Halbzeit im Löwenjahr 2018. Aufstieg war geschafft, Finanzierung stand und die Kaderplanung war ebenfalls abgeschlossen. Für die Profis ging die Sommerpause vorbei und die Vorbereitung für Liga 3 startete … und beim TSV München von 1860 e.V. ging der Kampf erst richtig los.

Teil 1: Löwen-Jahresrückblick 2018
Teil 2: Löwen-Jahresrückblick 2018

Juli: GWS für 3. Liga bereit, Mitglieder wählen neuen Verwaltungsrat

Starten wir mal mit der KGaA … Der TSV 1860 München hatte die Verträge von Christian Köppel, Eric Weeger, Simon Seferings, Johann Hipper, Phillipp Steinhart und Daniel Wein – teils vorzeitig – verlängert und damit einen Großteil der Meistermannschaft der Regionalligasaison 2017/18 auch über den 30. Juni 2018 hinaus an sich gebunden.

Das Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) des TSV 1860 München hat im Rahmen der bundesweiten „Zertifizierung der Leistungszentren“ erneut drei von drei möglichen Sternen erhalten. Bereits bei den bisherigen Zertifizierungen, die seit der Saison 2007/08 alle drei Jahre durchgeführt werden, erhielten die Löwen die Bestnote.

In puncto Stadion gab es ebenfalls einiges an Bewegung. Die Stadt München baute im Stadion an der Grünwalder Straße neue Lautsprecher ein und sorgt dafür in den folgenden Monaten für Unmut der Anwohner. Mit den abgeschlossenen Arbeiten im Sechzger hat die Stadt mit insgesamt 1,5 Millionen Euro die Heimspielstätte der Löwen für die 3. Liga fit gemacht und die Kapazität auf 15.000 Zuschauer erhöht. Hierfür wurden die Blöcke F1, F2 und J in der Westkurve komplett geöffnet. Investiert wurde auch in die Stufen und Wellenbrecher und in der Erhöhung der Mauer in der Ostkurve wegen Lärmschutz. Hinzu kam die Eröffnung eines neuen Kiosk und die Installation von WC-Containern unter der Westtribüne. Währenddessen hatte die SPD-Stadtratsfraktion München beim Oberbürgermeister Dieter Reiter einen Antrag zur Prüfung der Zuschauerkapazität des städtischen Grünwalder Stadions gestellt. Das Ziel der Prüfung war eine Stadionkapazität von mindestens 18.600 Zuschauern.

Löwen gewinnen mit 2:0 im Testspiel gegen VfB Eichstätt

Löwen-Mannschaft absolvierte kurzes Trainingslager in Bodenmais mit abschließendem Testspiel gegen den VfB Eichstätt. Fast unmittelbar danach ging es weiter nach Kössen in Tirol zum fünftägigen Trainingslager und der TSV 1860 München lieh Simon Lorenz vom VfL Bochum aus, der den Löwen nach Kössen gleich hinterherreiste. Kein Testspiel in der Vorbereitungsphase ging verloren und die Löwen schienen bereit für die neue Saison.

Zeitgleich zum Testspiel gegen Eichstätt fand das Sommerfest vom TSV statt, bei dem es Erfreuliches für die e.V.-Abteilung für Behindertensport gab. Nachdem am 6. Juli 2018 der Kooperationsvertrag mit der Pfennigparade unterschrieben worden ist, fand beim Sommerfest die symbolische Übergabe von zwei RaceRunnern an den Abteilungsleiter der Behindertensport-Abteilung Oskar Dernitzky und Lutz Pfleghar von der Pfennigparade statt. Insgesamt wurden jedoch sechs RaceRunner gespendet. Je ein Gerät wurde vom TSV 1860-Hauptsponsor die Bayerische, den Unternehmer für Sechzig, den blinden Löwen-Fan Andreas de Biasio und Verwaltungsrat Robert von Bennigsen gespendet. Zwei Geräte gab es von Norbert Oxée, dem damaligen Verwaltungsratskandidaten des Team Profifußball.

Apropos Verwaltungsrat. Seit Wochen lief der Wahlkampf auf Hochtouren und täglich gab es Interviews und Berichte über die Verwaltungsratskandidaten zu lesen. Die ordentliche Mitgliederversammlung 2018 des TSV München von 1860 e.V. fand dann am Sonntag, 22. Juli 2018, in der Kulturhalle Zenith statt. Nach fast elf Stunden waren die 15 Tagesordnungspunkte abgearbeitet und einige Gremien neu besetzt. Die spannendste Frage drehte sich um die Besetzung des Verwaltungsrats. Dort konnten sich die bisherigen sechs verbliebenen Mitglieder ihren Posten für weitere drei Jahre in dem neunköpfigen Gremium sichern: Verena Dietl (773 Stimmen), Robert von Bennigsen (670), Sebastian Seeböck (666), Nicolai Walch (657), Dr. Markus Drees (610) und Sascha Königsberg (574). Neu hinzu kamen Christian Groß (577), Gerhard Mayer (562) und Norbert Steppe (549). Ex-Profi Bernhard Winkler aus dem Team Profifußball scheiterte als Zehnter mit 373 Stimmen knapp.

Am 28. Juli war es dann soweit und die Löwen stiegen in die Drittliga-Saison ein und zwar mit dem Topspiel überhaupt – gegen den 1. FC Kaiserslautern auf dem Betzenberg. Der Start missglückte. Vor 41.324 Zuschauer im Fritz-Walter-Stadion und 1,24 Millionen vor den Fernsehen erlitten die Löwen eine unglückliche 0:1-Niederlage. Den Siegtreffer für die Pfälzer erzielte Janek Sternberg in der 86. Minute, nachdem die Sechzger in der Anfangsphase gleich zweimal durch Nico Karger und Adriano Grimaldi die Führung verpassten.

