Schützenhilfe aus Niederbayern?

Präsident Robert Reisinger kann für seinen aktuellen vereinspolitischen Kurs vermutlich auf Schützenhilfe aus Niederbayern zählen. Die Niederbayerischen Löwen und die Blaue Division Bayerwoid wollen in Niederbayern aktiv für eine Teilnahme an der Mitgliederversammlung des TSV München von 1860 e.V. werben und zahlreich teilnehmen.

Peter Wiesmann, einer der Vorsitzenden, hält es für wichtig, dass jeder niederbayerische Fan, der Mitglied im e.V. ist, auch das Wahlrecht in Anspruch nimmt. “Unabhängig davon welchen Kurs er für den richtigen Weg hält”, meint Wiesmann, “denn es gehört auch dazu, dass wir eben nicht alle einer Meinung sind.”

“Wollen uns nicht vor den politischen Karren spannen lassen”

Aus der ARGE sind die Niederbayerischen Löwen am vergangenen Mittwoch ausgetreten. Vorstand Dietmar Trampe glaubt nicht, dass die ARGE das Recht hat, als geschlossene Opposition aufzutreten. “Auch wenn wir einige Kritikpunkte haben, viele von uns finden den aktuellen Kurs des TSV positiv. Wir lassen uns deshalb nicht vor den politischen Karren der ARGE spannen.” Die Niederbayerischen Fanclubs wachsen. Und vor allem organisieren sie sich. Um für ihren TSV München von 1860 da zu sein.

Wolfgang Eggerl, Vorstand der Division Bayerwoid, ist die treibende Kraft in Niederbayern und holte sich die Niederbayerischen Löwen mit ins Boot. “Wir haben schnell erkannt, dass wir viele Schnittstellen haben. Dabei stehen wir in unserer Region ständig im Austausch. Wir vertreten hier in Niederbayern den TSV und unterstützen ihn an Spieltagen und Versammlungen in München.”

“Dachverband benötigen wir nicht …”

Wiesmann meint, dass es wichtig wäre, die Fanclubs direkt beim TSV München von 1860 einzugliedern. “Einen externen Dachverband benötigen wir nicht”, erklärt der bekennende Löwenfan. Aus seiner Sicht sollte die Betreuung der Fans ausschließlich vom TSV organisiert werden. „Um politisch aktiv zu werden, kann man sich auch direkt im e.V. einbringen“, erklärt der 48jährige Familienvater, “und dazu gehört auch, dass man Mitglied im TSV wird.”

Reisinger hat stets offenes Ohr für Fanclubs

„Was Reisinger und der e.V. nach dem traurigen Abstieg geleistet haben, das ist absolut fantastisch”, meint Vorstand Trampe. “Vor allem hat unser Präsident stets ein offenes Ohr für uns als Mitglieder, aber auch als Fanclubs.” Es wird in Zukunft einige Gespräche geben. Die niederbayerischen Fanclubs wollen wissen, wie sie den TSV direkt unterstützen können. Ohne Umwege über irgendwelche Delegierten-Systeme eines außenstehenden Dachverbandes. Bayerwoid-Vorstand Eggerl hofft, dass möglichst viele Fanclubs sich anschließen: “Gemeinsam heißt, gemeinsam im TSV.”

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
Subscribe
Benachrichtige mich zu:
guest
7 Kommentare
neuste
älteste beste Bewertung
Inline Feedbacks
View all comments

serkan

Könnte einen Dominoeffekt geben. Der ARGE-Vorstand hat die Kettenreaktion mit seiner depperten Propagandaschau im Daxerhof selbst in Gang gesetzt. https://loewenmagazin.de/1860-praesident-reisinger-aeussert-sich-zur-arge-politik

joe-77

“Die Niederbayerischen Fanclubs wachsen. Und vor allem organisieren sie sich.”
Und wenn der TSV mal wieder nach Bodenmais kommt sieht man keinen von Euch …

Deleted User

This content has been hidden as the member is suspended.

klothilde

Mitglied in einem Verein wird man ja in 1. Linie weil man davon überzeugt ist.
Ich denke je mehr Mitglieder, destso mehr Akzeptanz und Zusammenhalt in Zukunft.
Dass es Leute gibt, die Mitglied werden, um diesen Verein zu unterwandern und einem Investor mögliche Ziele zu ermöglichen, ist wohl eher die Ausnahme.

banana-joe

Schon richtig, aber je mehr Mitglieder zur Wahl gehen, desto aussagekräftiger wird die ganze Geschichte. Erinnern wir uns doch an letztes Jahr, wo es dann im Nachhinein nur hieß, die Oettingertrinker, dauerbesoffenen Scheichliedgröhler und die arbeitslosen Hartzer aus München und Umland hatten soooooo kurzfristig nach der Absage die Gelegenheit, zu diesem Termin zu erscheinen, während die anderen, rechtschaffenen Löwenfans zu diesem kurzfristig verschobenen Termin nicht fahren konnten, das sie langfristig ihre Termine mit dem Ehrenamt, der Familie oder gar dem eigenen Unternehmen schon laaaaaange verplant haben, was natürlich auch wieder eine Farce der Vereinsführung war.

Ne ist schon gut so, je mehr Mitglieder kommen, desto weniger kann hinterher geschimpft und gejammert werden, wenn eine Mehrheit pro oder contra aktuellen Kurs stimmt. Das ist Demokratie und das Ergebnis wird man akzeptieren müssen, ganz egal, wie’s dann ausgeht. Oder was meinst du warum das Geschrei nach Briefwahl gerade beim anderen Blog so laut ist? Da würde dann doch jeder Mitglied werden, ob aus Kiel, Saarbrücken oder dem dunklen Osten und würde nur sein Kreuzchen dort machen, wo es der Griss für richtig hält und ansonsten weiterhin die Löwenspiele bequem vom Sofa aus verfolgen und in Richtung München kommen sie dann auch nur, wenn’s über den Brenner geht. Wenn’s nicht mal der Erdinger Löwe für nötig hält, Mitglied zu werden und zur MV zu erscheinen…. ne danke, auf solche Sofamitglieder kann ich und sicher auch die Mehrheit der anderen dann gerne verzichten!

Deleted User

This content has been hidden as the member is suspended.

bluelady

Ein guter Schritt in die richtige Richtung! Ein Dachverband hat sich im Zeiten von Internet und Smartphones einfach überholt, auch, weil er Demokratie predigt, aber keine vorlebt!