Der TSV 1860 München erspielte sich zum Abschluss der Hinrunde gegen den FC Ingolstadt 04 mit 2:2 nur ein Unentschieden. So weit, so langweilig? Mitnichten.
Was war das für ein Spiel bitte?! Rückstand, Führung, ausgeknockter Mölders, eine blutige Platzwunde, rote Karte, Tumulte, platzstürmender Trainer, Ausgleich in Überzahl… es war einfach alles dabei, was ein Fußballspiel nur bieten kann. Aber der Reihe nach.

In drei Minuten drehen die Löwen das Spiel

Nach dem 1:1-Remis gegen die SG Sonnenhof Großaspach brachte Löwen-Dompteur Michael Köllner für den verletzten Tim Rieder Aaron Berzel in die Mannschaft. Herbert Paul und Efkan Bekiroglu durften ebenfalls von Beginn an starten, Dennis Dressel und Noel Niemann mussten dafür auf der Bank warten.

Das Spiel startete mit einer Reihe von starken Zweikämpfen, Fouls und Freistößen, doch weder die Hausherren noch die Münchner konnten die Standardsituationen für sich nutzen. Die Löwen hatten optisch die Nase vorne und kassierten dennoch mit dem ersten Torschuss der Schanzer auch ihr erstes Gegentor. Ein Missverständnis im Mittelfeld erlaubte Thalhammer den Pass an Marcel Gaus auszuführen, der aus 15 Metern ins untere Eck einnetzen konnte und Marco Hiller keine Chance ließ (10.). Der Ausgleich für die Löwen folgte schnell: Eine Flanke von Bekiroglu auf den ersten Pfosten nutzte Prince Osei Owusu und köpfte aus spitzem Winkel unter die Latte zum 1:1 (16.). Weitere drei Minuten später und die Löwen hatten das Spiel gedreht. Steinhart legte am Strafraum links auf Owusu, er grätschte die Kugel in die Mitte zu Sascha Mölders, der den Ball im Fallen rechts unten im leeren Tor versenkte. Ein Wahnsinn. Tausende mitgereiste Löwenfans flippten im Audi-Sportpark aus. Sowas hat es lange nicht mehr gegeben.

In der Folgezeit waren die Bemühungen der Hausherren nicht von Erfolg gekrönt. Die Löwen hatten alles im Griff, und verpassten es leider, die Führung auszubauen, wie in der 25. Minute, als Efkan Bekiroglu im Fünfmeterraum Mölders bediente, der auch abzog. FCI-Keeper Buntic zeigte jedoch eine klasse Parade und konnte mit dem Fuß noch den Ball abwehren. Kurz vor dem Pausenpfiff dann der Schock unter den Löwenfans. Sascha Mölders prallte unglücklich mit Poulsen zusammen, der ihn mit dem Ellbogen erwischte, wonach Mölders auf den Boden knallte und kurz ohnmächtig wurde. Hoch besorgt rannte auch Michael Köllner auf den Platz. Zum Glück stand Mölders bald auf und alles schien wieder in Ordnung und die Gemüter beruhigten sich wieder.

Trotz Überzahl den Ausgleich kassiert

Der zweite Durchgang hatte es in sich. Die Gastgeber gaben sich mit dem Rückstand nicht zufrieden. Es entstanden wieder spannende Zweikämpfe, alle arbeiteten mit allem, was sie hatten. Wille und Kampfgeist war hoch. Zu hoch vielleicht. 58. Minute – Maximilian Beister sieht Rot: Ingolstadt griff an, Eckert lupfte den Ball über Marco Hiller, der es noch schaffte die Kugel sensationell an die Latte zu lenken. Der Ball prallte vor der Linie auf und Aaron Berzel klärte beherzt. Beister kam mit einer Grätsche angerauscht, hüfthoch, mit offener Sohle gesprungen und haute Berzel um. Kompliment an der Stelle an den Unpartaiischen Tobias Reischel, der den Überblick behielt und Beister vom Platz stellte. Die Stimmung war nun endgültig aggressiv aufgeladen – sowohl auf dem Spielfeld, so auch auf den Rängen.