August: Acht Spiele in vier Wochen

Im ersten Heimspiel der Saison erreichten die Löwen gegen die Sportfreunde Lotte vor 15.000 Zuschauer einen fulminanten 5:1-Sieg durch die Tore von Simon Lorenz, Adriano Grimaldi, Sascha Mölders, Felix Weber und Stefan Lex. Am gleichen Tag gab es Neues vom Investor, der sich nach einem Spaziergang in Schwabing vom Stand des Obststandl Didi meldete. Kurios.

Weiter gings nach Osnabrück und die Löwen verpassten den ersten Auswärtssieg beim 2:2 an der Bremer Brücke. Im Heimspiel gegen den KFC Uerdingen erlitten die Sechziger die erste Heimniederlage seit dem 22. Oktober 2017. Dem KFC Uerdingen 05 gelang durch den eingewechselten Ali Ibrahimaj in der 2. Minute der Nachspielzeit der Lucky Punch und die Löwen verloren knapp mit 0:1.

Danach standen Pokal-Spiele an. Durch einen 5:1-Erfolg über den SV Dornach zogen die Münchner Löwen in die 2. Runde des Bayerischen Toto-Pokals ein und im DFB-Pokal war nach der 1. Runde Schluss. Die Löwen unterlagen nach großem Kampf dem Zweitligisten Holstein Kiel mit 1:3, obwohl sie bis zur 74. Minute durch den Treffer von Nico Karger in Führung lagen. Zurück im Toto-Pokal wurde die Ordnung wieder hergestellt. Nach dem 7:1-Erfolg beim Bezirksligisten FC Ergolding zog die Bierofka-Elf ins Achtelfinale des Toto-Pokals ein. Leider zog sich Markus Ziereis bei dem Spiel einen Außenbandteilriss im rechten Knie zu, was eine Verletzungspause von 6-8 Wochen bedeutete.

Auf die Unterschrift der Genussscheine wartete man bis Mitte August vergebens. Spekulationen machten in den Medien die Runde, dass Hasan Ismaik auf den Weigl-Wechsel wartete, der am Ende nicht zustande kam. Dann verkündete die BILD, dass die Unterschrift nun da wäre – über die Zahlung fiel kein Wort.

Beim VfR Aalen feierten die Löwen mit 4:1 ihren ersten Auswärtssieg in der 3. Liga und gegen Energie Cottbus setzten sie ihren Aufwärtstrend fort, indem sie das Team aus der Lausitz mit 2:0 bezwangen. Leider musste Hendrik Bonmann in der 54. Minute verletzt ausgewechselt werden. Nach der MRT-Untersuchung stand fest, dass sich Bonmann einen Teileinriss im Innenband zugezogen hat und für mehrere Wochen ausfällt.

Der TSV München von 1860 bekam eine Weltrekordhalterin. Birgit Kober holte Gold im Kugelstoßen bei der Para Leichtathletik-EM in Berlin und stellte mit 11,79 Metern einen neuen Weltrekord auf.

September: Trauer beim TSV 1860

Der TSV 1860 München leiht Romuald Lacazette bis zum Saisonende vom SV Darmstadt 98 aus. Der 24-jährige Mittelfeldspieler stand bereits von 2015 bis 2017 bei den Löwen unter Vertrag.

Im Toto-Pokal ging es gegen den FC Memmingen weiter. Durch einen Treffer in der Nachspielzeit durch Herbert Paul zogen die Löwen ins Viertelfinale ein.

Ibrahim Kododji im Spiel gegen den SC München

September war ein Monat schmerzlicher Abschiede. Am 2. September wurde bekannt gegeben, dass Ibrahim Kododji nach einem schweren Verkehrsunfall seinen Verletzungen erlegen war. Ibo wurde nur 24 Jahre alt. Er spielte seit der Saison 2016/17 für die 3. und 4. Mannschaft der Münchner Löwen und war Vize-Kapitän der vierten Mannschaft.
Keine 10 Tage später trauerte der TSV München von 1860 e.V. um den Ex-Präsidenten Erich Riedl, der im Alter von 85 Jahren verstarb.

Die Futsallöwen starteten in ihre erste Regionalliga-Saison.

Von der Ostsee kehren die Löwen mit einem Punkt zurück. Beim 2:2 gegen Hansa Rostock durchlebten sie eine Achterbahn der Gefühle. Nach überlegener ersten Halbzeit und dem Führungstreffer von Herbert Paul drehten die Gastgeber innerhalb von zwei Minuten die Partie. Phillipp Steinhart gelang nach Foul an Adriano Grimaldi, der danach verletzt ausgewechselt werden musste, per Foulelfmeter der Ausgleich. Das erste Wiesnheimspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden verloren die Löwen mit 1:2. Dabei gaben sie erneut eine Führung kurz nach der Pause aus der Hand. Dramatik pur erlebten die Fans beim 1:1 der Löwen bei der SpVgg Unterhaching. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit machten die Löwen nach Wiederanpfiff mächtig Druck, gingen in der 55. Minute durch Adriano Grimaldi in Führung. Aus dem Nichts heraus pfiff Schiedsrichter Dr. Robert Kampka einen Elfmeter für die Gastgeber, den aber Marco Hiller gleich doppelt parierte. In der Nachspielzeit gelang dem Gastgeber dann noch der glückliche Ausgleich.

Teil 4: Löwen-Jahresrückblick 2018.


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ArikSteen

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