Im Interview mit der BILD Zeitung stellte der Präsident des e.V., Robert Reisinger, fest, dass der Etat des TSV 1860 hoch genug für den Aufstieg ist. Und, dass andere Vereine mit solch einem Etat den Aufstieg bereits geschafft haben. Wie kann man aus einem überschaubaren Etat das Maximum machen? Oder den Aufstieg schaffen, obwohl man weniger Geld als die Konkurrenz zur Verfügung hat? Eine Antwort: Moneyball.

Ein Kommentar

Was ist Moneyball?

Moneyball ist ein Konzept, mit Datenanalyse sportlichen Erfolg vor dem Hintergrund eines eingeschränkten Budgets zu erzielen. Seinen Ursprung hat Moneyball im Baseball in den USA. Es ist der Versuch, messbare statistische Erfolgsfaktoren zu identifzieren und Spielweise und vor allem Teamzusammenstellung darauf auszurichten. Diese statistischen Erfolgsfaktoren, Sabremetrics genannt, gehen zurück auf die Arbeit des Statistikers Bill James. Erstmals konkret umgesetzt wurde dieser Ansatz von Billy Beane und Paul DePodesta bei den Oakland Athletics in der 2002er Saison. Diese Saison war Inspiration für das Buch “Moneyball – die Kunst, ein unfaires Spiel zu gewinnen”, sowie den gleichnamigen Film mit Brad Pitt (siehe Titelbild) und Jonah Hill. Der Untertitel bezieht sich dabei auf den “unfairen” Wettbewerbsvorteil, den Teams haben, die wesentlich mehr Geld zur Verfügung haben als andere.

In den letzten Jahren haben sich die erfolgreichen Versuche gehäuft, dieses Konzept im Fussball umzusetzen. Beispiele dafür sind der FC Burnley, FC Brentford oder der FC Midtjylland. Burnley hält sich seit Jahren in der Premier League, Brentford ist letzte Saison aufgestiegen. Midtjylland hat in den letzten 7 Jahren 3 Meistertitel in Dänemark geholt. Negativbeispiele gibt es auch, zum Beispiel den FC Barnsley, der gerade Letzter in der Championship ist und nur noch geringe Chancen auf den Klassenerhalt hat.

Im Kern geht es darum, Spiele zu gewinnen. Da die Moneyball Klubs über weniger Geld als die Konkurrenz verfügen, müssen sie Marktineffizienzen identifzieren, die es ihnen erlauben, einerseits mit dem gleichen Geld mehr Punkte zu erzielen. Und andererseits langfristig mehr Geld zu verdienen und den Kaderwert und Klubwert zu steigern. Dies wird durch sportlichen Erfolg ermöglicht, aber auch durch die Verpflichtung unterbewerteter Spieler. So kann mit gegebenem Geldeinsatz mehr Nutzen erzielt, bzw. höhere Transfererlöse, wenn diese Spieler dann zum Marktwert oder darüber verkauft werden. So gelingt es, die Qualität des Kaders und den erzielten Erfolg konstant zu verbessern.

Beispiele für Moneyball

Die Standards des FC Midtjylland

Das klassische Moneyball Beispiel ist der FC Midtjylland, insbesondere seine Standards. Bereits 2015 wurden die Strategie eingeführt. Und man erzielte seitdem 3 Meistertitel und einen Pokalsieg in Dänemark. Midtjylland schaffte es in der Saison 2014/15, 25 Tore nach Standardsituationen zu erzielen, mehr als doppelt so viele wie der nächsterfolgreiche Club. Ecken, Freistöße und Einwürfe wurden massiv analysiert, trainiert und optimiert. Spannenderweise ist dies auch ein gutes Beispiel, wie schnell sich die Identifikation solcher Ineffizienzen herumspricht. In der Saison 2017/18 erzielten drei Clubs mehr als 20 Tore nach Standards. Und nur 3 Clubs von 14 erzielten weniger Tore nach Standards als das zweitbeste Team der Saison 2014/15. In der gesamten Liga stieg die Anzahl an Toren nach Standards pro Spiel von 0,55 auf 0,75.

