Der Deutsche Fußball-Bund hat entschieden, dass das abgebrochene Spiel zwischen dem MSV Duisburg und dem Vfl Osnabrück wiederholt wird. Das Spiel war in der 35. Minute abgebrochen worden, nachem VfL-Spieler Aaron Opoku von einem Fan rassistisch beleidigt wurde.

Die Wiederholung des Spiels entspricht den Anträgen der beteiligten Vereine. Auch der DFB-Kontrollausschuss hatte sich für eine Wiederholung des Spiels ausgesprochen.

Stephan Oberholz, Stellvertretender Vorsitzende des DFB-Sportgerichts: “Bei dem Vorfall handelt es sich um einen nicht normierten Sonderfall, der ungeachtet eines etwaigen Verschuldens der beteiligten Vereine nach Ansicht des Sportgerichts eine Spielwiederholung rechtfertigt. Emotional und moralisch halten wir die Entscheidung des VfL Osnabrück, das Spiel nicht fortzusetzen, für nachvollziehbar. Auch hat die Intention, ein Zeichen gegen Rassismus setzen zu wollen, unsere ausdrückliche Unterstützung. Allerdings muss klar bleiben, dass das Recht zum Spielabbruch grundsätzlich allein dem Schiedsrichter zusteht. Wir weisen zudem ausdrücklich darauf hin, dass in künftigen, vergleichbaren Fällen eines Spielabbruches in Bezug auf die Spielwertung immer auch Tatintensität, Täterprofil, Zeitpunkt und Spielstand näher in den Blick genommen werden müssen.”

Über den Abbruch hatten wir hier berichtet: Rassismus-Eklat: Drittligaspiel zwischen Osnabrück und Duisburg abgebrochen

Titelbild: IMAGO / Team 2

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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