Am kommenden Sonntag trifft 1860 München am 16. Spieltag auf die zweite Mannschaft des FC Bayern. Der Sinn bzw. Unsinn von Reservemannschaften im Profibetrieb der 3. Liga war schon oft Gegenstand leidenschaftlicher Kontroversen.  Auch wenn sich die Begeisterung über den Gegner aus Harlaching in Grenzen hält, werden die Löwenfans die Mannschaft von Michael Köllner bei dessen Premiere im Stadion an der Grünwalder Straße wieder lautstark unterstützen.

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Michael Köllner – Viel Glück in Giesing (c) Silesia711 , CC BY-SA 4.0

In den Jahren vor Einführung einer dritten Profiliga fanden in der ehemaligen Regionalliga Süd regelmäßig Derbys zwischen den beiden Amateurmannschaften statt. Das Zuschauerinteresse an diesen Begegnungen steigerte sich in den Jahren nach 2004 sukzessive, was am Bundesligaabstieg der Löwen lag. Das Ama-Derby wurde bei den Fans und in den Medien zum „Ersatzderby“. Waren im Jahr 2000 lediglich 1.500 Zuschauer zu Partie 1860 II gegen Bayern II ins Grünwalder Stadion gekommen, waren es nach 2010 regelmäßig über 12.000 Zuschauer. 

Ein besonders mitreißendes Ama-Derby mit dramatischen Spielverlauf wurde den Zuschauern auf Giesings Höhen am 03. August 2007 vor 6.660 Zuschauern geboten. Vor allem die Löwenfans dürften ihr Erscheinen an diesem Freitagabend nicht im Geringsten bereut haben. Vor 12 Jahren war die Nachwuchsarbeit der Münchner Löwen im Vergleich zu der des FC Bayern weitaus erfolgreicher und beim DFB hochangesehen. Blickt man auf die Mannschaftsaufstellung der „Amateure“ vom 2. Spieltag der Regionalligasaison 2007/08 fallen sofort die vielen Spieler auf, die in ihrer weiteren Karriere nicht nur den Sprung in das Profigeschäft geschafft haben, sondern vereinzelt gar in der Champions League aufliefen. 

Talentschmiede 1860 München Amateure

Alexander Eberlein, Christoph Burkhard, Benjamin Schwarz und Dominik Stahl sind Spieler aus der Nachwuchsmannschaft vom Sommer 2007, die kurz darauf den Sprung in den Profikader schafften und für 1860 München in der 2. Liga auf dem Platz standen. Björn Ziegenbein spielte nach seiner Zeit bei den Amateuren zunächst ebenfalls für die Profimannschaft der Löwen, bevor er weitere Jahre bei Wehen Wiesbaden und Hansa Rostock in der 2. Liga absolvierte. Neben Ziegenbein schaffte auch mit Manuel Schäffler ein weiterer „Amateur“ vom 03.08.2007 den Sprung nach oben. In der aktuellen Saison trifft Schäffler regelmäßig für Wehen Wiesbaden in der 2. Bundesliga. Jose Holebas schaffte zunächst den Sprung in die erste Mannschaft von 1860 München, von dort zu Olympiakos Piräus und später zum AS Rom. Sowohl für Piräus als auch später für die Römer lief Holebas international in der Europa League und Champions League auf. Julian Baumgartlinger, der an diesem Tag ebenfalls in der Startelf der Amas stand, ist bereits seit vielen Jahren ein gestandener Bundesligaprofi und spielt aktuell gemeinsam mit den Bender-Zwillingen für Bayer Leverkusen in der Champions League. Steven Purdy wechselte im Jahr 2009 von 1860 München II direkt in die USA in die Major League Soccer und spielte dort für FC Dallas, den Portland Timbers und CD Chivas. Trainer der Amateurmannschaft 2007/08 war Uwe Wolf, der später für kurze Zeit selber Cheftrainer bei den Profis wurde.

Phantastischer Kampf der Amas gegen FC Bayern II

Jose Holebas
(c) Ampfinger , CC BY-SA 3.0

An diesem sommerlichen Freitagabend gingen die Löwenamateure gegen die Konkurrenz aus der Seitenstraße hochengagiert zu Werke und konnten sich bereits nach kurzer Spieldauer ein deutliches Übergewicht erarbeiten. Nach einer sehenswerten Ballstafette mit drei Direktpässen in Folge war in der 22. Minute die Bayernabwehr ausgehebelt und Manuel Duhnke stand frei vor dem Keeper. Duhnke umkurvte Thomas Kraft ohne größere Probleme und schob unbedrängt zur Führung ein.