Junge Scorer beim FC Brentford

Ein noch besseres Vorbild ist der FC Brentford. Seit Jahren verfolgt Brentford diese Strategie, und letztes Jahr wurden sie mit dem Aufstieg belohnt. Dabei hat Brentford Jahr für Jahr Schlüsselspieler verloren. Aber auch Jahr für Jahr Transferüberschüsse erzielt. 2020/21 waren das 55 Millionen Euro, 2019/20 7 Millionen, 2018/20 28,5 Millionen, 2017/18 4 Millionen und 2016/17 knapp 9 Millionen Euro. In den letzten 5 Saisons also satte 103,5 Millionen Transferüberschüsse. Wie machen die das?

Strategische Kaderzusammenstellung

Der Kader des FC Brentford wurde in den letzten Jahren so aufgestellt, dass man das Maximum an Transfereinnahmen erzielen kann und gleichzeitig eine erhebliche Rolle in der Liga spielt. Sieht man sich die Spielminuten nach Alter der Aufstiegssaison 20/21 an, ist klar ersichtlich, dass die Kaderzusammenstellung erhöhten Wert auf Spieler zwischen 21 und 25 legt. Es gab bei Brentford in der Aufstiegssaison nur 3 absolute Stammspieler über 25 mit über 2000 Einsatzminuten.

Geht man noch tiefer in die Analyse, wird klar, wo diese erfahrenen Spieler eingesetzt werden. Pinnock, Jansson und Dalsgaard sind alles Verteidiger. Warum ist das so? Weil Offensivspieler vom Markt höher bewertet werden. Das ist eine der offensichtlichsten Marktineffizienzen. Fertige Spieler sind teurer als unfertige. Und Spieler, die Tore schießen, sind teurer als die, die Tore verhindern. Es ist viel günstiger, einen guten Innenverteidiger zu kaufen als einen guten Stürmer. Sieht man sich hingegen die Tore des FC Brentford an, waren die Schützen mit Toney (25), Canos (24) und Mbeumo (21) alles jüngere Spieler. Warum? Weil Tore kaufen viel Geld kostet. Und man Spieler, die Tore erzielen, leicht und teuer verkaufen kann. Das gleiche bei den Assists. Mbeume, Toney und Canos sind auch hier in den Top 4. Dazu kommt der 25-jährige Jensen.

Scouting

“Wir wissen alles über jeden Spieler in der U18 von Tottenham”, so der verstorbene technische Direktor von Brentford, Robert Rowan. Basierend auf den analytischen Kapazitäten und der Software des Clubinhabers, Wettkönig Matthew Benham, gepaart mit traditionellem Scouting, werden interessante Transfers identifiziert. Dabei fliessen umfassende Statistiken, Tracking Data und KI-Modelle in die Entscheidung ein. Außerdem wird ein detailliertes Charakterprofil erstellt, damit sichergestellt ist, dass der Spieler zum Projekt Brentford und zur Teamatmosphäre passt.

Ein weiterer Punkt ist die Auswahl von zu scoutenden Zielmärkten. Anstatt vor allem in England zu scouten, wird in Frankreich, Holland und Dänemark gescoutet. Ähnlich hält es Midtjylland, die unter anderem die 2.Bundesliga und die türkische Süper-Ligue als günstige Märkte identifiziert haben.

Die hässlichen Entlein von Darmstadt 98

Ein etwas anderer Ansatz, den man als Moneyball interpretieren kann, wurde von Darmstadt 98 in den Durchmarschsaisons 2013/14 und 2014/15 gewählt, nachdem man 2012/13 beinahe abgestiegen war und nur durch einen Lizenzentzug die dritte Liga hielt. Darmstadt setzte vor allem auf Spieler, die bei anderen Vereinen ausgemustert waren, die aber Teamgeist, Einsatzwillen und Charakterstärke mitbrachten. Hier gelang es Dirk Schuster, eine Marktineffizienz zu entdecken und günstig Spieler einzukaufen, die in seinem System wesentlich besser waren, als es ihre Marktwerte zeigten. Und aus diesen dann eine Mannschaft zu formen, die Darmstadt aus der unteren 3.Liga bis in die Bundesliga führte. Ein Strohengel zum Beispiel, der bei Wiesbaden 3 Tore schoss, wurde zum 27 Tore Stürmer, und schaffte in der 2.Liga immerhin 9 Stück. Ein Beispiel für einen Spieler, der genau in eine bestimmte Mannschaft, ein bestimmtes System und zu einem bestimmten Trainer passt.

