steinhart – Lex, Wein, Bekiroglu (ab 80. Lacazette), Karger (ab 85. Koussou) – Mölders, Owusu (ab 67. Weeger)

Tore: 1:0 Rodriguez 49., 1:1 Weber 54.

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Alexander Schlegel
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War kämpferisch erstklassig, zumal nach dem saublöden Platzverweis von Paul. Da er in Sachen dummen Aktionen inzwischen Serientäter ist, würde ich Paul jetzt erst mal ins zweite Glied verbannen und Weeger eine Chance geben sich auf der Position festzuspielen. Weeger ist kein Wunderverteidiger, aber grundsolide und viel berechenbarer als Paul.

Sehr gut gefallen haben mir heute Hiller und Weber. Weber war ein wirklicher Kapitän und hat sich immer wieder dazwischen geworfen, wo Not am Mann war. Natürlich hat auch bei ihm nicht alles geklappt, aber die Grundeinstellung war überragend. Und bei Hiller hatte ich heute das erste Mal das Gefühl, dass er endlich mal den eigenen Strafraum als Hoheitsgebiet des Torhüters definierte und bei Flanken endlich mal die Linie verlassen hat und mutig dazwischen gegangen ist. Das ist genau der Weg, den er weiter gehen muss. Dann wird aus ihm noch ein richtig guter Torwart.

Was mich immer etwas irritiert, ist, dass wir nach einem Platzverweis teilweise besser spielen als vorher, wenn wir komplett sind. Trotzdem wurden einige Konter wieder so kläglich vergeben, dass es manchmal schon weh tat (siehe die eine Szene gegen Ende des Spiels mit Karger und Bekiroglu, wobei da der Fehler eindeutig bei Karger lag). So etwas hat auch nichts mit Taktik und Training zu tun, sondern da fehlt einfach einigen Spielern so etwas wie Intuition bzw. Spielintelligenz bei hoher Geschwindigkeit handlungsschnell reagieren zu können. Das kann man wahrscheinlich nicht lernen, man kann es allerdings mit der Zeit kompensieren, in dem die gleichen Spieler bestimmte Automatismen auf dem Platz entwickeln. Und das kann nur der Weg von Biero sein. Wir haben leider keine Dortmunder Wunderknaben, wir müssen es anders hinkriegen.

BruckbergerLoewe
Leser

Kick and rush,wie die Woche davor und die Woche davor und …….
Spielsystem oder Verbesserung zur Vorwoche ?
Ich kann leider nichts erkennen.
Nur durch Kampf retten wir einen Punkt und ein Tor wieder mal durch einen Abwehrspieler.
Marinkovic von Burghausen wärs, der trifft wenigstens das Tor !

anteater
Leser

Na ja, Herr Bierofka hat ja schon mal erwähnt, dass er Jürgen Klopps Spielstil gut findet und der ist nun einmal am ehesten Kick and rush. Man kann es auch „Das Mittelfeld schnell überbrücken“ nennen.

In dieser Liga sehe ich insgesamt wenig spielerische Klasse, was ja nicht verwunderlich ist, da wir hier von der 3. Liga sprechen.

Von der Tribüne aus sah es nicht so aus, als hätten wir „NUR durch Kampf“ einen Punkt gerettet. Ja, Kampf gehört in dieser Liga eindeutig dazu und letzte Woche hatten wir diesbezüglich die 1. Halbzeit verpennt. Der Punkt war auf jeden Fall leistungsgerecht, gerade für Uerdingen.

Keine Ahnung warum, aber bei Burghausen scheint Marinkovic diese Saison nicht gesetzt zu sein: https://www.fupa.net/spieler/sascha-marinkovic-746542.html
Warum also den Spieler eine Liga weiter hoch holen?

1860Solution
Leser

Für mich liegt einfach der Fehler beim Trainer. Da sehe ich kein System. Was mich jedoch überzeugt ist die Mannschaft. Die kämpfen. Das finde ich Klasse.

tomandcherry
Leser

@ Bruckberger Löwe & 1860Solution

Ich hab‘s im WDR gesehen und war in der ersten Halbzeit gelinde gesagt entsetzt über das schwache Niveau beider Mannschaften. Uerdingen war sicherlich noch etwas verunsichert, was nach den letzten Pleiten keine große Überraschung war. Unsere Jungs kaum besser. Ballverluste, bei denen ich nicht wusste, ob ich lachen oder weinen sollte. Spielerisch erwarte ich sowieso nicht viel – und genau das wurde dann gezeigt.

Zweite Hälfte in Unterzahl und nach Rückstand wenigstens eine kämpferisch einwandfreie Vorstellung, mit dem Ausgleich unter gütiger Mithilfe des Uerdinger Torwarts. Dann die Riesen-Chance von Bekiroglu, als er den Ball nicht optimal annehmen kann und aus wenigen Metern vergibt.

Insgesamt ein für mich eher überraschender Auswärtspunkt, aber von einem System ist weit und breit nichts zu erkennen. Klar kann man als Mannschaft mit viel Einsatz und Kampf zu seinen Punkten kommen, aber etwas mehr Fußball darf es nach meinem Geschmack schon irgendwann sein.

Banana Joe
Leser

Spielerisch fehlt’s bei uns noch in allen Belangen, kämpferisch macht uns aber in dieser Liga niemand was vor. Den Abgang von Gridingsbums merkt man, das Team hat eine komplett andere Körpersprache als noch in der Hinrunde. War der Möchtegern-Stürmer wohl tatsächlich ein Stinkstiefel und Fremdkörper. So etwas können wir nicht brauchen, deswegen kann jeder Fan froh sein, dass er weg ist.