Aber bereits 10 Minuten später kam der Gast aus Harlaching mit seinem ersten nennenswerten Spielzug zum leicht glücklichen Ausgleichstreffer. In der zweiten Halbzeit bauten die Löwen ihre spielerische Dominanz weiter aus, erarbeiteten sich beste Torchancen, aber es war wiederum der Gast, der in der 67. Spielminute mit seinem ersten Torschuss in der zweiten Spielhälfte die Führung erzielte. Die Führung der Bayern-Amas war unverdient und das Spiel dadurch auf den Kopf gestellt.

Nach zwei Pfostentreffer der aufopferungsvoll kämpfenden Löwen in der Folgezeit machte sich gegen Ende des Spieles Resignation in der Stehhalle breit. Dieses Ama-Derby erinnerte in seinem Spielverlauf an das eine oder andere Bundesligaderby, als der ungeliebte Nachbar mehrfach am Rande einer Niederlage stand, diese aber irgendwie noch verhindern konnte. Aber etwas war an diesem Tag im Sommer des Jahres 2007 anders. Nach 83 Minuten war das Glück des FC Bayern endlich aufgebraucht.

Nach einer zu kurzen Kopfballabwehr eines gegnerischen Abwehrspielers nahm Björn Ziegenbein an der Strafraumgrenze Maß und drosch den Ball per Dropkick absolut unhaltbar ins lange Eck. Es herrschte in der Stehhalle große Erleichterung darüber, dass der großartige Kampf der Amas gegen den FC Bayern wenigstens mit einem Punkt belohnt werden würde. Die Fans feierten noch den hochverdienten Ausgleich, als Manuel Schäffler am Strafraum mit einem sehenswerten Hackentrick seinen Gegenspieler im roten Trikot tunnelte und in Richtung Tor zog. Der Torwinkel war eigentlich zu spitz, aber Schäffler versuchte es trotzdem und hielt kompromisslos drauf. Mit einem weiteren Tunnel überwand er den verdutzten Gästekeeper zur nicht mehr für möglich gehaltenen Löwenführung.

Die FC Bayern-Fans im Block Q glotzten Bauklötze und in der Stehhalle ging sprichwörtlich der Punk ab. Auf den Sitzen vor Begeisterung hüpfende Sechzgerfans und ein infernalischer Lärm im Grünwalder Stadion boten beim Siegtreffer ein herrliches Bild. Binnen einer Minute hatten die Amas ein verloren geglaubtes Spiel gegen Bayern II gedreht.

Bitte am kommenden Sonntag wiederholen!            


Bilder, soweit nicht angegeben: (c) Löwenbomber

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)

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blau91
Redakteur

Sauba Tom. Sensationeller Bericht.

Die Fieberkurve bis Sonntag zeigt steil nach oben. Ich kann es kaum erwarten in der Kurve zu stehen.

Auf gehts Löwen, kämpfen und siegen.

Walter Rädler
Gast
Walter Rädler

Peinliches, fehlerhaftes Plakat, wunderbarer Abend. Da hätte es andere schöne Bilder zur Auswahl gegeben!
fließt => nach ie kann kein Doppelmitlaut kommen. Wenn die Plakatmaler aus der Schweiz kommen würden, wäre es o.k, da gibt es das ß nicht.

Blue Power
Leser

Booooaaaahhhh bin ich aufgeladen, am Sonntag gibts für die rote Brut auf die Fr…. ?

DjangoNY
Leser

… wir sind die weißen , wir sind die blauen, wir sind diejenigen die ….. wink smile Auf geht´s Löwen, Kämpfen und Siegen !!

DjangoNY
Leser

Und am Sonntag hauen wir die rote Brut auch wieder weg smile smile
Schön wird’s.
#elil

TF1860
Leser

Toller Bericht! Danke dafür und das Wecken der Erinnerungen an diesen geilen Abend.

