Der TSV München von 1860 e.V. ist längst in der heißen Phase rund um den Wahlkampf für die Mitgliederversammlung 2018. Erstaunlich: Auch das aktuell gestartete Crowdfunding für die FUTSAL-Löwen wird dabei zum Politikum. User in den sozialen Netzwerken werfen dem Präsidium vor, nicht einmal Geld für die einzelnen Abteilungen zusammen zu bekommen. Damit wird der Wunsch nach mehr finanziellen Mitteln der FUTSAL-Löwen plötzlich Thema rund um den Wahlkampf.

Der wesentliche Punkt jedoch: Beim TSV München von 1860 e.V. ist es gerade erwünscht, dass die Abteilungen sich eine gewisse Selbstständigkeit bewahren und auch ihre eigene Buchführung haben. Bei den FUTSAL-Löwen geht dies sogar soweit, dass sie auch auf keine Unterstützung der Fußballabteilung hoffen können. Roman Beer, Abteilungsleiter der Fußballer, fährt hier eine ganz klare Schiene. Das stößt nicht bei allen auf Verständnis.

Auch im Hinblick auf den Ausrüster sind die Abteilungen vollkommen frei in der Wahl. Macron ist Unterstützer der KGaA und damit der Profimannschaft. Die e.V.-Mannschaften haben keine Verträge mit dem Ausrüster und müssen nach anderen Gesichtspunkten ihre Trikots auswählen. Dabei geht es vor allem um die Finanzierbarkeit.

Im Endeffekt ist es egal, ob es nun die Behindertensportabteilung, die Turnabteilung oder die Boxer sind: Jede Abteilung ist für ihren zusätzlichen Haushalt, der über die Fördergelder hinausgeht, selbst verantwortlich. Werner Landmann, Kandidat für den Verwaltungsrat und Mitglied der Wassersport-Abteilung, hat hierzu eine klare Meinung. Das Präsidium sollte sich nicht nur aus dem Tagesgeschäft der KGaA so gut wie möglich raushalten, sondern eben auch aus der Arbeit der Abteilungen. Landmanns Interview folgt im Laufe des Tages.

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lionspack

Würde es eine Überprüfung des TÜV im Hinblick der Feuerlöscher geben, und auch nur ein Feuerlöscher wäre abgelaufen, es wäre Robert Reisinger Schuld. Nicht weil irgendjemand das glaubt, sondern weil man eben hetzen möchte. Das hat Methode und ist sehr traurig.

hheinz

Das ist doch keine Alleinentscheidung von Roman Beer. Prinzipiell wirbt der e.V. seit vielen Jahren damit dass die Mitgliedsbeiträge der (passiven) Mitglieder, abzüglich der Verwaltungsumlage, zu 100% in die Nachwuchsarbeit gehen.

Dann kann man anschließend eben nicht hergehen und Teile davon in die Futsal Abteilung verschieben (bzw. kann man vermutlich schon aber das wäre ja auch nicht ganz sauber).

Wäre das hier Wunschkonzert dann würde die KGaA jedes Jahr einen Kostenbeitrag leisten welcher ausschließlich dem Breitensport (und damit allen Abteilungen) zugute kommt. Ein weiterer Kostenbeitrag wäre für mich als Abgeltung für die ehrenamtliche Begleitung der KGaA anzudenken.

Dazu kommt dann eine auszuhandelnde Kompensation für geleistete Arbeit im Nachwuchsbereich, also der ehemalige Geschäfts-Besorgungsvertrag.

Als Betrag würde ich 100.000 Euro in Liga 4, 200.000 Euro in Liga 3, 400.000 Euro in Liga 2 und 800.000 Euro in Liga 1 als eine Richtlinie erachten. Dazu kommen dann jeweils 25% für die Aussteuerung. Das ist verglichen mit den Gehaltskosten eines Herrn Ayre Fliegenschiss.

Das wird jetzt so leider nicht mehr möglich sein denn die Verträge sind so geschlossen worden aber der pauschale Satz “Wenn es dem Profifußball gut geht dann geht’s auch dem e.V. gut” stimmt halt für mich so schon lange nicht mehr bzw. der e.V. müsste eigentlich viel mehr profitieren. Mit so einer Regelung würde sichergestellt dass aus gefühlter Realität Tatsachen würden.

Stattdessen werden real entstandene Kosten (aus zugegeben nachvollziehbaren Gründen) gestundet.

Landshuter_Loewe

Mann oh Mann, kopfschüttel

ich warte schon auf den Tag, an dem es heißt: In China ist ein Sack Reis umgefallen, wie konnte das Präsidium das geschehen lassen.