Die Probleme finden sich bei uns hauptsächlich an 2 Stellen:

1. die Abwehr, die noch allzu oft einem Hühnerhaufen gleicht, wobei sie heute aber überwiegend stabil standen, was auch an einem – für meinen Begriff – überragenden Weber lag. Der Junge scheint einen Riesenschritt gemacht zu haben. Hoffentlich war das keine Eintagsfliege. Hiller heute auch bockstark, wobei ich hier aber befürchte, dass es eine Eintagsfliege war. Ich täusche mich aber hier recht gerne wink

2. Das offensive Mittelfeld. Es kommt nach wie vor zu wenig in den Strafraum, Flanken und Pässe finden noch zu oft keinen Abnehmer, gehen ins Nirvane oder zum Gegner.

Ich bin durchaus der Meinung, dass Biero mehr von Fußball versteht als ich und dass er es ähnlich sieht und an diesen Schwachstellen arbeitet. Zumindest in der defensiven Leistung heute war das durchaus ein Aufwärtstrend. Wird schon noch. Absteiger sind wir keiner, ein paar Siege mehr wären aber nicht verkehrt. Dem Mölders hätte ich heute ein Tor gegönnt im Stadion seiner alten Liebe. Naja, sei’s drum, dafür darf er im nächsten Spiel mal 2 machen smile

Uerdingen mit dieser „Millionentruppe“ hat mich überrascht, und zwar nicht positiv. Aber das kennen wir ja auch irgendwie von Perreira und seinem Sauhaufen! Schlechter waren wir nicht, man hat zwar gemerkt, dass Uerdingen individuell stärker besetzt ist, aber auch ein Großkreutz oder Aigner kochen da auch nur mit Wasser. Unsere Mannschaftsleistung war im Ganzen um einiges besser. Auch ein Sieg wäre nicht unverdient gewesen. Einen dicken Pluspunkt gebe ich heute dem Biero für die Auswechslung von den zwei „Konterversagern“ Karger und Bekiroglu. Da müssen beide nochmal etwas in sich gehen, so geht’s auswärts einfach nicht.

Alles in allem bin ich mit dem Auftritt heute sehr zufrieden, auch wenn ich meine Wette auf Uerdingen verloren habe, das ist kein Aufsteiger und ein bunt zusammen gewürfeltes Team und stehen absolut unverdient dort, wo sie jetzt sind. Aber was red ich…. Investorenfußball halt! lol

tomandcherry
Leser

@ Banana Joe

Sehr gut analysiert.

Speziell Deine Einschätzung zum offensiven Mittelfeld kann ich nur bestätigen. Da werden teilweise katastrophale Abspielfehler ohne Not produziert, dass ich mich an die F-Junioren meines Kleinen erinnert fühle. Nur sind die erst sieben Jahre alt und verdienen nicht mit Fußball ihren Lebensunterhalt.

Generell gibt‘s in unserem Spiel überhaupt keine Ansätze von überraschenden Aktionen, mit denen man den Gegner mal vor größere Probleme stellen könnte. Bei gefühlt jeder Aktion weiß ich schon vorher, wo der Ball in den nächsten Sekunden landen wird.

Das Aufbau- und Umschaltspiel ist ausbaufähig, um es mal vorsichtig zu formulieren. Und dass man als Verteidiger nicht so doof sein darf und den Gegner am Trikot umreißen, wenn man bereits Gelbverwarnt ist, hat Biero dem Paul hoffentlich bereits ins Gebetbuch geschrieben.

Jetzt müssen endlich mal ein paar Dreier her, damit wir möglichst schnell aller Sorgen bezgl. des Klassenerhalts ledig sind.

Flo1860
Redakteur

Bei dem zweiten Konter, wo sich die beiden danach angebrüllt haben sehe ich die Schuld aber fast zu 100% bei Karger.
Der hat ja gefühlt 10 Sekunden zweit Beki oder ich glaube Mölders anzuspielen und will dann wieder durchstecken, nur weil das vorher schonmal ganz gut geklappt hat.
In dieser Situation aber komplett Sinnlos und Beki noch viel zu weit entfernt um da irgendwie dran zu kommen.

Sonst fand ich Karger Heute aber relativ stark…

Banana Joe
Leser

Jop Karger ist für mich derzeit ein Gewinner des Abgangs von Gridingsda!

ArikSteen
Redakteur

Die können richtig gut kämpfen – jetzt müsst halt noch a gscheite Taktik her.

Schiedsrichterleistung mal wieder unter aller Sau.

LNHRT
Leser

Was war denn am Schiri heute schlecht? Fand den absolut in Ordnung, auch wenn er etwas eher hätte abpfeifen können.

anteater
Leser

Maroh hätte er auch des Feldes verweisen können. Der hat sich, bereits mit Gelb belastet, nicht gerade zurückgehalten.

Banana Joe
Leser

Ja in Ordnung, mehr aber auch nicht. Auch in der 3. Liga kann man Schiris erwarten, die ihren Job beherrschen. Wir hatten schon schlechtere, aber auch genug bessere. 3. Liga scheint halt auch irgendwie eine Ausbildungsliga für Referees zu sein, anders kann man sich den Scheißdreck, den manche da zusammenpfeifen, nicht erklären. Er hat jetzt nicht deutlich gegen 60 gepfiffen, die Nachspielzeit war ein Witz aber er übersieht klare Fouls, entscheidet (zurecht) auf Schwalbe vom Lex, gibt diesem aber kein Gelb, was zwingend wäre und viele, viele kleine Unsicherheiten, mal lässt er weiterspielen, mal pfeift er Fouls. Inkonsequent nennt man das wohl. Beschweren brauchen wir uns aber nicht.

Flo1860
Redakteur

Stark gekämpft Löwen lion