Löwen Chris
Gast
Löwen Chris

Aber leider halt nur ein Sieg gegen die „kleinen“ Bayern und das wird sich mit diesem Präsidium auch so schnell nicht ändern. Mittlerweile habe ich die Hoffnung bei unserer Vereinsführung allmählich aufgegeben, nochmal ein „echtes“ Derby erleben zu dürfen. Ein bisschen hoffe ich noch auf die nächste Wahl und 50+1! Ansonsten einfach ELIL, auch wenn es manchmal sehr weh tut!

anteater
Leser

Es ist die Überschuldung, die ein gesundes Wachstum und somit eine sportliche Genesung verhindert. Und diese Überschuldung hat ein gewisser Herr Ismaik zu verantworten. Wie Sie aus einem Artikel zu einem Spiel der zweiten Mannschaften eine Lügengeschichte über das aktuelle Präsidium machen, das ist zum Fremdschämen! Hoffentlich müssen Sie nicht mal meine Rente erwirtschaften.

Loewen Chris
Leser

Mein Kommentar schmälert doch nicht die damalige tolle Leistung der zweiten Mannschaft. Jedoch sollte man auch die Kirche im Dorf lassen… „Echte“ Derbies waren und sind die beiden ersten Mannschaften zweier Vereine, alles andere ist reine Augenwischerei.
Herr Ismaik hat mit Sicherheit zum jetzigen Schuldenstand beigetragen, jedoch ist es doch Fakt, dass der Verein schon vor dem Einstieg total überschuldet war und genau dieser Herr den Verein vor der Insolvenz „gerettet“ hat. Meiner Meinung nach hat der Verein nur zwei Optionen: entweder vernünftig, erfolgsorientiert investieren (und dies ist momentan nur mit HI möglich), sicherlich mit der Gefahr, dass bei Nichterfolg die Insolvenz immer unausweichlicher wird. Oder aber dem Konsolidierungskurs von Herrn Reisinger folgen, um dann bedeutungslos in den Niederungen des Amateurfußballs zu verschwinden. Erfolg bedeutet auch in den allermeisten Fällen Risiko. Aber was hat der Verein noch zu verlieren? Durch den RR-Kurs verschwindet der TSV 1860 München in der Bedeutungslosigkeit der Fußballwelt!
Wenn Sie sich für mich fremdschämen ist das ihre Sache. Ich habe weder die Leistung der Zweiten geschmälert noch irgendjemanden beleidigt. Sie wiederum haben mich sinngemäß als Lügner tituliert! Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass es kein echtes Derby ist, wenn eine erste Mannschaft gegen eine Zweite eines Vereins antritt und dass ich die Befürchtung habe, dass es ein echtes Derby mit dieser Vereinsführung wahrscheinlich nicht mehr geben wird. Dies ist meine persönliche Meinung, nicht mehr und nicht weniger!
Im übrigen kann ich den Zusammenhang zwischen ihrer zukünftigen Rente und meiner Meinungsäußerung nicht nachvollziehen. Aber keine Sorge, da ich selbständig bin zahle ich privat in meine persönliche Rente ein und sie brauchen sich nicht auf meine Beitragszahlungen verlassen wink
Ich finde es nur etwas traurig, dass man bei anderen Meinungsäußerungen gleich die Sachebene verlässt und persönlich wird.
Ich wünsche trotzdem noch einen schönen Tag! #ELIL

Helmut
Leser

Hallo Chris, im Grunde kann ich dich verstehen aber das Thema ist so sensibel daß ein falsch gesetztes Komma bereits ein Erdbeben auslösen kann!
Deshalb lassen wir (ganz im Sinne der Seitenbetreiber) die Politik aussen vor und freuen uns nur auf das Derby!
PS: Egal wer ins Stadion kommt, willkommen sind Sie alle, aber die drei Punkte bleiben bei uns!!
Auf die Löwen, auf den Sport,auf den Fußball, auf die Kameradschaft und auf ein Freundschaftsbier! Zusammenhalten und die Mannschaft unterstützen, so finden wir alle zusammen!

anteater
Leser

Der Verein ist sehr solide finanziert. So gut, dass er die KGaA finanziell entlasten kann. Stand jetzt ist die KGaA überschuldet. Ja, schon lange und aufgrund dessen, dass man immer mehr und das schneller wollte, als es gesund war.