Moneyball bei 1860

Ähnliche Ansätze werden bereits bei 1860 gelebt. In der Saison 2020/21 waren wir eine der besten Mannschaften nach Standards. Waren extrem erfolgreich, sowohl offensiv als auch defensiv. Beispiele sind auch die Leistungen von Steinhart und Mölders letzte Saison. Was mir persönlich fehlt, ist die strategische Ausrichtung der Kaderzusammenstellung. In Bezug auf die Altersstruktur gehen wir momentan einen diametral entgegengesetzten Weg zum FC Brentford. Bei den Einsätzen nach Alter haben wir – obwohl wir angeblich ein Ausbildungsverein sein wollen – sieben Spieler über 25, die über 20 Einsätze in dieser Saison haben. Im Vergleich zu 4, die 25 oder jünger sind. Und nur 2, die unter 25 sind. Das ist für meinen Geschmack kein Ausbildungsverein. Dazu kommt, dass unsere jungen Spieler vor allem auf den Defensivpositionen zum Einsatz kommen. Sieht man sich die Spieler unter 24 an, die 13 mal oder mehr zum Einsatz kamen, haben wir in Offensive und Mittelfeld Dressel, Tallig und Linsbichler. In der Defensive Belkahia, Lang, Greilinger und Goden.

Bei unseren Toren haben wir einen Spieler, der 25 ist und 5 Treffer erzielt hat. Und 4, die über 25 sind. Bei den Assists haben wir insgesamt 4 Assists von Spielern unter 25. Das ist in meinen Augen keine ideale Ausrichtung. Wir brauchen Spieler, die offensivstark und jung sind. Diese Spieler sind es, bei denen man durch gute Ausbildung den Mannschaftswert mittelfristig signifikant steigern kann. Das ist es, was wir bei 1860 ausbilden müssen. Weil wir es uns am Markt gar nicht leisten können, diese Spieler zu kaufen. Betrachtet man die Transferabgänge in der 3.Liga der Saison 20/21 (21/22 lasse ich wegen Corona unbeachtet), haben nur 15 Spieler überhaupt Transfererlöse gebracht. Davon 6 Stürmer und 3 Flügelspieler. Und 0 Innenverteidiger. Wir haben 3 junge Verteidiger auf Niveau oder nahe an der ersten Mannschaft. Und nur 2 Offensivkräfte. Hier sollte aus meiner Sicht mittelfristig ein anderer Schwerpunkt gelegt werden, sowohl in der Kaderzusammenstellung als auch im Training (kurzfristig bin ich natürlich froh, dass wir bei 1860 so überragende junge Spieler in der Defensive haben).

Unser momentaner Weg ist deswegen aus meiner Sicht nicht zu 100% zielführend. Wir behaupten, ein Ausbildungsverein zu sein. In der Realität spielen wir aber genau das gleiche Spiel wie alle Anderen auch. Kostenlose Transfers von voll ausgebildeten Spielern, plus Spieler aus der eigenen Jugend. Unsere Spieler kommen aus der zweiten und dritten Liga, wo sich alle anderen ebenfalls umsehen. Dieses Spiel können wir nicht gewinnen, wenn wir nicht mehr Geld haben als die Anderen, deutliche bessere Arbeit machen oder deutlich mehr Glück haben. Wir müssen strategisch sinnvoll vorgehen, Schritt für Schritt, und so Saison für Saison besser werden.

Ein anderer Aspekt ist die Frage, ob man unbedingt nur für Spieler mehr Geld ausgeben muss. Oder ob man nicht lieber in Trainer, Scouts, Analysten oder medizinische Abteilung investiert. Für einen gestandenen 3. Liga Spieler bekommt man wahrscheinlich 5 Assistenztrainer. Hier die ideale Balance zu finden, und inwieweit diese bei 1860 vorhanden ist, ist als Außenstehender allerdings so gut wie unmöglich zu bewerten. Die letzten Jahre haben wir allerdings kaum Regionalliga-, Oberliga- oder A-Jungend Bundesligaspieler verpflichtet. Und schon gar keine Spieler aus dem EU oder gar Nicht-EU Ausland. Das deutet für mich darauf hin, dass im Scouting noch viel Potenzial schlummert. Umfassendes Scouting der Regionalligen und eventuell ausgewählter ausländischer Ligen, wie z.B. der zweiten Ligen in Tschechien, Polen, der Türkei, Holland, Belgien oder Dänemark.