Die Löwen also in Überzahl und es waren noch dreißig Minuten zu spielen. Aber man war ja nicht zu Gast bei einem Viertligisten, sondern beim letztjährigen Zweitligisten, der sich von der neuen Situation nicht beeindrucken ließ. Die Taktik der Schanzer blieb gleich – nämlich offensiv noch was zu reißen. Und das taten sie fünf Minuten später. Ein Tor über zwei Stationen. Butic schlug den Ball nach vorne, der im Strafraum bei Eckert landete, der wiederum zum Marcel Gaus in die Mitte passte. Tor. Ausgleich. Die Löwen verloren ihr Gleichgewicht und waren auf einmal weiter vom Gegenmann, teilweise einen Schritt hinterher. Es entwickelte sich nun ein Schlagabtausch und es war einfach noch alles drin. Dann schepperte es erneut – nur diesmal waren es Paul und Weber, die aneinander rasselten. Herbert Paul, der eine blutende Platzwunde erntete, musste das Spiel sofort verlassen, Felix Weber folgte ihm einige Minuten später. Köllner schickte Dressel und Gebhart auf den Rasen. Beide Teams bemühten sich weiterhin den Lucky Punch zu landen, doch es kam kein Fluss mehr auf. Obwohl es noch ein paar spannende Szenen und drei Minuten Nachspielzeit gab, blieb es beim 2:2-Endstand.

Ein Punkt, der allen mitgereisten Löwenfans sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird. Auch wenn man der Mannschaft am Ende die Enttäuschung angesehen hat, sie haben uns allen einen unvergesslichen Abend beschert und viel Kampfgeist gezeigt, der weiterhin Hoffnung verleiht.

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)

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Tante Tornante
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Das war ein richtig geiler Abend gestern im Sportpark mit einer bärenstarken ersten Halbzeit. Leider, ja leider haben wir uns nicht ganz belohnt.

Also, das 0:1, das sah für mich nicht unhaltbar aus, auch wenn er ihn schon optimal getroffen hat. Und unmittelbar vor dem 2:2, da verhält sich der Kutschke einfach abgezockter als der Erdmann, für mich war das kein Foul.

Aber sei es drum, der Sportpark war gestern in unserer Hand, super Stimmung und support. Auf dem Parkplatz draußen läuft so ein Schanzer an mir vorbei und sagt: „München ist rot!“ Ja mei, was willst auch von so einem Klarschpappenpublikum erwarten? Von denen war ja gar nix zu hören.

Wenn Köllner es jetzt noch schafft, der Mannschaft die nötige Coolness einzuimpfen, dann brauchen wir uns vor echt keinem in der Liga zu fürchten. Spielerisch war das über weite Strecken schon richtig gut, vor allem in HZ I.

Schöner Ausflug!

Landshuter Löwe
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„München ist rot!“
Um mich rum sind ein ganzer Haufen dieser Typen gesessen, teilweise mit Jacken und Sitzkissen der Unaussprechlichen – uahhhhh…

Getoppt von geschmacklosen Aussagen wie „Hauts dem beide Beine ab!“.

Auch irritierend fand ich die „Gute Besserung“ Werbung einer ansässigen Apotheke, wenn mal wieder einer der Spieler zusammengeknüppelt am Boden lag.

vinzv
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> Klarschpappenpublikum

Ein sehr schöner weil passender Vertipper! wink

Tante Tornante
Leser

lol

Den lasse ich jetzt auch so stehen… wink

Blue Power
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What a fight, ich bin stolz au unsere tapferen Buam!
Die Taktik unserer zukünftigen Gegner bei einem Rückstand wird sein, sich schleunigst eine rote Karte abzuholen um zumindest den Ausgleich zu erzielen und zu punkten.
Die 4 sehr fahrlässig verschenkten Punkte sind Lehrgeld und ihr werdet sehen, in der Rückrunde werden wir das Feld aus dm sicheren Mittelfeld heraus nach vorne aufrollen!
Ach ja und was ich immer gesagt habe, den Owuso bloß nicht vor dem Tor auf dem Fuß anspielen sondern auf den Kopf, denn da ist er eine Waffe ?

3und6zger
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26 Punkte hatten wir letzte Saison nach dem ersten Rückrundenspiel gegen den FCK. Jetzt sinds 6 Spiele ohne Niederlage und es hätten leicht 4 Punkte mehr sein können. Ein Super-Hinrunde gespielt und in der Rückrunde 2020 haben wir 10 Heimspiele und von den 10 vor uns kommen 7 ins Grünwalder. Duisburg, Ingolstadt, Braunschweig, Halle, Haching, Waldhof, Magdeburg. Da geht was! Freu mich schon auf die Rückrunde mit dieser Super-Truppe!
Gut dass der neue Trainer nicht vor und nach dem Spiel im „Tunnel“ ist!