Auch wenn wir jetzt auf Pump aufsteigen, wird die finanzielle Sitation nicht zwangsläufig besser. Mehr Einnahmen gehen dann an höhere Gehälter und ggf. auch Ablösesummen. Im Schnitt machen die Zweitligisten 1,5 Mio Gewinn. Wenn wir jetzt mit 10 Mio zusätzlichen (!) Schulden aufsteigen, dann bräuchten wir schon 6+ Jahre, um das zurückzuzahlen.
Der Konsolidierungskurs ist jener von Herrn Fauser. Laut Herrn Bay ist dieser alternativlos (es sei denn, man strebt eine Insolvenz an).
3. Liga ist nicht Amateurfußball und auch nicht bedeutungslos!
Die Sachebene haben Sie mit Ihren Bemerkungen zum aktuellen Präsidium verlassen. Denken Sie mal darüber nach, wie viele echte Derbys wir seit Herrn Ismaiks Einstieg hatten.

DjangoNY
Leser

vernünftig und HI sind leider ein Widerspruch in sich smile
Aber ich kann Sie beruhigen, wir werden nicht in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Einige sehen halt die Bedeutsamkeit ’nur‘ in der 1. BL und oder CL . Dafür gibt´s aber in der Seitenstraße so einen Grattlerverein, der würde diese beiden Kriterien erfüllen .

Loewen Chris
Leser

Sie müssen mich nicht beruhigen… Ich bin auch noch Löwenfan wenn wir bis in die Kreisklasse absteigen sollten. Aber nicht wir sind die Zukunft des Vereins, sondern die nachkommenden Generationen und von diesen werden immer weniger Löwenfans sein, je tiefer unsere Löwen spielen. Jugendliche und neue Fans kommen eben nun mal mit dem Erfolg! Irgendwann sterben die „alten“ Fans aus, und dann? Ich habe drei Kinder, denen ich das blaue Blut vermitteln möchte. Aber in der Schule sind sie fast schon Außenseiter, da der größte Teil ihrer Schulkameraden die Seitengassler anhimmeln. Ich wünsche mir, dass unsere Löwen zukünftig wieder erfolgreichen Fußball spielen um auf Dauer die Attraktivität dieses tollen Vereins weiter erhalten zu können. Mir ist jedoch nicht ersichtlich, wie dies mit dem Konsolidierungskurs zu bewerkstelligen sein könnte. Eine solche Konsolidierung würde Jahrzehnte beanspruchen und auch ihnen muss klar sein, dass früher oder später nicht einmal mehr die Dritte Liga zu halten ist. Sicherlich ist 3. Liga nicht Amateurfußball, aber in dieser Liga ist auch kein Gewinn zu erwirtschaften, besonders dann, wenn man Mieter eines Stadions ist (Stadt München). Ohne Investitionen und Risiko gibt es keinen Erfolg (wie übrigens in der freien Wirtschaft auch)!
Ja, wir hatten seit Ismaiks Einstieg kein einziges Derby mehr und „ja“, die Abstiegssaison hat Unmengen an schulden mit sich gebracht, da sich Ismaik, aber auch die Vereinsführung und der VR (Reisinger p.p.) verzockt haben. Klar war dies fatal, aber wenn man Risiko eingeht, muss man natürlich auch damit rechnen, dass es nach Hinten losgehen kann! Genau aus diesem Grunde sollte man aber dankbar sein, dass HI noch einmal investieren würde. Glauben Sie denn ernsthaft, dass sie beide einen schuldenfreien TSV noch erleben dürfen bei dem Konsolidierungskurs ? Wer sagt, dass Herr Bays Meinung über die Alternativlosigkeit die einzig wahre ist? Angeschlagene Unternehmen werden sowohl durch Konsolidierung (meistens leider durch Einsparung der Arbeiter) aber auch durch Neuinvestitionen wieder nach Vorne gebracht. Ich gebe Herrn Bay Recht, eine Konsolidierung ist alternativlos, aber nur dann, wenn kein Geldgeber mehr zur Verfügung steht! Meiner Meinung nach funktioniert nur ein Weg: Investition => sportlicher Erfolg => Aufstieg(e) => höhere Einnahmen => gemäßigte Finanzpolitik (Spieler, Gehälter…) => dadurch Schuldenabbau auf einen übersehbaren Zeitraum.
Wo im Übrigen habe ich mit meinem Satz zur Vereinsvorstandschaft die Sachebene verlassen? Ich habe nur damit zum Ausdruck gebracht, dass ich mit deren Kurs nicht zufrieden bin, da ich befürchte, dass es dadurch nie mehr zu einem echten Derby kommen wird! Was ist daran unsachlich oder persönlich! Für mich ist und bleibt 60 mein Herzensverein, aber unsere derzeitige Vorstandschaft befindet meines Erachtens auf einem Holzweg. Wie schon gesagt, dies ist meine Meinung und ich denke aber auch vieler anderer. Und deshalb hoffe ich wie schon erwähnt, dass 50+1 bal fällt, dass diese Vereinsmeierei endlich aufhört und 60 wie ein Unternehmen professionell geführt wird (nicht von HI, sondern von ihm eingesetzte Exoerten und Fachmänner) und auch auf die nächsten Wahlen, wiederum in der Hoffnung dass genügend Unzufriedene zur Wahl gehen! Ich spreche ihnen beiden nicht ab, dass ihr Herz für Sechzig schlägt, aber ich fest davon überzeugt, dass das Festhalten an dem Kurs von Reisinger der falsche Weg ist. Nun die Zukunft wird es zeigen! Hoffen wir das Beste für unsere Löwen!