Alles in allem bin ich der Meinung, dass der einzige Weg nach oben für 1860 – abgesehen von einem Eurojackpot eines verrückten Fans – die konsequente und nachhaltige Ausrichtung auf die Verbesserung der Mannschaft und des Umfelds ist. Die konsequente und ruhige Arbeit im finanziellen Bereich finde ich sehr positiv. Einen stärkeren Fokus auf die Identität als Ausbildungsverein fände ich wünschenswert. Wir müssen besser arbeiten als die anderen. Weniger Geld ausgeben. Das Geld vor allem besser ausgeben. Das kann dann manchmal schmerzhaft sein, und die Schlüsse, die gezogen werden, das Gegenteil des Selbstverständlichen. So sehe ich zum Beispiel eine Hiller Verlängerung im Gegensatz zu den meisten Anderen nicht als selbstverständlich an. Warum? Weil Marco Hiller eventuell zu gut und zu teuer für uns ist, wenn wir mit Kretzschmar einen wirklich guten Ersatzmann haben, der zwei Jahre jünger ist, und wahrscheinlich um den Faktor 2-3 günstiger ist.

Abschließend bin ich zuversichtlich, dass die Vereinsführung und die sportliche Führung in der Lage sind, eine treffende Analyse der aktuellen Saison vorzunehmen und die richtigen Schlüsse abzuleiten. Wichtig ist dabei vor allem, dass man mit einer gewissen Demut an solch eine Analyse herangeht und sich nicht mit zu vielen Eitelkeiten aufhält. Jeder macht Fehler, und erfolgreiche Menschen machen mehr Fehler als andere. Aber lernen dann aus diesen. Ich hoffe, dass dies beim TSV ebenfalls stattfinden wird, damit der Weg nächste Saison wieder nach oben zeigt.

Titelbild: IMAGO / Mary Evans

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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Farkla60

Spannender Artikel. Könnte mir aber vorstellen, dass Moneyball für 60 nicht das komplett passende Konzept ist. Das was 60 ausmacht sind einfach auch die Fans drum rum mit aller Leidenschaft und allen Emotionen wenn vom Absturz bis Aufstieg immer alles möglich ist und passiert. Und wenn man ein Traditionsverein mit großer Fanbasis ist dann braucht man vielleicht die ein oder anderen Namen und Identifikationsfiguren damit Fans und Investor bei Laune sind um für den Verein Geld auszugeben. Was denkt ihr darüber?

anteater

Der Name kann ja auch ein gestandener Abwehrchef sein. Thomas Miller und Reiner Maurer waren ja schon beliebte Namen bei den Fans in den 80ern und 90ern, nicht nur Roland Kneißl.

juergen

siehe auch Union Saint-Gilloise in Belgien…mit Undav als Aufsteiger auf dem Weg zur Meisterschaft…
https://www.kicker.de/aufsteiger-auf-meisterkurs-wie-viel-maerchen-steckt-wirklich-in-union-saint-gilloise-889601/artikel

Widto

Ein guter SD würde reichen dazu ein Trainer der junge Spieler besser macht und sie nicht nur auf der Bank lässt, sondern auch länger spielen lässt.
Wir konnten ja nicht mal einen RL Spieler verpflichten, also hilft uns auch Moneyball nicht, vielleicht Leute in der Führung die von Fußball was verstehen

Last edited 4 Monate her by Widto
twchris

Hat aber bei den A’s auch nur kurz funktioniert. Hatten in den 1980ern teilweise Erfolg und haben 89 die World Series gewonnen und seit damals auch nichts mehr zerissen.

Michael

Kennst dich sehr gut aus, Kompliment. War der letzte von bisher 9 World Series Siegen.

anteater

“World Series” für einen Wettbewerb, an dem nur Teams aus einem Land teilnehmen. Wenn ich das schon lese, bekomme ich Pickel.