United Sixties
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Ein packendes Spiel und klasse erste Halbzeit. Nur diese zweite Hälfte ohne echte Torchance gegen 10 Ingoldorfer bleibt mir rätselhaft und die vergebene Chance mit nur mehr 4 Punkten Rückstand auf Platz 3 ärgert mich. Man stelle sich vor vier Punkte mehr nach Grossaspach und gestern und wir wären wie Meppen auf Platz 6 in Lauerstellung. Sehr schade, denn das hätte sich das Team und Trainer sehr verdient. Löwen-Fußball macht wieder Spaß und im Kader herrscht endlich echter Konkurrenzdruck…hoffentlich gelingt so in Münster der wichtige Dreier.

Chemieloewe
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Die im Fußball allgemein umgangssprachlich geprägten Ausdrücke „Konkurrenzdruck u. Konkurrenzkampf“ unter den Spielern finde ich in Teams, die auf Zusammenhalt, Homogenität u. Einheit setzen, total furchtbar u. daneben, so auch für uns!!! Einfach nur schlimm, diese Ausdrücke!!!

tomandcherry
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Chemieloewe

Wobei wir schon eine PROFI-Truppe und keine Alte-Herren-Thekenmannschaft haben. wink

Somit ist es nach meiner Definition kein Problem von „Konkurrenz“ zu sprechen und schreiben, denn „Konkurrenz belebt das Geschäft“ und das sollte POSITIVEN Druck auf die Herren in Weiß-Blau ausüben.

Ich gehe da mit @United Sixties konform, dass es besser ist, einen gesunden Konkurrenzkampf um die 11 Plätze in der Anfangsformation zu haben, als eine Mannschaft die sich beinahe von selbst aufstellt, weil es halt nur 11 Kicker im ganzen Kader gibt, die aufgrund ihres Leistungsvermögens auflaufen.

Und so wie ich unseren Chef-Coach bislang erlebt habe, bekommt wirklich jeder Spieler seine faire Chance bei ihm.

Also erstmal alles gut. wink

Chemieloewe
Leser

Wenn Ihr das so mit diesen Begriffen positiv besetzt seht, ist das ja auch ok, da Ihr im Grunde dasselbe meint, wie ich. Ich habe halt bei den Begriffen eher die negativen kapitalistischen…. Ellenbogenbilder im Kopf, wo es nur darum geht, rücksichtslos Andere zu übertrumpfen bis aus dem Weg zu räumen, was man halt auch so im Profifußball häufig wiederfindet. Genau das will ich bei uns, wie auch sonstwo, eben nicht als eine Grundlage der Entwicklung von Spielern sehen, sondern eine Mentalität des füreinander u. miteinander arbeitens, helfens u. einstehens, des miteinander anstrengens, um sich zu verbessern u. des sich untereinander anspornens. Gerade im Fußball braucht man, um erfolgreich zu sein, einen größeren Kader von ca. 25 Spielern, um Ausfälle kompensieren u. durchwechseln zu können, was nur erfolgreich geht, wenn der Kader insgesamt einigermaßen gleichmäßig gut besetzt ist u. sich gut entwickelt bzw. sich leistungsschwächere Spieler positiv entwickeln u. ihre Leistungen verbessern. Das genau so hinzubekommen, ohne laufend nach neuen „besseren“ Spielern zu schreien, was wir ja leider schon zur Genüge aus der Vergangenheit kennen, ist schwer u. vornehmlich die Aufgabe, ja, die Kunst unseres Trainerteams. Ich glaube, Michael Köllner kann das, er mit seinem Team.
Den Spruch „Konkurrenz belebt das Geschäft“ habe ich schon erwartet u. gelacht, als ich ihn las. Ja, mag sein, daß dem so ist, aber im negativen Sinn, mit der Ellenbogenmentalität, schadet es dem Menschen, dem/n anderen Spieler/n, der Mannschaft u. im Umkehrschluss irgendwie dem Spieler mit der Ellenbogenmentalität selbst! Ein verschworenes Löwenrudel geht anders, als mit Ellenbogenkonkurrenz, die Ihr ja nicht meintet, wollte ich hier nur noch anmerken. Da wäre z.B. auch bestimmt ein Christian Köppel noch bei uns!? Hätte ich gut gefunden… Gemeinsam sind wir stark, eben auch unser Team, nicht nur bis zum 11…13 Spieler, sondern vom 1. bis zum 25. …letzten Spieler im Kader, trotz normaler Leistungsunterschiede, die es dynamisch immer gibt. wink

Tante Tornante
Leser

Grundsätzlich bin ich da schon bei Dir, wenn man dem Konkurrenzkampf noch das Attribut „gesund“ hinzufügt, dann simma da wohl beinand.