anteater
Leser

Wie viele Andere hier bin ich zu Bayernligazeiten zu Sechzig gekommen und da hatte ich durchaus auch die Wahl zu den Roten zu gehen. Und so wird es immer bleiben. Die einen gehen den einfachen Weg zum Hochglanzfußball im Plastikstadion und andere finden es bei Sechzig attraktiver.

Und künftige Generationen werden ganz andere Sorgen haben als zu welchem Klub sie jetzt gehen.

Loewen Chris
Leser

Ich habe auch zu Bayernligazeiten mein Herz den Blauen verschworen…
Auch ICH gehe den „schwereren“ aber meines Erachtens schöneren Weg!
Ich gebe Ihnen auch in einer gewissen Weise Recht, dass die nachfolgenden Generationen es bestimmt nicht leichter haben und mit vielen Problemen konfrontiert werden. Jedoch kann ich ihre Einstellung zu 60 „nach mir die Sintflut“ nicht teilen. Der Verein muss doch zukunftsorientiert geführt werden und dies ist letztendlich ohne neue Jugend und damit auch Erfolg nicht möglich!

anteater
Leser

Eine „nach mir die Sintflut“-Einstellung habe ich sicher nicht.

Nach Ihrer Logik hören die Leute nur Helene Fischer, Grönemeier etc., und niemand Punk oder Metal, weil die nie in den Charts sind. Es gibt überall Mainstream und Subkultur, alternative Szenen. Sechzig ist halt nicht Mainstream!

Loewen Chris
Leser

Da haben Sie mich missverstanden… Mir ist bewusst dass Sechzig nicht Mainstream ist. Wenn ich das wollte, wäre ich zu den Roten gegangen. Jedoch hat 1860 ein enormes Potential, nämlich die Fanbasis. Warum ist diese vorhanden? Sie stammt aus den erfolgreichen 60er und 90er Jahren, hauptsächlich aus den 60er. Fahren Sie einmal auf´s Land und schauen sich in den örtlichen Fußballvereinen um… Fast kein einziger Jugendlicher trägt noch ein Löwentrikot. Wo das Auge hinschaut, sieht man diese roten Fetzen… Woran liegt das? 60 braucht auf Dauer auch wieder Erfolg um diese tolle Fanbasis zu erhalten, denn wir „Alten“ sterben irgendwann weg! Um bei ihrem Beispiel zu bleiben: Auch Punk- und Metallbands benötigen Erfolg und zahlreiche Fans um nicht irgendwann im Nirvana zu verschwinden oder soll es vielleicht irgendwann der Anspruch sein, dass 1860 vor 1500 Zuschauern gegen den TSV Erding spielt und nur noch im Münchner bzw. Erdinger Lokalteil darüber berichtet wird?! Ich möchte 60 weiterhin im Profifußball sehen, alles andere wäre mehr als traurig für diesen traditionsreichen Verein!

anteater
Leser

Wir spielen aber nicht vor 1.500 Zuschauern gegen Erding! Warum manche Leute solche Quatschbeispiele bringen, das ist mir ein Rätsel.

Loewen Chris
Leser

Ich sage ja nicht, dass es jetzt, oder morgen oder nächstes Jahr so sein wird. Ich befürchte doch nur, dass bei lang anhaltender Erfolglosigkeit die Zahl der Fans und Stadionbesucher erheblich schrumpfen wird.

anteater
Leser

Ich bin da eher ein optimistischer Mensch.