Michael

Baseball ist Kult in den USA, die erste Meisterschaft war schon im Jahr 1903.

anteater

Dennoch sind die USA nicht die Welt  😉 

Fußball ist in England Kult. Der erste nationale Wettkampf wurde dort 1871/72 ausgerichtet. Sie haben es nie Welt-Irgendwas genannt, weil es halt, wie die “World Series”, ein nationaler Wettbewerb ist.

anteater

Von den sechs Offensivspielern der RL Bayern, die maximal 23 sind, nicht schon bei einer Zweitvertretung eines höherklassigen Klubs und im oberen Bereich der Torjägerliste auftauchen, sind vier im Winter zu höherklassigen Klubs gewechselt. Da haben wir schon mal nicht rechtzeitig zugeschlagen.

Zu Beginn der Saison hab ich mal in der RL Nordost geschaut. Da hatte einer mit 21 in 6 Spielen 8 Tore und 4 oder 5 Vorlagen. Den hat schon Halle verpflichtet. Ein anderer, 19, Linksaußen, 20 Spiele, 8 Tore, Union Fürstenwalde. Für den ist Sechzig ein großer Name. Tja, für € 50.000 im Winter nach Osnabrück.

Und das ist nur mit einfachsten Statistiken. Die anderen Klubs schauen auch, also müssten wir auch schnell sein.

anteater

Vermutlich sind die bei uns nicht auf Zetteln.

Hier, noch einer, von Chemie Leipzig mit MW 75k zu Meppen. Jetzt ist der MW 200k: https://www.transfermarkt.de/morgan-fassbender/profil/spieler/346309

Ich bin kein Scout und ich analysiere auch nicht dauernd irgendwelche Statistiken, aber mir fällt schon auf, dass andere Klubs sich deutlich besser an den unteren Ligen bedienen, als wir es machen. Gut, wir machen es so gut wie gar nicht.

Marcel Prohaska

Recht hast Du! Problem ist aber natürlich auch, dass die U19 und U21 wegen Corona viel zu wenig Spielpraxis hatten.

Kassenwart

Wunderbare Analyse. Flyn. Tallig war letzte Saison so ein Spieler, Linsbichler sollte es auch sein. Mit Greilinger und Goden haben wir durchaus Kandidaten, die in dieses Schema passen. Aber ich bin bei Dir: Lieber würde ich fünf 16jährige Stürmertalente jeweils einen Privatchauffeur zahlen als einen 30jährigen ins Team zu holen.

Hier muss aber der e.V. gute Arbeit liefern. Erst bei den 18-20jährigen anzusetzen halte ich für falsch. Der eV hätte die finanziellen Mittel und würde damit auch das Thema A-Jugend Bundesliga wieder in den Griff bekommen. Das Problem liegt also nicht in der KGaA sondern eigentlich in der Jugendarbeit des e.V

Kassenwart

Da ist dann auch wieder die Frage, wie lange gibt man den potentiellen Kandidaten. Nimm man Linsbichler als Beispiel: Das erste Jahr zählt nicht, da er komplett ausgefallen wir. Dieses Jahr ist quasi sein erstes. Und schon jetzt schimpfen die meisten Fans, wenn er aufgestellt wird.

Bei uns muss der Spieler sofort einschlagen, da ohm das Umfeld keine Zeit gibt. Ich denke daher, dass man wirklich früher zuschlagen muss. Und dann halt in die die wirklich guten Talente investieren.

Klar haben wir Talente aus der Jugend in der Mannschaft. Aber einer der Qualität Bender oder Neuhaus ist wohl nicht dabei. Wirklich außergewöhnlich Spieler bringt die Fußballabteilung nicht mehr hervor. Daher muss da die Qualität (u.a.Trainer) deutlich erhöht werden.

anteater

Die meisten unserer Jugendmannschaften spielen halt auch nicht (mehr) in der höchsten Spielklasse. Das ist für die größten Talente dann kein Anreiz.

United Sixties

Interessante Ansätze, aber nie eins zu eins übertragbar oder gar nachzuahmen. Sechzig muss vernünftig wirtschaften und im Sportbereich vernünftig ausbilden ggf. noch besser und vor allen Dingen das Scouting enorm ausweiten wie verstärken…U- Bereiche aus Bayern, Österreich, Schweiz und die jungen Regionalligatalente holen.