Zu Christian Köppel:

Er hat bis jetzt bei Schweinfurt in der RL 11 von 22 Spielen gemacht, also auch nicht soo dolle. Ich glaube nicht, dass er sich bei uns in der 3. Liga durchgesetzt hätte.

anteater
Leser

Wir haben in der Arbeit im Team auch zwei so Typen, die das alles eher als Konkurrenzkampf sehen, denn als Teamarbeit. Unfassbar beliebt, die beiden wink Wenn man zu viele solcher Kandidaten dabei hat, dann ist das Team im Arsch!

Chemieloewe
Leser

Top! So sehe ich das auch! Wenn sich Einer o. Einige über Andere/alle Anderen stellen, wenn Einer gegen den anderen kämpft, statt mit-u. füreinander, sich Gruppen bilden u. bekriegen, Alle gegen Alle, Jeder gegen Jeden, dann hat so ein Konkurrenzkampf den Tod eines Teams zur Folge u. kann nur in der Komplettzerstörung einer förderichen sozialen Teamstruktur enden, ist schlichtweg asozial u. unsportlich. Genau das wollen wir bei unserem TSV 1860 München nicht erleben!

Snoopy.
Leser

Konkurrenzkampf kann ja auch freundschaftlich ablaufen, ohne gegenseitiges Hauen und Stechen. Bei einem Mannschaftssport wie Fußball sollte / muss es auch so sein, sonst funktioniert es auf dem Platz auch nicht, wenn’s in der Mannschaft nicht stimmt.

Chemieloewe
Leser

Top Snoopy. , so meine ich es auch…ein Team, was mit eigentlich guten bis sehr guten Einzelspielern/“Stars“ besetzt ist o. zusammengestellt wurde…zwischen denen o. wo es in der Mannschaft o./u. dem Trainer nicht stimmt, der Teamgeist tot ist o. zumindestens lahm liegt, gewinnt man kaum Spiele u. wird nicht erfolgreich sein, siehe uns in der Abstiegssaison, Uerdingen u. Kaiserslautern letzte Saison, der HSV, H96…u.v.a. Beispiele mehr. Dagegen können Teams mit einem Kader, der eher durchschnittlich u. nicht hochkarätig besetzt ist, wahre Wunder vollbringen, weil es im Team u. mit dem Trainer hervorragend zusammenpasst, siehe VfL Osnabrück, SC Freiburg, Union Berlin, Arminia Bielefeld…Ich möchte auch das Wirken von Boris Schommers in Kaiserslautern beispielhaft hervorheben, der nach Grottenleistungen, auch bei uns im Grünwalder, „Stars“ aus der Stammelf geworfen, die Mannschaft umgekrempelt u. in die Erfolgsspur geführt hat, 5 Siege in Folge, mit Spielern, die sich voll reinhauen u. einen großen Teamgeist u. Zusammenhalt zeigen u. eine feste Einheit bilden. Schommers hat der Mannschaft von Kaiserslautern wieder Leben eingehaucht. Ich denke, Michael Köllner wird mit unseren Spielern auch ein tolles u. erfolgreiches Team, ein verschworenes Löwenrudel, ohne „große Stars“ von außen, entwickelt. Es ist möglich…von der „Starzusammenstellvariante“ sollten wir geheilt sein, zumal wir dazu sowieso keine Kohle haben.