Loewen Chris
Leser

Ich würde mich ja freuen wenn Sie recht behalten…

Bine1860
Leser

Löwen Chris
Das Problem sind doch die Lizenzauflagen = keine neuen Schulden.
Dazu kommen die Strafzahlungen an den DFB wegen negativen Eigenkapitals. Letze Saison waren das die 5% der Summe (150.000€), nach dieser Sason sind es 10% und nächste Saison ist es dann Punktabzug.
Daher ist „keine neuen Darlehn“ alternativlos. Das heißt Ismaik muss um die Strafe von 300000 Euro zum Jahresende zu verhindern, wieder Darlehn in Genusscheine umwandeln (und zwar rechtzeitig) Macht er das nicht müssen die 300.000 gezahlt werden, diese hat man also zurückgelegt, anstatt dass man das Geld für den Kader nimmt, da man nicht sicher ist, was Ismaik machen wird.
Neue Investitionen gehen nur in Form vom Genussscheinen oder eben der Kapitalerhöhung sonst ist die Lizenz weg.

Anmerkend sei dir gesagt, dass 2016/2017 Reisinger stellvertreternder Verwaltungsrat war und keine Entscheidungsgewalt gehabt hat. Im Gegenteil, man war mit Cassalette und der KgAa immer im Klinsch, weil man die Wege des Investors so nicht gehen wollte und daraufhin wurde einfach alles über die Köpfe des VR hin gemacht. Da gibts einige Quellen dazu im Netz auch bei demjenigen wo du die falsche Information her hast, nur halt von damals). Und wir alle wollen doch 60 wieder erfolgreich sehen, das ist doch klar. Die Jugend wird doch hier gefördert wies nur geht, aber auch da blockiert ein Ismaik. Warum stimmt er denn der temporären Überfürhung der 2 U Manschaften in den ev nicht zu? Das würde sogar Geld frei machen für den Kader der 1. ?

Loewen Chris
Leser

Ich gebe dir ja Recht, mir wäre auch in Investor lieber der nicht von Vornherein alles blockiert! Aber momentan ist es doch „alternativlos“ mit ihm zurechtzukommen!
Aber irgendwie muss es doch einen Zwischenweg geben zwischen neuen Schulden und kaputtsparen, oder???

anteater
Leser

Sparen = weniger ausgeben als man hat.

Das macht Sechzig? Das wäre mir neu.

Loewen Chris
Leser

Dann halt nix investieren… Aber egal welcher Weg letztendlich eingeschlagen wird, ich hoffe auf eine gute Zukunft für unsere Löwen!

Bine1860
Leser

Loewen Chris
wir sparen uns doch nicht kaputt, wir gehen doch eben jenen Zwischenweg! Leider verwechseln ganz viele konsolidieren mit sparen. Natürlich können wir momentan nix sparen, alles Geld was irgendwie irgendwoher kommt wird ausgegeben oder muss zurückgestellt werden wegen HI. Man sucht auf Hochtouren nach Geldgebern (klappt ja auch ganz gut in „kleinem“ Rahmen, wie man es für diese Saison gesehen hat – Berzel finanziert durch Sposoren + Fans, Trainsingslager geschenkt bekommen etc.. fürs Winter-Trainingslager hat man jetzt auch Sponsoren gefunden). Wir haben trotzdem den 8. teuersten Kader der Liga!
https://loewenmagazin.de/die-konsolidierung-der-tsv-muenchen-von-1860-gmbh-co-kgaa-was-sie-fuer-den-klub-bedeutet/

Bine1860
Leser

Besser so als so weiter machen wir vor und nach 2011 !!!

Loewen Chris
Leser

Ich habe mir jetzt beide Seiten angehört … db24 und hier. Und ganz ehrlich, ich weiß immer noch nicht, was letztendlich der bessere Weg. Im Grunde bringen beide Seiten mehr oder weniger vernünftige Argumente vor. Letztendlich wird es die Zukunft zeigen… Meine rein persönliche Meinung ist, dass RR und HI nicht unbedingt ein PR Aushängeschild sind für unseren Verein und dass beide Seiten Fehler gemacht haben. Hoffen wir auf das Beste für unseren Verein!

Kranzberg
Leser

Das war ein großartiger Abend.