United Sixties
Leser

Ach was…auch in der dritten Liga und bei unseren Löwen handelt es sich um Fussballprofis, die in erster Linie auch auf Ihren Erfolg und Vertrag aus sind.
Mit Konkurrenzdruck innerhalb eines Kaders kann jeder Trainer umgehen und fördert dies in der Regel, Michael Köllner macht das aktuell auch hervorragend (siehe Paul, Dressel, Niemann, Klassen).
Niemand kann sich so auf „Lorbeeren“ ausruhen und einen Tick zu wenig laufen oder kämpfen. Das gehört einfach dazu und ist weniger furchtbar. wink

Aymen1860
Leser

Eins der besten und spannendsten Spiele der Löwen in den letzten Jahren, an die ich mich erinnern kann. Besonders gefreut hat mich, das Bekiroglu wieder dabei war und dann gleich so gut und das es bei Owusu endlich Mal gut gelaufen ist.
Inzwischen bin ich richtig froh, das wir den Trainerwechsel vor ein paar Wochen hatten…

jürgen (@jr1860)
Leser

Erkenntnis No1: Auch wenn das Stadion viel rot hatte, wars doch klar in blauer Hand smile
Erkenntnis No2: Erste Halbzeit war richtig gut. Das zu Beginn an die Wand gemalte Abstiegsgespenst sollte endgültig der Vergangenheit angehören.
Erkenntnis No3: Ingolstadt hat immer sehr an der Grenze der erlaubten Härte gespielt und des öfteren mal deutlich drüber.
Erkenntnis No4: Rote Karten für den Gegner sind eher eine Schwächung für die Löwen.
Erkenntnis No5: Es geht doch smile Kopf hoch und weiter so

#ELiL

3und6zger
Leser

Hab ich mir schon in Haching gedacht: Wenn genug Blaue drin sind, sieht man die roten Sitzschalen gar nicht mehr!

jürgen (@jr1860)
Leser

ja, das war auch so smile
Fand ich letztes Jahr noch beindruckender, wo der Support erst nach 20 Minuten losging, aber WIE!!!! Da hab ich richtig Gänsehaut bekommen, wie die BLAUE Wand „hochging“.

#ELiL
#OHNE HASAN!

anteater
Leser

Und dann hat sich unser Spiel auch komplett gewandelt. Das fand ich doch sehr erstaunlich, weil man mal miterleben konnte, was wir Fans dann doch ausmachen (können).

Snoopy.
Leser

Auf Platz 11 hat der vor der Saison schon als Absteiger feststehende TSV 1860 die Hinrunde beendet, mit 26 Punkten und einem Torverhältnis von -1. Ist doch gar nicht so schlecht.

Was wir gestern in Ingolstadt gezeigt haben, gerade in der ersten Halbzeit, war richtig gut. Das hat nach Fußball ausgesehen, das war in allen Bereichen richtig gut. Schade, dass man sich für solche Leistung nur mit einem Punkt belohnt hat. Man muss sich allerdings nicht fragen, wie Mölders das Ding zum 3. Tor nicht rein bekommt, sondern eher, wie der Torwart den noch rausholt. Und wir haben wiederholt ein Spiel von einem Rückstand in einen Vorsprung gedreht, auch wenn wir diesen gegen 10 Mann nicht halten konnten. Aber das war auch der ersten Halbzeit geschuldet, wir haben ein wenig übertrieben.

Man kann der Mannschaft und auch dem Trainerteam gratulieren, es kamen in den letzten Spielen der Saison mehr Punkte auf das Konto, als zuerst befürchtet. Auch wenn noch das letzte Prozent fehlt, um solche Spiele wie gestern für sich entscheiden zu können. Das gesamte Konstrukt wird positiver, stabiler und auch gereifter als noch vor ein paar Wochen, an Abstieg denkt keiner mehr, auch wenn man das zuvor ständig gehört hat.

Jetzt geht der Blick weiter zu Preußen Münster und der Vorbereitung auf die Ruckrundenspiele nach der Weihnachtspause.

Chemieloewe
Leser

Guter Weg mit Köllner bisher, aber Vorsicht, bloß nicht gleich wieder übertreiben, der Abstiegskampf geht weiter u. ich bin erst richtig froh, wenn die Abstiegefahr endgültig gebannt ist. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg, aber es sieht gut aus mit Köllner. Also, erst mal freuen, aber trotzdem demütig u. bescheiden bleiben u. solide Schritt für Schritt machen. Woanders fantasiert man ja von BL+CL…ich träume erst mal vom Klassenerhalt u. davon, in 2..3 Jahren vielleicht mal wieder in die 2. BL aufzusteigen, aber nur ohne Ismaik, d.h., das Wichtigste in meinen Träumen ist, daß wir in den nächsten 1…2 Jahren die Trennung u. Befreiung von Ismaik schaffen u. dann solide nach vorn u. nach oben schauen u. nachhaltig ohne riesigen, erdrückenden u. lähmenden Schuldenberg wieder vorwärts kommen. Natürlich im Grünwalder 60er Stadion, daß weiter ausgebaut u. modernisiert wird. Mit Ismaik Richtung 2. BL wird wieder ein Marionettentheater „Alles tanzt nach Ismaiks Pfeife u. seinen Krediten“, so wie gehabt. Darauf habe ich, wie wohl die meisten Löwen keinen Bock!!!
Man kann ja träumen, vielleicht u. hoffentlich erfüllen sich meine Träume u. Wünsche, mal sehen!?
#ELIL!
#OHNE HASAN! wink heart

Snoopy.
Leser

Bis in der Liga die Abstiegsgefahr endgültig vorbei ist, sind wir irgendwo bei Spieltag … 30 …

Köllner habe ich noch nie das Wort „Abstieg“ oder „Abstiegskampf“ hören sagen, oder dass wir dagegen spielen. Was noch das Lieblingsthema seiner Vorgängers war. Positives Denken, kann man sagen. Und meiner Meinung nach sieht man das auch auf dem Platz.

Wir sind auf einem guten Weg, das ist richtig. Es fehlt hier und da noch ein wenig, aber das wäre jetzt zu viel verlangt, nach 4 Spielen unter Köllner. Sonst wäre Großaspach und Ingolstadt anders ausgegangen. Aber wir präsentieren uns vor allem auswärts anders, fast nicht wieder zu erkennen. Wir spielen auch nicht mehr nur „unser Spiel“, ohne Rücksicht auf den Gegner das durchzudrücken, sondern wir versuchen unser Spiel zu spielen unter Berücksichtigung des Gegners und dessen Stärken aus dem Spiel zu nehmen. Was gegen Bayern II, Unterhaching und auch Ingolstadt in weiten Teilen auch gut funktioniert hat. Sowohl die defensive Arbeit wie auch die offensive Versuche.

jürgen (@jr1860)
Leser

Snoopy. y sehr treffend analysiert ???

tomandcherry
Leser

Snoopy. .

Wir können froh und glücklich sein (gem. dem alten Weihnachts-Gassenhauer wink ), dass die schweren Auswärtspartien in Halle, in Haching und zuletzt in Ingolstadt sieben von maximal neun möglichen Punkten eingebracht haben. Offen gestanden hatte ich nicht so viele erwartet.

Vielleicht auch ganz gut so, dass wir gestern nicht nochmal als Sieger vom Platz gegangen sind, sonst hätten nicht wenige Fans sofort wieder angefangen zu träumen (oder besser „zu spinnen“) und das Gerede von „Aufstiegschancen sind durchaus noch vorhanden“ wäre wieder losgegangen.

Diese Mannschaft hat durchaus Potential und wenn unser Chef-Trainer die Winterpause und Vorbereitung auf die Rückrunde optimal nutzen kann, werden wir mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben.

Allerdings sehe ich die Situation etwas nüchterner, als viele Kommentatoren in den einschlägigen Löwen-Foren.

Ein „Aufstiegskandidat“ für die 2. Liga sind wir noch lange nicht. Da fehlen schon noch einige entscheidende Faktoren, die uns ansatzweise (!) in den Spielen nach der „Biero-Ära“ gezeigt wurden.

Für ein richtiges Spitzenteam, das ernsthaft eine komplette Saison Oben mitmischen möchte, brauchen wir noch Verbesserungen in allen Mannschaftsteilen.

Wenn man sich jetzt auf die „Basics“ und eine bodenständige, auf Nachhaltigkeit und Talentförderung basierende Arbeit konzentriert, eine klare Richtung vorgibt und sich daran orientiert, kann es in den nächsten Jahren durchaus gelingen, in die 2. Liga zurückzukehren.

Alles andere ist – Entschuldigung – nur weiß-blaue Träumerei, die irgendwann wieder in großer Enttäuschung enden wird.

Chemieloewe
Leser

tomandcherry. & Snoopy. Stimme Euch voll zu…auf dem Teppich bleiben u. Ball flach halten. Schauen wir mal, was so geht u. wie es Köllner weiter macht, ich bin überzeugt, sehr gut. Am Ende Platz 13-8 mit gutem Abstand auf den 1. Abstiegsplatz würde ich als gute Saison bewerten, damit wäre ich nicht unzufrieden, auch, wenn die Entwicklung in der Mannschaft, der einzelnen Spieler u. unserer Spielqualtät gute, positive Fortschritte macht. Wenn wir am Ende besser landen, wäre dann um so schöner. Daß Michael Köllner nicht mit „Abstiegskampf“ argumentiert u. darauf orientiert ist völlig richtig! Positiv denken, das Bestmögliche versuchen u. kontinuierlich daran arbeiten, eine „sorgenfreie“ Saison zu spielen, ist der absolut richtige Ansatz von ihm, finde ich! Klasse Michael, weiter so!!! Der Mann hat eine gute Einstellung, eine gute Aura, denkt positiv nach vorn, ohne gleich zu hoch zu stapeln, sehr intelligent, freundlich u. begeisternd der Mann!
wink lion heart

Snoopy.
Leser

Ja, bei dem einen oder anderen spuckt es vermutlich jetzt schon, das Aufstiegsgespenst. Ist natürlich für die, die Anfang der Saison nach Geld schreien, während der Saison nach Geld schreien und sonst auch nur nach Geld schreien schon etwas blamabel, wenn ein anderer Trainer kommt und man nach 5 Wochen mehr von einer Entwicklung sieht als unter dem Heiligtum und Ikone. Wiederlegt sozusagen gleich mehrere Dinge, die so in die Luft geworfen werden.

Von Aufstieg werde ich nicht reden, nicht mal träumen oder denken. Jetzt in dieser Saison schon aufzusteigen wäre eher kontraproduktiv. Noch dazu haben wir schlicht und einfach kein Stadion, was die Träumerei von einem Aufstieg schon mal erschwert. Und Fakt ist, dass wir im Moment kein Stadion für 2. Liga haben. Mal abgesehen von der Mannschaft, die noch ein, zwei Jahre in dieser Konstellation reifen müsste, damit man oben mitspielt. Aber so lange das Thema „2. Liga und Stadion“ nicht in Stein gemeiselt ist, ist das „Aufstiegsgespenst“ nur Zeitverschwendung.

Nur haben wir im Moment noch ganz andere Probleme, die sich mit einem Aufstieg auch nicht lösen lassen, wie mancher so glaubt. Im Gegenteil, ein Aufstieg würde die Probleme nur verschärfen, vor allem, weil die meisten doch gleich an Durchmarsch denken. Bevor man nach einem Aufstieg schreit, müssen erst noch Hausaufgaben gemacht werden, damit dieses Konstruktion sowohl sportlich wie finanziell auf festen Boden steht. Alles weitere macht nur mehr kaputt als ganz, vor allem, weil der Wichtigmacher dann wieder meint, sich unnötiger, überflüssiger und unerwünschter Weise sich wieder per Facebook oder mit sonderbaren Interviews wichtig machen zu müssen.

tomandcherry
Leser

Snoopy. .

Volle Zustimmung, werter Kollege.

Speziell den letzten Satz Deines Kommentars kann ich vorbehaltlos unterschreiben.

DjangoNY
Leser

Schade das uns die Überzahlsituation eher hemmt als voran bringt. Aber mit dem 2:2 muss man zufrieden sein, 1. HZ brutal gut, 2. HZ naja. Generell tolle Leistung der Mannschaft. Ja, wer hätte das vor ein paar Wochen noch gedacht…
ELIL
#ohneHasan

blau91
Redakteur

Die erste Hälfte unserer Jungs war mit das Beste, was ich diese Saison von der Mannschaft gesehen habe. Und das gegen den Zweitplatzierten. Der Rückstand kam aus dem Nichts und stellte den Spielverlauf komplett auf den Kopf. Wir gaben eindeutig den Ton an.

Gegen 10 Mann in Hälfte zwei war es eigentlich umgekehrt. Jeder einzelne Schanzer lief für den fehlenden Mann mit. Während unsere Löwen einen Schritt weniger machten. Daran müssen sie sicherlich noch arbeiten.

Aber vor Wochen waren wir noch ein leicht berechenbarer und auswärts völlig hilfloser Gegner. Das ist jetzt komplett anders. Eigentlich ein Wahnsinn, was in dieser Truppe steckt.
Das macht Hoffnung für die Rückrunde.